Wundmanagement Wundversorgung Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

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Wie im aktuellen Thread zur Frage,ob ein ausgedehntes Hämatom nach Schenkelhals-OP in die PP gehört,bereits festgestellt wurde,nehmen wir in unserem Haus zum Markieren der Ausdehnung einer Phlegmone,Erysipels oder eben grossen Hämatomen den schnell griffbereiten,weil meist einstecken,Edding.
Das auch nur der Macht der Gewohnheit wegen,aber auch,weil es in unserem Haus keine speziellen Hautmarkierstifte gibt.
Kollege Eisenbarth ist ja der Meinung,dass der Edding z.B. eine MRSA-Besiedelung fördern würde.
Wenn man jedoch weiss,dass besagte Markierung ja lediglich Umrandungen auf der gesunden Haut zur Erkennung einer evtl. weiteren Ausdehnung des z.B. Erysipels darstellt,dann weiss man auch,dass der Edding überhaupt nicht mit dem eigentlichen Wundgebiet in Kontakt kommt,weil er weder auf der Haut noch subcutan "verläuft" und auch nich wirklich lange hält,da er sich ja abwäscht.
Eisenbarths Vorschlag,den Edding samt Spitze vor Markierung zu desinfizieren ist bei genauerer Betrachtung sicher nicht ernst gemeint,denn welche evtl. hauttoxischen Wirkungen die Mischung Desinfektion/Eddingfarbe ergeben könnten,ist unklar,habe dazu auch nirgendwo was gefunden.
Auch was die evtl. MRSA-Besiedlung angeht,sollte man eigentlich wissen,dass wir alle dieses nette Keimchen in unserer Darmflora mit uns rumtragen und er nur bei immungeschwächten Menschen zum Ausbruch kommt. Ergo würde ich ganz persönlich meinen,hat mein Edding mit einer möglichen MRSA-Besiedelung rein garnix zu schaffen.
Da nun unser Haus auch eins von den sparsameren ist,werden wir auch weiterhin mit Edding markieren,genauso wie es jeder Chirurg tut,um das OP-Gebiet zu markieren,wie es in den meisten Aufklärungsgesprächen der Fall ist.
Die Frage,ob es nun unbedingt ein spezieller Hautmarkierstift sein muss,stellt sich m.M.n. also nicht.
Was meinen die Kollegen aus den jeweiligen Fachbereichen denn dazu ?
 
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AW: Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

(kleine ergänzung: ich habe nie einen vorschlag zur desinfektion eines "für alle" gedachten permanent-markers gemacht, weil man den meiner ansicht nach weder im griffbereich, noch an der spitze, überhaupt desinfizieren kann)
 
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AW: Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

ich füge das mal gerade hier mit ein:

Kann ich Dir sagen : Dass wir zum Markieren von Erysipelen,Phlegmonen oder eben grossflächigen Hämatomen weiterhin Edding nehmen werden,denn unser Haus ist genauso sparsam,wie viele andere und wird erst dann reagieren bzw. diese Markierstifte bestellen,wenn wirklich was passiert is und dann auch nur,wenn Patienten klagen und gewinnen.
Das ist doch leider überwiegend die Realität und nu erzähl Du mir bloss nix anderes...
ich erzähle dir höchstens, dass "überwiegend die realität" kein maßstab für irgendwas ist.


mrsa in einer chronischen wunde, durch einen schmierigen, mehrfach benutzten, billigen, lösungsmittelhaltigen edding verursacht, ist schon eher ein maßstab; und zwar dafür, wie man es nicht machen sollte.


euer haus dürfte also in dieser hinsicht weniger sparsam, als mehr unreflektiert-verschwenderisch sein - wie soll der patient das problem auch schon nachweisen. die haben selten ahnung von sowas. ;)
In den beiden Punkten s.o. stimme ich Dir natürlich zu. Die beiden anderen,von Dir angeführten Punkte gehören jedoch wohl mehr ins Reich der Gerüchte,vorallem der mit dem MRSA,da würd ich mich an Deiner Stelle nochmal kundig machen (Äthiologie/Genese MRSA).
So und damit sind wir soweit vom Eingangsthema weg,dass sich eigentlich ein eigener Thread anbieten würde :kopfkratz:
ah ok, ich bin nicht davon ausgegangen, dass ihr den stift jedesmal nach der benutzung flächendesinfiziert (spitze nat. inklusive), besonders bei so sachen wie phlegmonen, sry.

waren phlegmone nicht eigentlich auch staph. aur. - assoziiert? aber die frage nur am rande - es geht ja eher um die ätiologischen aspekte einer mrsa-infektion. ;)


(antwort gerne in angesprochenem, separatem thread)




---------------->





Wie im aktuellen Thread zur Frage,ob ein ausgedehntes Hämatom nach Schenkelhals-OP in die PP gehört,bereits festgestellt wurde,nehmen wir in unserem Haus zum Markieren der Ausdehnung einer Phlegmone,Erysipels oder eben grossen Hämatomen den schnell griffbereiten,weil meist einstecken,Edding.
Das auch nur der Macht der Gewohnheit wegen,aber auch,weil es in unserem Haus keine speziellen Hautmarkierstifte gibt.
Kollege Eisenbarth ist ja der Meinung,dass der Edding z.B. eine MRSA-Besiedelung fördern würde.
Wenn man jedoch weiss,dass besagte Markierung ja lediglich Umrandungen auf der gesunden Haut zur Erkennung einer evtl. weiteren Ausdehnung des z.B. Erysipels darstellt,dann weiss man auch,dass der Edding überhaupt nicht mit dem eigentlichen Wundgebiet in Kontakt kommt,weil er weder auf der Haut noch subcutan "verläuft" und auch nich wirklich lange hält,da er sich ja abwäscht.
Eisenbarths Vorschlag,den Edding samt Spitze vor Markierung zu desinfizieren ist bei genauerer Betrachtung sicher nicht ernst gemeint,denn welche evtl. hauttoxischen Wirkungen die Mischung Desinfektion/Eddingfarbe ergeben könnten,ist unklar,habe dazu auch nirgendwo was gefunden.
Auch was die evtl. MRSA-Besiedlung angeht,sollte man eigentlich wissen,dass wir alle dieses nette Keimchen in unserer Darmflora mit uns rumtragen und er nur bei immungeschwächten Menschen zum Ausbruch kommt. Ergo würde ich ganz persönlich meinen,hat mein Edding mit einer möglichen MRSA-Besiedelung rein garnix zu schaffen.
Da nun unser Haus auch eins von den sparsameren ist,werden wir auch weiterhin mit Edding markieren,genauso wie es jeder Chirurg tut,um das OP-Gebiet zu markieren,wie es in den meisten Aufklärungsgesprächen der Fall ist.
Die Frage,ob es nun unbedingt ein spezieller Hautmarkierstift sein muss,stellt sich m.M.n. also nicht.
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AW: Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

Ich habe das schon oft im Fernsehen gesehen, bin aber nie davon ausgegangen, das dies mit Edding gemacht wird, bin immer davon ausgegangen, das das Hautstifte sind!
 
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AW: Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

mal ne doofe Frage von nem Fachfremden: DARF man überhaupt mit Stoffen, die nicht für den Kontakt mit der Haut bestimmt sind, auf der Haut rum malen? Ich mein, wenn mein Kind in seinem Zimmer der Freundin ein "Tatoo" malt, ist das eines... wenn ich Glück habe, gibts keine Pickel und die andere Mutter mault nicht. Aber im Krankenhaus ist das doch was anderes, denke ich.
Es ist doch fast immer alles bis ins Detail geregelt, das etwa nicht?:kopfkratz:
 
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AW: Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

uuuupss... doppelt
Tschuldigung
 
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wenn's danach geht, ist die verwendung auf der haut wohl ausgeschlossen, siehe sicherheitsdatenblatt.

aber hier geht's ja zusätzlich noch um hygienische aspekte.
 
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AW: Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

Moin Eisenbarth,das mit der Desinfektion und dem Edding hatte ich im Kontext völlig und absolut falsch gelesen,brauch wohl ne neue Brille,ich bitte um Entschuldigung !!!!
Ansonsten isses aber nichtsdestotrotz so,dass Markierungen am menschlichen Körper meistens mit Edding gemacht werden,da brauch man sich nur diverse Medienbeiträge zu Schönheits-OPs anschauen,wo dann auch die Promi-Chirurgen wie Mang zum Edding greifen,um anzuzeichnen,welche Speckrolle mit welchem Schnitt (zum Fettabsaugen) wegkommt.
Ist im Prinzip ein klitzekleines Detail,wird recht oft gemacht und ich behaupte mal niemand hat sich bisher darüber Gedanken gemacht. Man kann sich eben auch an den kleinen alltäglichen Dingen des Berufslebens hochziehen,wenn einem danach is...
 
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AW: Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

Über den Edding wurden sich schon so einige Gedanken gemacht... so ist in diversen Einrichtungen durchaus bekannt, dass das übliche Beschriften von Plastikflaschen und Perfusoren mittels Edding nicht mehr zu erfolgen hat - wegen Übertritts der Lösungsmittel in den Inhalt.

Allerdings hat sich das noch nicht wirklich durchgesetzt. Ich hab in der Regel KEINEN Edding mehr in der Tasche. Ich benutze Klebeettiketten zum Beschriften.
Fürs Aufmalen an der Haut halte ich deshalb den Edding auch für nicht geeignet. Vielleicht muss man die Herren und Damen vom Einkauf nur mal ansprechen, wie es denn mit den anderen Stiften aussieht. Die Hygienekommission ansprechen und sensibilisieren.
 
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Moin Eisenbarth,das mit der Desinfektion und dem Edding hatte ich im Kontext völlig und absolut falsch gelesen,brauch wohl ne neue Brille,ich bitte um Entschuldigung !!!!
Ansonsten isses aber nichtsdestotrotz so,dass Markierungen am menschlichen Körper meistens mit Edding gemacht werden,da brauch man sich nur diverse Medienbeiträge zu Schönheits-OPs anschauen,wo dann auch die Promi-Chirurgen wie Mang zum Edding greifen,um anzuzeichnen,welche Speckrolle mit welchem Schnitt (zum Fettabsaugen) wegkommt.
Ist im Prinzip ein klitzekleines Detail,wird recht oft gemacht und ich behaupte mal niemand hat sich bisher darüber Gedanken gemacht. Man kann sich eben auch an den kleinen alltäglichen Dingen des Berufslebens hochziehen,wenn einem danach is...

ich rief gerade nen bekannten meiner verwandtschaft an - handchirurg. der fragte mich, ob ich die frage überhaupt ernst meine...

gerade nen alten schulkollegen angerufen, bekannt für seine relativ deutliche ausdrucksweise. der ist chirurg. sein kommentar: "edding? phlegmon? erysipel? so ein schwachsinn"


das gesundheitsamt, das ich freitag morgen noch anrief, meinte, so etwas verbiete sich, gerade bei phlegmonen(!!). nur das rki wollte keine auskunft geben, weil ich vorher geschildert hatte, dass es sich um ein problem eines dritten handelt. aber keine sorge, die mrsa-expertin ist montag wieder am platz - und ich darf ihr "gerne noch eine frage stellen, in der ich ein problem meiner selbst beschreibe". das werde ich dann noch machen.



bitte! führe jetzt keine rtlII-pseudo-ekel-dokus an, wo "promi-chirurgen" gesunde menschen vollschmieren. die sind sowas von uninteressant bei dieser diskussion, in deren verlauf es um qualität und verlässlichkeit von KH's und pflegeeinrichtungen ALLER fachrichtungen geht!
dein beispiel war u.a. ein phlegmon - es geht nicht um neureiche, gesunde menschen, die nicht hospitalisiert sind.

die vorstellung, du würdest mit einem permanent-marker, der vorher in die nähe eines phlegmons einer anderen person kam, auf mir rumschmieren, ekelt mich absolut an. da muss ich nichtmal mehr über standards nachdenken oder über lösungsmittel.

einen einzelnen hautmarkierstift gibt es ab 2 euro. zehn stück ab 1,90 euro. da kannste dir ja denken, was 500 stück wohl noch kosten.

wir beide wissen, was mangelnde hygiene kostet.....!
 
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Alles durchaus richtig ! Und ich behaupte auch nirgendwo,dass ich ein absoluter Fan vom Edding wäre,ich hab im anderen Thread halt nur die immernoch gängige Methode angerissen,mehr nich !
Wir auf der IMC haben wenig mit solchen Markierungen zu tun,ich seh die Markierungen immer nur bei Patienten,die wir aus den unterschiedlichsten Gründen übernehmen und die sind durchweg von unseren Chirurgen,die weit vom Promichirurg entfernt sind,am in der Regel mit allerlei Vorerkrankungen behafteten Pat. eben immernoch mit Edding. Wie das in anderen Häusern ist,weiss ich nicht und es interessiert mich auch nicht,denn ich kann nur meine eigenen Begebenheiten schildern.
Apropos Hygienekommission : Wo gibts denn sone Kommission ? Bei uns nich,unsere Hygienefachkraft is schon vom aktuellen Erfassen aller Noros überfordert... Ich würde es deshalb vorziehen,diese Hygienebeauftragten nicht besonders zu erwähnen.
Und was Gesundheitsamt,RKI usw. schreiben,landest meist in irgendwelchen Ordnern,deren einziger Zweck es ist,digitalisiert zu werden,damit die Vorschriften auch im Intranet verfügbar sind.
Ich rede hier vom alltäglichen Alltag einer Maximalversorgungsklinik,wo sich über solche Dinge niemand nen Kopf macht,ausser vielleicht das Pflegepersonal. Wichtig wird sowas erst vor einer Zertifizierung/Rezertifizierung und dann auch nur für max. 4 Wochen,denn wenn die neue Urkunde an der Wand hängt,kümmert sich keiner mehr drum !
Ich weiss nich,Eisenbarth,wieviel Einblick Du in so einen Klinikalltag hast,aber leaving könnte mir durchaus zustimmen,wenn ich sage,dass Hygiene immer erst dann wichtig wird,wenns zu spät is.
Ach so : Und wenn ich dann doch mal ne Ausdehnung markieren muss,ja,dann nehm ich den Edding mangels Alternativen und wenn ich ganz ehrlich bin,hab ich dabei noch nie hygienische Belange im Auge gehabt,denn sone Markeirung wird mal schnell in 2 Minuten zwischendurch gemacht und dann gehts zum nächsten Pat.,weil irgendwas piept oder die OP-Schleuse anruft oder man nen Pat. anderweitig übernehmen muss oder weil ne Rea ansteht oder oder oder....
So wirklich wichtig werden solche Einzelheiten immer nur hier,wenn andere Kollegen ohne Stationshektik am PC sitzen und sich ihre Antworten reiflich überlegen können,weil ja die fachliche Kompetenz im Internet stimmen muss !
Sorry,ich bin da anders,ich geb auch Schludereien und Fehler/Wissenslücken freimütig zu.
 
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meine fachliche kompetenz stimmt auch auf der arbeit. manchmal alleine deshalb, weil ich gelernt habe, "nein" zu sagen.

@einblick in den stationsalltag: habe ich; detailliert. weitere fragen dazu am ehesten per pm, würde ich sagen.



Ich rede hier vom alltäglichen Alltag einer Maximalversorgungsklinik,wo sich über solche Dinge niemand nen Kopf macht,ausser vielleicht das Pflegepersonal.
sehr traurig - vor allem, wenn aus den gedanken keine taten folgen. es ist sicher nicht alles machbar - aber bestimmt (relativ problemlos) mehr, als gemacht wird.
 
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ja, seit ca 2 tagen kenne ich drei oder vier verschiedene sicherheitsdatenblätter entsprechend vieler eddings.


was genau meinst du damit?


beziehst du dich auf:

Nach Hautkontakt
Sofort abwaschen mit Wasser und Seife.

das ist übrigens der cd-marker. aber das eher nur am rande.


wenn's nach den sicherheitsdatenblättern geht, verbietet sich, wie ich schonmal schrieb, sowieso der einsatz auf der haut.
 
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Nö,ich meinte eigentlich die hier geäusserte sehr geringe Gefahr des Vermengens der Lösungsmittel des Eddings beim evtl. Übertritt in eine Infusionslösung.
Daraus folgere ich für mich,dass Edding,auf die gesunde Haut aufgetragen keine Gefahr darstellt.
 
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Hallo IMC Köln.

daraus, dass Lösungsmittel über die Plastikgefäße in eine Infusionslösung übertreten könnten folgere ich in Bezug auf die Haut erst mal gar nichts. Ich schließe aber nicht aus, dass diese Lösungsmittel auch in/durch die Haut wandern können. Fakt ist: Der Edding enthält Stoffe, die sich auf Wanderschaft machen können. Ich bin nicht Fachmann genug um zu sagen, dass diese die Barriere intakter Haut nicht durchdringen könne.

Daraus hat unsere damalige Station gefolgert: Es müssen für diese (auch in meine Bereich eher seltenen) Markierungsarbeiten andere Stifte her - nämlich solche, die für Markierungen auf der Haut ausgelegt und entsprechend getestet sind. Wir haben sie einfach bestellt und gut war.

Ich stimme dir aber zu, dass es einfach Schurereien gibt im Alltag - auch eine Art von Betriebsblindheit - von der ich mich mitnichten ausschließe. Und ja es wird und wurde mit Edding auf Haut markiert. Ich gehe auch davon aus, dass dies in der Regel nicht zu Dauerschäden führt, sondern aufgrund der minimalen Menge vom Körper verkraftbar ist - wie viele andere Stoffe auch.
Das Problem ist hier: Sobald ich um die potentielle Möglichkeit weiß, dass etwas schädlich sein könnte muss ich mir fast zwingend Gedanken machen wo ich gesicherte Informationen oder Alternativen herbekomme. D.h. einfach jetzt wo du dir anfängst Gedanken darüber zu machen wirst du nicht umhin kommen entsprechende Leute anzusprechen oder dich nach Alternativen umzusehen. So sind wir halt.

Ich habe im Übrigen selbst in einem Maximalversorger gearbeitet - dort haben wir die Hautmarkierungsstifte bestellt.
 
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ich habe ebenfalls noch nie edding benutzt - nur hautmarkierungsstifte (falls hautmarkierung nötig war - immer ein stift für einen patienten, möglichst nur einmalige benutzung, je nach erkrankung).

ich bin allerdings dafür, dass wir hier zwei wesentliche dinge nicht vermengen:

die in-reihe-nutzung von potentiell kontaminiertem und nicht desinfizierbarem werkzeug bei mehr als einem infektiösen patienten und potentielle schäden durch chemikalien auf der anderen seite.

die sache mit der folgerung habe ich übrigens nicht verstanden.

das gepostete sicherheitsdatenblatt des cd-markers (benutzt ihr die eigentlich auch, imcKöln, oder sind es evtl doch auch andere) verbietet den einsatz auf der haut, siehe dort.
das lösungsmittel scheint dort: wasser zu sein. problematisch sind also eher die pigmente und additive (siehe dort) - wenn sie es denn sind.
andere edding-produkte enthalten xylol und toluol (die werden wohl so oder so nicht zum einsatz kommen) oder ethanolische lösungen. letztere sind natürlich fähig, ein gewisse penetration zu ermöglichen.

aber hier gehts doch eher um die verschleppung von erregern, oder?

und zuletzt stimme ich leaving-the-moon zu: sobald du weißt, dass etwas potentiell schädlich ist, ist es reine ignoranz, es dennoch "einfach weiter zu machen". letztlich sind wir alle immer mal wieder ignorant. aber bitte: so selten, wie möglich - und dann auch bitte eingestehen.


zum abschluss dieses postings:

der preis für 500 hautmarkierungsstifte ist wirklich human. sterile stifte übrigens.

wenn ihr doch maximalversorger seid, und sicher dementsprechend groß, kauft doch gleich 1000. ;)
 
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Moin :coff:,was die Keimverschleppung angeht,geb ich Euch recht,allerdings sind unsere Stifte wasserlöslich,was also kein Problem darstellen sollte.
Wenn ich jetzt aber davon ausgehe,dass ich z.B. ein Erisypel grundsätzlich auf der gesunden Haut um den Wundrand rum markiere,kann ich doch davon ausgehen,dass die Keimbesiedlung eher gering bis null ist,bezogen aufs Erisypel und dessen Erreger.
Macht natürlich die Tatsache nicht ungeschehen,dass mit dem selben Stift später ne Hernie angezeichnet werden könnte und ja,dies ist natürlich ein No Go !
Ich mache morgen einfach mal den Test und bestelle solche Markierstifte... Dürfte leichter sein,die Dinger zu bekommen,als wie sie dann im allgemeinen Gebrauch auch durchzusetzen.
 
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erysipel - einfach, mit gangrän, ohne gangrän, bullös, tumorös, flach - alles derselbe stift? phlegmone - mit einschmelzung, ohne einschmelzung, beta-hämolysierende streps (ah, wie ich abkürzungen und pseudoslang hasse... ;) ) oder einfach n multiresistenter SA ---- das ganze mit intakter haut, ohne, beim multimorbiden, beim alten .... wer zieht da eigentlich die grenzen, wo noch ein werkzeug bei 5 pat. benutzt werden darf und wo nicht?

du schreibst:

Wenn ich jetzt aber davon ausgehe,dass ich z.B. ein Erisypel grundsätzlich auf der gesunden Haut um den Wundrand rum markiere,kann ich doch davon ausgehen,dass die Keimbesiedlung eher gering bis null ist,bezogen aufs Erisypel und dessen Erreger.

zum einen ist das eine logische fehlleistung:

du erzeugst ein wenn-dann-gefüge. "wenn ich davon ausgehe, dass ich auf der gesunden haut markiere, dann kann ich davon ausgehen, dass die haut gesund ist (= unbesiedelt, was an sich schon de facto falsch ist, hier aber keine rolle spielen soll)" <- das wäre korrekt.
du schreibst aber: "[gesunde haut um das] ERYSIPEL herum" und "bezogen auf DAS ERYSIPEL und dessen ERREGER". was will der künstler uns mit diesen beiden einschüben sagen? etwa, dass der patient doch nicht gesund ist?

zum anderen:

ein perspektivwechsel wäre ggf angebracht: da liegt ein patient, er ist infiziert, ich benutze das werkzeug nur bei ihm oder desinfiziere es korrekt. thema durch - kein stress - 0,1%o mehrkosten. so what?


und dann wäre ja noch von interesse, unabhängig davon, von was für phlegmonen wir sprechen oder wie genau das erysipel ausgeprägt ist (läsionen ja/nein etc etc) -> wie nah an die wundgrenze gehst du mit dem stift eigentlich? muss ja eher nah sein, sonst kannste nämlich einfach ein einmal-zentimetermaß dranhalten, genauestens dokumentieren und/oder ein foto machen. -> steigt eigentlich die möglichkeit einer besiedlung mit zunehmender nähe zum kranken hautareal (und ich denke, es gibt bei euch nicht nur diese beiden erkrankungen, die markiert werden. was macht ihr eigentlich bei einer fasziitis mit nekrose? oder generell bei nekrosen? (ich spare mir mal weitere 10 beispiele))

und ich würde gerne nochmal ergänzen, auch wenn ich deiner ansicht nach von der verbreitung von erregern nicht genug ahnung zu haben scheine, dass es sich, gerade auf einer imc oder intensiv oder allgemein im KH doch eher verbietet, werkzeuge, die nicht desinfiziert werden können, bei mehr als einem patienten zu benutzen. oder gibt es sonst einen grund dafür, dass auch thermometer selbst bei axillärer messung (ja, es gibt noch axilläre messungen und deren sinn soll jetzt hier nicht diskutiert werden) ne einmal-schutzhülle drüberbekommen?
 
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AW: Markierungen bei Phlegmonen,Erysipelen,grossflächigen Hämatomen usw. mit Edding

Du schweifst ab,Eisenbarth. Wie schon geschrieben,markieren wir doch eher selten und wenn,dann halt mit dem,was wir zur Verfügung haben,nämlich wasserlöslichem Edding,Punkt.
Würde ich eine Allgemeinchirurgie oder Innere leiten,wo die angeführten Krankheitsbilder im Gegensatz zu meiner IMC doch recht häufig anzutreffen sind,könnte ich mir ein Diskussionsengagement in Deinem Stil durchaus vorstellen,hätte ich doch praktischen Bezug zu all den Eventualitäten,welche Du hier ins Feld führst.
Ich leite aber keine Chirurgie oder Innere und ich kenne die Einstellungen und Abläufe in meinem Haus leider nur zu gut,um damit schon genug Probleme zu haben,da muss ich mich nich noch im Inet mit Theorien befassen,die es in meinem Haus so nicht gibt.
In meinem Haus wird besagter Edding benutzt und mein Interesse bei Eröffnung dieses Threads lag darin begründet,zu erfahren,wie andere Krankenhäuser dies aktuell handhaben,nicht die äthiologischen,mikrobiologischen und sonstigen Aspekte einer zu markierenden Hauterscheinung.
Dieses Interesse wird sich,wie ich es sehe,in der hier gegebenen Art und Weise nicht befriedigen lassen,weswegen ich mich für das verschwindend geringe Interesse anderer User bedanke und mich nunmehr aus meinem Thread verabschiede...
 
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