Allgemein Lohntransparenz…..

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geronto88

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20.02.2014
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Liebe Freiberufler,

Ein normales Anstellungsverhältnis einer Pflegefachkraft im ambulanten Dienst kostet den AG inklusive aller Nebenkosten, Krankheit , Urlaub etc 41,70 Euro

Als lasst euch nicht weiter dumpen, unter 28,- für euch abzüglich aller Vermittlerabzocke darf keiner arbeiten, und macht Euch mal kundig!

Bitte auch alle in der Honorarbörse regestrieren, ist ein superweg aus der Misere...

lg Hermann, Altenpfleger FBler seit 3 Jahren
 
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AW: Lohntransparenz…..

Guten Morgen,

der Beitrag hat mich neugierig gemacht, wie der Betrag von 41,70 zu Stande kommt? Ich kenne (noch) keine Krankenversicherung, die mir Personalkosten in der Höhe erstatten würde.
Ich meine, dass auch Unterstützung durch Zeitarbeit günstiger ist - und da muss ja noch die Agentur verdienen trotz Tariflohn.

Ist das nicht auch Bundesland, bzw. regionsabhängig?
 
Böserwolf

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29.09.2008
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AW: Lohntransparenz…..

Es gibt Seiten im Netz da kann man lesen wie hoch der Stundenlohn tatsächlich ist, wenn man die Anzahl der Arbeitstage,Ausfall bei Krankheit,Urlaub,etc. berücksichtigt, sind glaube so um die zusätzlichen 61% vom Lohn. 41,70 halte ich für ein bisschen hoch. Ein Bekannter hat einen AMD und zahlt 15 €/Stunde + ca. 60% sind ca. 24-25 €.
 
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BGN-NRW

AW: Lohntransparenz…..

Hallo,

danke für den Beitrag. Ich habe schon gedacht, ich muss mit meinem Arbeitgeber in Gehaltsverhandlung treten ;-)

Soweit ich weiss, gibt es ca. 25% AG-Nebenkosten bei sozialversicherungspflichtigen Angestellten, Zuschläge für Nacht-, Sonn- u. Feiertagsarbeit, sowie Beiträge an die Unfallkasse und ein bisschen Kleinkram. Bei über 40 Euro Gesamtkosten wäre da schon ein sehr hoher Stundenlohn zu Grunde gelegt. Fraglich, ob die Kostenträger das leisten wollen/können.
 
Böserwolf

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29.09.2008
kassel
AW: Lohntransparenz…..

na ja, es sind ja nicht nur die Sozialversicherungsbeiträge und die Zuschläge, Unfallkasse...ein "normaler" AN arbeitet im Schnitt 208 Tage pro Jahr, davon gehen noch die Krankheitstage, Urlaub ab. Dann gibt es evtl. Fortbildungskosten, Arbeitskleidung, Einarbeitungszeit, Kosten für Stellenangebote, Zeit für Bewerbungsgespräche etc. etc. - wenn man das alles umlegt, kommt schon ein nettes Sümmchen zustande.
 
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geronto88

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20.02.2014
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AW: Lohntransparenz…..

Die Kassen erstatten die Leistungen, darin sind Bestandteile für den Lohn einkalkuliert. Die Kassen Zahlen sehr gut und würde so eine verschissene kleine Klitsche vor steuern nicht 250.000 euro gewinn erwirtschaften wollen, sähen auch eure Gehälter anders aus, lasst euch nicht dauernd Gehirnwaschen…Die Gemeinnützigen können sich Bilanztechnisch immer fein auf null klkulieren und bezahlen aus den von euch abgequetschten Gewinnen ihren anderen "sozialscheiss" und sozpäds und verwaltung und rattenschwanz…..
 
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20.02.2014
10785
AW: Lohntransparenz…..

und AG MUSS NOCH IM krankeitsfall einen zweiten auf der gleichen stelle entlohnen! und, und und….

Geschäftsführer haben mir schon ganz klar zugestimmt, dass es rein betriebswirtschaftlich viel sinnvoller ist Freiberufler einzusetzten, die Kosten nur das Honorar, aus , basta , fertig…...

Die Sozialkassen allein haben die Panik das rentenzahlende Viech zu verlieren (APs), denen nach dem sie jahrelang ausgequetscht werden, der weg zum sozialamt bleibt bei der minirente…zynisch, nenn ich das gelinde gesagt….

Und es soll hier keine Marktwirtschaft herrschen, wenn sie dann mal für die ANs vorteilhafter wird...
 
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05.01.2013
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AW: Lohntransparenz…..

ohne weit auszuholen wurde mir auch schon mehrfach bestätigt von AG das ein freiberufler defintiv billiger sind wenn man urlaub krank usw mit einberechnet als angestellte!
die auftraggeber die zuletzt auf freiberufler verzichtet haben sind genau die , die ihren angestellten teil dumping löhne zahlen.
max gewinn auf kosten vom personal. die halt teilweie auch so dumm sind das mit zu machen!
 
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AW: Lohntransparenz…..

Also die ~45 Euro sind wirklich etwas hoch. 30 Euro sind doch realistischer. Auch mit 3 % Prozent Krankenstand und und und. Weiterhin habe ich als Vollzeitkraft mit den entsprechende Beitragsjahren keine Minirente. Viel Rente ist es nicht, aber auch nicht mehr als in anderen vergleichbaren Berufsgruppen. Ich hoffe ihr legt als Freiberufler ebenfalls genug auf die Seite - sonst rennt ihr ebenfalls zum Amt - und das finde ich zynisch.
 
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29.09.2008
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AW: Lohntransparenz…..

Wenn man im Schnitt 1800 € netto verdient sind das bei 47% Rente gerade mal 846 €, wegen mir in 20 oder 30 Jahren auch 1000 €. Wie will man davon leben?
Dank privater Vorsorge als FB liegt meine Rente wesentlich höher.
 
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05.01.2013
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AW: Lohntransparenz…..

glaube aber langsam nicht mehr dran wenn sich was gravierend ändert das wir bis 65 wrklich als freiberufler unterwegs sind und ich kenne leute die machen das schon seit 15 jahren und haben noch nie in die gestzliche rente gezahlt. das was die als freiberufler für die rente privat vorsorgen könnten die niemals als angestellter weiterzahlen. aber einzelschicksale intressiert ja eh keinen !
 
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Wenn man im Schnitt 1800 € netto verdient sind das bei 47% Rente gerade mal 846 €, wegen mir in 20 oder 30 Jahren auch 1000 €. Wie will man davon leben?
Dank privater Vorsorge als FB liegt meine Rente wesentlich höher.
Daher sagt uns die Politik das man Privat zusätzlich vorsorgen soll. Ich bin Hausbesitzer (hoffentlich in 25 Jahren auch bezahlt ;) ) , habe eine betriebliche Zusatzrente und sorge Privat vor. Ich hoffe das dies zusammen mit der Rente meiner Frau reicht um "anständig" zu leben.

Warum wehrt ihr euch Freiberufler allerdings so um die Rentenpflicht. Letzendlich sollte doch auch das Solidaritätsprinzip auch bei den Freiberuflern gelten. Die Gefahr ist ebenfalls groß, dass man bei mangelnder privater Vorsorge letztendlich doch beim Amt landet. Wenn es nach mir ginge, gebe es zwei Optionen: 1) Rentenpflicht für alle 2) Keine rentenpflicht, aber dann auch bei misslingen kein Geld aus der Sozialkasse.

Private Vorsorge kann zukunftig nur ein Bestandteil einer Rente sein. Da häufig entweder das Geld gebunkert oder in Aktienpakten usw. investiert wird. Alleine das Geld Bunker ist monatlicher Verlust bei dem momentanen Zinsen und der Inflation. Was ist bei einer extremen Inflation, Börsencrash usw. Da bin ich mit der staatlichen Rente und den den anderen zwei Rentensäulen insgesamt besser abgesichert.
 
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AW: Lohntransparenz…..

Warum wehrt ihr euch Freiberufler allerdings so um die Rentenpflicht.
tun wir ja gar nicht. viele wollen zahlen und dürften nicht. wir werden von der DRV nicht als Selbständige anerkannt!
 
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AW: Lohntransparenz…..

Kann ich BetterLife nur zustimmen. Keiner von uns wehrt sich gegen Rentenversicherungspflicht. KP sind ja Rentenversicherungspflichtig und die, die einzahlen müssten und auch wollen, dürfen nicht - weil die RV sie als scheinselbständig ansieht. Und die, die es nicht sind, zahlen teilweise freiwillig.
 
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20.02.2014
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AW: Lohntransparenz…..

Und ich will mein GELD DA NICHT VERSENKEN, lieber kaufe ich weiter Wohnungen und bin unabhängig.
und als AP immer noch nicht rentenversichrungspflichtig bei Selbsständigkeit.

Mit 19% Rentenbeitrag muss ich mein Honorar erhöhen um 5-6 Euro, , d.H von jetzt 32 auf 38-39, damit sich die Selbsständigkeit weiter rechnet…...

geht ein Kollege für 26, was ja anche Schwachrechner tun,rülps,- und zahlt 15% KK und 19%RV und 5% div Versicherung und muss Rücklagen bilden und Betriebskosten und Werbung und die steuervorauszahlung!!!! dann landet er bei weniger als Festangestellt bei hohem Einsatz und Risiko……
und egal was ich noch einzahle, ich werde immer eine beschissene, zum Leben nicht reichende Rente haben, nein Danke
 
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AW: Lohntransparenz…..

so lange dir dir RV keine Scheinselbständigkeit bescheinigt...
 
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20.02.2014
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AW: Lohntransparenz…..

Ausserdem verstehe ich die Logik nicht, ….
Der RV Beitrag liegt ja um die 19% vom brutto, und wenn die Krankenpflegefachkraft diesen Betrag nicht abführen (darf) ,obwohl sie das soooooooo gerne möchte, dann macht es eben der AG….und ein interne Vertrag regelt die Rückerstattung des Betrags an den AG durch die Fachkraft, fertig ist die Laube..

und ausserdem, SELBSTSTÄNDIGKEIT wird zurecht geprüft und auch zurecht bemängelt, wenn die Fachkraft den Weisungen von PDL und sonstwem blind folgt, und z.B von Ihren Relegationpflichten nie gebrauch macht, Derart in Abläufe eingebunden sollte eine selbststädige Fachkraft ja gerade auch nicht sein, das ist ja ihr besonderer Mehrwehrt, das Sie fachlich begründet sich den allgemeinen Schweinereien widersetzt.
Also durchaus habe ich die Möglichkeit und die fachliche Pflicht von Pflegeplanungen (die impliziter) die Weisung der PDL darstellen , abzuweichen , um Schaden vom Patienten abzuhalten und seine Gesundheit und Selbstbestimmung zu fördern. Und viele Kunden von mir sind gerade dafür dankbar, weil ich nicht betriebsblind bin.
Aber wenn Sr Monika meint, Sie könne in ihrer angestammten Einrichtung so weiter vor sich hin trutscheln , wie immer, sich aber meint selbstständig nennen zu können, die irrt und muss sich das auch sagen lassen.

Kiss Hermann
 
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20.02.2014
10785
AW: Lohntransparenz…..

Und eins muss auch klar sein: Wer für unter 28 Euro anschaffen geht, ist nie und nimmer Selbsständig, der bleibt abhängig , weil er kein kapital bilden kann um sein Ausfallrisiko abzusichern, der muss ran..das meint die DRV mit dem Kriterium der Risikokapitaldeckung.
Diese Leute müssen vor sich selber und den Haien von den Vermittlungszuhältern geschützt werden, hier unterstütze ich ausdrücklich die DRV. Kann mich über manche "Angebote", die immer mehr werden und sich schon bei 24 Euro einpendeln echt nur schwer wundern, das hat mit Selbsständigkeit nichts zu tun….Und Mann hat seine Angebote kaufmännisch durchzukalkulieren ,um bestehen zu können und nicht abhängig zu werden…..

:thumbsup2:
 
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okay007

AW: Lohntransparenz…..

Hier mal ein paar Fakten

Bruttogehalt3.000,00 3.315,00 3.000,00
- Lohnsteuer456,75 543,41 456,75
- Soli-Zuschlag25,12 29,88 25,12
- Kirchensteuer41,10 48,90 41,10
- Krankenversicherung246,00 271,84 246,00
- Rentenversicherung283,50 313,27 283,50
- Arbeitslosenversicherung45,00 49,73 45,00
- Pflegeversicherung38,25 42,27 38,25
+ Zusatz 315,00
Netto1.864,28 2.015,70 2.179,28
Netto-Plus ggü. bisher 151,42 315,00
Ergebnis Arbeitgeber

bishernach Gehaltserhöhung durch ...
.. mehr Brutto
(keine Optimierung)
.. Zuschüsse
(mit Optimierung)
Bezüge3.000,00 3.315,00 3.000,00
+ Rentenversicherung283,50 313,27 283,50
+ Arbeitslosenversicherung45,00 49,73 45,00
+ Pflegeversicherung30,75 33,98 30,75
+ Krankenversicherung219,00 242,00 219,00
+ pauschale Lohnsteuer
● Erholungsbeihilfezuschuss0,00
● Fahrtkostenzuschuss47,25
+ Zusatz:
● Fahrtkostenzuschuss315,00
Arbeitgeber Total
3.578,25 3.953,98 3.940,50
Arbeitgeber Mehraufwand ggü. bisher
375,73 362,25


Bei einem Umfang von 180 Stunden im Monat in der ambulanten Intensivpflege ergibt das einen
Stunden Satz (Kosten) von 21,89 €
Dazu kommen geschätzte 24 bis 28 Tage Urlaub im jahr und 12 Tage Krank im jahr.
Macht zusammen 40 Tage im jahr.

Macht
10507 €

Das erhöht den Stundensatz um:
4,86€

Macht:


26,75€



Somit ist ein Freiberufler in der ambulanten Intensivpflege mit 25 oder 26 € die Stunde immer noch ein Gewinn^^

Auch mit 30 bis 32€ die Stunde ist ein FBler tragbar für Einsätze bis max 3 Monate.

Im Krankenhaus ist die Rechnung etwas anders und für mich grad nicht nachvolziehbar bzw Darstelbar.

LG


UNd was die Wirtschaftlichkeit angeht bei einem Stundensatz von 25€ zu arbeitten das kommt später^^
 
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okay007

AW: Lohntransparenz…..

Ausserdem verstehe ich die Logik nicht, ….
Der RV Beitrag liegt ja um die 19% vom brutto, und wenn die Krankenpflegefachkraft diesen Betrag nicht abführen (darf) ,obwohl sie das soooooooo gerne möchte, dann macht es eben der AG….und ein interne Vertrag regelt die Rückerstattung des Betrags an den AG durch die Fachkraft, fertig ist die Laube..
Und somit gibt der FBler zu Angestellt zu sein das sein "Arbeitgeber" die Beiträge für Ihn abführt.....
Komische Logik.

Einfach mal die Papiere in Ordnung halten und alles ist gut.
 
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