Studium & Beruf Leistungsbezogene Vergütung

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
W

wetterauer_Elf

Mitglied
Basis-Konto
08.06.2005
61381
@ all

ich habe mich auch schon mit dem Thema beschäftigt- allerdings finde ich es schwierig wenn man Fortbildungen bzw. Schichtarbeit als Maßstab nimmt. Auch die Idee ob einer bereit ist im Krankheitsfall einzuspringen erscheint mir schwierig. Begründung: Was machen z.B. allein erziehnde Mütter/ Väter??? Ihnen ist es nicht immer möglich einzuspringen oder zu gewissen Zeiten auf Fortbildungen zu gehen... Andererseits setzt sowas auch eine vernünftige Geschäftsführung vorraus- und das ist bei uns im KH beim besten Willen zur Zeit nicht der Fall; eher das Prinzip eine Krähe kratzt der anderen kein Auge aus- wie will man hier Leistung effektiv evaluieren?
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
freiberuflich
U

UlrichFürst

Re: keine Ewige destruktive Jammerei.....

ich finde es interessant wie schnell es eine Aburteilung hin zum ewig Gestrigen gibt, nur wenn man einige Fragen aufwirft.
Nochmal: Ich habe weder etwas gegen Dich noch Deine Meinung. Ich bin noch nicht mal unbedingt gegen Leistungsbezogene Vergütung. Prinzipiell finde ich den Gedanken gut, dass wer gut und viel Arbeitet auch eine höhere Bezahlung erhält. Allerdings sehe ich eben auch Probleme; deshalb versuche ich Informationen zu sammeln. Also fühle Dich bitte nicht persönlich angegriffen! Es gibt hier keinen Gegner (höchstens einen Diskussionspartner)

Wenn man sowieso alles negativ sehen will sollte man nicht diskutieren.
Ich habe ausdrücklich betont, dass das nicht mein Ziel ist. Allerdings kann ich selbst keine Vorteile erkennen. Und Du bist anscheined nicht gewillt mir die nötigen Informationen zu geben. Das ist die übliche Politik in den mir bekannten Einrichtungen. Und v.a. auf diese Methode der Nichtinformation bezog sich auch meine Aussage das mir kein Unternehmen bekannt ist, in dem Transparenz herrscht.

Übrigens habe ich nicht behauptet, dass es eine objektive Bewertung gibt, die sind natürlich immer subjektiv - weil keine Naturwissenschaft. (s.o.)
Dann sind wir uns da ja wenigsten einig.

Nur bin ich eben der Meinung, das eine subjektive Bewertung, nicht als Bemessungsgrundlage für Bezahlung dienen sollte. Da sind wir dann eben unterschiedlicher Meinung.

Also jammer mal schön weiter und sieh alles negativ, so verschliesst man sich eben weiter der Professionalisierung wie in anderen Berufsgruppen oder Ländern. Und nur der Kanzler brringt die Republik nicht wieder auf die Beine.
Nein, ich jammere höchstens gleich darüber, dass Du nicht auf meine Fragen eingehst. Außerdem wüßte ich gerne was die Professionalisierung mit einer Bezahlung aufgrund subjektiven Bewertung zu tun hat. Ich bilde mich weiter durch Fortbildungen, Fachzeitschriften, eigenes Denken, Diskutieren und das geht ganz ohne Leistungsbezogene Vergütung und ohne Registrierung etc.
Ich sehe aber keinen Sinn darin einfach irgendwas zu übernehmen ohne es zu überprüfen. Sowas war meines Erachtens noch nie gut und wird es auch nie sein.

Gerne würde ich in einem Pflegeforum mal wirklich konstruktiv und innovativ diskutieren und Leute, die die Pflege weiter nach vorne bringen wollen, treffen.
Dann fang mal an. Erklär mir doch z.B. das was ich beschrieben habe, das mir noch nicht klar ist. (siehe anderes Posting) und sende mir z.B. auch (wie von Dir vorgeschlagen) Informationen zu.

Ich habe selbst wie gesagt noch nichts zum Thema gefunden, da es mir an konkreten Buchtiteln etc. fehlt und ich im Netz ebenfalls nichts gefunden habe.

Mit noch freundlichen Grüßen

Ulrich Fürst
 
E

Elisabeth Dinse

Gesperrter Benutzeraccount
13.08.2000
00000
Wie wird das in den Niederlanden gehandhabt mit der Registrierung? Dort werden doch auch Daten zugrunde gelegt zur Berechtigung der Weiterführung der Berufsbezeichnung. Kann man sich nicht daran orientieren?

Elisabeth
 
Qualifikation
KS, PA BasStim, FS A/I
Fachgebiet
IBFW
HL2917

HL2917

Mitglied
Basis-Konto
19.09.2005
Hallo,

ich fühle mich nicht angegriffen aber neue Ideen kann man nur denken wenn man sich innovative Freiheit nimmt. Wer zu jedem Punkt erstmal nur sieht warum es nicht gehen könnte wird nicht viel weiter kommen. Hier sollten wir doch neue Ideeen generieren, die kritiker kommen dann bei der Umsetzung schon von selbst. Und manche Sachen muss man vielleicht radikal verändern...wie das gesundheitswesen an einigen Stellen z.B. Und ich glaube der leistungslohn wird irgendwann kommen. Wir sind dann vorbereitet.:blink:



Ich habe die Vorlagen jetzt zuhause. Allerdings kann ich sie aus technischen Gründen hier nicht per Mail versenden oder posten weil die tabelle in Text umgewandelt wird und keinen Sinn mehr ergibt. Weiterhin ist es eine Gemeinschaftarbeeit unserer Einrichtungen und ich sollte sie sicher nicht im Internet posten. Gerne sende ich sie Dir Ulrich per Mail zu, wenn Du mir Deine Mailadresse in einer privaten Nachricht hier zusendest.

Schönen Abend

Pflegeexpertise:eek:nline2lo
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
Rehabilitation, Psychiatrie
U

UlrichFürst

ich fühle mich nicht angegriffen
Hat auf mich einfach so gewirkt. :-/
neue Ideen kann man nur denken wenn man sich innovative Freiheit nimmt.
Wer zu jedem Punkt erstmal nur sieht warum es nicht gehen könnte wird nicht viel weiter kommen. Hier sollten wir doch neue Ideeen generieren, die kritiker kommen dann bei der Umsetzung schon von selbst. Und manche Sachen muss man vielleicht radikal verändern...wie das gesundheitswesen an einigen Stellen
Hm, ja vielleicht bin ich ja in dieser Hinsicht zu kritisch. Aber ich kann mir das (Weiter-)Denken bzw. sofortige weiterführen von Gedannken eben nicht abgewöhnen... o.k. will ich eingentlich auch nicht. Ich finde es nämlich besser, wenn man möglichst viele Probleme schon löst, bevor man das ganze in die Praxis umsetzt. Sonst wird das wieder eine von vielen "Reformen" bei denen die Verbesserungen schon kommen, bevor das ganze überhaupt richtig angelaufen ist. Deshalb frag ich einfach gerne mal nach (vielleicht manchmal ein bischen zu hartnäckig :innocent:).

Ulrich

P.S. PM ist unterwegs - bin schon gespannt
 
Manegger

Manegger

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Ullrich, hallo Pflegeexpertise,

schönen Dank für die schöne Diskussion...

Ich hab da nun die Frage an dich Ullrich:
Was könntest du dir selbst vorstellen, was zu einer Leistungsgerechten Beurteilung taugen würde? Was für Kriterien würdest du heranziehen?

Wenn man objektiv Leistung beurteilen will, dann muss man Leistung überprüfen! Willst du vielleicht eine Pflegeplanung, die ein Mitarbeiter geschieben hat auswerten und sie beurteilen?
Denkst du, dass ein Fragebogen zu Fachwissen angemessen wäre?
Oder wie wäre es mit Prüfungsaufgaben, wie man sie heute teilweise in Assessmentcentern benutzt?

Gruß

Klaus
 
Qualifikation
Dipl.Pflegewirt
U

UlrichFürst

Ich hab da nun die Frage an dich Ullrich:
Was könntest du dir selbst vorstellen, was zu einer Leistungsgerechten Beurteilung taugen würde? Was für Kriterien würdest du heranziehen?

Wenn man objektiv Leistung beurteilen will, dann muss man Leistung überprüfen! Willst du vielleicht eine Pflegeplanung, die ein Mitarbeiter geschieben hat auswerten und sie beurteilen?
Denkst du, dass ein Fragebogen zu Fachwissen angemessen wäre?
Oder wie wäre es mit Prüfungsaufgaben, wie man sie heute teilweise in Assessmentcentern benutzt?
Also, ich denke darüber seit langem nach, nur bin ich noch nicht zu einem (aus meiner Sicht) sinnvollen Ergebnis gekommen. Prinzipiell könnte ich mir durchaus einen Wissenstest vorstellen. Allerdings natürlich nicht als einziges, sonder halt als _ein Teil_ des ganzen.
Das ist ja auch das, was ich von den bisherigen Vorschlägen schon als positiv herausgestellt habe.

Allerdings ist das natürlich zu wenig. Wissen haben und Wissen anwenden und umsetzen können, sind schließlich zwei Paar Schuhe. Also muss irgendwie die Praxis überprüft werden. Das wäre m.E. sogar der wichtigere Teil. Nur ist das eben kaum/nicht(?) objektiv möglich. Und eine subjektive Beobachtung halte ich für "gefährlich".
Zur Erklärung: Nachdem auch wir nur Menschen sind, und folglich uns zwar vornehmen können immer aufrecht und ehrlich zu sein, nur ethisch korrekte Entscheidungen zu treffen usw. wird es trotzdem nicht ausbleiben, das empathie (oder eben auch das Gegenteil) eine Rolle spielt. Damit ebne ich aber im schlimmsten Fall einen neuen Weg andere Mobben zu können - und das dann auf der Ebene der Bezahlung...

Aus diesem Grund bin ich so strickt dafür, eine möglichst objektive Bewertung zu erreichen.

Mir ist klar, das diese Antwort jetzt wenig konstruktiv ist. Leider. Aber vielleicht wird zumindest klarer, warum ich mit den bisherigen Ansätzen Probleme habe.

Ulrich

P.S. [email protected] Pflegeexpertise: bin noch nicht zum Lesen gekommen...

--
Nichts ist unmöglich, aber manchmal dauert es bis man eine _wirklich_ gute Lösung findet.
 
M

mona

Mitglied
Basis-Konto
20.06.2001
47608
Hallo @all,

ich habe diesen Thread mit Interesse verfolgt!

Leistung zu honorieren ist sicherlich ein netter Ansatz, ABER.....

Mich macht es erst einmal mißtrauisch, wenn die Führungsriege anfängt, über leistungsbezogene Vergütung, Umschichtung und dergleichen zu reden! Denn machen wir uns doch nichts vor: AG wollen in den seltensten Fällen mehr zahlen - vielmehr geht es dem AG darum, Geld einzusparen!!

Jeder AG hat auch jetzt schon die Möglichkeit, besonders fähige oder einsatzstarke MA zu fördern bzw. Gratifikationen für besondere Leistungen vergeben. Wie oft, Pflegeexpertise, hast du das denn schon erlebt in deiner Berufstätigkeit??

Wenn eine Einrichtung die Pflegequalität erhöhen möchte, dann wird sie das nicht erreichen, indem sie MA niedriger eingruppiert! Eine Pflegekraft, die nicht motiviert ist, wird sich SO bestimmt nicht motivieren lassen! Ich kann mir gut vorstellen, dass sich eine Niedrigergruppierung sogar kontraproduktiv auswirken wird, so nach dem Motto: "wenn die mir jetzt weniger zahlen, dann mach ich auch weniger".

Ich bin mir sicher, dass viele Leute mir vorwerfen werden, dass ich eine Ewiggestrige bin, aber das macht mir nichts aus und ich bin immer noch der Meinung, die sich seit einigen Jahren bei mir ausgebildet hat:

Es wird immer mehr geschwätzt über die Professionalisierung der Pflege und m. E. entfernen wir uns immer weiter von PflegeQUALITÄT. Ich gebe gerne zu, dass ich unter Qualität vielleicht etwas anderes verstehe als die Damen und Herren, die jahrelang Pflege studieren und sich dann hinter Schreibtischen verschanzen und die Basis, die am und mit Menschen am Krankenbett arbeitet, mit immer neuen Pflegemodellen und Dokumenten/Formularen/Listen etc. "beglückt".
Für mich bedeutet Pflegequalität, dass die mir anvertrauten Menschen sach- und fachkundige Versorgung erhalten UND Anteilnahme, Zeit für ein helfendes Gespräch, Händchenhalten, Begleitung in schweren Stunden, Beratung undundund - oder kurzum: genügend Zeit! Allerdings ist das ein Kriterium, das nicht durch Pflegeplanung und Leistungsbeurteilung erfasst wird.

Als ich vor über 20 Jahren meinen Beruf ergriffen habe, waren wir quälitätsmässig (nach meinem persönlichen Standard!) wesentlich besser dran als heute, wo mehr Zeit mit dem Reden über und dem Dokumentieren von Pflege(tätigkeiten, denn nur die werden erfasst) verbracht wird als mit dem zu pflegenden Menschen!

Ich stimme Ulrich zu: Pflege und die, die sie ausüben, können nicht objektiv beurteilt werden. Und ein Bewertungsbogen, bei dem schon von vorneherein feststeht, dass x A´s oder andere Kennbuchstaben verteilt oder eben auch nicht verteilt werden (dürfen), ist doch völlig unsinnig! Ein solches Beurteilungsverfahren gibt es seit Jahren bei Polizeibehörden ( und wahrscheinlich nicht nur dort). Das Pikante ist, dass vorher feststeht, wieviel MA befördert werden, also mehr Geld bekommen und danach wird die Beurteilung vorgenommen...... selbstverständlich völlig objektiv und gerecht.... lautlach

Fakt ist, dass das Gesundheitssystem marode ist. KH´s können sich noch nicht einmal nötigste Reparaturen leisten und KK´s drücken sich vor Leistunserbringung, wo sie nur können. Beispiel häusliche Pflege: Ein -alleinlebender- Mensch, der seit Wochen komplett bettlägrig ist, wird in Pflegestufe II eingestuft, obwohl er noch nicht einmal in der Lage ist, den Schnabelbecher allein festzuhalten. Nebenbei auch ein Beispiel für "objektive" Bewertung durch einen Leistungserbringer....
Solche Beispiele gibt es zuhauf, in allen Bereichen. Und da soll ich glauben, dass für Pflegende mehr Geld locker gemacht werden soll?? Sorry, aber an Märchen glaube ich wirklich nicht mehr!

Boah, das ist wirklich ein Thema, das mich in Wallung bringt!!! Ich höre jetzt lieber auf!

Nix für ungut und Grüsse,
Mona
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege/ Caritas
S

Seba

Mitglied
Basis-Konto
29.11.2004
22083
Also zunächst liebe Mona finde ich nicht, dass Du ewig gestrig bist, sondern viele gute und neue Aspekte eingebracht hast. Allerdings möchte ich als Pflegestudent und hoffentlich baldige Führungskraft am Bett mich gegen pauschale Aburteilungen und Feindbilder wehren. Ich kann gut verstehen, dass Du sauer bist auf viele Sachen die von Führungsleuten oder Pflegewissenschaftler der Basis teilweise im blinden Aktionismus übergestülpt wurden und ich gebe Dir auch recht, dass es vor einer bestimmten Zeit besonders in der möglichen Zuwendung für die Menschen besser aussah Wobei allerdings meine Mutter als damalige Krankenschwester und mein Vater als ehemaliger Zivildienstleistender im Krankenhaus auch äußerst präkäre Schichtbesetzungen zu erzählen wissen. Deshalb sollte man die Vergangenheit auch nicht verklären. Man sollte sich vielmehr der zukunft stellen und aus der Vergangenheit lernen. Deshalb gibt es auch keine ewig gestrigen, sonderen deren Wissen ist enorm wichtig.

Deine Anmerkung über die Pflegequalität und das (wenn ich Dich richtig verstanden habe) die Zuwendung als zentrale Qualität der Pflege immer mehr an Bedeutung verloren hat und nicht mehr als Wert gesehen wird stimmen meiner Meinung nach völlig und sind einer der vielen Gründe, warum die Pflege soviel Probleme hat, sich zu behaupten. Allerdings sind es gerade Pflegewissenschaftler die dieses Feld wieder aktiv besetzen und hier handlungsfähige und praxistaugliche Konzepte entwickeln und so gegenüber Kostenträgern durchsetzen können (Validation, Dementenbetreuung). Dieser Punkt ist schon ausführlich unter dem Punkt Theorie und Praxis Transfair in diesem Forum diskuttiert worden.

Hier geht es ja um leistungsgerechte Vergütung und dieses Thema ist glaube ich daher so brisant, weil es ja um unsere Existenzgrundlage (Lohn) geht, aber auch um eine Bewertung unserer Arbeit.

Ich glaube es ist ganz wichtig den ersten Punkt sofort zu entschärfen, weil sonst keine angstfreie, sondern eine emotionale und nicht rationale Debatte geführt wird. Es kann nicht sein, dass wenn ich meine Leistungszulage nicht erhalte, ich meine Miete nicht mehr zahlen kann und nichts mehr zu essen habe. Wer solche Modelle haben möchte, wird die Mitarbeiter völlig verlieren und demotivieren und mittelfirstig dichtmachen müssen. Das will auch keine AG. Deshalb auch hier bitte keine Pauschalvorwürfe, auch wenn sich manche Großklinikbetreiber extrem ungeschickt verhalten.

Bei der Bewertung unserer Arbeit denke ich, dass eine leistungsbezogene Vergütung durchaus zwei wichtige und gute Aspekte hat.

Zum einem Gerechtigkeit:
Dies ist zwar ein schwieriges Wort, aber ist es wirklich nachvollziehbar, dass man sein Geld nur abhängig von einem einmaligen Examen, Alter, Betriebszugehörigkeit, u.ä erhält und dies die einzigen Möglichkeiten sind mehr zu erhalten. Ich denke nicht und ich denke wir wissen alle, dass es auf einer Station verschiedene Menschen mit verschiedenen Motivationen gibt. Daran ist erstmal überhaupt nichts auszusetzen. Aber kann es nicht mal belohnt werden, wenn die eine die ganze Zeit sich um die Apotheke kümmert und die Schrankbeschriftung durchführt. Der andere sich insbesondere um die Schüler kümmert und dafür sogar etwas länger bleibt oder zu Hause nachliest. Oder diejenige, die sich immer besonders auf dem Laufenden hält, was Stomasachen betrifft und sogar die Kollegen von den anderen Stationen und Ärzte mal nachfragen, wie das nochmal war. Oder die sich immer die schweren Fälle schnappt und sich vollkommen auspowert. Sollen die alle gleichbehandelt werden und genau so wie der Student, der nur seine Schicht absitzt und dabei auch noch seine Referate vorbereitet? Oder die Kollegin, die einfach unglaublich viel zu Hause zu tun hat und einfach hier ist um Geld zu verdienen und nicht mehr machen möchte und kann? Ich glaune es ist korrekt, hier genauer hinzuschauen und zu belohnen.
Ich glaube allerdings nicht, dass bei allen Kollegen Geld im Vordergrund steht. Damit verkürzt man die Motivation der Pflegekräfte dramatisch und ich finde sogar säuisch. Mir ist mein Geld auch wichtig. Ich werd auch bald Vater und muss mich darum kümmern, dass das Kind was hat. Allerdings geht es mir auch um Anerkennung meiner Kollegen und der Patienten. Meine Motivation mehr zu machen als vielleicht andere kommt auch daher, weil ich aus dem Zuspruch des Schülers oder der Patientin Kraft ziehe. Wenn man mich dafür nur noch monetär abspeisen möchte, na vielen Dank.

Zum anderen das Verfahren:
Wie ich schon deutlich machte sollte ber der Diskussion über leitungsbezogene Vergütung nicht nur der Lohn, sondern auch ander Anerkennungen mit einbezogen werden. Beim Verfahren gibt es ja in diesem Forum zwei Gegenpole, die ich auch so sehe.
Ein technisches (vielleicht dadurch objektiveres) Verfahren, indem möglichst aussagekräftige Indikatoren über die Leitung der Einzelnen zusammengestellt werden und dann addiert. Und dann hat man seine Zulage.

Demgegenüber steht ein subjektives (dadurch vielleicht willkürlicheres) Verfahren, in dem die Führungskraft ein bestimmtes Budegt (muss nicht nur monetär sein) hat, welches sie ihrer Meinung nach leistungsgerecht an ihre Leute verteilt.

Meine Meinung ist hier ziemlich eindeutig. Wer glaubt Pflegeleistung in ein irgendwie objektives Instrument pressen zu können, der irrt, oder er baut so ein tolles Instrument, dass es in der Praxis scheitern muss. Es ist meiner Meinung nach völlig unmöglich.

Bleibt noch die subjektive Variante. Die wird wenig diskutiert, weil sie immer den Beigeschmack der Willkür der bösen und unfähigen Stationsöse hat. Nur was für ein Bild habe ich dann von meinen Führungskräften? Ich glaube es ist erste Pflicht der Führungskräfte, ihre Mitarbeiter zu beurteilen, dementsprechen mit ihnen zu reden und mit ihnen eine Weiterentwicklung zu planen. Kurz Personalentwicklung. Dafür sollte meiner Meinung nach auch ein Topf mit Belohnungen bereitstehen. Und dafür können auch bestimmte Indikationen herangezogen werden. Das muss ich ja auch in der Erstellung von Mitarbeiterprofilen tun.

Aber Indikatoren über Pflegeleistung. Ich glaube wenn die Diskussion so geführt wird, ist es eine Wiederholung von den Fehlern die Mona schon einmal erlebt hat. Blinder Aktionismus mit der Hoffnung etwas zu technisieren und objektivieren, was einfach nicht geht (Stichwort Pflegequalität). Das hat schon nicht mit der Pflege funktioniert, dann kann es auch nicht mit Pflegeleistungen funktionieren.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziolinär
M

mona

Mitglied
Basis-Konto
20.06.2001
47608
Hallo Sebi,

es liegt mir fern, Feindbilder zu kultivieren! Ich (ver)urteile auch nicht pauschal! Wenn das so rübergekommen ist, habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt.
Ich habe meinen vorherigen Beitrag direkt geschrieben, nachdem ich den Thread gelesen hatte. Ich hatte mich geärgert, dass Pflegeexperise ihren Ansatz und ihre Meinung als "innovative Freiheit" preist und ( gut durchdachte und beschriebene) Bedenken dagegen als ewiggestrig und nicht diskussionsbereit abqualifiziert. Zuviel Emotionalität beim Schreiben tut nicht gut.... sorry.

Pflege zu professionalisieren ist eine gute Sache, auch dass Studiengänge für Pflege eingerichtet wurden, war längst überfällig. Das Bild der milden Seele, die sich nur für Gotteslohn abrackert, war auch vor 20 Jahren schon "out".
Ich bin also ganz sicher nicht der Meinung, dass die Pflegewissenschaftler überflüssig seien!!!
Du hast es schon ganz gut getroffen wenn du schreibst, dass man die guten und bewährten Dinge mitnehmen ( ohne Verklärung ;-) ) und offen sein soll für neue Innovationen - da kann ich dir völlig zustimmen.
Ebenso schön hast du klar gemacht, dass in der Euphorie der ersten Generation Pflegewissenschaftler weit über das Ziel hinausgeschossen wurde.

Wenn ein neues, gerechtes Entlohnungssystem entwickelt und eingeführt werden soll, dann ist es m. E. sehr wichtig, eine Vielzahl von Stimmen zu hören - auch die des "Fußvolks" - bitte in diesen Begriff keinen Sozialneid oder ähnliches hineininterpretieren.... ich war auf Leitungsebene beschäftigt und bin freiwillig wieder zum "gemeinen Volk" zurückgekehrt, weil mir das einfach besser gefiel! Ich habe die Begriffe auch extra mit Anführungszeichen versehen :) Beschäftigte, deren Meinung gehört wird und die um Verbesserungs- oder Änderungsvorschläge gefragt werden, sind sehr viel eher dazu bereit, Veränderungen auch mitzutragen! Auch wenn die letztendlichen Umsetzungen nicht der persönlichen Ansicht entsprechen.
.
Jeder, der in einem Team arbeitet, weiß dass die Stärken und Schwächen höchst unterschiedlich verteilt sein können. Was die eine Pflegekraft an Fachwissen einbringt, ist vielleicht überdurchschnittlich viel, dafür kann es ihr an sozialen Fähigkeiten mangeln. Die andere glänzt vielleicht nicht durch kognitive Fähigkeiten, ist aber durch ihre warmherzige, verständnisvolle und auf Ausgleich und Kommunikation bedachte Art unverzichtbar im Team. Wen soll man wie bewerten und wer soll wieviel mehr bekommen?
Das System, dass das Gehalt nur nach Dienstaltersstufen erhöht, ist auch nicht so toll, da gebe ich dir recht. Und wer hat sich noch nicht darüber geärgert, dass diejenigen, die sich hochmotiviert und engagiert einbringen, nicht einen Cent mehr verdienen als diejenigen, die lediglich Dienst nach Vorschrift abreissen?

Geld ist nicht alles, auch hier meine Zustimmung. Zu meinem jetzigen Haus bin ich gewechselt, weil mir das Arbeitsklima wichtiger ist als Mehrverdienst und diese Entscheidung würde ich jederzeit wieder so treffen.

Ich glaube, dass es sehr, sehr schwierig sein wird, ein neues Entlohnungssystem zu implementieren! Stichwort: Besitzstandwahrung. Wie soll es funktionieren, dass man einem MA einen Teil des Gehaltes entzieht wg. mangelnder Qualifikation, egal ob es die fachliche oder die soziale ist - auch wenn die Grundsicherung erhalten bleibt?
Die finanziellen Anreize müssten also zusätzlich bereitgestellt werden - hier lautet das Stichwort: leere Kassen.
Sebi, als ich vom Unwillen der AG gesprochen habe, mehr Gelder für die Pflege bereitzustellen, habe ich natürlich nicht Stationsösen und PDL gemeint, lach. Meines Wissens sind diese nicht ursächlich verantwortlich für Einsparungsbestrebungen in ihrem Bereich sondern würden ein Mehr an finanziellen Mitteln durchaus begrüssen!

Das Krankenstand, Arbeitsklima etc. und nicht zuletzt die Qualität der verrichteten Arbeit ( und das ist in jedem Berufsfeld so!) mit den Führungsqualitäten der Leitung steht und fällt, ist unstrittiges Basiswissen und braucht, glaube ich, nicht weiterdiskutiert werden.

So, das war´s für heute, ich bin geschafft und hoffe nur, dass ich nicht allzu konfus geschrieben habe.

LG, Mona
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege/ Caritas
S

Seba

Mitglied
Basis-Konto
29.11.2004
22083
Ich kann Dir in allen Punkten zustimmen und sehe eine große Schnittmenge zu dem, was ich geschrieben habe.

Der einzige Punkt wo vielleicht ein Mißverständnis vorliegt ist, ist das mit den AG`s und dem betreitstehenden Geld.

Ich bin überzeugt, dass es zu leistungsbezogenen Vergütungen kommen wird. Ich glaube auch, dass ich deutlich gemacht habe, dass ich dies für richtig halte.
Ich glaube auch, dass es weniger Geld für bestimmte Pflegende geben wird.
Ich glaube aber auch, dass es mehr Geld für bestimmte Pflegende geben wird.
Ich glaube allerdings auch, dass insgesamt weniger im Pott sein wird.

Ich bitte nur darum, dass man nicht sofort mit der Existenzangst kommt und behauptet, dass leistungsbeozenge Vergütungen ein Gängelsparprogramm der AG`s sind, die die Pflegenden mit Spass in den Untergang treiben.

Wenn dies AG`s tun (und leider gibt es davon auch ein paar), dann muss man aufstehen und was tun, weil es menschlich nicht in Ordnung ist (starkes Argument) aber auch wirtschaftlich kurz gedacht und dumm ist (entscheidenes Argument in der heutigen Zeit)
Und aufstehen und was tun, fängt mit einer Mitgliedschaft im DBfK oder anderen Organisationen an, weil man damit sich selbst und seine Vertretung stützt.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziolinär
S

Seba

Mitglied
Basis-Konto
29.11.2004
22083
Aber ist der für den Großteil der Krankenhäuser verbindlich?
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziolinär
C

chriziko

Mitglied
Basis-Konto
16.01.2001
München
noch ja, wie es in zwei jahren aussehen wird, wenn der TvÖD ausläuft, weiß man nicht. aber es ist zu vermuten, dass es ohne tarifvertrag eher mehr als weniger leistungsbezogene vergütung geben wird.

ich bin übrigens skeptisch, ob das gerechter oder einfach nur willkürlicher ist.
 
Qualifikation
altenpfleger / neuerdings PDL
Fachgebiet
wohnungslosenhilfe
S

Seba

Mitglied
Basis-Konto
29.11.2004
22083
Was meinst Du damit?
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziolinär
H

hue

Neues Mitglied
Basis-Konto
Re: Ewige destruktive Jammerei.....

Gerne würde ich in einem Pflegeforum mal wirklich konstruktiv und innovativ diskutieren und Leute, die die Pflege weiter nach vorne bringen wollen, treffen.[/QUOTE]In diesem Sinne würde ich die Diskussion auf eine aktuell praktische Problemstellung lenken wollen:
Eine Stationsleitung beklagt das Desinteresse der "alten erfahrenen" z.T. eingefahrenen (?) Pflegekräfte: Wenig Bereitschaft Dienste zu tauschen, keine Sonderaufgaben werden übernommen, kein Fortbildungsinteresse.

Nachvollziehbar ist eine Berufsmüdigkeit nach zig Jahren, ebenso eine evtl. geringe Leistungsbereitschaft aufgrund von gesundheitl. Einschränkungen - mit Mitte 50 flitzt man nicht mehr so flink über´n Flur.

Diese Pflegekraft ist in den derzeit typischen Vergütungsstrukturen die teuerst bezahlte Kraft.
Daneben leisten junge Pflegekräfte (z.T. mit geringerer Qualifikation) mehr (flexibler, schneller, qualitativ(?)).

Mögliche Ansätze (Hoffnungen) eines leistungsbezogenen Vergütungsanteils:
- dem älteren bzw. weniger leistungsfähigen/-bereiten Kollegen Rückzug bieten
- dem jungen dynamischen Kollegen adäquat zu honorieren
dadurch:
-Spannungen im Team vermeiden
-den Druck auf Mitarbeiter mit Einschränkungen vermindern

Die Brisanz des Problems zeigt sich zunehmend in der Alterstruktur in unserem Betrieb: 31 % sind zwischen 30 - 39 Jahren, 41 % sind zwischen 40 - 49 Jahre, vor 4 Jahren war das umgekehrt! Die Fluktuation sinkt weiter!!
 
Qualifikation
Schwerpunkt: Personaleinsatzplanung, Personalbemessung, Prozessmanagement
Fachgebiet
Deutschland
Weiterbildungen
Prozessgestalter FH Frankfurt, Experte für neue Lerntechnologien FH Furtwangen
C

chriziko

Mitglied
Basis-Konto
16.01.2001
München
Was meinst Du damit?
ich befürchte, dass sich die derzeit deutlich sichtbaren absetztendenzen aus dem tarifvertrag eher noch verstärken werden und es fraglich ist, ob es nochmal einen geben wird bzw. wenn ja, wer ihn noch alles nunterschreibt.

es kommen harte zeiten auf uns zu.
 
Qualifikation
altenpfleger / neuerdings PDL
Fachgebiet
wohnungslosenhilfe
S

Seba

Mitglied
Basis-Konto
29.11.2004
22083
An chriziko:

Das denke ich auch. Ich glaube auch, das die Flächentrarifverträge aussterben werden. Ich sehe dies sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite muss der Arbeitnehmer geschützt werden vor Ausbeutung durch den Arbeitgeber. Gut soweit. Aber was ich schon immer recht grotesk an diesen Flächentarifverträgen fand, ist die gleiche Bezahlung ob auf dem platten Land mit niedrigen Lebenserhaltungskosten oder mitten in Hamburg.
Ich persönlich tendiere mehr und mehr dazu einen Mindeststandard zu formulieren und den Rest zu verhandeln. Ich glaube, dass dies auch mehr und mehr die Zukunft sein wird und ich glaube, dass dies auch gut so ist.

Denn gute Arbeitnehmer sind immer heiß begehrt. Davon bin ich überzeugt und habe es auch oft genug erlebt. (Nicht das ich besonders toll bin, aber ein paar Leute in meinem Umfeld, von denen auch manche unverschuldet arbeitlos waren und lange gesucht haben, haben jetzt ein tolle Stelle, weil sie gut sind)
Des weiteren können so leitungsgerechte Vergütungen diskuttiert werden, ohne direkt mit der Existenzangst zu kommen.

Überings ist so etwas wie die freiwillige registrierung auch ein gutes Mittel zu zeigen, wie gut man ist...


Zu dem Kommentar von Hue:

Eine Stationsleitung sollte sich immer fragen, warum meine Mitarbeiter demotiviert sind. Alter kann dafür meines Seachtens keine Begründung sein. Auch die angesprochene Schnelligkeit habe ich bei manchen der "Schlachtrösser" (lieb gemeint) deutlich mehr erlebt, als bei manchen Schülern heutzutage. Nicht zu vergessen, die unglaubliche Erfahrung, die diese Mitarbeiter besitzen und sie manchmal schon in den Status eines Experten nach Benner erheben. Und die Demotivation kann insbesondere darin liegen, dass sie mehr könnten aber es nicht dürfen, oder an den Strukturen kaputt gehen. Zur Demotivation gehören meiner Meinung nach immer zwei. Dies sollte sich jede Leitung bewusst machen.
Ich bin überimngs erst 29 und wollte nur eine Lanze für diese Kollegen brechen.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziolinär
HL2917

HL2917

Mitglied
Basis-Konto
19.09.2005
Re: Ewige destruktive Jammerei.....

Mögliche Ansätze (Hoffnungen) eines leistungsbezogenen Vergütungsanteils:
- dem älteren bzw. weniger leistungsfähigen/-bereiten Kollegen Rückzug bieten
- dem jungen dynamischen Kollegen adäquat zu honorieren
dadurch:
-Spannungen im Team vermeiden
-den Druck auf Mitarbeiter mit Einschränkungen vermindern
Hallo,

Alter hat nichts zu tun mit Leistungsbereitschaft, ältere Mitarbeiter können dafür andere Aufgaben übernehmen, aber sie müssen es wollen. Denn sie können die aktiveren jungen Kollegen mit Fachexpertise untersützen, wenn sie sich theoretisch fit halten. Denn wenn sie weiterhin ihr Geld und ihren Job behalten möchten müssen sie selber, mit Unterstützung des Argebeitgebers sehen wie sie bis zur Rente für den Arbeitsgeber sinnvoll einsetzbar sein können. Da muss der Arbeitgeber natürlich auch Fortbildungen anbieten und ermöglichen um sie auf dem aktuellen Stand zu halten. Denn diees ist unabhängig von der körperlichen Leitstungsfähigkeit.

geht dies?


Beste Grüsse
Pflegeexpertise
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
Rehabilitation, Psychiatrie
H

hue

Neues Mitglied
Basis-Konto
Alter und Leistung

Hallo,

Alter hat nichts zu tun mit Leistungsbereitschaft, ältere Mitarbeiter können dafür andere Aufgaben übernehmen, aber sie müssen es wollen. Denn sie können die aktiveren jungen Kollegen mit Fachexpertise untersützen, wenn sie sich theoretisch fit halten. Denn wenn sie weiterhin ihr Geld und ihren Job behalten möchten müssen sie selber, mit Unterstützung des Argebeitgebers sehen wie sie bis zur Rente für den Arbeitsgeber sinnvoll einsetzbar sein können. Da muss der Arbeitgeber natürlich auch Fortbildungen anbieten und ermöglichen um sie auf dem aktuellen Stand zu halten. Denn diees ist unabhängig von der körperlichen Leitstungsfähigkeit.

geht dies?


Beste Grüsse
Pflegeexpertise
Ein Problem wird sein, dass 3 ältere KollegInnen eine/n jungen Kollegen/in mit Fachexpertise unterstützt - ich hoffe die/ der hält das aus. Festzustellen ist in alternden Teams, dass die jungen KollegInnen es sehr schwer haben, neue Akzente zu setzen.

Auch lässt sich in der Pflege körperliche Leistungsfähigkeit nicht ganz von den restlichen Tätigkeiten trennen, bei ca. 800 Pflegekräfte z.B. in unserem Betrieb, ist es auch nicht die Frage einzelne Menschen mit ihren Erfahrungswerten zu nutzen. Wir brauchen größtenteils Pflegekräfte, die umfassend einsetzbar sind.
Und an dieser Stelle, könnten perspektivisch leistungsbezogene Gehaltsbestandteile sinnvoll werden. Wichtig wäre zu definieren, was die Leistungsfähigkeit aus macht, die zukünftig in den Einrichtungen des Gesundheitswesens gefordert sein werden ( fachliche Kriterien, Bereitschaft neues zu lernen, Kooperation mit anderen Berufsgruppen, kurzfristige Einsatzmöglichkeiten, Dienst zu unmöglichen Zeiten ....)

Grüße
hue
 
Qualifikation
Schwerpunkt: Personaleinsatzplanung, Personalbemessung, Prozessmanagement
Fachgebiet
Deutschland
Weiterbildungen
Prozessgestalter FH Frankfurt, Experte für neue Lerntechnologien FH Furtwangen
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

N
Hallo ihr lieben :) Nächstes Jahr möchte ich gerne mein Studium fürs Pflegemanagement beginnen. Gibt es hier jemanden, der es auch...
  • Erstellt von: Nicole Wi
6
Antworten
6
Aufrufe
606
N
R
In welchen Gehaltsgruppen seit ihr? Mit welcher Ausbildung? Und in welchem Bundesland? Werdet ihr nach Tarif bzw. TVöD bezahlt? Ich...
  • Erstellt von: Rosi S.
1
Antworten
1
Aufrufe
430
R
M
Hallo, kann mir einer von euch sagen, wie gut meine Englisch Kenntnisse für ein Studium im Gesundheitswesen sein müssen? Ich spreche...
  • Erstellt von: meye-al
1
Antworten
1
Aufrufe
250
N
D
Guten Abend, ich habe folgendes Problem: ich schließe nächsten Monat mit großer Wahrscheinlichkeit die 3-jährige Ausbildung zum...
  • Erstellt von: David99
1
Antworten
1
Aufrufe
355
N