Lagerungsplan???

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Vicky83

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05.07.2007
77948
Hallo Leute,
ich hab da mal eine krze frage, ich bin seit 1.10 in einem neuen APH angestellt, Team ist nett arbeit ist super...
jedoch verwirrt mich der Lagerungsplan in diesem Heim...
Das ist ein riesen Blatt, mit einer Legende in der stehen die kürzel für re- li Lagerung und so weiter...
Aber, dann muss auch der IKM- wechsel sowie Toilettengang oder beine richten (z.B. auf dem Rollstuhl eingetragen werden.
Auf meine Nachfrage ob das denn so sein müsse bekam ich nur ein Ja zur antwort, da IKM- wechsel oder Toilettengang auch Bewegung ist.

Nun zu meiner Frage, gehört das eigentlich nicht zum Alltag dazu? Ich meine wenn ich jemanden beim Waschen helfe, dann ist das doch Selbstverständlich dass ich die IKM wechsle und einen Toilettengang mache, sowie dass ich wenn die Beine des HBW von den Fußstützen am RS rutschen, dass ich sie dann wieder richtig draufstelle, oder liege ich da falsch?

Meiner meinung nach müsste dann auch waschen und essen oder Trinken mit auf den Lagerungsplan, weil das ist ja auch BEWEGUNG oder nicht???


Das ist nämlich einfach umständlich und ein massiver Schreibkram den ich als unnötig empfinde...
Was meint ihr dazu?? Liege ich falsch?

(Ich würde nämlich gerne einen übersichtlicheren Lagerungsplan vorschlagen, indem wirklich NUR DIE Lagerungen drinstehen sowie die mobilisation und nicht 10 mal am Tag und in verschiedenen Spalten Toilettengang und IKM etc)


Danke für eure antwort..

lg vicky
 
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N

Nordlicht

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09.02.2006
25377
Moin Moin,
ja richtig, waschen und Essen einnehmen ist auch mit Bewegung verbunden.
Wir haben in der Amb.Pfl. für Pat, die extrem Dek. gefährdet sind einen 24 Std-Plan, in dem auch u.a. waschen etc aufgenommen ist und siehe da, erst dann fällt auf, wieviel Bewegung ein Mensch bekommt.
Im Übrigen heißt es nicht mehr Lagerungsplan (gelagert werden die Lebensmittel im Keller) sondern Bewegungsplan (s. expertenstandard Dekprophylaxe).
Zur Überlegung: auch Mikrobewegungen beugen Dek. vor, also das Entnehmen der zusammengerollten Decke, die unter die Matraze zur schiefen Ebene eingelegt ist, ist somit eine Bewegung, die im Grunde in den Bewegungsplan gehört.
Wie gesagt, wir haben einen 24-Stunden-Plan, da im Prinzip jeden Tag die gleichen Handgriffe vorgenommen werden und somit müssen wir nur Abweichungen hiervon in den Pflegeablauf eintragen.
Schöne Grüße, Britta
 
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Krankenschwester
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KH
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Also, Nordlicht hat doch recht.:thumbsup2:
Es ist ein Bewegungsplan und waschen, Toilettengang, IKM-Wechsel usw. sind nun mal Bewegungen.
Genauso sollte ein Bewegungsplan aussehen, ist doch eigentlich vorbildlich.

:eek:riginal: Eveline
 
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Krankenschwester
V

Vicky83

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Themenstarter/in
05.07.2007
77948
Hi Leute,
Ja klar, aber das gehört doch zum normalen Pflegealltag, und ist dafür nicht die Dokumappe? Um einzutragen ob und wann jemand geduscht wird oder gewaschen?Genauso wird dort auch vermerkt, wenn ein HBw keine Rumpf- oder Beinkontrolle hat und vom Stuhl rutscht und man ihn wieder richtig hinsetzen muss??? Oder wird das bei euch nicht Dokumentiert???

Also ich verstehe das nicht wirklich, Auserdem ist es doch einleuchtend, dass wenn ich jemanden wasche oder dusche dass ich ihn automatisch auch BEWEGE, oder????

Klar ist es wichtig zu sehen wieviel ein Mensch bewegt wird, da derjenige der es uneingeschränkt kann dem fällt das auch nicht so auf...

Bei Bettlägrigen kann ich das durchaus verstehen, aber bei HBW die ansonsten geistig noch fit sind und durchaus selbst essen und trinken? Bei denen man nur beim Toilettengang und IKM wechsel behilflich sein muss???
Dann müsste wirklich alles in diesem Bewegungsplan drinstehen, und wer kontrolliert dann wann der BW sein Glese zum Mund führt???
Das führt doch alles nur zu einer endlosen Schreiberei???

Oder liege ich da komplett falsch???
Lg vicky
 
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Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegeheim
flocky

flocky

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25.12.2005
14157
Einen Bewegungsplan musst Du nur führen bei Patienten / Bewohner die die Dekubistus gefährdet sind . Und das dort auch all die kleinen Bewegungen aufgeführt sind ist richtig und auch wichtig.Denn dadurch kannst Du sehen wie oft der Patient / Bewohner bewegt wurde . Und dass kann auch dazu führen das man vielliecht die eine oder andere Lagerung nicht durchführen muss . Warum muss ein Klient der um 7.00Uhr gewaschen wurde , um 8.00 zum Frühstück aufgesetzt wurde um 8.30 Uhr gelagert werden? Ein Bewegungsplan zeigt auf wann und wie ein Patient / Bewohner bewegt wurde und hilft wegzukommen von starren Lagerungsintervallen , die zudem von den Menschen nicht als angenehm empfunden werden.
L.G. Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
B

Bienchen 45

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09.09.2006
25355
Hallo zusammen,
gehören die Toilettengänge, bzw. Wechsel der Inkontinenzmaterialien nicht aif den Inkontinenzbogen? Bei uns im ambulanten Dienst haben wir auch einen 24 h Plan wie auch schon von Nordlicht beschrieben. Es werden dann nur noch Abweichungen dokumentiert.
LG Bienchen 45
 
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Chef de Saucier

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22.10.2005
30625
Hi !

Unabhängig von der Bezeichnung des Planes ist viel entscheidender, warum dieser Plan geführt wird. Die Pflegefachkraft kommt im Rahmen der Risikobewertung zu der Auffassung ( Nortenskala, Bradenskala, Ihre Erfahrung ), dass ein Dekubitusrisiko vorliegt. Die Pflege muss nachweisen, dass Sie das Risiko erkannt hat und ihr pflegerisches Handeln danach ausrichten. Natürlich wird NICHT jegliche Bewegung im Plan erfasst :nono: , auch wenn der Vordruck sich jetzt Bewegungsplan nennt.
Der Expertenstandard fordert lediglich zur Dekubitusprophylaxe die Lagerung auf Grundlage der individuellen Gewebetoleranz ( = auf empirische Art und Weise wird ermittelt, wielange eine bestimmte Person in einer bestimmten Position liegen kann, ohne dass es zu einer Rötung im Sinne eines Dekubitus Grad 1 kommt ). Bereits diese Formulierung im Expertenstandard sagt aus, dass es (siehe Flocky) keine festen Lagerungsintervalle für alle Bewohner gibt und geben soll, sondern dass jeder unterschiedlich zu bewerten und zu lagern ist. Dieser ermittelte Wert wird in der Pflegeplannung und häufig auch auf dem Bewegungs/-lagerungsplan vermerkt. Üblicherweise werden die "großen" Lagerungen, ggf. Mikrolagerungen und ggf. das Mobilisieren in den RS erfasst. Natürlich ist es nicht verboten, jegliche Bewegung zu erfassen, aber es fordert auch niemand. Wenn es aufgrund interner Qualitätsvorgaben / Vorstellungen des Hauses (QM / PDL ) zu machen ist, dann übertrifft das natürlich die Mindestanforderungen und man muss häufig die Kröte schlucken. Aber wenn jemand behauptet, dass müsse so sein aufgrund von irgendwelchen Vorgaben und Forderungen des MDK ..., dann trifft diese Aussage nicht zu.

- Wer kein Dekubitusrisiko hat, erhält auch keinen Bewegungs/ -lagerungsplan
- Bewohner werden nicht alle 2 Stunden, sondern auf Grundlage Ihrer Gewebetoleranz gelagert ( und auf Wunsch )
- Erfassung jeglicher Bewegung ist nirgendwo formuliert
- Man muss nicht links - Rücken - rechts - Rücken usw. lagern, sondern könnte auch links - Rücken - links - Rücken usw. lagern : siehe Expertenstandard
- Man muss nicht immer "große" (30 Grad Lagerungen ) machen, es reichen zum Teil auch häufiger die Mikrolagerungen

Gruß Zelig
 
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* - *
Fachgebiet
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stupanka

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29.11.2006
52070
Hallo,dann von mir noch eine Frage.Wenn ein BW Dekubitusgefährdet ist,sich im Bett aber immer wieder selber entlagert,wie geht ihr damit um?
Normalerweise bräuchte man dann doch keinen Bewegungsplan,zumindest nicht in dem Ausmass?
Dann würde es ja reichen die Mobilisation aus dem Bett,sowie das ins Bett legen,Inkowechsel etc.zu dokumentieren,wenn in der PP steht,dass der BW sich im Bett selber bewegt bzw.Lagerungen nicht toleriert und sich entlagert.

LG stupanka
 
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Chef de Saucier

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22.10.2005
30625
Hallo Stupanka !

Wenn das häufiger auftritt, dass die Person eine Lagerung nicht toleriert, sich "entlagert" oder die Lagerung deutlich ablehnt, dann sollte das in der Pflegeplannung erfasst werden. Im Berichteblatt würde ich einmal diesen Vorgang konkret beschreiben.

Wenn möglich, würde ich eine Beratung machen über das Deku-Risiko und das schriftlich festhalten in der PP oder auf dem Stammblatt (wenn hier ein entsprechendes Feld existiert).

Wenn keine "Großen" Lagerungen toleriert werden, dann ggf. Mikrolagerungen anbieten. Gibt es eine Ursache dafür, das der Bewohner die Lagerung als unangenehm empfindet und ist diese Ursache pflegerisch angehbar ? Also aufgrund von Schmerz in einer bestimten Haltung, empfindet die Kissen als unangenehm, der Bewegungsspielraum für Mikrobewegungen wird eingeschränkt/ aufgehoben aufgrund der Lagerung ...

Bei bleibender Bettlägerigkeit sowie einem Aktivitätsfaktor >1,5 ist u.U. eine Wechseldruckmatratze notwendig.


Gruss Zelig
 
Qualifikation
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PFK
S

stupanka

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29.11.2006
52070
Hallo,
Wechseldrucksystem ist vorhanden.
Compliance aufgrund von Demenz ist nicht gegeben.
Von daher schwierig bei der Umsetzung von Lagerung.
Dokumentation ist natürlich erfolgt,trotz alledem besteht teilweise die Meinung,dass ein Bewegungasprotokoll unbedingt geführt werden muss.
Frage ist dabei die Sinnhaftigkeit der Dokumentation des ständigen entlagerns auf dem Bewegungsprotokoll.
M.E. gehört das Entlagern in die PP,auf den Bewegungsplan gehört z.B.wenn der BW aus dem Bett mobilisiert wird,Inkowechsel etc.
Mikrolagerungen werden durchgeführt.

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
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Stationär Altenheim
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Chef de Saucier

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22.10.2005
30625
Hallo !
Man unterscheidet zwischen Lagerungs-und Bewegungsplan.

Wenn ein potentielles Dekubitusrisiko vorliegt, dann ist ein Lagerungsplan/-protokoll empfohlen und zweckmäßig. Das Risiko ist umso größer, je geringer die Fähigkeit einer Person ist, selbst für eine ausreichende Druckentlastung zu sorgen. Kann eine Person aufgrund unzureichender Eigenbewegungen keine ausreichende Druckentlastung herbeiführen, so wird die benötigte Druckentlastung von einer Pflegekraft herbeigeführt. ( Bewohner = passiv / PK = aktiv ). Im Lagerungsplan werden Lagerungen und i.d.R. Mobilisierungen erfasst. Im Lagerungsplan werden Tätigkeiten erfasst, die v.a. "AKTIV" von der Pflegekraft ausgeführt werden.

Ein Bewegungsplan meint das Erfassen und dokumentieren "aktiver Eigenbewegungen" des Bewohners und die Förderung dieser Eigenbewegungen.

Im Prinzip steht das meiste bei uns in der PP. Man soll ja gedanklich vorwegnehmen, wer - was -wann - wie - ausführt. So steht bei uns bereits in der PP, wann und wieoft pro Schicht bei einer bestimmten Person die Vorlage gewechselt wird. Auch die Häufigkeit sowie die Verfahrensweise beim Anreichen ist der PP sowie diverser Standards zu entnehmen. Eine Erfassung auf dem Bewegungsplan stellt somit eine doppelte Buchführung dar.

Es gab eine Studie vom Ministerium für Familie,Soziales ... in bezug auf die Dokumentation. Werde das nochmal durchblättern und entsprechende Empfehlungen hier am Wochenende einstellen zum Thema Lagerungs / Bewegungsplan.



Das habe ich gestern gelesen, ohne Worte:

Es gibt auch Vordrucke für Bewegungspläne, die die Häufigkeit von Mikrobewegungen pro Stunde erheben. Wie macht man das ?
Antwort: (Quelle = PQSG: ..."Es wird sich in der Praxis als wahrscheinlich recht schwierig erweisen, eine Pflegekraft eine GANZE STUNDE zur Beobachtung abzustellen ( zählen der Mikrobewegungen ! ), hier hilft nur,
den Bewohner häufig eine Viertelstunde am Stück zu beobachten und die Bewegungen dann auf eine Stunde hochzurechnen :) ...
 
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PFK
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stupanka

Aktives Mitglied
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29.11.2006
52070
Hallo,
also,es gibt bei DAN 2 Dokumente,den Lagerungsplan und den Bewegungsplan.
Wird der Lagerungsplan im BW Zimmer genutzt,findet die Planung der Lagerung,Bewegung in der PP statt.
Beim Bewegungsplan wird alles auf diesem geplant und abgezeichnet.
Hat den Vorteil,dass sowohl Planung als auch Durchführung im BW Zimmer liegen.

Grundsätzlich wird/soll es nicht mehr Lagerungsplan heißen sondern Bewegungsplan,unabhängiog ob ein BW sich selber bewegt oder durch PK bewegt wird.

Gruß stupanka
 
Qualifikation
PDL
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Stationär Altenheim
Pflegeboard.de

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05.07.2001
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