Medi-Sortierung im Schrank...oder...von der lustigen Welt der Wirkstoffe

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Penthesilea

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07.10.2008
33617
Unser Medikamentenschrank ist die reinste Katastrophe: a) zu wenig Platz b) selbst für mich (1,82m groß) nicht wirklich einsehbar c) dank "kreativer" Kollegen grundsätzlich nach der Chaostheorie sortiert, soll heißen mal tauchen Medis unter dem Wirkstoff auf mal unterm Handelsnamen oder eben ganz woanders (habe auch schon mal gemutmaßt, daß sie sie nach Farben sortiert werden).
Auch eine einheitliche Kurvenführung (Wirkstoff und mg) kriege ich nicht in die Köpfe der Kollegen und Ärzte!!!!
Mich würde interessieren, wie ihr eure Kollegen "erzogen" habt.
LG
Penthesilea
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
Fragmentis

Fragmentis

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Hallo Penthesilea,

eigentlich ja per Teamentscheid, wenn es durch alle getragen wird... Das Problem ist aber dann, da sich die Kollegen ja dann umgewöhnen müssen, wird wahrscheinlich der Großteil die bequemere und ja auch pflegerisch tradierte Entscheidung befürworten "Das haben wir schon immer so gemacht, also machen wir es so, wie es schon immer war... auf immerdar..." ;-)

Also muß Deine Leitung die Entscheidung treffen... und die müßte dann im Zuge der Effizienz und Kostenersparnis lauten zugunsten "Wirkstoffsortierung". Auch bei der Kurvenführung geht es meist nur "Top-Down" und da muß man halt auch Durchhaltevermögen mit den Ärzten beweisen...

Was ich witzig finde: Wer entscheidet denn, was ein "wichtiges" Medikament ist ?!? Z.B. ist ja Loperamid irgendwie auch ganz wichtig... und Paracetamol doch auch... und Laktulose... aber holla, ist das wichtig... aber das gepaart mit Suprarenin oder Nitrospray in einem Fach ist doch irgendwie drollig, oder ?

Unterstützend hilfreich kann bei der Umstellung eine Liste sein, in der nochmal so "Duden"-Tabellen-Touristenfühherer-Übersetzungs-mäßig einmal nach Wirkstoff und einmal umgekehrt nach Präparatenamen sortiert wird und die dann zugänglich für jeden ist. Diese muß allerdings vom Apotheker abgesegnet sein, am besten selbst erstellt werden... kann natürlich passieren, daß der sagt: "Dann nehmen sie doch die rote Liste !?". Aber im Zuge dessen, daß auch die Apotheker auf das Geld achten müssen, kann man die schnell auf seine Seite bringen, wenn man sagt, daß man Doppelbestellungen vermeiden will und da Unterstützung braucht...

Hoffe, Dir damit etwas geholfen zu haben ? Nur Mut... einfach konsequent bleiben...

Gruß,
Fragmentis
 
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Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
P

Penthesilea

Mitglied
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07.10.2008
33617
Hallo Fragmentis,
ja, vielleicht sollte ich doch mal wieder etwas penetranter werden.
Im großen und ganzen konnte ich meinen Kollegen weigstens die Massenbevorratung abgewöhnen. Vielleicht kann man ja doch noch mehr aus ihnen rausholen.
Und wenn mal jemand radikal aufräumt und umstrukturiert werden sie aus ihrem Trott gerissen.
LG
Penthesilea
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
sweetheart310585

sweetheart310585

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19.05.2008
74746
Guten Morgen!
Wir sortieren auch unsere i.v. Medikamenten nach Alphabet in einem extra Regal und die Tabletten nach ABC, aber nach Medikamentennamen und nicht nach dem Wirkstoff.
Zum Glück kommen bei uns nicht soviele Medikamente auf einmal mit nem neuen Wirkstoff. Wenn da bei jeder Bestellung mal ein Medikament mit einem neuen Namen dabei sein sollte, stellen wir dieses zu den Tabletten, wie sie vorher noch hießen und wenn dann die "Alten" verbraucht sind, weiß jeder nun, wie der neue Wirkstoff heißt. Und erst dann werden sie unter dem neuen Wirkstoff einsortiert.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin, Praxisanleiterin
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05.07.2001
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