Arbeitsrecht Krankmeldung

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flocky

flocky

Mitglied
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25.12.2005
14157
bei uns im Haus gibt es eine Dienstanweisung zur Krankmeldung die besagt . dass wir uns sowohl auf Station als auch bei der PDL krankmeldeln müssen . Ebenso haben wir uns bei beiden zurück zu melden wenn die Krankschreibung beendet ist und zwar möglichst einen Tag vor Ablauf der AU-. Soweit so gut .
Jetzt ist es in letzter Zeit vorgekommen das Bemerkungen am Telefon gemacht wurden , die das ohnehin schon bestehende schlechte Gewissen der Mitarbeiter noch verstärkt haben.Weiterhin wurde am Telefon nachgefragt was der Mitarbeiter denn hätte und neulich gar Therapievorschläge gemacht . Mir ist klar dass der Arbeitgeber nicht das Recht hat nach der Diagnose zu fragen - aber ehrlich wenn man dann am Telefon so gefragt wird antworter man schon fast refexartig oder ??
Ist es möglich die PDL durch Mitarbeitervertretung auffordern zu lassen solche Nachfragen am Telefon zu unterlassen. Ich muss dazu noch sagen dass die PDL erst seit ca. 1/2 Jahr bei uns ist und man sie daher noch nicht wirklich gut kennt und einschätzen kann.
Für gute Ratschläge wäre ich dankbar
liebe Grüße
Silvia
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
Brainnurse

Brainnurse

Neues Mitglied
Basis-Konto
03.02.2007
37075
Hallo liebe Flocky,

ich bin empört über solche Sitten Eurer PDL...natürlich ist es rechtswidrig als PDL oder Stationsleitung nach der Diagnose zu erfragen, das geht nur die Krankenkasse etwas an(deswegen auch die Kodierung der Erkrankung auf dem K-Schein) und sonst niemanden.
Reflexartiges antworten möchtest Du Dir zukünftig bitte abgewöhnen und sämtliche Bemerkungen bezüglich der Erkrankung auch ignorieren, schliesslich hat man doch ein ärztliches Attest und muss sich in keinster Weise rechtfertigen...
wenn solche Sitten und Befragungen nicht sistieren, wende Dich bitte an Eurem Personalrat, sie haben die Möglichkeit zu intervenieren.
Sich "gesund zürück zu melden" kenne ich allerding auch aus unserer Klinik, ist aber völlig in Ordnung, um besser planen zu können...
Also, lass Dich nicht aus der Ruhe bringen und beantworte nur Fragen, die auch berechtigt sind.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und Stärke,

Liebe Grüsse aus Göttingen,
Brainnurse
 
Qualifikation
Intensivkrankenschwester
Fachgebiet
Neurologie ITS
L

Leithammel

Mitglied
Basis-Konto
20.05.2005
13589
:spinner: Hallo Flocky,

ich würde schon den Konsens zur MAV suchen, um dieses klären zu lassen.
Günstig wäre es natürlich, wenn sich mehrere Kollegen dem MAV Auftrag anschliessen würden.
 
Qualifikation
Leiter Amb. Pflege
Fachgebiet
Berlin
K

KaTo

Neues Mitglied
Basis-Konto
20.02.2004
47647
Hallo flocky
Die schlechten Sitten machen auch vor den Stationsleitungen und den PDL leider nicht halt.
Du hast selbstverständlich das Recht, die Mitarbeitervertretung einzuschalten. Mitarbeitende, die krank geschrieben wurden, werden hier diskriminiert und zu deren Schutz muss die MAV sogar tätig werden. Als Betroffene kannst Du Dir solcherlei Fragen und Bemerkungen sogar verbeten. Wenn Eure Führungsorgane der Meinung sind, bestimmte MA seien zu häufig krank, sollten sie sogenannte Krankenrückkehrgespräche führen. Wir haben solche Gespräche als MAV in unserer Einrichtung schon häufiger begleitet (das Recht haben die MA, sich zu solchen Gesprächen den Beistand der MAV zu holen!) und es hat dabei erstaunliche Ergebnisse gegeben. Zum Beispiel diese, dass eine Krankmeldung einer MA direkt auf fachliche und organisatorische Fehler der Vorgesetzten zurückzuführen war.
Generell gilt: Wer in verantwortlicher Position zu Schmähungen, verächtlich machenden Bemerkungen oder sogar Repressalien gegenüber den MA greifen muss, sollte seine Sozial- und Führungskompetenz dringend überprüfen! Sie scheint nämlich nicht vorhanden zu sein!
 
Qualifikation
Praxisanleitung Fachkrankenpflege
Fachgebiet
Anaesthesie, operative und innnere Intensivmedizin
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
09.12.2005
Kaufbeuren
Nun mal langsam mit den Pferden.

Wir reiten immer wieder auf den Begriffen Selbstbewußtsein und Eigenständigkeit rum.

Silvia du bist doch sicherlich in der Lage am Telefon, wie auch im direkten Gespräch deiner PDL mitzuteilen, dass du deine Diagnose nicht öffentlich machst, mit diesen oder ähnlichen Worten - oder? Ein direktes Gespräch ist doch immer das Beste.

Es ist doch wirklich nicht dein ernst die PDL durch die MA aufffordern zu lassen... - was soll denn dabei rumkommen? Konfrontation!!! Überlege genau wie deine PDL darauf reagieren soll/wird/kann - immer so agieren, dass der Gegenüber sein Gesicht wahren kann.

Regle deine Dinge zunächst selbst, du bist dafür verantwortlich was du von dir preisgibst und nicht der Andere. Du steuerst das völlig alleine und nur du!!!

Sollte darauf deine PDL inadäquat reagieren, dann erst dann würde ich die MAV einschalten. Ich sage nicht, daß du dich nicht mit der MAV unterhalten und beraten könntest.

Das Meldeverfahren ist völlig in Ordnung.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
L

Löwenherz

Mitglied
Basis-Konto
10.03.2006
63150
Hmm..ja, keine schöne Situation - echt nicht.
Dennoch..wenn ich jetzt mal versuche zu überlegen was eine PDL wissen will wenn sie nach der Diagnose fragt
- sie möchte evtl. wissen ob sie mit längerer Krankheitsdauer rechnen muss oder ein paar Tagen. Es ist ja ein großer Unterschied ob man eine fieberhafte Erkältung hat oder das Bein im Gips liegt.
- klaro muss man keine Diagnose sagen, dazu gibts genügend Rechtsurteile.
- ich persönlich würde aber gleich beim Krankmelden dazu sagen ob es länger dauern wird oder nicht. Also so ungefähr: "..ich bin krank, rechne aber damit in 4 Tagen wieder arbeiten zu können, da ich in guter ärztlicher Betreuung bin."
oder:"...ich werde wohl eine Weile brauchen bis ich wieder gesund bin, melde mich aber wieder bei Ihnen wenn ich das aufgrund des Urteils meines behandelnden Arztes sagen kann.."

So denke ich, kann man den Wind aus den Segeln nehmen. Dann kann man hoffen, daß nicht näher nachgefragt wird. Ich weiß, die Situation ist immer shit, und reflexartig neigt man zu Aussagen die man hinterher bereut.

Irgendwie isses kein Problem, wenn man was "übliches" hat (Erkältung, Magen-Darm etc.)
Zum Problem wirds immer dann, wenn man das aus persönlichen Gründen nicht sagen will oder weils was "peinliches" ist.

Lieben Gruß,
Löwenherz
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
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05.07.2001
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