Leistungsentgeld

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blauesv

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18.03.2007
07232
Hallo!
Sicherlich habt ihr auch schon etwas von Leistungsentgeld gehört und könnt mir hoffentlich weiterhelfen! Auch wir sind gerade dabei es einzuführen( das Leistungsgelder gezahlt werden ist schon sicher,doch konnten wir uns noch nicht einigen auf die Kriterien die erfüllt werden müssen um diesem Anspruch gerecht zu werden.)Arbeitet von euch schon jemand in einem Haus in dem Leistungsentgelder gezahlt werden? Wie schauen bei euch die Kriterien aus?
An was macht ihr fest ob ein Mitarbeiter Leistungentgelder bekommt?In meinen Augen können Punkte wie Einspringen,Überstunden oder Zusatzausbildungen nicht angerechnet werden.Es kann nun mal nicht jeder Mitarbeiter SL oder PDL werden!Leistet dieser Mitarbeiter dann weniger und hat deshalb kein Recht auf Leistungentgeld?
Für mich ist es sehr schwierig bei der Festlegung der Kriterien gerecht zu bleiben jedem Mitarbeiter gegenüber.
Ich hoffe ihr könnt mir einige Tipps geben oder mir aufzeigen wie ihr dieses Thema umgesetzt habt. Ich bin übrigens BR und lege mit der Verwaltung diese Punkte fest. Vielen Dank für eure Hilfe.:heul:
 
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Krankenschwester
Fachgebiet
klinik
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UlrichFürst

Bei uns ist es noch nicht eingeführt.

An was macht ihr fest ob ein Mitarbeiter Leistungentgelder bekommt?In meinen Augen können Punkte wie Einspringen,Überstunden
Da stimme ich voll zu.

oder Zusatzausbildungen nicht angerechnet werden.Es kann nun mal nicht jeder Mitarbeiter SL oder PDL werden!
PDL ist keine Zusatzausbildung. Pflegemanagement ist mittlerweile ein Studium. Die sind sowieso in einer anderen Gehaltsgruppe.
Warum soll eine Stationsleitung, Wundmanagerin, usw. usf. nicht mehr bekommen. Im TVöD heißt das übrigens "Leistungs- und Qualifikationsbezogenes Entgelt". Und das finde ich auch o.k.
Wenn jemand Zeit und Mühen investiert um eine Weiterbildung zu machen, sollte das honoriert werden - mit einer Einschränkung: Wenn nur der Titel besteht und das Wissen nicht genutzt wird, kann es m. E. auch gleich wieder um den gleichen Betrag gekürzt werden um den das Gehalt erhöht wurde...


Leistet dieser Mitarbeiter [ohne Weiterbildung] dann weniger und hat deshalb kein Recht auf Leistungentgeld?
Nicht umbedingt weniger Arbeit, aber weniger Aufwand und weniger Verantwortung.

Für mich ist es sehr schwierig bei der Festlegung der Kriterien gerecht zu bleiben jedem Mitarbeiter gegenüber.
Das liegt im System begründet. Es gibt einfach keine (kaum) objektive Kriterien. Nicht gut, aber am Besten ist m. E. eine Mitarbeiterbeurteilunggespräch.

Ulrich
 
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blauesv

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18.03.2007
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Bei uns ist es noch nicht eingeführt.

Da stimme ich voll zu.

PDL ist keine Zusatzausbildung. Pflegemanagement ist mittlerweile ein Studium. Die sind sowieso in einer anderen Gehaltsgruppe.
Warum soll eine Stationsleitung, Wundmanagerin, usw. usf. nicht mehr bekommen. Im TVöD heißt das übrigens "Leistungs- und Qualifikationsbezogenes Entgelt". Und das finde ich auch o.k.
Wenn jemand Zeit und Mühen investiert um eine Weiterbildung zu machen, sollte das honoriert werden - mit einer Einschränkung: Wenn nur der Titel besteht und das Wissen nicht genutzt wird, kann es m. E. auch gleich wieder um den gleichen Betrag gekürzt werden um den das Gehalt erhöht wurde...


Nicht umbedingt weniger Arbeit, aber weniger Aufwand und weniger Verantwortung.


Das liegt im System begründet. Es gibt einfach keine (kaum) objektive Kriterien. Nicht gut, aber am Besten ist m. E. eine Mitarbeiterbeurteilunggespräch.

Ulrich
Danke für die schnelle Antwort, Ulrich!

Mir ist auch klar, dass PDL ein Studium ist und Mitarbeiter mit Zusatzqualifikationen eine entsprechende Vergütung erhalten sollten ( was ja bis jetzt meistens auch der Fall ist. ) Doch können wir uns es so einfach machen? Auf meiner Station sind mindestens 5 hochmotivierte Mitarbeiter.Jeder von ihnen hat beim Mitarbeitergespräch dem Chef geäußert den Leitungskurs zu wollen. Ein Mitarbeiter bekommt diese Möglichkeit aber nur.Nach deinen Vorstellungen wird dieser Mitarbeiter nach dem Ausüben dieser Funktion mit sehr guten Leistungen ein Anspruch für das Leistungs-und Qualifikationsbezogene Entgeld haben.Ist es denn dann nicht unfair den anderen Mitarbeitern gegenüber,die zwar 100% geben, ihnen aber die Zusatzausbildung nicht genemigt wurde,da ja nunmal nur einer diese Möglichkeit bekommt.

Es ist wirklich verdammt schwierig Kriterien aufzustellen für diese Art der Vergütung.

Ich glaube wir gehen ein Risiko damit ein die Mitarbeiter eher zu demotivieren und nicht anders herum. ( ... klar, jetzt bekommt er nicht nur die Möglichkeit sich in seiner Possition zu verbessern, er bekommt es auch noch zusätzlich vergütet... ) diser Topf sollte doch für alle Mitarbeiter sein, die über das Jahr gesehen sehr gute Leistung bringen. Aber an was macht man dies fest???


Ich werde nicht verzweifeln und hoffe das wir alle eine gute Lösung finden!
 
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UlrichFürst

Auf meiner Station sind mindestens 5 hochmotivierte Mitarbeiter.Jeder von ihnen hat beim Mitarbeitergespräch dem Chef geäußert den Leitungskurs zu wollen. Ein Mitarbeiter bekommt diese Möglichkeit aber nur.Nach deinen Vorstellungen wird dieser Mitarbeiter nach dem Ausüben dieser Funktion mit sehr guten Leistungen ein Anspruch für das Leistungs-und Qualifikationsbezogene Entgeld haben.
Ja. Allerdings auch abhängig davon, wie gut er diese Funktion ausfüllt.

Ist es denn dann nicht unfair den anderen Mitarbeitern gegenüber,die zwar 100% geben, ihnen aber die Zusatzausbildung nicht genemigt wurde,da ja nunmal nur einer diese Möglichkeit bekommt.
Diese Mitarbeiter werden ja dann auch keine Leitungsaufgaben übernehmen, warum sollte man sie also dafür bezahlen? Wenn sie hochmotiviert sind und gute oder gar sehr gute Leistungen bringen können sie ja trotzdem eine Leistungsbezogene Zusatzvergütung bekommen - eben für die Leistung, die sie erbringen.

Es ist wirklich verdammt schwierig Kriterien aufzustellen für diese Art der Vergütung.
Darum haben es ja nur sehr wenige bereits eingeführt:wink:

Ich glaube wir gehen ein Risiko damit ein die Mitarbeiter eher zu demotivieren und nicht anders herum.
Das sind auch meine Befürchtungen. Siehe auch hier und hier.

In den von mir genannten Threads werden sehr viele Möglichkeiten diskutiert. Zusammenfassung: Objektive Bewertung ist nicht möglich, etwas Subjektivität bleibt immer.

Ulrich
 
M

matras

Hallo,

auch ich bin BR und wir haben uns die Freiheit genommen dazu einen Dozenten von IfB einzuladen, der uns erzählt hat auf was man da achten soll. Laut diesem gibt es zwei Möglichkeiten: zum Einen die Zielvereinbarung, das heißt der Vorgesetzte handelt mit dem Mitarbeiter aus, was in einem erreichbaren Zeitraum realistisch erreicht werden soll (Qualität, Quantität...) - Oder zweitens kann eine Leistungsbeurteilung durch den Vorgesetzten erfolgen.

Da die Leistungsbeurteilung oftmals subjektiv empfunden wird, bevorzuge ich die Zielvereinbarung. Unser Kremium möchte allerdings eine Kombination aus beiden Komponenten. Was in den Verhandlungen mit der PA herauskommt ist noch nicht klar....

Gruß Matras
 
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05.07.2001
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