längere Arbeitsunfähigkeit, und dann???

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AreciboMessage

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20.09.2008
51063
Hallo Leute, ich bin seit 1995 in einem öffentlichen Krankenhaus als Pfleger auf einer chirurgischen Abteilung mit Schwerpunkt Traumatologie.
Ich bin seit Ende Juli 2009 auf grund einen zweifachen Bandscheibenvorfalls in der LWS arbeitsunfähig, eine OP kommt bei mir nicht in frage, da ich gerinnungsstörungen habe. Die konservative therapie soll wohl sehr langwierig sein, auf anraten des orthopäden werde ich morgen einen antrag zur ambulanten reha abgeben.

mein frage ist nun folgende, wenn ich nach der reha wieder auf meiner alten station anfange, dann habe ich angst, das ist nach ein paar monaten wieder so schreckliche schmerzen bekomme, ihr wisst ja alle, das man oft ohne die hilfe eines kollegen die patienten versorgt: waschen, mobilisieren, umlagern usw usw..... ausserdem habe ich dann das gefühl, das ich so eine art "störfaktor" sein könnte, wenn ich für fast jeden handschlag nach einem kollegen schreie, auf unserer station sind wir es gewohnt schnell und zügig zu arbeiten, wenn ich immer um hilfe rufen muß für meinen bereich, dann kommt der kollege in seinem bereich jka gar nciht mehr voran.

Also bin ich jetzt am überlegen, was ich blos machen soll, nach der reha. ich trau mich nciht, mit der pdl darüber zu reden, weil ich dann denke, das die pdl sagen könnte, ich sei nicht mehr belastbar, und das ich doch lieber ganz weg gehen soll, damit ein neuer pfleger kommen kann, der voll einsatzfähig ist....


Was meinst ihr?
 
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Joan Doe

Joan Doe

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23.06.2009
Wolfsburg
Hallo

Geht mir genau so - seit Juli Krankengeld, Antrag auf Reha läuft.

BSV noch nicht OP - würdig.

Gedanken, wie's weitergehen soll :angry:

Du hast wenigstens noch die Möglichkeit, jemanden zu holen, der dir hilft - ich bin im amb. Pflegedienst :angry:

Meine PDL drängt mich dauernd, mich um eine Umschulung zu bemühen - bloß als was :confused:

Leide mit dir - auch wenn ich keinen Rat für dich habe.


Gruß Joan
 
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AreciboMessage

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20.09.2008
51063
HAllo erstmal, ich verstehe nicht recht, was hat deine pdl davon, wenn du eine umschulung machst? biste dann automatisch gekündigt, oder freigestellt?
also das perverse ist, das man ja gepredigt bekommt, man soll alles zu zweit machern bei den pat. aber die umständer kennste ja selber, besonders im spätdienst, 2 pflegekräfte, 35 pat. 6 bis 8 frische OPs. und der rest überwiegend sehr alt und dement. aber kennste ja bestimmt selber alles.
 
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hexe1070

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06.04.2007
Gütersloh
Hallo AM,

ich kenne es so, dass in der Regel nach einer längerwierigen Erkrankung eine Wiedereingliederung gemacht wird um die Arbeitsbelastung langsam zu steigern und überhaupt zu sehen, wie es um die Arbeitsfähigkeit bestellt ist.

Ich hab echt null Ahnung wie es bei euch auf Station zugeht, aber mir ist sofort und spontan zu deinem Beitrag eingefallen: Rückengerechtes Arbeiten?:suche: Sollte doch auch schon in gesunden Zeiten ein Thema sein oder?

Mach dich nicht verrückt. Die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit und über das wie kannst du dir nach der Reha sicher genauer ein Bild machen.

Gute Besserung
Hexe
 
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Joan Doe

Joan Doe

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23.06.2009
Wolfsburg
@ AreciboMessage

Sie will mich loswerden?!? Dann ist der Weg frei für jemanden, der in Zukunft nicht immer wieder mit Rückenproblemen ausfällt.
Sicher bin ich dann arbeitslos denn unser PD ist zu klein um mich dann - egal auf welcher Position - weiterbeschäftigen zu können.

@ Hexe

Kann ich dir zustimmen, aber man macht sich halt trotzdem Gedanken. Und in meinem Fall ist da schlicht und ergreifend kein Kollege, der mir helfen könnte.

Rückengerechtes Arbeiten: Minimalversorgung mit derartigen Hilfsmitteln bei Pat., oft bei Neuen Pat. noch nicht mal ein Pflegebett vorhanden, meine Knie sind auch schon im Ar:uuupss: äh ..kaputt, also nix mit: nicht aus dem Kreuz heben.

Und ich hab noch 19 Jahre zu arbeiten!

Gruß Joan
 
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Altenpflegerin/Sozial- und Pflegeberater in der Altenhilfe
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hexe1070

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06.04.2007
Gütersloh
Hallo Joan Doe,

also ich arbeite ja nun auch ambulant und kann mir davon sicher eher ein Bild machen. Klar auf Kollegen zurückgreifen ist ambulant eher nicht, aber auf vernünftige Hilfsmittel verzichten mußt du doch deshalb in der Regel nicht.

Die meisten Hilfsmittel werden bei uns schon angeleiert, bevor die Pflege begonnen hat. Das mit dem Heben ist eh ein eher zweischneidiges Schwert. Ich erlebe bei uns ganz häufig, dass "mal eben schnell" gehoben wird obwohl Hilfsmittel vorhanden: dauern zu lange, weiß nicht wies funktioniert und solche Kommentare und anschließend wegen dem "aua" Kreuz jammern:spinner:

Ich kann deine Situation sicher nicht beurteilen, dennoch frage ich mich ob denn wohl auch die Möglichkeiten zum Wohle des MA entsprechend zügig ausgenutzt werden?

Und bei Neuaufnahmen, die tatsächlich gehoben werden müssen und die Hilfsmittel auf sich warten lassen, lässt sich auch ne zweite Pflegeperson organisieren, wenn im Haushalt niemand ist der diesbezüglich behilflich sein kann.

Lasst doch nicht son Mist mit euch machen!!:nono: Dankt euch keiner, nur loswerden wollen sie euch dann so schnell wie möglich!

Wenn ihr nicht auf euch aufpasst-wer soll es dann tun?

LG Hexe
 
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lehmann99

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13.01.2007
76857
Mit der Umschulung würde die Rentenkasse für deine Geldleistungen einstehen, zumindest bis diese abgeschlossen wäre. Dein AG müsste Dir dann keine Entlohnung mehr entgegenbringen. Diese Umschulung nennt man im Sozialrechtsjargong "Maßnahmen zur Rehablilitation und Teilhabe am Arbeitsleben", kannst Du im SGB (ich glaub 9, falls nicht, dann 10) nachschauen. Das von Dir beschriebene Vorgehen (drängen auf Umschlung) deiner PDL ist ein recht einfacher, aber meiner Meinung auch unmoralisch und perfider Versuch jemand loswerden zu wollen. Stichwort soziale Verantwortung... Deine PDL hätte sicherlich Möglichkeiten Dir ein Umfeld oder einer Tätigkeit zu schaffen, in welchem Du mit deinen Beschwerden, zumindest vorübergehend, etwas erleichtert arbeiten könntest..... Aber naja, so ist halt die Arbeitswelt, fressen und gefressen werden. Nichtsdestotrotz erkundige Dich mal nach Umschulungsmaßnahmen, die örtlichen Stellen des Sozialapparates (Rentenkasse, Arbeitsamt, etc.) müssen Dir hierbei Auskunft und Hilfe geben (Pflicht für diese!). An eurer Stelle, wenn ihr nicht ganz aus dem Berufsbild der "Pflege" ausscheiden wollt, wäre evtl. zu überlegen ein Studium als Pflege-Pädagoge oder im Pflege-Management anzustreben. Es kann sogar sein, dass ihr solch eine Umschulungsmaßnahme von den Sozialkassen bezahlt bekommt. Einfach mal erkundigen. Ich wünsche euch viel Glück...
 
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Joan Doe

Joan Doe

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23.06.2009
Wolfsburg
Hallo Hexe

wir haben das "rote Systhem" - wenn dir das was sagt. Natürlich auch Badelifter und Drehscheibe.

Wenn du aber einen PS III Pat. mit Demenz und kontrahierten Beinen (Sitzstellung) vom Bett --> Nachtstuhl --> Rollstuhl hieven sollst ohne Lifter ...

@ lehmann
Das Problem ist dass wir nur eine kleine Sozialstation sind. Es gibt definitiv keine Tour in der keine schwer pflegebed. Pat sind. Und nach einer evtl. Umschulung? da bin ich über 50 und wer stellt mich dann noch ein?

Bliebe nur für mich die Weiterbildung auf irgendwas im Pflegebereich - nur nicht am Bett - Pflegepädagogik - braucht man da nicht Abi für? Das würde mich schon interessieren :thumbsup2:

Gruß Joan
 
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Altenpflegerin/Sozial- und Pflegeberater in der Altenhilfe
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L

lehmann99

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13.01.2007
76857
Nein, mittlerweile wird das KRankenpflegeexamen mit der fachgebundenen Hochschulreife gelichgesetzt. Du kannst auf deinem Berfusfeld (Soziales) an den Fachhochschulen aufgenommen werden, allerdings tun dies nicht alle und mache setzen nach wie vor noch Fachabitur/Abitur voraus. Frag einfach mal an einer FH in deiner Nähe nach und 50 ist zwar schon ein Alter, aber bei mir studiert jemand der ist 55 :D, also ran an den Stoff.. Denke dabei an das Rentenalter, es wird jetzt schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Wenn Du jetzt studieren gehts, dann wären das ca 3-5 Jahre (Bachelor oder Master) und noch immer 14 bzw. 12 Jahre zu arbeiten....
 
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Krankenpfleger / Dipl. Pflegewirt
Fachgebiet
Forensische Psychiatrie / FH LU
Joan Doe

Joan Doe

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23.06.2009
Wolfsburg
Danke Lehmann

dann werd ich mich mal umschauen, ob sich was für mich in erreichbarer Nähe befindet - werd mal im Großraum Nbg. schauen.

Gruß Joan
 
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hexe1070

hexe1070

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06.04.2007
Gütersloh
Hi Joan,

wieso habt ihr denn keine Lifter. Wir haben in ganz vielen Haushalten auch Lifter. Und zwar unabhängig von PS, Kontraktur oder Demenz.

Wenn du aber einen PS III Pat. mit Demenz und kontrahierten Beinen (Sitzstellung) vom Bett --> Nachtstuhl --> Rollstuhl hieven sollst ohne Lifter ...
Find ich nicht nur für dich als Pflegekraft ne Unzumutbarkeit, sondern auch für den Hilfebedürftigen.

Im übrigen kann ich Lehmann nur zustimmen: du weist nicht wie lange du noch arbeiten "mußt" und vielleicht bist du ja auch froh bei entsprechender Position, wenn du noch lange arbeiten "darfst" :whistling :biggrin:

Gruß Hexe
 
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GuK
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Palliativstation
Joan Doe

Joan Doe

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23.06.2009
Wolfsburg
Hallo Hexe

ich hatte in über 10 Jahren erst in letzter Zeit 1 Pat., der nen Lifter zu Hause hatte :mad_2:

Gruß Joan
 
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Altenpflegerin/Sozial- und Pflegeberater in der Altenhilfe
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wusselinchen

wusselinchen

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01.04.2009
freiburg
hi aceribomessage,

kannst du nich auf einen anderen chirurgischen bereich wechseln? augenklinik oder hno?

hast du interesse an der psychiatrie? dort gibt es deutlich weniger zu heben, zumindest auf den meisten bereichen.

gruß

wusselinchen
 
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sl- weiterbildung
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traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo arecibomessage,

die Frage ist was willst du machen? Wie ist dein gesundheitlicher Zustand? Wie sind die Langzeitaussichten?

Hast du dir vielleicht schon Eingestanden, dass das was du machtst für deine Erkrankung nicht mehr die richtige Tätigkeit ist und du Angst hast dies von deiner PDL nur noch bestätigt zu bekommen? In Wirklichkeit weißt du das aber selbst?

Wenn ich Probleme beim Heben und Tragen habe ist die Tätigkeit direkt am Bett längerfristig wohl nicht die Richtige. Mit zunehmendem Alter wird es auch nicht besser. Also Realität reinbringen und nicht schon wieder auf die PDL schimpfen die sich vielleicht nur Gedanken macht, wie AN und AG aus der Situation das Beste machen können.

Es gibt so viele Tätigkeiten in einem KH oder AH, je größer die Einrichtung deso mehr, bei denen ich nicht unbedingt am Bett stehen muss!!! Je mehr ich um Fortbildung bemüht war in den letzten Jahren, desto höher sind die Aussichten eine solche Stelle zu ergattern.

Gruß renje
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Angestellt
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
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26.09.2005
Bonn
Über Möglichkeiten einer Umschulung würde ich mich mit dem Kostenträger -Krankenkasse der Rentenversichungsträger- unterhalten, aber nicht mit der PDL. Wenn die ein Interesse an Weiterbeschäftigung hätte, wäre sie selber aktiv geworden.
 
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Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
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Leiterin Fachseminar für Altenpflege
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05.07.2001
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