Krankmeldung nach Kündigung

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Rockycici

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Hallo ihr Lieben.
Ich habe folgendes Problem. Ich arbeite in einem ausser klinischen pflegedienst und momentan als Begleitung für eine Frau/Kind (22)wo ich fast nur pädagogische Tätigkeiten habe, Grundpflege obwohl angeordnet ist Behandlungspflege. Lässt sich halt nicht vermeiden.
Da ich nicht zufrieden bin und aus der Pflege raus will habe ich ne neue Stelle gefunden in der Verwaltung.
Ich habe auch fristgerecht gekündigt und mir stehen alle Urlaubstage zu, durch korona und alles hab keinen genommen.
Meine Chefin will sie mir nicht geben da sie mich nicht ersetzen kann. Und ich will es nicht ausbezahlt bekommen, sondern brauche meine Erholung da in der neuen Arbeit 6mnt Urlaubssperre Probezeit.
Es frist mich innerlich, bin müde, antriebslos, Rücken schmerzen durch Bandscheibevorfall, sehr nervös, brauche irgendwann mich mal erholen und entspannen.
Bin verzweifelt, soll ich mich krank melden und vermeiden in der neuen Arbeit ausgebrannt zu werden, oder mein Gewissen schlucken und mir letzte zwei Wochen nehmen um mal runter zu kommen und mich krank melden.
Was würdet ihr machen?
LG Rocky
 
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mohrruebe

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Soll ich mich krankmelden oder krankmelden? Ist das Deine Frage? Ich lese keine zwei Optionen aus der Formulierung heraus. Immerhin hast Du ein schlechtes Gewissen, darauf kann man doch aufbauen.

Krankmelden nach Eigenkündigung ist das Allerletzte, aber durchaus üblich. Ich schalte da inzwischen standardmäßig den MDK ein.
 
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supetrosu

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Soll ich mich krankmelden oder krankmelden? Ist das Deine Frage? Ich lese keine zwei Optionen aus der Formulierung heraus. Immerhin hast Du ein schlechtes Gewissen, darauf kann man doch aufbauen.

Krankmelden nach Eigenkündigung ist das Allerletzte, aber durchaus üblich. Ich schalte da inzwischen standardmäßig den MDK ein.
genau wegen solcher Aussagen bin ich weg aus Deutschland. Brauch ich nicht mehr. Wenn es jemandem schlecht geht, egal warum, dann hat er das Recht sich krank zu melden. Egal ob am Ende eines Arbeitsverhältnisses oder mitten drin.
 
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Soll ich mich krankmelden oder krankmelden? Ist das Deine Frage? Ich lese keine zwei Optionen aus der Formulierung heraus. Immerhin hast Du ein schlechtes Gewissen, darauf kann man doch aufbauen.

Krankmelden nach Eigenkündigung ist das Allerletzte, aber durchaus üblich. Ich schalte da inzwischen standardmäßig den MDK ein.
Ich lese im ersten Post durchaus Symptome einer Erkrankung
 
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mohrruebe

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Ich lese raus: habe Urlaub beantragt, aber aus betrieblichen Gründen keinen bekommen, jetzt schaue ich, was mir alles einfällt, um einen Krankenschein zu bekommen. Und das schlechte Gewissen bestätigt diese Vermutung. Ohne Jobwechsel hätte der TE sich nicht krankgemeldet, daher ist nicht das Kranksein der Grund, sondern daß er "fit sein will für den neuen Job". Das ist mißbräuchlich und kann zumindest überprüft werden.

Außerdem hat er aktuell überwiegend "pädagogische Tätigkeiten", das klingt körperlich wenig herausfordernd.
 
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Die Gründe von depressiver Verstimmung/Burnout/Depression und schmerzendem Bandscheibenvorfall sind egal, solange sie vorliegen.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Krankmelden nach Eigenkündigung ist das Allerletzte, aber durchaus üblich. Ich schalte da inzwischen standardmäßig den MDK ein.
Bei Deinen Statements bin ich inzwischen einigermaßen verwundert. Mag das bei Arbeitnehmern, die eine Krankmeldung nach Kündigung als Backfire im Sinne eines "Pff, euch zahle ich es heim und nach mir die Sintflut." einreichen, irgendwo noch verständlich und auch angemessen sein - aber Deine Pauschalität zeugt weder von menschlicher Empathie, noch von einer Führungs- oder Unternehmenskultur, der ich als Mitarbeiter angehören wollen würde.

Gerade und insbesondere in Pflegeberufen, kündigen Mitarbeiter aus 3 Gründen:
  • einem neuen Arbeitsplatz mit besseren Konditionen und/oder Arbeitsbedingungen
  • einem eingetretenen oder bevorstehenden BurnOut beim aktuellen Arbeitgeber
  • persönlicher Weiterentwicklung oder sozialer Veränderung
Ich lese raus: habe Urlaub beantragt, aber aus betrieblichen Gründen keinen bekommen, jetzt schaue ich, was mir alles einfällt, um einen Krankenschein zu bekommen.
Ich lese heraus, dass eine Mitarbeiterin an ihr persönliches Limit gekommen ist, innerlich gekündigt hat und von der Pflege frustriert und ausgebrannt ist. Wenn man, wie von ihr geschrieben, keinen Erholungsurlaub nehmen kann, da in Zeiten der Corona-Pandemie - wie in vielen Betrieben usus - der u.U. nicht genehmigt wurde oder die Mitarbeiterin, wohlgemerkt zu Gunsten des Betriebes, darauf verzichtete und man als Führungspersonal seiner Fürsorgepflicht nicht nach kam oder sie schlicht aus dem Fenster geworfen hat, dann darf man sich nicht wundern.

Weder, dass Mitarbeiter/innen ausbrennen, innerlich kündigen, die Arbeitsleistung und -qualität einbricht - oder die Mitarbeiter/innen einfach selbst zusammenbrechen und dann ein gelber Zettel auf dem Schreibtisch landet. Offen gestanden, wer das nicht analysiert und stattdessen in einen sinnentleert undifferenzierten - weil pauschalisierten - Beissreflex verfällt, stösst bei mir auf wenig Gegenliebe und nährt Zweifel, dass da jemals verstanden wurde, in welch unmittelbarem Verhältnis Unternehmenskultur, Personalführung und vor allem Personalgewinnung stehen. Und welche kruden Signale man den aktuellen oder potentiellen Mitarbeiter/innen damit sendet.

Und das schlechte Gewissen bestätigt diese Vermutung.
Das schlechte Gewissen bestätigt lediglich, dass es sich diese Mitarbeiterin nicht einfach macht. Sie weiss, dass sie nicht mehr kann, möchte das sauber mit Erholungsurlaub lösen um sich tatsächlich und endlich (!) erholen zu können - und den Betrieb, wie die meisten Betriebe, interessiert das durch das bisherige Arbeitsverhältnis erst entstandene Erfordernis nach Erholung nicht und will die Mitarbeiter/in nun lieber noch gänzlich und bis zum letzten Tag auspressen und verbrennen, da sie ja eh nichts mehr zu verlieren haben.

Ein BurnOut ist aber nicht ohne Grund eine Belastungsstörung mit einem ICD. Und wenn das Gegenüber so fahrlässig oder mutwillig handelt und dem Anschein nach lediglich mit der BWA vorm Kopf, dann darf er sich nicht eine Sekunde über eine dann medizinisch indizierte Krankmeldung wundern. Wenn mich ein Arbeitgeber daraufhin - als vermeintliche Retourkutsche - dem MDK als Verdachtsfall anzeigt, hätte er mit mir den falschen Baum angepinkelt: solch ein Arbeitgeber sähe sich nicht nur einer Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung und einer zivilrechtlichen Klage wegen Beleidigung gegenüber stehen.

Und solche Aussagen..
Ohne Jobwechsel hätte der TE sich nicht krankgemeldet, daher ist nicht das Kranksein der Grund, sondern daß er "fit sein will für den neuen Job".
Außerdem hat er aktuell überwiegend "pädagogische Tätigkeiten", das klingt körperlich wenig herausfordernd.
..verdeutlichen mir recht eindrücklich, wie wenig ein Arbeitgeber die psychischen Belastungen des Arbeitsalltags in der Pflege versteht. Was für mich direkt in die Frage mündet, wie mit solch einer Auffassung Mitarbeiter/innen und deren Arbeit überhaupt gewürdigt werden können. Persönlich betrachte ich das als eines der vielen negativen Beispiele von #Wertschätzungdonewrong .
 
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Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
Jolin_W

Jolin_W

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Ich lese raus: habe Urlaub beantragt, aber aus betrieblichen Gründen keinen bekommen, jetzt schaue ich, was mir alles einfällt, um einen Krankenschein zu bekommen. Und das schlechte Gewissen bestätigt diese Vermutung. Ohne Jobwechsel hätte der TE sich nicht krankgemeldet, daher ist nicht das Kranksein der Grund, sondern daß er "fit sein will für den neuen Job". Das ist mißbräuchlich und kann zumindest überprüft werden.

Außerdem hat er aktuell überwiegend "pädagogische Tätigkeiten", das klingt körperlich wenig herausfordernd.
Hallo, Mohrruebe, Sie haben Recht und mit Ihnen bin ich ganz einverstanden.
LG, Jolin_W
 
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Ich lese heraus, dass eine Mitarbeiterin an ihr persönliches Limit gekommen ist, innerlich gekündigt hat und von der Pflege frustriert und ausgebrannt ist. Wenn man, wie von ihr geschrieben, keinen Erholungsurlaub nehmen kann, da in Zeiten der Corona-Pandemie - wie in vielen Betrieben usus - der u.U. nicht genehmigt wurde oder die Mitarbeiterin, wohlgemerkt zu Gunsten des Betriebes, darauf verzichtete und man als Führungspersonal seiner Fürsorgepflicht nicht nach kam oder sie schlicht aus dem Fenster geworfen hat, dann darf man sich nicht wundern.
So kann man es natürlich auch lesen, klar! Ich gebe gern zu, daß ich im Einzelfall, auch in diesem, selbstverständlich falsch liegen kann. Aber mal zur Lebensrealität: wenn ich wirklich arbeitsunfähig bin, dann entschuldige ich mich auf der Arbeit und gehe zum Arzt, fertig. Würde ich aber vorher einen Forumsbeitrag verfassen, in dem ich mir von anderen eine Absolution erhoffe, ob ich mich krankschreiben lassen soll oder ja(!)? Ich weiß nicht.

Was ich im Einzelfall nicht mit Bestimmtheit sagen kann, kann ich aber statistisch belegen. In den Wochen vor dem Austritt eines Mitarbeiters (ob durch Eigenkündigung oder Ende Arbeitsvertrag oder nach Kündigung durch den AG), steigt die Krankheitsquote bei manchen Mitarbeitern von einem bisherigen normalen Mittelmaß auf utopische Werte von 20, 30 oder teils noch mehr Prozent an. Das ist keine reguläre Arbeitsunfähigkeit, sondern Absicht. Auch wenn sich im Einzelfall immer ein Arzt findet, der krankschreibt (Typischer Dialog: "Mir geht es schlecht! – "Ok, wie lange soll ich Sie krankschreiben?").

Für mich hat das Thema viel mit Verantwortung übernehmen zu tun. In erster Linie ist jeder selbst dafür verantwortlich, daß er seine Gesundheit erhält. Gibt es auf der Arbeit externe Faktoren, die einen Mitarbeiter dabei behindern, dann muß er sie rechtzeitig(!) ansprechen und gemeinsam mit dem AG nach einer Abhilfe suchen.

Meiner Erfahrung nach machen das aber leider die wenigsten Mitarbeiter, trotz Ansprache. Es ist auch einfacher, über die äußern Umstände zu klagen, als mal bei mir anzufangen.
 
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Heimleiter
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Stationäre Langzeitpflege
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Menschenkind

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So kann man es natürlich auch lesen, klar! Ich gebe gern zu, daß ich im Einzelfall, auch in diesem, selbstverständlich falsch liegen kann. Aber mal zur Lebensrealität: wenn ich wirklich arbeitsunfähig bin, dann entschuldige ich mich auf der Arbeit und gehe zum Arzt, fertig. Würde ich aber vorher einen Forumsbeitrag verfassen, in dem ich mir von anderen eine Absolution erhoffe, ob ich mich krankschreiben lassen soll oder ja(!)? Ich weiß nicht.
"...entschuldige ich mich auf der Arbeit..." - Als wäre es eine "Schuld", krank zu sein! Auch dieser Beitrag zeugt von einer Aroganz als Arbeitgeber...klingt für mich weit weit weg von der Basis. Meine Erfahrung als PDL ist, dass Mitarbeiter ein schlechtes Gewissen haben, sich krank zu melden, weil sie genau wissen, dass sie damit "die anderen im Frühdienst hängen lassen".

Was ich im Einzelfall nicht mit Bestimmtheit sagen kann, kann ich aber statistisch belegen. In den Wochen vor dem Austritt eines Mitarbeiters (ob durch Eigenkündigung oder Ende Arbeitsvertrag oder nach Kündigung durch den AG), steigt die Krankheitsquote bei manchen Mitarbeitern von einem bisherigen normalen Mittelmaß auf utopische Werte von 20, 30 oder teils noch mehr Prozent an. Das ist keine reguläre Arbeitsunfähigkeit, sondern Absicht. Auch wenn sich im Einzelfall immer ein Arzt findet, der krankschreibt (Typischer Dialog: "Mir geht es schlecht! – "Ok, wie lange soll ich Sie krankschreiben?").
Hier liegt es doch so, dass jemand dringend seinen Erholungsurlaub benötigt und ein gesetzliches Anrecht darauf hat, ihn auch zu bekommen. Da dies abgelehnt wurde, ist natürlich ein Abwägungsprozess, ob -bei bestehenden Symptomen(!)- eine Arbeitsunfähigkeit eingereicht wird. Selbst habe ich mehrmals erfahren, dass die Arbeitssituation durch den Arbeitgeber nach Einreichung einer Kündigung so ätzend wurde (gezielte Desinformation, Anschreien, Verleumdung), dass ich mir soetwas nicht geben...hat manchmal schon einen Grund, warum man die Stelle wechseln will.

Für mich hat das Thema viel mit Verantwortung übernehmen zu tun. In erster Linie ist jeder selbst dafür verantwortlich, daß er seine Gesundheit erhält. Gibt es auf der Arbeit externe Faktoren, die einen Mitarbeiter dabei behindern, dann muß er sie rechtzeitig(!) ansprechen und gemeinsam mit dem AG nach einer Abhilfe suchen.
Du sagst es...und hier scheint es endlich die Verantwortung für den eigenen Körper zu sein, die gewahrt wird.
 
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Krankenpfleger, Pflegefachmann
Fachgebiet
Heimaufsicht/WTG-Behörde
Weiterbildungen
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Frank67

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moin!
....ganz ab von allem vorher erwähnten.... wieso kein Urlaub in der Probezeit?...was ist das denn für ein Kokolores??? Selbstverständlich steht einem Arbeitnehmer Urlaub in der Probezeit zu...und zwar der anteilig erworbene (z.B 30 Tage Urlaub, 6 Tage Woche = 2,5 Tage pro Monat...nach 2 Monaten also 5 Tage..usw.,usw.) ....wohingegen der Anspruch auf den kompletten Jahresurlaub erst nach der Probezeit besteht.
 
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PDL
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Sieder Silke

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Bei Deinen Statements bin ich inzwischen einigermaßen verwundert. Mag das bei Arbeitnehmern, die eine Krankmeldung nach Kündigung als Backfire im Sinne eines "Pff, euch zahle ich es heim und nach mir die Sintflut." einreichen, irgendwo noch verständlich und auch angemessen sein - aber Deine Pauschalität zeugt weder von menschlicher Empathie, noch von einer Führungs- oder Unternehmenskultur, der ich als Mitarbeiter angehören wollen würde.

Gerade und insbesondere in Pflegeberufen, kündigen Mitarbeiter aus 3 Gründen:
  • einem neuen Arbeitsplatz mit besseren Konditionen und/oder Arbeitsbedingungen
  • einem eingetretenen oder bevorstehenden BurnOut beim aktuellen Arbeitgeber
  • persönlicher Weiterentwicklung oder sozialer Veränderung

Ich lese heraus, dass eine Mitarbeiterin an ihr persönliches Limit gekommen ist, innerlich gekündigt hat und von der Pflege frustriert und ausgebrannt ist. Wenn man, wie von ihr geschrieben, keinen Erholungsurlaub nehmen kann, da in Zeiten der Corona-Pandemie - wie in vielen Betrieben usus - der u.U. nicht genehmigt wurde oder die Mitarbeiterin, wohlgemerkt zu Gunsten des Betriebes, darauf verzichtete und man als Führungspersonal seiner Fürsorgepflicht nicht nach kam oder sie schlicht aus dem Fenster geworfen hat, dann darf man sich nicht wundern.

Weder, dass Mitarbeiter/innen ausbrennen, innerlich kündigen, die Arbeitsleistung und -qualität einbricht - oder die Mitarbiter/innen einfach selbst zusammenbrechen und dann ein gelber Zettel auf dem Schreibtisch landet. Offen gestanden, wer das nicht analysiert und stattdessen in einen sinnentleert undifferenzierten - weil pauschalisierten - Beissreflex verfällt, stösst bei mir auf wenig Gegenliebe und nährt Zweifel, dass da jemals verstanden wurde, in welch unmittelbarem Verhältnis Unternehmenskultur, Personalführung und vor allem Personalgewinnung stehen. Und welche kruden Signale man den aktuellen oder potentiellen Mitarbeiter/innen damit sendet.


Das schlechte Gewissen bestätigt lediglich, dass es sich diese Mitarbeiterin nicht einfach macht. Sie weiss, dass sie nicht mehr kann, möchte das sauber mit Erholungsurlaub lösen um sich tatsächlich und endlich (!) erholen zu können - und den Betrieb, wie die meisten Betriebe, interessiert das durch das bisherige Arbeitsverhältnis erst entstandene Erfordernis nach Erholung nicht und will die Mitarbeiter/in nun lieber noch gänzlich und bis zum letzten Tag auspessen und verbrennen, da sie ja eh nichts mehr zu verlieren haben.

Ein BurnOut ist aber nicht ohne Grund eine Belastungsstörung mit einem ICD. Und wenn das Gegenüber so fahrlässig oder mutwillig handelt und dem Anschein nach lediglich mit der BWA vorm Kopf, dann darf er sich nicht eine Sekunde über eine dann medizinisch indizierte Krankmeldung wundern. Wenn mich ein Arbeitgeber daraufhin - als vermeintliche Retourkutsche - dem MDK als Verdachtsfall anzeigt, hätte er mit mir den falschen Baum angepinkelt: solch ein Arbeitgeber sähe sich nicht nur einer Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung und einer zivilrechtlichen Klage wegen Beleidigung gegenüber stehen.

Und solche Aussagen..


..verdeutlichen mir recht eindrücklich, wie wenig ein Arbeitgeber die psychischen Belastungen des Arbeitsalltags in der Pflege versteht. Was für mich direkt in die Frage mündet, wie mit solch einer Auffassung Mitarbeiter/innen und deren Arbeit überhaupt gewürdigt werden können. Persönlich betrachte ich das als eines der vielen negativen Beispiele von #Wertschätzungdonewrong .
Ich hätte es nicht besser formulieren können
Bei Deinen Statements bin ich inzwischen einigermaßen verwundert. Mag das bei Arbeitnehmern, die eine Krankmeldung nach Kündigung als Backfire im Sinne eines "Pff, euch zahle ich es heim und nach mir die Sintflut." einreichen, irgendwo noch verständlich und auch angemessen sein - aber Deine Pauschalität zeugt weder von menschlicher Empathie, noch von einer Führungs- oder Unternehmenskultur, der ich als Mitarbeiter angehören wollen würde.

Gerade und insbesondere in Pflegeberufen, kündigen Mitarbeiter aus 3 Gründen:
  • einem neuen Arbeitsplatz mit besseren Konditionen und/oder Arbeitsbedingungen
  • einem eingetretenen oder bevorstehenden BurnOut beim aktuellen Arbeitgeber
  • persönlicher Weiterentwicklung oder sozialer Veränderung

Ich lese heraus, dass eine Mitarbeiterin an ihr persönliches Limit gekommen ist, innerlich gekündigt hat und von der Pflege frustriert und ausgebrannt ist. Wenn man, wie von ihr geschrieben, keinen Erholungsurlaub nehmen kann, da in Zeiten der Corona-Pandemie - wie in vielen Betrieben usus - der u.U. nicht genehmigt wurde oder die Mitarbeiterin, wohlgemerkt zu Gunsten des Betriebes, darauf verzichtete und man als Führungspersonal seiner Fürsorgepflicht nicht nach kam oder sie schlicht aus dem Fenster geworfen hat, dann darf man sich nicht wundern.

Weder, dass Mitarbeiter/innen ausbrennen, innerlich kündigen, die Arbeitsleistung und -qualität einbricht - oder die Mitarbiter/innen einfach selbst zusammenbrechen und dann ein gelber Zettel auf dem Schreibtisch landet. Offen gestanden, wer das nicht analysiert und stattdessen in einen sinnentleert undifferenzierten - weil pauschalisierten - Beissreflex verfällt, stösst bei mir auf wenig Gegenliebe und nährt Zweifel, dass da jemals verstanden wurde, in welch unmittelbarem Verhältnis Unternehmenskultur, Personalführung und vor allem Personalgewinnung stehen. Und welche kruden Signale man den aktuellen oder potentiellen Mitarbeiter/innen damit sendet.


Das schlechte Gewissen bestätigt lediglich, dass es sich diese Mitarbeiterin nicht einfach macht. Sie weiss, dass sie nicht mehr kann, möchte das sauber mit Erholungsurlaub lösen um sich tatsächlich und endlich (!) erholen zu können - und den Betrieb, wie die meisten Betriebe, interessiert das durch das bisherige Arbeitsverhältnis erst entstandene Erfordernis nach Erholung nicht und will die Mitarbeiter/in nun lieber noch gänzlich und bis zum letzten Tag auspessen und verbrennen, da sie ja eh nichts mehr zu verlieren haben.

Ein BurnOut ist aber nicht ohne Grund eine Belastungsstörung mit einem ICD. Und wenn das Gegenüber so fahrlässig oder mutwillig handelt und dem Anschein nach lediglich mit der BWA vorm Kopf, dann darf er sich nicht eine Sekunde über eine dann medizinisch indizierte Krankmeldung wundern. Wenn mich ein Arbeitgeber daraufhin - als vermeintliche Retourkutsche - dem MDK als Verdachtsfall anzeigt, hätte er mit mir den falschen Baum angepinkelt: solch ein Arbeitgeber sähe sich nicht nur einer Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung und einer zivilrechtlichen Klage wegen Beleidigung gegenüber stehen.

Und solche Aussagen..


..verdeutlichen mir recht eindrücklich, wie wenig ein Arbeitgeber die psychischen Belastungen des Arbeitsalltags in der Pflege versteht. Was für mich direkt in die Frage mündet, wie mit solch einer Auffassung Mitarbeiter/innen und deren Arbeit überhaupt gewürdigt werden können. Persönlich betrachte ich das als eines der vielen negativen Beispiele von #Wertschätzungdonewrong .
Besser hätte ich es nicht formulieren können
 
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Ex. Altenpflegerin
Fachgebiet
stationär
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kaba1973

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Soll ich mich krankmelden oder krankmelden? Ist das Deine Frage? Ich lese keine zwei Optionen aus der Formulierung heraus. Immerhin hast Du ein schlechtes Gewissen, darauf kann man doch aufbauen.

Krankmelden nach Eigenkündigung ist das Allerletzte, aber durchaus üblich. Ich schalte da inzwischen standardmäßig den MDK ein.
Das Allerletzte sind Leute wie du die einem direkt den MDK auf den Hals hetzen wollen. Wenn ich krank bin bin ich krank. Da macht auch der MDK nichts dran. Leute wie du sind schuld, dass viele von uns keinen Bock mehr auf Pflege haben. Es wird dich überraschen aber auch Arbeitnehmer haben gewisse Rechte. Das Recht auf ihren erarbeiteten Urlaub zum Beispiel. Und nichts anderes wollte die Posterstellerin!
 
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Anästhesie- und Intensivschwester
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Intensivstation
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Biberacher

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Es ist einfach nur bedauerlich, wie eine Heimleitung bei dieser Krankmeldung nach Kündigung der betreffenden Person den MDK zur Überprüfung auf den Hals hetzt. Als Heimleitung kann ich hier menschlich und fachlich nir die größten Defizite vermuten. Die Heimleitung sollte diesen tiefen inneren Groll mit der Personalsituation und den Rachegedanken besser in die Politik tragen, Petitionen für endlich bessere Bedingungen und Perspektiven für dieses, entschuldigung, hundsmiserable Gesundheitswesen mit einer Aussicht für die viele in der Pflege, selbst ausgepowert oder krank in der Altersarmut zu enden oder die eigenen Angehörigen dann finanziell schwer belasten zu müssen um einigermaßen würdevoll den Ruhestand zu verbringen. Umgeben von einem Heer an Teilzeit, Hilfskräften, Praktikanten etc.pp, die nicht mal meine Sprache sprechen und für die eine einzige Examinierte Fachkraft den Kopf hinhält. Der Hund ist im kompletten System zu finden bzw. begraben. Erst maximale Missstände verändern mit der Veröffentlichung bis zur Politik und Presse sowie die Angst vor der eigenen Pflegebedürftigkeit bei solchen Zuständen bewirkt eher etwas. Hoffentlich. Ich selbst werde in diesem Beruf als exam. Krankenpfleger sicherlich nicht mehr lange tätig sein. Diese unwürdigen Bedingungen haben wir Pflegekräfte nicht verdient. Sicher nicht. Also lieber Heimleiter....stoßen Sie lieber aggressiv in die entsprechenden Politikbereiche vor und bewirken Gutes für die Pflegeberufe, anstatt aggressiv gegen Ihren ehemaligen Mitarbeiter, der gekündigt hat, vorzugehen.
Wir decken inzwischen die Tag- und Nachtdienste ab. Menschlich und fachlich, so gut es geht. Schöne Grüße aus der Tagschicht heute von 7 Uhr - 22:30 Uhr durchgehend (!!!!) in meiner 20 Min. Pause diese Mitteilung erstellend. Fehlende Kollegen ausgleichend! Noch Fragen?
 
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Igel77

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[Sarcasm] Bessere Arbeitsbedingungen? Aber das würde ja eine geringere Profitmarge bedeuten! Nein, dass geht nicht. [/Sarcasm]

Ich kann das sehr gut verstehen, wenn jemand zum Ende seines Arbeitsvertrages sich einen gelben Schein holt. Wer als AG darüber klagt, sieht nicht, dass vorher schon einiges schief gelaufen sein muss, dass die Gründe dafür auch bei ihm liegen könnten.

Und wer als AG beim MDK bekannt dafür wird, seinen eigenen Pflegekräften hinterherzuschnüffeln, wird vielleicht auch bei diesem irgendwann nicht mehr so beliebt sein.
 
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mohrruebe

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Wir decken inzwischen die Tag- und Nachtdienste ab. Menschlich und fachlich, so gut es geht. Schöne Grüße aus der Tagschicht heute von 7 Uhr - 22:30 Uhr durchgehend (!!!!) in meiner 20 Min. Pause diese Mitteilung erstellend. Fehlende Kollegen ausgleichend! Noch Fragen?
Solche Zustände gibt es bei mir nicht! Aber daß es nicht so kommt, muß man die Ursachen, die dazu führen, an der Wurzel angehen, und zwar recht früh. Und eine (unter vielen) Ursachen, die ich zu einem gewissen Grad beeinflussen kann, ist eben der Krankenstand.

Wenn man sich bewußt macht, daß ein um 50% gestiegener Krankenstand in unserem Fall bedeutet, daß man auf einen Kollegen im Frühdienst verzichten muß, was die verbliebenen motivierten Kollegen zusätzlich belastet und schließlich überlastet, und dann den Einstieg in eine echte Abwärtsspirale darstellt … dann hoffe ich kann auch nachvollzogen werden, warum ich so großen Wert auf einen stabil niedrigen Krankenstand lege.

Mal zu den Größenordnungen: Im vergangenen Quartal betrug der Krankenstand bei den Fachkräften 1% und bei den Helfern 6%, in der Betreuung 0%. Das fällt aber nicht vom Himmel, sondern man muß sich das in vielfacher Hinsicht hart erarbeiten.

PS: Weil es so viel Kritik hervorgerufen hat: in der Richtline des MDS zur Überprüfungsmöglichkeit durch den Arbeitgeber ist die Krankmeldung nach Kündigung explizit als Grund genannt, bei dem der MDK tätig wird, wenn man ihn anfordert. Da finde ich den "Aufschrei" von euch etwas deplaziert.
 
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PS: Weil es so viel Kritik hervorgerufen hat: in der Richtline des MDS zur Überprüfungsmöglichkeit durch den Arbeitgeber ist die Krankmeldung nach Kündigung explizit als Grund genannt, bei dem der MDK tätig wird, wenn man ihn anfordert. Da finde ich den "Aufschrei" von euch etwas deplaziert.
Natürlich...ich denke, das wissen wir alle, welche Aufgaben der MDK hat und wann er eingesetzt wird, bzw. werden kann.

Wir regen uns hier auch nicht über den MDK auf, sondern darüber, dass du pauschal als erstes nach dem MDK "schreist".

Und selbst mit deiner jetzt vorangestellten niedrigen Krankheitsrate in deinem Unternehmen frage ich mich, ob du die vielleicht mit Hilfe von Druck erreicht hast...und nicht mit guten Arbeitsbedingungen.

Ich kann mich noch gut an eine Gesprächssituation erinnern, in der mein Arbeitgeber argumentiert hat, dass unsere Krankheitsrate auf dem Bereich nicht signifikant höher sei als der Bundesdurchschnitt und deshalb bei uns eine Überlastung gar nicht vorliegen könne...dies Gespräch fand statt, nachdem das Team eine Überlastungsanzeige geschrieben hat, in der es deutlich machte, dass seit Monaten kein Dienstplan mehr möglich gewesen ist, an dem ein reguläres freies Wochenende für auch nur einen Mitarbeiter genommen werden konnte. Wir steckten bereits in der zweiten Folge-Krankheitswelle...und der Oberboss meinte allen Ernstes der Krankheitsstand wäre "normal"!

Ich sag dir, wie ich meine Krankheitsrate runter bekommen habe: Die Leute durften bei mir krank sein!

Aber nochmal zurück zum eigentlichen Thema, weil es so wichtig ist: Hier liegt ein Fall vor, in dem Krankheitssymptome genannt wurde. Der Mitarbeiter hätte also dem Arbeitgeber (bereits vor der Kündigung? *mutmaßlich*) einen Gelben reinreichen können. Er kündigt und möchte seinen erworbenen Urlaub zum Abschluss haben! Und bekommt ihn nicht genehmigt. Er hätte auch dann seinen Gelben reinreichen können...nein, hat er nicht. Er hat hier nachgefragt, wie er sich verhalten sollte!
Sein eigentliches Ansinnen war, dem Arbeitgeber die Auszahlung des Urlaubs (denn das ist der Fall, wenn er einen Gelben einreicht!) zu ersparen...aber so weit hast du ja anscheinend gar nicht gedacht.
Hier geht es nicht um einen Racheakt nach Kündigung - hier geht es darum, dass der Mitarbeiter lieber seinen Urlaub nimmt und dem Arbeitgeber Geld ersparen wollte, als sich nen Gelben Schein zu holen!
Und du kommt ihm nahezu reflexartig mit dem MDK.
Und die berechtigte Gegenwehr der Schwarmintelligenz schnallst du auch nicht. Deshalb frage ich mich, welche Mittel du zur Reduzierung der Krankheitsrate anwendest...vielleicht möchte ich das aber auch gar nicht wissen :kopfkratz:
 
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mohrruebe

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Hier geht es nicht um einen Racheakt nach Kündigung - hier geht es darum, dass der Mitarbeiter lieber seinen Urlaub nimmt und dem Arbeitgeber Geld ersparen wollte, als sich nen Gelben Schein zu holen!
Ja, genau darum geht es. Und die Situation, daß der Urlaub eben nicht gewährt werden konnte.

Wir regen uns hier auch nicht über den MDK auf, sondern darüber, dass du pauschal als erstes nach dem MDK "schreist".
Nicht pauschal und nicht als erstes, aber wenn die Umstände so "eindeutig" sind, dann ja, und das ist vollkommen korrekt.

Hier haben wir ca. 70% der Mitarbeiter, die maximal so oft krank sind wie der bundesweite Durchschnitt in der Pflege. Um die geht es ja gerade nicht, sondern um die vielleicht 10%, die extreme Ausreißer nach oben sind. Und da gibt es nunmal bestimmte Muster, die man erkennen und gegen die man rechtzeitig gegensteuern muß. Tut man das nicht, so kommt die beschriebene Spirale in Gang, die am Ende alles in den Abgrund reißt.

Ich schaffe das auch (zu) häufig nicht, eine solche Entwicklung korrekt vorauszusagen. Und unter dieser Fehleinschätzung leiden dann die anderen Mitarbeiter.
 
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...

Für mich hat das Thema viel mit Verantwortung übernehmen zu tun. In erster Linie ist jeder selbst dafür verantwortlich, daß er seine Gesundheit erhält. Gibt es auf der Arbeit externe Faktoren, die einen Mitarbeiter dabei behindern, dann muß er sie rechtzeitig(!) ansprechen und gemeinsam mit dem AG nach einer Abhilfe suchen.

Meiner Erfahrung nach machen das aber leider die wenigsten Mitarbeiter, trotz Ansprache. Es ist auch einfacher, über die äußern Umstände zu klagen, als mal bei mir anzufangen.
Das ist etwas was mich richtig wütend macht.

Da macht es sich ein vorgesetzter ganz schön einfach. "Verantwortung für sich übernehmen"

Ich sehe zu hauf Kollegen die sich krank zur Arbeit schleppen weil der Vorgesetzte mit einer AU derart unprofessionell umgeht das einem die Haare zu Berge stehen. Und auch ich, und ich behaupte das ich gut für mich einstehen kann, überlege auch bei jeder Krankmeldung ob ich mich krankmelden soll. Stellenweise aus Angst am Telefon angeschrieen, beleidigt oder als Lügner dargestellt zu werden oder andere Racheakte zu erleiden. Mir ist das zum Glück noch nicht passiert, aber ich hab es schon mitbekommen. Und mir passiert es nicht weil ich mit meinen Vorgesetzten schon erhebliche Streitgespräche hatte, die durchblicken lasse das ich mir meiner Rechte und PFLICHTEN doch sehr wohl bewusst bin und man sich schlichtweg nur ans eigene Bein pisst mit mir nicht vernünftig umzugehen. Aber solche Streitgespräche kosten mich unheimlich kraft. Weil ich einfach nur meinen Job machen will. Aber ich muss mich ständig dagegen wehren nicht von meinen Vorgesetzten ausgequetscht zu werden. Zwischen Tür und Angel gefragt zu werden ob ich Dienste tauschen kann. Ich erlebe immer wieder das der Vorgesetzte Schwächen von seinen AN bewusst ausnutzt für seine eigenen Zwecke.

Das ich mich dagegen wehren kann liegt ausschließlich an meiner Vorbildung zum Thema Arbeitsrecht die ich in der Ausbildung zur GuK schmerzlichst vermisst habe.

Der Vorgesetzte hat eine Fürsorgepflicht. Und es ist nicht unbekannt das Arbeitnehmer sich häufig schwer tuen für sich ein zustehen. Daher gibt es die Fürsorgepflicht. Die ich i.d.R. mehr verletzt als wahrgenommen sehe. Da lässt man Mitarbeiter noch arbeiten die zwischenzeitlich sich übergeben oder mit Durchfall auf dem Klo hocken. Das ist der Moment wo der AG den AN nach Hause zu schicken hat.

Hinzugehen und AN zu unterstellen sie würden blau machen. Stell dir mal vor jeder AN würde mal gehörig einen auf den Sack bekommen wenn er seiner Fürsorgepflicht nicht nachkommt und die Schwächen seine AN bewusst ausnutzt.

Ich denke das herrscht ein Gleichgewicht.

Du hast Glück das du hier Anonym, auftreten kannst. Wäre bekannt wo du Vorgesetzter bist denke ich das du noch größere Probleme hast Mitarbeiter zu generieren als es am Markt eh schon üblich ist.
 
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