Krankenkassen wollen Fehlbelegungen ermitteln

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Joerg Guenther

Die Krankenkassen wollen den Fehlbelegungen in den Krankenhäusern auf die Schliche kommen. Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben deshalb Richtlinien aufgestellt, mit denen sie die unnötige Belegung von Krankenhausbetten ermitteln wollen, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung vom Freitag. Demnach soll der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Patientendaten eines Krankenhauses überprüfen. Anhand präziser Kriterien soll der MDK feststellen, ob ein Patient zu lange im Krankenhaus behalten und überflüssige Diagnose- und Behandlungsmaßnahmen ergriffen wurden. Im Anschluss stellt der MDK einen Prüfbericht aus. Diese Daten fließen in eine Fehlbelegungsstatistik ein, die die Spitzenverbände der Krankenkassen auf Bundesebene erstellen. Die Krankenkassen erhoffen sich damit mehr Transparenz im Umgang mit Fehlbelegungen und Überkapazitäten. Sie hätten dann rechtlich die Möglichkeit, in den Verhandlungen mit den Krankenhäusern einen Fehlbelegungsabschlag durchzusetzen. Pro Jahr geben die gesetzlichen Krankenkassen rund 85 Milliarden Mark für die Krankenhausbehandlung aus. Das sind mehr als ein Drittel der Gesamtausgaben. (netdoktor.de, 23.9.2000)pg
 
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