Arbeitsrecht Kündigung nach Weiterbildung in Ermangelung der ausgebildeten Stelle

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S

siddylover

...puh...was für ne Überrschrift.

Also. Da das Ganze kompliziert ist, versuche ich es so einfach wie möglich zu beschreiben.
Seit 2009 bin ich DRK Schwester.
2014 habe ich eine Weiterbildung als Gefäßassistentin gemacht, die vom DRK finanziert wurde. Das Ganze ging über 2 Jahre; ich habe sie erfolgreich abgeschlossen. Wie die Berufsbezeichung schon sagt, kann man damit nur in der Gefäßchirurgie arbeiten.
Da die GC in unserer Klinik schlechte Zahlen hatte, wurde meine Stelle gekürzt und ich bin zurück in den Pflegepool - worst case: nach 20 Jahren chirurgischer Tätigkeit hat man mich, unabhängig von Alter, Können und Krankheit auf die Neurologie gesteckt. Es fällt mir extremst schwer und innerlich kämpfe ich: immerhin hatte ich ja auhc meine Gründe, die Weiterbildung als Gefäßassistentin zu machen.
Das Klinikum hat einen Vertrag mit dem DRK, so daß ich via Gestellung dorhin geschickt werde zum Arbeiten.

Nach ca. 20 Bewerbungen, 10 Vorstellungsgesprächen habe ich immer noch keinen Job in meinem Wunschberuf.
Zwei Optionen sind noch offen, die mich sehr reizen.
Eine davon ist morgen: Eine GC hat in der Nähe neu eröffnet (Klinik). Ich war schon bei der PDL zum ersten Gespräch, morgen muss ich zur Chefärztin. Gefäßassisten werden zu 99% über den Ärztepool abgerechnet und eingesellt nicht über die Pflege. Die PDL sagte mir bereits, daß es keine DRK Schwestern in diesem Klinikum gibt und das auch nicht angestrebt ist.
Würde also die Chefärztin morgen sagen: Ich möchte mit Ihnen arbeiten, muss ich das DRK um einen Auflösungvertrag bitten.
So weit, so gut.
ABER....das DRK hat mir die Weiterbildung finanziert, kann mich in dem Job nicht anstellen....muss ich dann das zuvor ausgehandelte Ausbilungsgeld zurückzahlen?? Von meinem Bauchgefühl her würde ich sagen: Nein.

Die 2. Option ist noch interessanter für mich, auch wenn es mit einem Umzug nach der Probezeit verbunden wäre: Die Chefärztin hat keinen Platz, aber da das Krankenhaus umgebaut und vergrössert wird bzw an den Hauptstandort ziehen wird, würde sie mich einstellen: 50% Gefäßassistentin, 50% OP plus Weiterbildung als endovaskuläre Assistentin. Das Modell hat sie der Verwaltung vorgelegt, aber mit der OP Chefin konnte sie bisher nicht reden, da diese bis Mitte November in Urlaub ist. Ausserdem könnte sie sich nach mir richten, also die Chefärztin, und ich könnte das DRK fristgerecht kündigen.
Sollte ich warten? Vielleicht gibt das aber auch nix....ach ich weiß es einfach nicht.

Auch da die Frage, ob ich das Ausbildungsgehalt zurückzahlen muss - in beiden Fällen kann das DRK mich nicht in meinem Job beschäftigen, sondern "nur"als Krankenschwester.

Mit meiner Oberin drüber reden? Ich wäre lieber vorher informiert, ich bin schon in diesem ganzen Prozeß fies auf die Nase gefallen und möchte das nicht nochmal.
So, ich danke artig fürs Lesen....ist glaub ich alles etwas viel und ich hoffe nicht allzu verwirrend!
 
S

siddylover

Themenstarter/in
Na im Vertrag steht drin, ich muss 3 Jahre nach Abschluss der Weiterbildung beim DRK beschäftigt sein, sonst muss ich zahlen.
Die Frage ist dennoch: Als was muss ich beschäftigt sein. Krankenschwester oder der neuen Qualifikation...

Es war veilleicht auch unklar ausgedrückt oder wird mir jetzt bewußt. Wie schreib ich das denn in meinen Auflösungsvertrag rein bzw in die Bitte um Auflösung?? Das ich mir bewußt bin, daß ich zahlen muss oder nich ...oder einfach weglassen und schaun, was passiert?
Ich hab schon wieder so viele ??? im Kopf dabei weiß ich noch gar nicht obs heute klappt.
Der Link ist übrigens super. Danke
 
mysteha

mysteha

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Wenn in deinem Vertrag nicht näher erläutert ist, als was das DRK dich beschäftigen muss, kannst du auch nicht verlangen,
dass man dich in dem neu erlernten Zweig beschäftigt, bzw. es rechtfertigt nicht, wenn du dort nicht eingesetzt werden kannst,
zu kündigen ohne die Kosten zurückzuzahlen.
 
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Geh zu deinem AG und bitte um einen Auflösungsvertrag. Ich denke es wird eine Summe auf die Zukommen.
Ist im Vertrag geregelt welche Summe auf dich zukommt? Gestaffelt nach der verbliebenen Zeit. z.B. Kündigung im ersten Jahr nach WB. 2000 Euro. Kündigung im 2. Jahr nach WB 1500 Euro etc...
Sollte das nicht so sein, könntest du Glück haben und du mußt nichts zurück zahlen, denn dann ist die Transparenz nicht gegeben. Auch darf die Summe nicht höher sein als die eigentlichen WBKosten. auch eine Zeit die man bei seinem AG verbleiben muß, muß im Verhältnis zu den Kosten stehen. Ich denke 3 Jahre Bindung für eine 2 Jahre WB ist im Verhältnis.

Ich kann's mir so vorstellen. Finde heraus was die WB komplett gekostet hat, teile sie durch die 3 Jahre in Monaten also 36 Monate und schau wieviel du von diesen 36 Monaten schon geleistet hast. Die Differenz wird wohl das seine was du zurückzahlen müsstest. (das ist aber meine Laienhafte Vorstellung, ob das Praxis ist weiß ich nicht)

Dazu solltest du aber unbedingt einen Anwalt zurate ziehen. Wir sind hier keine Anwälte.
 
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