Wundmanagement Laienfrage zu Wunden

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Gletscher

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11.02.2008
12437
Hallo, ich hatte grad eine Bauchspiegelung und muss demnächst wohl noch einmal operiert werden, von daher interessiert mich, wie ich am besten die OP-Wunden versorgen kann.
Bisher sprühe ich einmal am Tag (nach dem Duschen) Octenisept drauf und mache sterile Pflaster rauf. Es sind selbstauflösende Fäden drin, der Doc meinte ich solle kein Bepanthen oder so rauf machen.
Warum nicht? Mit normalen Schürf- oder Schnittwunden habe ich einen sehr guten Effekt mit Bepanthen verspührt. Es ist wirklich schneller geheilt.
Darf auch keine andere Narbensalbe drauf?
Was ist das beste für Op-Wunden?
 
Qualifikation
Freiberufl.
Fachgebiet
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M

matras

Salben können sehr schnell verkeimen und wirken dann als Keimreservoir. Wunden müssen nach einem Tag nicht mehr steril verbunden werden, weil sie dann als verschlossen gelten. Sind die Fäden noch drin, ist es als mechanischer Schutz ausreichend ein "normales" Pflaster drüberzukleben.

gruß Matras
 
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orbity

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07.06.2008
81675
Und immer hübsch auf Rötungen, Schwellungen, Wundsekret (welches hoffentlich nicht da ist) u.s.w. achten. :thumbsup2:
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Nephrologie / Dialyse
barnsi69

barnsi69

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21.09.2007
90471
Salben können sehr schnell verkeimen und wirken dann als Keimreservoir. Wunden müssen nach einem Tag nicht mehr steril verbunden werden, weil sie dann als verschlossen gelten. Sind die Fäden noch drin, ist es als mechanischer Schutz ausreichend ein "normales" Pflaster drüberzukleben.

gruß Matras
Also bei den Salben stimme ich zu, aber mit Verlaub:
Wunden gelten als geschlossen, wenn sie geschlossen sind.
Ich halte es für falsch eine Wunde, die Du noch nie gesehen hast, als geschlossen zu erachten, auch wenn diese nur von einer Spiegelung stammt/stammen. Und auch wenn Fäden drin sind, kann die Wunde immer noch offen sein.

Grüße

 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Internistische Intensivstation
G

Gletscher

Mitglied
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Themenstarter/in
11.02.2008
12437
Ah danke, das mit den Keimen durch die Salbe ist schon verständlich, aber dennoch habe ich eben die Erfahrung gemacht, das normale Wunden mit Bepanthen schneller heilen.
Gibt es denn sonst etwas, das ich, wenn die Wunden wirklich zu sind gegen die Narben tun kann?
Es ist schon meine 2. Bauchspiegelung, habe daher nun 4 Narben am Unterbauch und es wird noch ein kompletter Bauchschnitt hinzukommen. Ich halte mich ja nicht für eitel, aber... :blushing:
 
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Freiberufl.
Fachgebiet
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O

orbity

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07.06.2008
81675
Ich glaube jeder hier hat verstanden, daß Matras von "nomal heilenden" OP-Wunden gesprochen hat. Das ist vieleicht nicht so ganz genau aber wir wissen ja was gemeint war.

Narben: Wenn Du möchtest kannst Du die OP-Wunden nach ein paar Tagen (wohl gemerkt, alles bei normalem heilungsverlauf :wink:) auch mit ein bisschen Bepanthen behandeln. Dabei aber aufpassen, daß keine großen Salbenreste auf der Haut bleiben. Es gibt aber auch Kollegen von mir die Bepanthen nicht so richtig toll finden. Das musst Du dann selbst wissen. Wenn die Wunde aber sicher verschloßen ist und Du nicht Tag und Nacht einen großen Batzen Salbe drauf hast wirst Du zumindest kein Problem mit Keimen bekommen.

Doch, Du bist eitel.:laughing: Das sind wir aber alle.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Nephrologie / Dialyse
S

stern3007

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29.07.2005
Köln
Solange noch Fäden drin sind würde ich nichts unternehmen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
M

matras

Hallo,

wenn die Fäden raus sind können sogenannte Hydrokolloidpflaster die Narbenbildung mindern.
@ barnsi: Dass die (saubere post prima) heilende Wunde nach ca. 48 h als verschlossen gilt, stammt nicht von mir, sondern vom RKI. Bitte dort anrufen wenn man's besser weis!

Gruß Matras
 
O

orbity

Mitglied
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07.06.2008
81675
Hallo,

wenn die Fäden raus sind können sogenannte Hydrokolloidpflaster die Narbenbildung mindern.

Gruß Matras
Hi Matras.

Hast Du dafür 'n Link für mich oder schon Erfahrungen gemacht?
Klappt das gut?
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Nephrologie / Dialyse
G

Gletscher

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
11.02.2008
12437
Ah, stern, Danke für die Infos mit dem Pflaster, das werde ich im Hinterkopf behalten und es anwenden, sobald die Fäden aufgelöst sind. :blushing:
Ja die Wunden heilen sehr gut, da gibt es nichts zu meckern oder zu tun. Nur würde ich eben gerne alles so gut wie möglich machen, um Narbenbildung zu minimieren, so weit es eben geht.
 
Qualifikation
Freiberufl.
Fachgebiet
---
M

matras

Hi Matras.

Hast Du dafür 'n Link für mich oder schon Erfahrungen gemacht?
Klappt das gut?

Die Aussage begründet sich auf Grund von Eigenerfahrungen :)original: fortgeschrittener Heimwerker) die entweder selbst oder bei meinen "Kindern" (mittlerweile Erwachsen) gemacht habe!
Im Sinne einer feuchten Wundheilung ist der Erfolg auch nachzuvollziehen! Klar ist, dass die Wunde "sauber" sein soll....

Hoffe das genügt!

Matras
 
greeneyed

greeneyed

Mitglied
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10.03.2005
49074
Hallo :eek:riginal:!

...wenn die Fäden raus sind können sogenannte Hydrokolloidpflaster die Narbenbildung mindern.
Dazu hätte ich dann gerne einen link. Welcher Hersteller hat seine Hydrokolloide zur Narbenpflege freigegeben?

Es gibt spezielle Silikongelpflaster, die bei noch geröteten Narben angewendet werden können. Als Beispiel CicaCare von Smith&Nephew oder Narben Reduktion med von Hansaplast. Sie werden Wochen bis Monate getragen. Die Pflaster sind, je nach Hersteller, wiederverwendbar. Somit müssten sie sich, auch preislich von den Hydrokolloiden absetzen. Also zum Duschen abnehmen und anschließend wieder drauf. Ist die Narbe weiß, gibt es keinerlei optische Verbesserungsmöglichkeiten, außer dem Messer.
Neben dem nicht ganz preisgünstigen Silikonpflaster gibt es noch Silikonfolie[z.B. Epi-Derm von Biodermis und auch die Möglichkeit Silikonsalben(z.B. Xeragel von Biodermis) zu verwenden. Im Gegensatz zu den Pflastern sind sie preisgünstiger und halt Salbe, etwas schmierig. :wink:
Narbenpflege und Silikon

Daneben gibt es noch weitere Salben mit unterschiedlichen Zusammensetzungen. Beispielsweise Contractubex.Eine Mischung aus Heparin, Zwiebelextrakt und Allantoin. :suche:


Hoffe das trägt nicht zur Verwirrung bei Gletscher.:laughing:

Liebe Grüße
 
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ITS
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orbity

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07.06.2008
81675
...Im Sinne einer feuchten Wundheilung ist der Erfolg auch nachzuvollziehen!...
Matras
Für mich ist das nicht nachvollziehbar. Aber ich würd's gern nachvollziehen. :blink: Warum ist das so? Lasst mich nicht dumm sterben!

Greeneyed: Funktionierts nur nicht weil der Hersteller nicht sagt, daß es funktioniert?:wink:
Nich wütend werden. Ich weiß ja was Du meinst, wollte nur mal provozieren.:innocent:
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger
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Nephrologie / Dialyse
greeneyed

greeneyed

Mitglied
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10.03.2005
49074
Orbity, vielleicht schaust du dir meinen "Narbenpflege und Silikon" link an. Du verstehst dann mit Sicherheit auch das Prinzip von matras Hydrokolloid Basteleien.:bae:
Wobei ich seine Formulierung "feuchte Wundbehandlung" im Zusammenhang mit Narbenpflege, nicht ganz nachvollziehen kann.


Hydrokolloide funktionieren bestimmt, haben aber imho folgende Nachteile:
  • Kosten (Stückpreis, kann nicht wiederverwendet werden)
  • Hydrokolloide bilden durch Feuchtigkeit ein Gel (Schweiß -> Feuchtekammer-> Juckreiz, Mazeration, evtl. andere unerwünschte Hautirritationen)
  • Schädigung von gesunder Haut, beim Ablösen des Pflasters(Damit meine ich nicht Pergamenthaut.)
Gruß
 
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