Krankenschwester in der Psychiatrie

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A

Andy H.

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13.04.2006
26721
hallo,

ich bin krankenschwester und habe die möglichkeit, in die psychiatrie innerhalb des krankenhauses zu wechseln.

kann mir jemand genau sagen, welche aufgaben eine krankenschwester dort hat und die arbeitsweise speziell in der geschlossenenen abteilung erklären.

die arbeitsweise unterscheidet sich ja sicherlich sehr von den üblichen tätigkeiten einer krankschwester.

dankeschön
Andy
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hi,

nun ich denke es ist recht unterschiedlich. Es kommt sehr viel darauf an für welches Einzugsgebiet deine Klinik zuständig ist.
Großstadt ---> viel Kundschaft

Ich arbeite in einer Klinik mit einem relativ kleinem Einzugsgebiet, allerdings in einem "Drogenloch!".

Bereite dich darauf vor das es oft reicht ein ehrliches Gespräch zu führen. Das professionelle Distanz sehr wichtig ist (zu deinem und zum Schutz des Patienten).
Bereite dich daruf vor das du den Leuten manchmal Gewalt antun musst. Ob du damit einverstanden bist oder nicht.
Bereite dich darauf vor das viele in der psychiatrie keine Ahnung von Somatik haben.
Bereite dich darauf vor das in der Psychiatrie, es oft mehr anstrengende Kollegen wie anderswo gibt (ich gehe da natürlich nur von mir aus *grins)
Bereite dich darauf vor das manches eben unberechenbar ist und du einem Patienten mal eben nicht den Rücken zu wenden kannst.
Bereite dich darauf vor das du manchmal eben nur Wächter bist.
Bereite dich darauf vor das Humor trotzdem Trumpf ist und das man über vieles Lachen kann und muss, obwohl dir am liebsten das Lachen im Halse stecken bleiben müsste.
Bereite dich darauf vor, wie du mit deiner eigenen Angst umgehst und du das dir auch eingestehen darfst.
Bereite dich darauf vor, das du tolle Leute, interessante Geschichten, kuriositäten kennenlernst.
Bereite dich darauf vor das du Einblicke die die dunkelsten Seelen hast.
Bereite dich aber auch auf einen tollen Arbeitsplatz vor.


Als ich vor 7 jahren (uih schon sooo lange) da angefangen habe - ich habe auf einer sogenannte "offenen Station" angefangen, war es erstmal ein Schock. Man kommt aus einen Bereich, wo man froh war wenn man bis 12 Uhr mit dem waschen fertig war und findet einen Bereich vor, wo man sich Waschschuesseln erstmal ausleihen müsste.
Für mich war es ein "Kulturschock". Ich fühlte mich von 180h/km auf Schrittgeschwindigkeit ausgebremst und habe zwei jahre gebraucht um mich dort zu "aklimatisieren". Mittlerweile bin ich seit 5 Jahren auf einer akut geschlossenen Station. ich habe ein tolles Team, eine interessante Arbeit. es ist aber nicht wirklich mit der Somatik zu vergleichen. Der Stress ist meiner Meinung nach punktueller und intensiver.



Ich hoffe ich habe dich nicht abgeschreckt das war nicht meine Absicht.

Gruß

vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
M

MiChung

Hi,
das so pauschal zu beantworten ist schwierig.
Aber kurz gesagt, geht es wohl in der psychiatrischen Pflege um die "Hilfe zur Selbsthilfe" und die Begleitung bei der Bewältigung des Alltags. Je nach Schweregrad der Störung bedeutet das entweder Hilfestellung oder Anleitung/ Beratung.
Auf einer geschlossenen Station sind die Patienten in der "Akutphase". Hier geht es meist vorrangig um Stabilisierung, üblicherweise mit medikamentöser Unterstützung (oft für Neueinsteiger erschreckend, weil viele Patienten an Nebenwirkungen leiden und oft wie "ferngesteuert" wirken) und um die Strukturierung des Tagesablaufs (geregelter Tag-/ Nachtrhytmus, je nach Möglichkeit Teilnahme an den Aktivitäten).
Nach der Stabilisierungsphase findet dann meist eine Verlegung auf "offene" weiterführende Stationen statt. Also im Prinzip besteht die Arbeit darin, die Patienten auf die Verlegung vorzubereiten - in kleinen Schritten.

Dabei ist es nötig, einen "guten Zugang" zu den Patienten zu bekommen. Die Schwierigkeit dabei ist, die richtige Mischung aus Nähe und Distanz hinzubekommen. Dafür muss man ein Gespür entwickeln und das braucht Zeit.

Wenn Du die Möglichkeit hast, frag ob Du ein paar Tage "Probearbeiten" kannst und schau es Dir an.

Hoffe ich konnte es ein wenig verständlich erklären...
LG MC
 
Schwester Christa

Schwester Christa

Unterstützer/in
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10.03.2007
Heilbronn
Hallo auch,

mich schließ mich im Wesentlichen den Ausführungen von Vader an. Vor sechseinhalb Jahren ging´s mir ganz genau so.

Noch als Ergänzungen aus eigenen Erfahrungen:

Bereite dich darauf vor, dass du dir das ganze gelernte Handwerk (waschen, füttern, Verbände, ...) aus dem Kopf schlagen kannst.
Breite dich aber auch darauf vor, eigenverantwortlich handeln zu können/ zu müssen
Bereite dich darauf vor, in einem multiprofessionellen Team mitzuarbeiten und auch angehört zu werden
Zieh einen klaren Schnitt zur Somatik; du willst nie wieder zurück...:thumbsup2:


NW-Grüße,
Christa (der den Schritt in die Psychiatrie noch nie bereut hat)
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie
Fachgebiet
Niederschwelliger Drogenentzug
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
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Hallo,

erstmal herzlichen Glückwunsch zur Möglichkeit, in der Psychiatrie zu arbeiten. Ich habe mal in einer Lerngruppe ein paar Stichworte zur psychiatrischen Pflege zusammengeschrieben und Dir ein paar Auszüge hier hineinkopiert.

Du wirst merken, daß zwar viele Ziele auch so für die Somatiker zu unterschreiben sind, aber Du wirst erfahren bei der Arbeit - wie meine Vorredner schon sagten - daß die Wege zum Ziel sich doch manchmal sehr unterscheiden.
Der Schwerpunkt ist halt die "Beziehungspflege", die über das gewohnte Gespräch beim "Waschen" hinausgehen muß in der Psychiatrie.

Du als psychiatrsich Pflegender selbst bist nämlich einer der wichtigsten "Heilmittel" für den Dir anvertrauten Menschen, denn Du baust eine "wirksame und tragbare Beziehung" zu Deinem Gegenüber auf, der an und mit Dir lernt, mit seiner Erkrankung umzugehen.

Das alles ist sehr kurz und es scheint mir unmöglich, daß alles in ein paar Zeilen zu pressen, was psychiatrische Pflege ausmacht. Aber wenn Du in diesen Bereich einsteigst, dann mußt Du es ganz tun und Du wirst eine berufliche Selbstwertigkeit (in der Abgrenzung grad von den anderen Professionen) in diesem Bereich bei Deinen Kollegen (hoffentlich) finden, die oft in der Pflege schon verloren scheint. Nicht umsonst sind viele wirklich große "Revolutionen" in der Pflege und die kritischsten Kollegen aus der Psychiatrischen Pflege gekommen.

Habe auch nochmal etwas zum Thema Pflege im Allgemeinen und Professionalität dazugepackt. Alles bringt aber wenig, wenn Du nicht auch in diesem Bereich Dich selbst zu hinterfragen und reflektieren lernst. Aber grad das ist der Spaß an der Sache und die Chance zu wachsen.

Aber genug der Vorworte, hier mein Material für Dich:


Psychiatrische Pflege

Psychiatrische Pflege ist auch Psychotherapie:
Psychiatrische Pflege ist die Behandlung emotionaler Probleme mit psychologischen Mitteln, wobei mit Bedacht eine Beziehung zum Klienten hergestellt wird. Der Klient soll lernen seine Symptome zu erkennen und sich anders verhalten lernen.


Menschenbild


ZINKER: Den Menschen wie einen Sonnenuntergang so nehmen wie er ist ohne an ihm rumzumäkeln („Das Rot könnte röter sein“); der Mensch ist, wie er ist !


Es ist normal, verrückt zu sein:
  • Im Prinzip hat der gesunde Mensch die gleichen Gefühle wie der psychisch Beeinträchtigte; nur sind bei letzterem die Gefühle anders ausgeprägt.
  • Abweichungen vom „Normalen“ definieren sich auch über das Setting, z.B. also Familie und Kultur; was in der einen Familie oder Kultur als normal gilt, kann in der anderen eine Abweichung darstellen
  • berücksichtigt werden muss auch die multifaktorielle (auch bio-psycho-soziale) Modell; dies bedeutet, dass man nicht nur die Erkrankung, sondern auch ihre Entstehung betrachten muss
  • ein Mensch ist krank, wenn er sich krank fühlt, altersgemäße Aufgaben der Entwicklung nicht bewältigen kann oder seine Verhaltensweisen/Anpassungsfähigkeiten nicht ausreichend sind
SAUTER/ABDERHALDEN: In Übereinstimmung mit dem Ethikkodex für Pflegende des internationalen Pflegerates (ICN) „ist Pflege untrennbar von den Menschenrechten, einschließlich des Rechts auf Leben, auf Würde und auf respektvolle Behandlung“. Pflege wird ohne Rücksicht auf das Alter, die Behinderung oder Krankheit, das Geschlecht, den Glauben, die Hautfarbe, die Kultur, die Nationalität, die politische Einstellung, die Rasse oder den sozialen Status ausgeübt.

Aus dem Menschenbild ergibt sich das Krankheitsverständnis als Kränkung.


Krankheitsverständnis

Psychische Erkrankungen sind mit somatischen Erkrankungen gleichzusetzen in ihrer Wertigkeit.


Psychische Krise: Eine psychische Krise ist eine Reaktion auf äußere Ereignisse, bei denen das Individuum unfähig ist mit seinen üblichen Anpassungsmechanismen diese Ereignisse zu bewältigen. Die Belastungssituationen beruhen zumeist auf Konflikten, welche aktuell oder in früheren Zeiten ungelöst sind.
Behandelt man also die Krankheit als Symptom, so werden die äußeren Bedingungen für die Erkrankung vernachlässigt; statt das bio-psycho-soziale Setting zu betrachten betreibt man dann nur eine medizinische Kosmetik an der Krise.


Aus dem Menschenbild ergibt sich das Krankheitsverständnis als Kränkung; es gilt also die Bedingungen zu finden, unter denen dem Betroffenen ein Zurechtkommen mit seiner Erkrankung ermöglicht werden kann. So kann z.B. bei der Schizophrenie eine Herabsetzung der Dekompensationsgrenzen (s. ebd.) eine erneute Phase verhindern.


Der Krankheitsbegriff in der Psychiatrie ist abhängig vom
  • Krankheitsverständnis
  • von der Arbeit- und Leistungsfähigkeit/Genußfähigkeit (Workoholic und BurnOut)
  • gesellschaftlicher Interpretation
  • Kulturkreis
  • soziale Schicht
  • Zeitgeist und Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis
  • familiären Unterschieden
und von
  • von objektiven Kriterien (Diagnostik und deren Möglichkeiten)
  • von subjektiven Kriterien (Leidensdruck – eben nicht vorhanden bei Manikern)
und nach FREUD - als Verbindung zwischen Schuld und Erkrankung gelöst worden, jedoch beim Klienten noch vorhanden - von
  • Unwillkürlichkeit
  • Unterbewußtsein



Professionelle Pflege

Definition „Pflege“ der ANA (American Nurses Association) von 1980/1995:
Pflege ist die Diagnose und Behandlung menschlicher Reaktionen auf vorhandene oder potenzielle Gesundheitsprobleme.

Die ANA-Definition stellt dar, wie die Medizin und die Pflege sich unterscheiden. Während die Medizin Krankheitssymptome und Krankheiten feststellt, diagnostiziert und die Ursachen und Symptome der Krankheiten mit therapeutischen Interventionen beeinflusst geht es in der Pflege darum Krankheitsfolgen und Reaktionen auf Krankheit, gesundheitliche Gefährdungen und Vulnerabilität festzustellen und mit pflegerischen Interventionen zu beeinflussen.


Definition „Professionalität“:
  • Bis heute gibt es keine anerkannte einheitliche Definition des Begriffes Professionalität. Ursprünglich bedeutet der Begriff „Profession“ Bekenntnis oder Versprechen (16. Jahrhundert). im 19.-20. Jahrhundert entstanden zunehmend Professionen, denn im Zuge der Industrialisierung und die wachsende Differenzierung auf dem Gebiet der Arbeitsteilung entstanden verschiedenste Professionen
  • Anerkannte Kriterien für eine Profession sind:
    • Universitätsausbildung
    • Fachsprache
    • spezialisiertes Wissen (systematisiertes Wissen / Wissenschaft)
    • soziale Dienstorientierung
    • Berufsethik/Kodex
    • Selbstverwaltung / Disziplinarrecht
    • Handlungsmonopol / Autonomie
    • Berufsprestige
    • Berufsorganisation / kollegiales Verhalten
Der Professionalisierungsprozeß ist ein dynamischer Vorgang, in dessen Verlauf ein Beruf zur Profession wird


Definition „Therapie“:
DUDEN: Heilbehandlung
nach LAUX: Inhalt und Ziel der psychiatrischen Therapie sind die Besserung, Heilung und Rückfallverhütung von psychischen Störungen. Sie basiert auf 3 Säulen:
  • biologisch-somatische Therapieverfahren (v.a. Psychopharmakotherapie)
  • Psychotherapie (auch psychiatrische Pflege)
  • Soziotherapie (auch psychiatrische Pflege)
Berufliche Merkmale psychiatrischer Pflege
  • Fachliche Fähigkeiten, Kenntnisse & Erfahrungen
  • Kenntnis über bio-psycho-soziale Prägemechanismen
  • Sorge für Gesundheit und leibliches Wohlergehen
  • Flexibilität im Umgang mit Menschen, mit extremen psychischen Auffälligkeiten und Beziehungshindernissen
  • Fähigkeit zur Teamarbeit - ggfs. Leitungsfähigkeiten
  • Pädagogische Fähigkeiten
  • Kontaktpflege mit den Angehörigen
  • Kenntnis von Verwaltungsstrukturen
  • Kenntnis von Recht und Gesetz
  • Bereitschaft zur Innovation und Planung
Grundlagen psychiatrischer Pflege
  • Allgemeine pflegerische Grundlagen
  • Soziotherapeutische Anteile -das Bemühen um soziale Integration - die Förderung der sozialen Anpassung und der Leistungsfähigkeiten
  • Psychotherapeutische Anteile für den Umgang mit Ängsten die Umwandlung von "Verhaltensstörungen" in brauchbare Alltagsstrategien
  • Hilfe zur Selbsthilfe - EMPOWERMENT
  • Beziehungs- und Milieugestaltung - die Gestaltung der therapeutischen Beziehung als Arbeit
Ziele psychiatrischer Pflege
  • die Beziehung zu sich selbst und seiner Umwelt behalten und wiederfinden
  • ein Höchstmaß an Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Autonomie
  • die Fähigkeit mit der Krankheit und den daraus resultierenden Konflikten und Einschränkungen umzugehen, Bewältigungsstrategien entwickeln
  • das Leben, die Gesundheit erhalten, sich und andere nicht gefährden
  • die Lebensqualität verbessern
Aufgaben psychiatrischer Pflege
  • Wahrnehmen, Stärken und Fördern von Ressourcen und lebenspraktischen Fähigkeiten
  • Tages- und Wochenstruktur im lebenspraktischen Bereich
  • Pflege der Beziehung zu sich selbst und Anderen
  • Herstellung eines förderlichen Milieus
  • Beobachten und Wahrnehmen von Veränderungen
  • Begleitung und Stützung in Krisen
  • Kontakte zu Angehörigen
  • Unterstützung bei somato- und psychotherapeutischen Verfahren
Pflegerische Ziele und Aufgaben sind mit
soziotherapeutischen Zielen und Aufgaben identisch !

Also viel Spaß im neuen Bereich, wenn Du Dich entscheidest, dort zu arbeiten.

Er ist anders...anders schön und anders anstrengend.
Aber das wirst Du merken...

Und wenn es nichts für Dich ist...na, dann einfach wieder wechseln...

Gruß,
Fragmentis

P.S.: Merke grad, daß dies mein 200er Beitrag ist...wow...und dann auch noch zu meinem Lieblingsthema "Psychiatrische Pflege"...ein Omen...grins
P.P.S.: Habe den Schritt in die Psychiatrie auch noch nie bereut wie auch Christa...denn in der psychiatrischen Pflege ist noch Pflege richtig Pflege, wenn ich die somatischen Kollegen so höre...

 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hallo auch,

mich schließ mich im Wesentlichen den Ausführungen von Vader an. Vor sechseinhalb Jahren ging´s mir ganz genau so.

Noch als Ergänzungen aus eigenen Erfahrungen:

Bereite dich darauf vor, dass du dir das ganze gelernte Handwerk (waschen, füttern, Verbände, ...) aus dem Kopf schlagen kannst.
Breite dich aber auch darauf vor, eigenverantwortlich handeln zu können/ zu müssen
Bereite dich darauf vor, in einem multiprofessionellen Team mitzuarbeiten und auch angehört zu werden
Zieh einen klaren Schnitt zur Somatik; du willst nie wieder zurück...:thumbsup2:


NW-Grüße,
Christa (der den Schritt in die Psychiatrie noch nie bereut hat)

Hi,

diese Ergänzungen unterschreibe ich auch!!!


Gruß

Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
L

lotos

Neues Mitglied
Basis-Konto
14.07.2007
8
---------------------------------------------------------------------------
 
Qualifikation
ex KrPfl.
Fachgebiet
bayern
M

MiChung

... ein kleiner Tipp noch: schau Dir nach Möglichkeit an, wie Patienten sich auf weiterführenden Stationen entwickelt haben.
Auf den sogenannten "Krisenstationen" bekommt man oft nicht mit, dass die Patienten auch irgendwann wieder den Anschluss an die Realität gefunden haben - das kann auf Dauer frustrieren.....
und schule Deinen Blick für die kleinen Dinge, die sich zum Positiven verändert haben.


LG MC
 
juttawa

juttawa

Mitglied
Basis-Konto
Wichtig außerdem:

Toleranz, Toleranz und nochmals Toleranz.

Gruß Jutta
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester Psychiatrie
Fachgebiet
psychiatrischer Fachpflegedienst
N8schatten

N8schatten

Mitglied
Basis-Konto
15.12.2007
52064
Naja,

ihr seit vielleicht lustig:

Bereite dich darauf vor, dass du dir das ganze gelernte Handwerk (waschen, füttern, Verbände, ...) aus dem Kopf schlagen kannst.
Im Moment oder in den letzten 2-3 Jahren ist es bei uns aber umgekehrt:

Immer mehr "psychiatrische" Pflegepatienten,
die entweder von den anderen Fachdisziplinen zu uns kommen,
weil sie nicht mehr "zu händeln" waren,
"agressive" alte Menschen aus Altenheimen, wo die nicht mit fertig werden (Personalschlüssel),
oder allgemein Patienten/ Junkies, Menschen von der Straße,
wo man nicht weiß wo hin damit...

Jedenfalls pflegen wir wieder,
waschen auch was das Zeug hält,
Verbände, DKs. Pampern etc. sind auch wieder an der Tagesordnung,
jedenfalls ist das an einer Uniklinik so,
die in einer größeren Stadt ist...

Die Zeiten,
wo wir wirklich den Luxus der Zeit und Muße für
den Patienten hatten,
die sind bei uns lange vorbei...

Im Vergleich zur Somatik immer noch besser,
aber auch bei uns weht der Wind nur noch von vorne,
erst Recht, wenn die Pat. "P" sind,
die werden IMMER genommen....egal, was da los ist.....

Traurig das.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Uniklinik / Psychiatrie
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo andy,

die Arbeit ist sehr unterschiedlich und vielfältig, wie du auch aus den vorausgegangenen Antworten siehst, auch abhängig vom Fachgebiet.

Da du im gleichen Haus bleibst, geh doch eine Woche probearbeiten.

Oder ist die Entscheidung schon fest?

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
N

nömachichnicht

Neues Mitglied
Basis-Konto
29.12.2007
52064
Hi zusammen, es macht aber sehr viel Spaß in ner Psyschatrie zu arbeiten.
Da man sehr viel über die einzelnen KH erfährt.
Und man kriegt meist den ganzen Ablauf mit und man baut ein pers. Verhältnis auf und hilt den Pat. mit zuhören und reden.
Ich arbeit z.B. sehr gerne dort.
Das Praktikum hat mir sehr dabei geholen mich zu orientieren


S mach es gut Liebe grüße
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Klassenraum (Irrenklasse)
kleineTigerente

kleineTigerente

Mitglied
Basis-Konto
01.12.2006
21337
Hallo nömachichnicht,

was ist denn eine Irrenklasse??

Bereich: Klassenraum (Irrenklasse)

Kann es sein, dass es abwertend gemeint ist? professionell klingt das für mich jedenfalls nicht.

Auch ich arbeite auf einer Akutpsychiatrie und habe mich von der Somatik gänzlich verabschiedet.
Die Umstellungsphase war erstmal ungewohnt, man ist noch nicht wirklich angekommen - aber inzwischen habe ich so viel gelernt, dass ich den Pflegeprozeß aktiv mitgestalte...und ich muss sagen, ich möchte nicht mehr tauschen!

LG

von der Tigerente

Marlies
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
jack

jack

Mitglied
Basis-Konto
Klarheit und Struktur sind in der Psychiatrie das Wichtigste
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
jack

jack

Mitglied
Basis-Konto
Wie gesagt: Klarheit und Struktur sind das Wichtigste
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hi,

mich würde auch interessieren was einen Irrenklasse ist.

Ernsthaft drüber nachdedacht würde mir ne Fachweiterbildung am nähesten dran kommen*g

Und es stimmt klarheit und struktur....die man immer und immer wieder predigen und durchsetzen muss.......danke für diesen subtilen wiederholungshinweis:eek:riginal:


Gruß

Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
jack

jack

Mitglied
Basis-Konto
na bitte, geht doch: Klarheit und Struktur

geht auch noch mehr: Was ist denn der Pflegeprozess anderes als ein Beziehungsprozess?

Ne Irrenklasse, hab ich noch nie gehört, denke aber, dass das ne Form von Bewältigung ist im Sinne von Abwehr.

Jack
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
N

nömachichnicht

Neues Mitglied
Basis-Konto
29.12.2007
52064
mhhhhmmm ja weil manche aus der Klasse ruhig ma da Arbeiten könnte um zu erfahren wie es is da zu arbeiten aber mir macht es sehr viel spaß
un ich habe dire Prüfung geschafft
:bae:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Klassenraum (Irrenklasse)
J

JennyR

Neues Mitglied
Basis-Konto
19.05.2008
46537
Hallo! Nun, ich bin zwar keine Krankenschwester in der Psychiatrie, hätte jedoch ein paar Fragen an erfahrenen Leuten:
Ich wurde vor kurzem zu einem Vorstellungsgespräch in einem Krankenhaus eingeladen, wo die Frage vorkam, ob ich auch dazu bereit wäre, in der Psychiatrie eingesetzt zu werden. Ich bejahte dies. Nun habe ich erneut ein Vorstellungsgespräch, aber das in einer Psychiatrie. Nun wollte ich mal fragen, ob eventuell jemand weiß, welche Fragen dort auf mich zukommen könnten? Die meiste Angst habe ich vor der Frage: Warum ausgerechnet in einer Psychiatrie??? Das Problem ist, dass meine Bewerbung an diesem Bereich weitergeleitet wurde und ich mich eigentlich in einem Krankenhaus beworben habe, ich aber jedoch Angst habe, auf diese Frage falsch zu antworten. Und was ich noch sehr wichtig finde: Weiß zufällig jemand, warum die Berufsbezeichnung nicht mehr Krankenschwester sondern Gesundheits- und Krankenpflegerin heißt??? Ich bitte dringenst um eure Hilfe. Liebe Grüße, Jenny
 
Qualifikation
Schülerin
Fachgebiet
Schule
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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