Kündigung sinnvoll oder reagiere ich über?

K

*kate*

Mitglied
Basis-Konto
Hallo zusammen,

ich hab da ein Problem, das sich immer mehr zuspitzt.
Ich habe vor zwei Jahren eine neue Arbeitsstelle angenommen und es hat echt alles gepasst. Nun haben wir seit einem Jahr eine neue PDL und wenn ich sagen würde sie kann mich nicht leiden, dann wäre das die Untertreibung des Jahrhunderts.

Also, seit sie die Stelle hat ist ihr Hauptziel mich zu tyrannisieren und schikanieren wo es nur geht. Ihre letzte größere Aktion war vor mehreren Monaten, dass sie mich als stv. WBL abgesetzt und auf einen neuen WB versetzt hat, zum ersten des nächsten Monats, erfahren habe ich es 2 Tage vorher. Ich habe daraufhin einen Gesprächstermin mit meiner Heimleitung ausgemacht, die mir mitteilte, dass sie dem ganzen zwar zugestimmt hatte, jedoch erst zu einem anderen Zeitpunkt und das Gespräch selbst führen wollte. Sie wusste quasi nichtmal, dass die Versetzung schon stattgefunden hatte.
Sie bat mich auf Grund dessen nicht zu kündigen und bat mir die Versetzung in ein anderes Haus des Trägers an, die ich jedoch erstmal abgelehnt hatte. Auch wurde die MAV informiert und ich bekam die Zusage, dass sie von nun an beobachten würde, ob es weitere "Angriffe" der PDL auf mich geben würde bzw. bat mich, mich bei ihr zu melden, wenn noch was ist.
Die PDL bekam auch Ärger, was jedoch nicht unbedingt dazu führte, dass sie mich in Ruhe ließ.
Sie entzog mir eine Zusatzfunktion sowie die Verantwortung eines von mir geführten Projektes - das beste - ich erfuhr dies zufällig durch eine andere Kollegin, die sie damit beauftragte und die mich fragte, warum ich das nicht mehr machen wollte.
Von der PDL bekam ich für diese Dinge keine BEgründung, also sprach ich nochmals mit der Heimleitung. Diese wusste nichts davon und sowohl die Zusatzfunktion als auch die Projektverantwortung wurden mir unverzüglich wieder zugesagt.
Daraufhin begann sie meine WBL gegen mich aufzubringen, ich darf nur noch Spätdienste machen (als Vollzeitkraft) und sie versucht mittlerweile sogar Angehörige gegen mich aufzubringen und Bewohner nach Fehlern auszuhorchen (leider - für sie - ohne Erfolg).

Nun zum aktuellen Problem.
Ich bin seit ner Wochen krank geschrieben wegen Rückenbeschwerden (V.a. Bandscheibenvorfall). Schon als ich mich krank gemeldet hatte wurde ich von meiner WBL blöd von der Seite angeredet von wegen ich sollte eigentlich am Wochenende einspringen und wenn ich Rücckenbeschwerden hätte könne sie dann ja gleich den ganzen Dienstplan für Februar zerreißen. Ich habe meinen Mund gehalten gar nichts gesagt und mir meinen Teil gedacht. Diese Woche am Dienstag bekam ich einen Anruf von der ARbeit von meiner WBL sie solle mir von der PDL ausrichten ich muss heute oder morgen umgehend ein Fortbildungszertifikat vorbei bringen (im krank) oder faxen. Als ich sie darauf hinwieß, dass der Einrichtung selbiges schon seit 2 Jahren vorliegt und ich darüberhinaus kein Faxgerät besitze meinte sie nur, dass es eben nicht da sei und wenn ich es nicht faxen könnte müsste ich halt herfahren. Spätestens morgen (also Mittwoch). Dann wollte sie von mir wissen ob ich denn nun am nächsten Montag (wie gesagt der Anruf war am Dienstag) wieder komme oder nicht. Als ich sie darauf hin wies, dass ich das heute nun wirklich noch nicht sagen könne, durfte ich mir anhören dass sie das aber wissen muss und Freitag wäre es zu spät wenn ich mich melde, ich sei ja schließlich eine Vollzeitkraft und dementsprechend eingeplant.
Ich habe sie ihr dann mitgeteilt, dass meine AU bis Sonntag gilt und ich mich melde, sobald ich wéiß ob sie verlängert wird oder nicht, je nachdem wie es mir geht.
Dass ich jedoch sicher nicht arbeiten werde, bevor die Schmerzen weg sind bzw. klar ist woher sie kommen.
Die Reaktion darauf war nur, ich solle mich nicht so anstellen, jeder in der Pflege habe schließlich einen Banscheibenvorfall sie auch und so dramatisch sei das auch wieder nicht, ich solle halt was einnehmen.
Ich hab mich zu keiner REaktion hinreißen lassen, gesagt ich ruf wieder an und ihr einen schönen Tag gewünscht.
Das blöde Zertifikat hab ich hinbringen lassen - allerdings erst Mittwoch abend...ging net eher.
Von einer Kollegin habe ich erfahren, dass ich diesbezüglich wohl noch Konsequenzen zu befürchten habe, da Dienstanweisung ignoriert...gut, das stresst mich nicht, wenn ich frei hab, krank bin oder urlaub habe, dann habe ich keinerlei Anweisungen entgegenzunehmen
 
Qualifikation
Krankenschwester, Studentin PM
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege/Praxisanleitung/QB
K

*kate*

Mitglied
Basis-Konto
upps, zu früh abgesendet...
was mich viel mehr nervt, ist dass eben besagte WBL im ganzen Haus rumerzählt dass ich den ganzen Februar nicht kommen würde, weil ich einen Bandscheibenvorfall habe. Ich hab gedacht ich krieg nen Anfall als mir eben jene Kollegin das erzählt hat.

Ich frage mich langsam echt ob es noch Sinn hat da drinnen weiter zu arbeiten oder seh ich da was falsch????

Ich hab auch keine Lust mehr, der Punkt ist nur, dass ich Ende des Jahres fertig werde mit meinem Studium und eigentlich nicht für ein Jahr nochmal wechseln möchte.
Ih weíß aber auch nicht wie das noch ein Jahr so weitergehen soll...

Gut, ich könnte mal wieder zur HL gehen und mit ihr reden, die würde das dann klären, aber dann hält das eh nur wieder für ein paar Wochen an und dann würden sie sich wieder was Neues einfallen lassen.

Im Moment weiß ich echt net was ich tun soll. Einerseits möchte ich einfach nur weg, andererseits wieder wo anders anfangen und das für ein Jahr (mit Kündigungsfrist 10 Monate). Außerdem hab ich irgendwie ein schlechtes GEwissen, weil mich das Haus doch sehr unterstützt, auch finanziell wegen dem Studium...
 
Qualifikation
Krankenschwester, Studentin PM
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege/Praxisanleitung/QB
ciaobella

ciaobella

Mitglied
Basis-Konto
3
70176
0
Hey Kate!

Ich bin erschüttert über deine Situation, in der du dich gerade befindest.

Leider kann dir Niemand die Entscheidung abnehmen.

Ich möchte dir nur folgendes auf den Weg mit geben:
Denk an dich und an deine Gesundheit (körperlich und psychisch!).
Habe kein schlechtes Gewissen, wenn du gehst, denn du hast reichliche Gründe.

Du selbst musst entscheiden, welcher Typ von Mensch du bist:
Gehst du eher auf Konfrontation und suchst Klärung und hast genügend Kraft alles durchzustehen? Dann wirke dem entgegen z.B. durch Gespräche, ggf. rechtlichen Beistand (zB. Berufsverband etc.) und was auch immer.
Bist du aber ein Mensch, der lieber seine Ruhe will, mit sich und allem sehr schnell abgeklärt ist, dann ist vielleicht der Weg der Kündigung das richtige.

Das sind nur Gedankenwege, die ich plötzlich hatte...

Der Grund, warum die Personen gegen dich sind, würde mich interessieren...

Wichtig wäre (aus rechtlicher Sicht), alles schriftlich festzuhalten, eine Art Tagebuch zu führen, was gegen dich angezettelt wurde/wird. Nur falls es irgendwann eskalieren sollte und es arbeitsrechtliches Einschreiten erfordert.

Wünsche dir alles Gute!
ciaobella
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
SU
K

*kate*

Mitglied
Basis-Konto
hi
danke für deine Antwort.

Ich bin eigentlich schon eher der Typ Mensch der Klärung möchte und ungern klein beigibt, nur weil Leute gewisse Vorteile haben (in dem Fall Positionen) aber im Prinzip keinerlei konkrete Argumente.

Was diese PDL gegen mich hat weiß ich nicht, ich kann mir nur vorstellen, dass ihr das nicht passt dass ich eine eigene Meinung habe und diese auch äußere...mag zusätzlich daran liegen dass dies öfters mal eine andere ist als ihre. Außerdem mag ich dieses autoritäre Gehabe nicht dass sie an den Tag legt, denn "müssen" tu ich gar nichts. Sie sieht das Personal als ihr Eigentum, so Scherze wie Dienste eintragen ohne zu fragen, Resturlaub eintragen ohne zu fragen etc. sind bei der an der Tagesordnung. Die anderen lassen sich das fast alle gefallen, weil sie aus irgendeinem Grund Angst haben. Ich nicht. Was ihr natürlich auch nicht passt, ist dass ich mich halt auch in rechtlichen Sachen recht gut auskenne, sprich ich weiß was ein AG darf und was nicht und ich kenne außer meinen Pflichten auch meine Rechte. Ich hab sie mehrmal gebeten mich bei Dienständerungen vorher zu fragen, hat nicht funktioniert, nun gut, wir haben eine MAV und die fanden dieses Verhalten halt auch nicht richtig und kontrollieren das jetzt auch, was ihr selbstverständlich nicht passt.
Und bei der WBL ist es so, dass sie einfach Angst vor der PDL hat.
Ein Mobbingtagebuch führe ich bereits seit einem halben Jahr nur zur Sicherheit...
 
Qualifikation
Krankenschwester, Studentin PM
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege/Praxisanleitung/QB
C

Cenny

Mitglied
Basis-Konto
0
27386
0
erschreckende Zustände...................:angry:


Du hast doch nun schon einige Versuche unternommen, die Situationen zu klären, es kann ja nicht sein, das du ständig bei der HL um Klärung bitten musst.

Loyal, das du meinst , ein Jahr nicht wechseln zu wollen aber ein Jahr kann verdammt lang werden.

Einen direkten Rat kann dir da wohl keiner geben, ich wüsste was ich machen würde, hör auf dein Bauchgefühl


Die PDL sollte sich was schämen:devil:
 
Qualifikation
AP/PDL/QB/HL
Fachgebiet
stationär
weissbrk

weissbrk

Unterstützer/in
Basis-Konto
18
Münster
0
Hallo Kate,
im Eingangsposting schriebst Du von dem Angebot, in ein anderes Haus versetzt zu werden.. evtl. besteht diese Option ja noch...
Weil ein Jahr mit dem Stress und dann das Studium.. es dankt Dir hinterher keiner, wenn Du Dich damit überlastest. Und unloyal wäre es ja auch nicht..
Ansonsten möchte ich mich nur anschließen - höre auf Dein Bauchgefühl, niemand ist selber in Deiner Situation...

Ich wünsch Dir viel Kraft!
 
Qualifikation
Verwaltung
Fachgebiet
privat
ciaobella

ciaobella

Mitglied
Basis-Konto
3
70176
0
Was das Thema Loyalität angeht:
Die Loyalität sich selbst gegenüber ist viiiel wichtiger,
als die Loyalität dem Arbeitgeber gegenüber!!
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
SU
K

*kate*

Mitglied
Basis-Konto
Danke für eure Antworten

Anscheinend sehe ich das doch recht klar, hatte gedacht, vielleicht reagiere ich durch den ganzen Stress der letzten Monate etwas überzogen.

@cenny
ja, schämen sollte die sich wirklich, ich finds einfach erschreckend, wie einfach ihr das viele machen, die lassen sich rumschubsen wie es ihr passt. Schimpfen tun alle, aber wir sind vielleicht 4 oder 5 Leute, die wirklich auch versuchen sich zu wehren.
Es hat sich ja auch schon a bissal was geändert, nachdem wir uns nacheinander an HL/MAV gewendet haben (die ja schließlich nur reagieren können, wenn sie es wissen), aber es hat ne Weile gedauert...erst haben alle geschrien da müsse sich was ändern und dann den Mund gehalten. An uns lässt sie es aus....:angry:

@weissbrk
diese Option besteht noch und bleibt vorerst auch bestehen - sollte das mal nicht mehr gehen würde sie mir rechtzeitig sagen dass ich mich jetzt entscheiden muss.
Das Problem ist nur dass in dem anderen Haus einige ziemlich seltsame Menschen arbeiten. Hier bei uns in der Region ist es schon so, dass man froh sein muss seine Stellen besetzen zu können und sich die Mitarbeiter nicht mehr aussuchen kann, sondern so traurig es ist, die einstellen muss, die sich bewerben und anfangen würden. Und schon die Stimmung in den Teams lässt zu wünschen übrig. Bei uns ist es - bis auf diese PDL - eigentlich echt schön zu arbeiten.
Außerdem sind die beiden PDLs sich sehr sehr sympathisch, von daher denke ich nicht, dass sich was ändern würde oder halt nicht viel.
Deshalb sehe ich das weniger als Möglichkeit.

@ciaobella
Stimmt schon, sich selber gegenüber loyal zu sein ist das was am meisten zählt.
Darum denke ich ist zu gehen die einzige sinnolle Lösung.
Ich werde zwar nochmal mit meiner HL über alles reden, weil sie vor vollendete Tatsachen zu stellen, das möchte ich nicht. Wie gesagt, die Einrichtung und sie sind mir doch bisher immer sehr entgegengekommen. Vielleicht fällt ihr was ein...
Aber ansonsten...werd ich mir wohl ne BEschäftigungsalternative suchen müssen.
 
Qualifikation
Krankenschwester, Studentin PM
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege/Praxisanleitung/QB
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
51
Kaufbeuren
0
Hallo kate,

grundsätzlich halte ich Gehen bevor Klärung erfolgt ist als die schlechteste aller "Lösungen". Mir ist auch bewusst, dass es manchmal aber auch nicht anderst möglich ist.

Mir kommt allerdings noch ein anderer Gedanke.

Ich lese zu studierst PM. Konflikte, Konfliktlösung, Führung u.a. auch von seltsamen Menschen werden auch deinen Arbeitsalltag nicht unmassgeblich mit bestimmen. Die Zeit bis zu deinem Studienabschluss ist absehbar. Könnte die verbleibende Zeit und Situation nicht ein Trainingsfeld für deine Soziale- und Führungskompetenz sein, hinsichtlich späterer Führungsaufgaben?

Ich meine damit, ein wenig oder mehr Betrachtung aus der Metaebene. Analyse von Kommunikation und Interaktion, Gruppendynamik, Übertragung und Gegenübertragung, Intervention, Prävention, Lösungsansätze, Krisenintervention - nach wissenschaftlichen Kriterien die du in deinem Studium gelernt hast. Dies wäre evtl. sogar ein Thema für eine Fach- oder sogar Diplomarbeit. Analyse der Interaktion deiner PDL, Motivation auch von dir so zu reagieren wie du reagierst. Wo besteht dein Anteil und wie kannst du diesen verändern? usw. usw.

Also anderen Blickwinkel einnehmen, Position neu definieren. Spiele zwar noch mit gebe alles klar, gehöre aber nicht mehr so ganz dazu und je näher der Studienabschluss immer weniger zur Mannschaft, trotzdem tue ich alles, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Benutze die Zeit auch, wie oben schon erwähnt, um deine persönliche Soz.- und Führ.kompetenz zu erweitern und trainieren.

Könnte eine innerliche Entlastung für dich darstellen.

Viel Erfolg

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
K

*kate*

Mitglied
Basis-Konto
Hi renje,

interessanter Ansatz...

Wobei ich denke, dass dies so in etwa das ist was ich bisher getan habe oder zumindest versucht...

Das Problem dabei ist, dass eine Konfliktlösung immer mit Kommunikation verbunden ist, was wiederum eine Kommunikationsbereitschaft beider Parteien voraussetzt.
Und da haben wir schon das Primärproblem. Es gab ja schon vor allem während ich noch stv. WBL (bzw kommissarische WBL - eine WBL gab es zu dem Zeitpunkt auf dem WB nicht) war diverse Diskussionen. Hab ich kein Problem damit, nur wenn dann der Gegenseite keine ARgumente mehr einfallen wurde die Diskussion beendet indem sie den Raum verlassen hat und spätestens hier wirds schwierig.
Auch eine Intervention seitens der HL in Form von Supervisionen (alle 2-4 Wochen) wurde durchgeführt. Ergebnis: keines, obwohl wir die wirklich oft genug gemacht haben bis zu meiner Versetzung.
Aber wenn ich mich in einer Supervision mit Dingen beschäftigen muss wie "warum wird Frau XY nicht mehr mit der Liegewaage, sondern mit der Rollstuhlwaage gewogen? Du hast das geändert ohne mich zu fragen." (???) "warum hast du bei Herrn Z eine Wunddokumentation angelegt, eine Druckstelle vom Schuh ist schlíeßlich kein Dekubitus" oder mir wird vorgeworfen dass ich jemanden mit grippalem Infekt nicht gebadet habe obwohl das aber so am Badeplan steht usw. dann hört es bei mir doch auf. (ist kein Scherz...) Sowas ist für mich kein Thema für eine Supervision... Oder was würdest du als (wie ich lese) Supervisor dazu sagen??
Sie möchte quasi die Kontrolle über jeden Handgriff den man macht, eigenverantwortliches Handeln ist nicht erwünscht, da ja alle unfähig sind - mit Ausnahme ihrer Person.
Ich weiß nicht, ob bei solchen Menschen was anderes hilft als Anweisungen und Kontrolle von oben, das scheint die einzige Sprache zu sein, die sie versteht.
Vielleicht sehe ich das falsch und habe in der Hinsicht eine unzureichend entwickelte Sozialkompetenz, mag sein, aber dieses "Dienst nach Vorschrift - ja nicht denken oder gar hinterfragen" ist einfach nichts für mich.

Normalerweise sehe ich das meiste aus der Sicht, was dich nicht umbringt, macht dich härter...und aus allem kann man für sich etwas ziehen oder lernen, aber in dem Fall...
Für mich wirkt das wie reinste Schikane oder eher Machtdemonstration vielleicht sogar -missbrauch aufgrund eigener Unsicherheit eventuell sogar Unfähigkeit (?) (=Analyse)

Es war ja auch so, dass es noch eine abschließende Supervision gab nach der Versetzung, in der ich hauptsächlich zum Thema gemacht habe, dass es nicht sein kann dass ich das 2 Tage vorher erfahre. Die Antwort war "Ich habe das Recht dich zu versetzen wann und wohin ich es will". Nun, dies scheint nicht zu stimmen, denn als ich zum Gespräch bei der MAV musste, wär der MAV-Vertreter beinahe vom Stuhl gefallen als ich ihm das erzählt habe.

Irgendwie wird es da schwierig, überhaupt einen Interventionsansatz zu finden...zumindest sehe ich keinen.

Auch habe ich es versucht, mir einfach zu denken, das ist mein Job für das nächste Jahr, ich habe 6 Wochen Urlaub, sie hat 6 Wochen Urlaub sowie die Wochenenden frei. Das geht schon. Ich gehe da hin, mach meine Arbeit und schau, dass ich mein Studium so schnell wie möglich fertig bekomme, und dann "tschüss". Auf keine Diskussionen mehr einlassen und fertig. Aber dann ging halt das Aufhetzen der WBL gegen mich los so wie das, dass ich nur noch Spätdienst machen darf, was bei einer Vollzeitstelle eine absolut untragbare Situation ist. Und nun eben der Zirkus wegen der Krankmeldung...
 
Qualifikation
Krankenschwester, Studentin PM
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege/Praxisanleitung/QB
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
51
Kaufbeuren
0
Hallo kate,

ich glaube dir, dass du dir dein derzeitig möglichstes versucht hast.

Du sprichst mich hier als Supervisor an. Ich möchte dir aus dieser Perspektive versuchen zu Antworten.

1. achte ich mehr auf die nonverbale als verbale Kommunikation. Gestik, Haltung, Mimik, Tonfall zu beobachten sagt mir etwas über die Beziehung.
2. für mich ist weiter wichtig und interessant wie von wem was gesagt wird und erst dann der Inhalt. Oft werden Nebenkriegsschauplätze aufgemacht und beackert, denn das eigentliche Problem anzusprechen ist zu bedrohlich.
3. wenn ich solange Diskutiere bis der andere sich so in die Enge getrieben fühlt, dass ihm in seinem erleben nur noch die Flucht bleibt, habe ich meinen Teil zu einer befriedigenden Kommunikation nicht erfüllt, unabhängig davon ob ich die besseren Argumente hatte.
4. ich kann mich nur selbst ändern, niemals den Anderen.
5. ich bin ein Anhänger des systemischen Ansatzes. Ändere ich an einer Seite das System, also z.B. mein Verhalten und Umgang, ändert sich das Verhalten auch derjenigen die sich in dem System befinden.

Bei deinen Schilderungen fällt mir immer wieder – Machtkampf – ein.

Respekt, Achtung, Anerkennung, Wertschätzung scheint beiderseits nicht besonders hoch im Kurs zu stehen, wenn ich deine Wortwahl betrachte, dies ist aber Grundvoraussetzung sonst wird das nichts. Du kannst damit beginnen, warte nicht bis der Andere es tut.

Übe dich ein in deinem Verhalten in bestimmten Situationen. Welche Situationen/Schlüsselbegriffe/Reize lösen bei dir Ärger, Wut, Enttäuschung, Zurückgesetzt fühlen, Minderwertigkeitsgefühle etc. aus? Das ist ganz allein dein Problem in der und evtl. anderen Beziehungen. Bei deinem Gegenüber sind es ähnliche oder andere Reiz etc., das ist sein Problem. Trenne, dass dies nichts mit dir zu tun hat. Jetzt kann ich lernen solche „Reize“ bereits im Vorfeld zu erkennen und zu lenken. Das meinte ich in meinem vorigen thread u.a. als Übungsfeld.

Noch ein Wort zur Supervision. SV ist nicht gleich SV und wird nicht selten mit Moderation verwechselt. Wer hat diese Durchgeführt? Wie war das Setting? Zielsetzung? Wer hat den SV ausgewählt? Welchen Auftrag hat der SV erhalten von wem? War das den zu Supervidierenden bekannt, haben diese untereinander eine Vereinbarung/Absprache getroffen? Teilnahme verordnet oder freiwillig? Nimmt der Vorgesetzte teil und warum? Arbeitet der SV Systemisch, Themenzentriert oder Situationsorientiert oder sonst wie? usw. usw. usw.

Um der eigen Kommunikation und den komplizierten Wechselbeziehung näher zu kommen empfehle ich immer zwei Klassiker:
Spiele der Erwachsenen von Dr. Eric Berne ca. 9€ und
Ich bin o.k. Du bis o.k. Von Thomas A. Harris ca.9€

bei rororo Verlag.

Vielleicht kannst du das ganze für die verbleibende Zeit doch noch als großes Spiel betrachten, in dem du versuchst mit Geschick, Strategie, Charme, Wissen, Können und Raffinesse die Spielregeln in deinem Sinne zu beeinflussen und die Analyse als Fach- oder Diplomarbeit zu verbraten. Das wirst du in deinem Managmentleben immer wieder brauchen. Gehe nicht in Konfrontation zu deinen Vorgesetzten, das geht fast ausnahmslos nach Hinten los.

Viel Erfolg

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
K

*kate*

Mitglied
Basis-Konto
Hm, klingt alles logisch und relativ einfach - in der Theorie ;-)
Auch ich persönlich halte viel vom systemischen Denken, meiner Ansicht nach einer der fundiertesten und praxisbezogensten Ansätze und er folgt einem an sich simplen Prinzip...
Wobei ich doch auch denke, dass er seine Grenzen hat.

Danke für die Buchtips...

Das mit unserer Supervision war eine Sache für sich...durchgeführt wurde sie von einer externe Supervisorin, die schon öfter von der Einrichtung betraut wurde. Das Ziel war eine Verbesserung der Kommunikation, einfach zu erreichen dass weniger Konflikte stattfinden, dass sinnvolle Kommunikation stattfindet. Die Teilnahme war Pflicht, abbrechen war (meiner Information nach) nicht erlaubt. Ich persönlich hatte zur Supervisorin überhaupt keinen Draht. Sie hat nicht versucht uns dazu zu bringen Konflikte auszutragen, sondern eher gepredigt "seid doch einfach nett zueinander". Ich fand das nicht für sinnvoll, die PDL war genervt. So ziemlich das einzige worüber wir uns je einig waren war die Tatsache, dass das nichts bringt. Wenigstens etwas... ;-)
 
Qualifikation
Krankenschwester, Studentin PM
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege/Praxisanleitung/QB
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen