Examen Lern-Ratespiel hier bei pflegeboard.de

ciaobella

ciaobella

Mitglied
Basis-Konto
3
70176
0
Hey ihr Lernenden!

In ein paar Monaten ist es für mich soweit - das Examen naht!

Ich kam heute auf die Idee hier ein RATESPIEL zu eröffnen, das zum Wiederholen und als Lernimpuls dienen soll.
Und Zwar: Einer beginnt mit einer Frage aus irgend einem Lerngebiet/Fach, die der nächste beantworten kann/soll. Der Beantworter stellt daraufhin wieder eine andere (die nächste) Frage...usw.... Es wäre sinnvoll zunächst spontan zu antworten, natürlich könnt ihr auch in euren Unterlagen nachsehen. Es ist daher besonders wichtig, dass der "Nachfolger" die Antwort seines "Vorgängers" überprüft, bei Fehlern ggf. darauf hinweisen oder verbessern.
Verständlich genug erklärt?
Wenn viele mitmachen, könnten wir sogar für jedes Fachgebiet ein extra Ratespiel machen... aber zunächst mal sehen, ob überhaupt so viele mitmachen wollen - ich würde mich freuen!

Hier meine erste Frage:
Wie lauten die 4 Stadien der NYHA-Richtlinie (New York Heart Association) bzgl. der Herzinsuffizienz?

LG
ciaobella
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
SU
P

pdlandy

Aktives Mitglied
Basis-Konto
0
99734
0
Bin zwar kein Azubi mehr , aber mache trotzdem einfach mal mit.
NYHA-Stadium I:Beschwerdefreiheit(lediglich im Rahmen von Herzkathederuntersuchungen , fallen cardiale Defizite auf)
Stad. II:Beschwerden bei starker körperl. Belastung
Stad.III:Beschwerden bei leichter körperl. Belastung
Stad. IV:Beschwerden bei Ruhe->Erwägung zur Cor-Transplantatio.

Über welche Prozesse wird der Renin-Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus ausgelöst?Welche Abläule geschehen dann und welche Wirkung erzielen diese mit welchem Ziel?
 
Qualifikation
PDL/HL/TQMB
Fachgebiet
Fachpflegeheim für NP
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
67
Bonn
0
Über welche Prozesse wird der Renin-Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus ausgelöst?Welche Abläule geschehen dann und welche Wirkung erzielen diese mit welchem Ziel?
Das nenn ich mal ne echte "Killer-Phrase".:sick:

pdlandy, ich würde Dich gerne bitten, die Relevanz dieser Frage innerhalb der Prüfungsvorbereitung für die Prüfung zum Gesundheits- und Krankenpflegers darzulegen. Kann es sein, dass dies eine Prüfungsfrage zur Fachkfraft für Intensiv- und Anästhesiepflege ist?

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
67
Bonn
0
Einer beginnt mit einer Frage aus irgend einem Lerngebiet/Fach, die der nächste beantworten kann/soll. Der Beantworter stellt daraufhin wieder eine andere (die nächste) Frage...usw.... Es wäre sinnvoll zunächst spontan zu antworten, natürlich könnt ihr auch in euren Unterlagen nachsehen. Es ist daher besonders wichtig, dass der "Nachfolger" die Antwort seines "Vorgängers" überprüft, bei Fehlern ggf. darauf hinweisen oder verbessern.
Verständlich genug erklärt?
Eine super nette Idee!!

Deine Frage ist ja schon richtig beantwortet worden; ich versuche jetzt mal, Deine Idee aufzunehmen und weiterzuführen.

Frage:
Durch korrekt angepasste Anti-Thrombose-Strümpfe wird der venöse Rückfluss aus den Beinen gefördert. Erläutere, über welche physikalischen Faktoren dies geschieht (4 Faktoren).

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
ciaobella

ciaobella

Mitglied
Basis-Konto
3
70176
0
Das nenn ich mal ne echte "Killer-Phrase".:sick:

pdlandy, ich würde Dich gerne bitten, die Relevanz dieser Frage innerhalb der Prüfungsvorbereitung für die Prüfung zum Gesundheits- und Krankenpflegers darzulegen. Kann es sein, dass dies eine Prüfungsfrage zur Fachkfraft für Intensiv- und Anästhesiepflege ist?

Gruß
Monika
Ich denke Monika hat Recht. Das RAA-System schreckt jeden Azubi ab (inkl. mir). Was das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System angeht, genügt es zunächst für das Examen zu wissen, dass es für den Salz- u. Wasserhaushalt und für die Blutdruckregulation notwendig ist (denke ich).


So, jetzt zu deiner Frage Monika:

Folgende Faktoren ermöglichen den Rückstrom in den Beinvenen:
1. das Klappensystem (Taschenklappen)
2. die Skelettmuskulatur (Muskelpumpe)
3. die Sogwirkung während der Atmung (Atmungspumpe bzw. Druck sinkt bei Inspiration)
4. Ventilebenenmechanismus = Druckabfall im re. Vorhof u. Hohlvene während der Austreibungsphase, dadurch Sogwirkung (-> diesen Faktor musste ich nachschlagen, wär mir nicht mehr eingefallen:rolleyes:)


Nächste Frage:
Welche Harninkontinenzformen gibt es (4 Formen)? Charakterisiere sie kurz.


Liebe Grüße
ciaobella
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
SU
F

Flashmob

So schlimm ist RAAS auch nicht...ich versuch es mal :innocent:

also, ist der RR zu hoch, wird Renin aus der Niere freigesetzt.
Renin spaltet Angiotensinogen in Angiotensin1 - AT1 ist aber noch nicht biologisch wirksam, also wird es durch ACE (Angioconverting Enzyme) zu Angiotensin2 gespalten.
AT2 wirkt gefäßverengend und holt sich Hilfe, indem es die Aldosteronfreisetzung steigert - Aldosteron wirkt ebenfalls gefäßverengend und gleichzeitig führt es zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium + Urin - nun habe ich weniger Volumen und weniger Volumen bedeutet weniger Druck -> RR sinkt
 
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
67
Bonn
0
also, ist der RR zu hoch, wird Renin aus der Niere freigesetzt.
Renin spaltet Angiotensinogen in Angiotensin1 - AT1 ist aber noch nicht biologisch wirksam, also wird es durch ACE (Angioconverting Enzyme) zu Angiotensin2 gespalten.
AT2 wirkt gefäßverengend und holt sich Hilfe, indem es die Aldosteronfreisetzung steigert - Aldosteron wirkt ebenfalls gefäßverengend und gleichzeitig führt es zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium + Urin - nun habe ich weniger Volumen und weniger Volumen bedeutet weniger Druck -> RR sinkt
Jetzt mal im Ernst ..... mir kann kein Mensch erzählen, dass dies Wissen ist, was zum Ende einer 3-jährigen Ausbildung prüfungsrelevant ist.

Und Prüfungsvorbereitung war Anlass für den, wie ich finde, unterstützenswerten Thread. Schreckt doch bitte den "Nachwuchs" nicht ab!!

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
F

Flashmob

Hey! :eek:riginal:
Ich gehöre auch zum Nachwuchs und hatten besagtes Thema vor 3 Wochen gerade durchgekaut - und sooo schwer und unnütz ist es nun auch nicht.
Ich denke gerad an das Thema ACE-Hemmer.
Aber ich finde auch, dass wir weitermachen sollten, weil die Idee wirklich gut ist :eek:riginal:
 
kleinergizmo

kleinergizmo

Mitglied
Basis-Konto
0
61267
0
Hallöchen,

[Offtopic]
so traurig das ist - bei uns kam es im Examen durchaus dran. Wir hatten in der Krankheitslehre aber einen Nephrologen, der ohnehin ständig darauf rumkaute.

Tja, und zur Tiefe:

Eine Prüfungsfrage bei uns lautete: Nenne 4 orale Diabetesmedikamente, ihre Wirkungsweise und die Besonderheiten bei der Einnahme. (!!) 12 Punkte...
Ich hätte den Menschen, der dafür verantwortlich war, erwürgen können. Und nicht nur ich, auch der Rest der Klasse und unser Oberarzt (der Nephrologe) ebenso. Zumal das nicht die einzige süße "Einserbremse" war... *gg*
Nun denn, 14 von uns haben es immerhin geschafft.
Ich kenn die Antwort bis heute nicht, weiß aber im Zweifel, wie ich den Beipackzettel zu lesen habe. *g*

Und letztlich gibts immer noch genug vernünftige Fragen, also macht Euch keinen Kopf! :)


[/Offtopic]

LG,
Gizmo
 
Qualifikation
Krankenpflegerin
Fachgebiet
Dialyse
theresa

theresa

Mitglied
Basis-Konto
2
Bremen
0
Und wo ist die nächste frage Parasympathisch?

Erwartungsvoll Theresa
 
Qualifikation
Krankenpflegerin/ Sozialwirt
Fachgebiet
Orthopädie/Geriatrie
P

pdlandy

Aktives Mitglied
Basis-Konto
0
99734
0
Hi,
sorry , war keine Absicht jemanden abzuschrecken. Bei uns war das damals eine Prüfungsfrage in Anatomie/Physiologie.
mfg
 
Qualifikation
PDL/HL/TQMB
Fachgebiet
Fachpflegeheim für NP
Ö

Öffes

Hi

ich habe hier mal eine einfachere Frage bzgl. der Antomie.
Ich denke diese Frage ist machbar und wird immer wieder gerne gefragt.

Beschreibe den kleinen und großen Blutkreislauf des Körpers.


Lieben Gruß
Öffes
 
Ö

Öffes

Nochmal Hi

also folgende Harninkontinenzformen gibt es:

1. Stressinkontinenz -->verliert man ungewollt durch erhöhten Druck Urin (z.b. beim Husten) , diese Form wird dann nochmal glaub ich in 4 Grade eingeteilt
2. Urgeinkontinenz (Dranginkontinenz) --> hat man das Gefühl bei einer geringen Blasenfüllung, plötzlich einen zwanghaften Harndrang und kann diesen dann nicht mehr ganz zurückhalten und es kommt zur Entleerung der Blasse (imperativer Harndrang)

3. Reflexinkontinenz ( neurogene Inkontinenz) --> da ist die Verbindung zwischen Gehirn und den Blasenfunktion verantwortlichen RM-zentren gestört (Bsp. bei Querschnittslähmung), der jenige hat dann gar kein Gefühl mehr für seine Blasenregion und kann dann auch nicht den Füllungszuastand bestimmen

4. Überlaufinkontinenz --> bei einer Verengung des Blasenausgangs, etwa bei Prostatavergrößerung -> staut sich der Urin und kann nicht abfließen und die Blase dehnt sich soweit, dass irgendwann die Blase "überläuft"

Es gibt noch eine 5. die extraurethrale Inkontinenz, aber ich glaube die wird eh nicht gefragt, aber fürs Verständins, der Urin läuft dort nicht nur über die Harnröhre ab, sondern zusätzl. z.b. über Harnleiter und Harnblasenfisteln in die Vagina, Darm oder Hautoberfläche ab.

Ich hoffe ich habe noch alles zusammenbekommen. Also ich bin für Ergänzungen offen.

Lieben Gruß
Öffes
 
ciaobella

ciaobella

Mitglied
Basis-Konto
3
70176
0
Kurze Rückmeldung zur Antwort von Öffes:

Deine Antwort war sehr ausführlich und korrekt. :thumbsup2: Möchte nur kurz noch hinzufügen, es ist wichtig zu wissen, dass die Nervenzellen bei der Reflexinkontinenz unkontrolliert „drauf los feuern“ bzw. sich der Blasenmuskel ungehemmt kontrahiert. Deshalb kann man unter anderem durch das sog. Triggern beim Querschnittpatienten eine Blasenentleerung (durch den Blasenreflex) herbeiführen.

Lg:eek:riginal:
ciaobella
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
SU
ciaobella

ciaobella

Mitglied
Basis-Konto
3
70176
0
Hier die Antwort zum Körper- und Lungenkreislauf

Großer Blutkreislauf:
Sauerstoffreiches Blut im linken Ventrikel -> Auswurf in die Aorta (darüber werden Koronargefäße versorgt) -> Arterien im Körperkreislauf -> Arteriolen -> Kapillarsystem -> Sauerstoffabgabe -> Sauerstoffarmes Blut in den Venolen -> Venen -> obere (V.cava superior) und untere (V.cava inferior) Hohlvene -> Mündung in rechten Vorhof.

Kleiner Blutkreislauf:
Sauerstoffarmes Blut im rechten Ventrikel -> große Lungenarterie (Truncus pulmonalis) -> rechte und linke Lungenarterie (A. Pulmonalis) -> Transport zu den Alveolen -> Kohlendioxidabgabe und Sauerstoffaufnahme -> Venolen -> Lungenvenen (Vv. pulmonalis) -> linker Vorhof.



Nächste Frage:
Welche Nebenwirkungen können bei einer Chemotherapie auftreten?

Liebe Grüße
ciaobella
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
SU
Meatball

Meatball

Verstorbenes Forenmitglied
Basis-Konto
1
24149
0
Hallo zusammen,
hallo Öffes,

Du hast bei Pkt. 3 Deiner Ausführungen die Unterscheidung von der Spinalen Reflexinkontinenz (-> z.B. Querschnittlähmung - Unterbrechung der Nervenleitungsfunktion auf spinaler Ebene) zur Supraspinalen Reflexinkontinenz ( -> z.B. Schlaganfall - Unterbrechung der Wahrnehmung auf Hirnebene nach Schädigung bestimmter Hirnareale) vergessen.

Vielleicht ist diese unterscheidung zu speziell, schaden kann es aber nicht :wink:.

Grüße

Hannes (der nicht wichtigtuerisch wirken möchte...)
 
Qualifikation
Rentner
Fachgebiet
Keine Angabe möglich
kleinsonnenschein

kleinsonnenschein

Mitglied
Basis-Konto
0
92331
0

Nächste Frage:
Welche Nebenwirkungen können bei einer Chemotherapie auftreten?



Hier Antworten, welche ich geben würde....

lokale Nebenwirkungen:
Paravasatbildung (Zytostatika fließt paravenös in umgebendes Gewebe), kann zu Schäden bis hin zu großflächigem Absterben von Gewebe führen.


Systemische Nebenwirkungen:
Übelkeit und Erbrechen (zählte übrigens in unseren Examen und Klausuren immer zusammen als nur 1 Punkt)
Appetitlosigkeit
Schleimhautveränderungen (Entzündungen der Mundschleimhaut und der Speiseröhre, Geschwüre...)
Leuko- und Thrombozytopenie (->Immunsystem geschwächt -> Infektionsrisiko steigt)
Haarausfall (Haarwurzeln werden zerstört)
Erschöpfung
Durchfall
Schmerzen
Gewichtsschwankungen


Hormonelle Nebenwirkungen:
Zytostatika schädigen Keimdrüsen (Hoden und Eierstöcke)



Übrigens finde ich die Frage betreffend dem Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus keineswegs so fern wie er scheint. Uns wurder er damals genauso gut erklärt wie er hier beantwortet wurde und er kam zwar nicht im Examen dran, aber verkehrt ist es keineswegs die Antwort zu wissen.

In diesem Beitrag sollte nicht unbedingt unterschieden werden zwischen Azubi und examinierter Fachkraft, denn wir alle wissen, dass man nie auslernt. Wie schnell hat man so eine doch einfach zu beantwortende Frage (sofern man die Antwort kannte) schnell wieder vergessen...!? :innocent: Natürlich sollten man die Fragen hauptsächlich für die Examensvorbereitung anwenden!

Ach ja, ich würde gerne die Frage von "Kleinergizmo" aufgreife, da ich zwei Examen mitgeschrieben habe und in beiden war Diabetes DAS Thema in je einem Fallbeispiel und wird von vielen Azubis unterschätzt wie schnell man sich da verrennen kann (s. "kleinergizmo's" Beitrag) und schon sind 12 wertvolle Punkte weg.

Die Frage von "kleinergizmo" lautete...

Nenne 4 orale Diabetesmedikamente, ihre Wirkungsweise und Besonderheiten bei der Einnahme! 12 Punkte!!! :suche:


Diese Frage kenne ich aus meinem Examen und ich bin gespannt, wer sie außer mir noch weiß bzw. wusste.

Hoffe dieser Thread wird noch sehr lange weitergeführt. Mich bereichert er bisher schon weil ich mich selbst prüfen kann und es wirklich Freude mit euch macht.

MFG
kleinsonnenschein
 
Qualifikation
dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
stationärer Bereich
E

E-Lyte

Mitglied
Basis-Konto
0
0
Zitat von Parasympathisch
also, ist der RR zu hoch, wird Renin aus der Niere freigesetzt.
Renin spaltet Angiotensinogen in Angiotensin1 - AT1 ist aber noch nicht biologisch wirksam, also wird es durch ACE (Angioconverting Enzyme) zu Angiotensin2 gespalten.
AT2 wirkt gefäßverengend und holt sich Hilfe, indem es die Aldosteronfreisetzung steigert - Aldosteron wirkt ebenfalls gefäßverengend und gleichzeitig führt es zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium + Urin - nun habe ich weniger Volumen und weniger Volumen bedeutet weniger Druck -> RR sinkt

Jetzt mal im Ernst ..... mir kann kein Mensch erzählen, dass dies Wissen ist, was zum Ende einer 3-jährigen Ausbildung prüfungsrelevant ist.

Und Prüfungsvorbereitung war Anlass für den, wie ich finde, unterstützenswerten Thread. Schreckt doch bitte den "Nachwuchs" nicht ab!!

Gruß
Monika
Tja, liebe Monika. Da muss ich dich leider auch eines besseren belehren. Bei uns ist das auch eine mündliche Lieblingsprüfungsfrage. Okay, ich bin auch an der Uni. Ich glaube, da sind dieAnforderungen nochmal leicht höher. :sick:
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Intensiv
E

E-Lyte

Mitglied
Basis-Konto
0
0
Ach ja, ich würde gerne die Frage von "Kleinergizmo" aufgreife, da ich zwei Examen mitgeschrieben habe und in beiden war Diabetes DAS Thema in je einem Fallbeispiel und wird von vielen Azubis unterschätzt wie schnell man sich da verrennen kann (s. "kleinergizmo's" Beitrag) und schon sind 12 wertvolle Punkte weg.

Die Frage von "kleinergizmo" lautete...

Nenne 4 orale Diabetesmedikamente, ihre Wirkungsweise und Besonderheiten bei der Einnahme! 12 Punkte!!! :suche:


MFG
kleinsonnenschein

Es gibt 4 Wirkstoffgruppen

1) Sulfonylharnstoffe (Glibenclamid, z.B. Euglucon oder auch bekannt: Glimepirid, Amaryl)

2) Benzosäurederivate (Repaglinide, NovoNorm)

3) Biguanide (Metformin, z.B. Glucophage)

4) Sonstige (z.B. Acarbose, Glucobay)


Wirkungsweise:

Sulfonylharnstoff-Derivate:

- Stimulieren Abgabe von noch vorhandenem Insulinaus B-Zellen aus Pankreas in das Blut (=insulintrope Wirkung)
- Sind daher nur wirksam, wenn Insulinproduktion teilweise erhalten ist
- Gibt über den Tag verteilt ab

im Gegensatz zu

Benzosäurederivate :

- auch insulinotrope Wirkung, nur schneller einsetzend und kurz wirksam (HWZ eine Stunde)


Nebenwirkungen:

- Gastronintestinale Beschwerden z.B. Nausea & Emesis
- Appetitsteigerung
- Hypoglykämie

Kontraindikationen:

- Stoffwechselentgleisungen im Verlauf von Infektionskrankheiten
- Gravidität & Stillzeit

Wechselwirkungen:

- Blutzuckersenkende Wirkung wird verstärkt durch:
Marcumar, ß-Blocker, Salicylate, Sulfonamide, Tetracycline u.a.
- Abschwächung:
Glucocorticoide, Schilddrüsenhormone, Saluretika, Sympathomimetika



Wirkungsweise:

Biguanid-Derivate:

- vermindert die enterale Glucoseresorption
- fördert die Aufnahme von Glucose in Muskelzellen
- hemmt Gluconeogenese in der Leber

Nebenwirkung:

- können lebensbedrohende Lactatazidose verursachen, daher eine Insulinsubstitution erwägen



Wirkungsweise:

Sonstige (z.B. Acarbose, Glucobay)

- sind Glucosidase-Hemmer
- Glucosidase sind Enzyme, die Mehrfachzucker aus der Nahrung zu Glucose abbauen.
- werden diese Enzyme durch Glucosidase-Hemmer blockiert, tritt Glucose aus Nahrung in geringerem Umfang und geht verzögert in das Blut über.

- können auch zusammen bei DM Typ I zusammen mmit Insulin gegeben werden

Nebenwirkungen:

- Flatulenz
- Diarrhoe


Sodele, jetz' bin i dran: :wink:

Bleiben wir doch beim Diabetes :eek:riginal:

Wie funktioniert die Glucoseaufspaltung und wo? Und woher kommt das Insulin dann her? (also den physiologischen Werdegang beschreiben)

Des schafft ihr scho :thumbsup2:

Aber für's Examen unheimlich wichtig!!!! Vor allem beim D-Teil kann man damit punkten & das Thema kommt immer im mündlichen dran!
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Intensiv
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen