kontrolliertes schneiden

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A

Andreas Schr.

Neues Mitglied
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22.07.2005
46045
hallo

wer kann mir sagen wo ich informationen zum thema
kontrolliertes schneiden bei borderline ps
finde :confused:

danke
 
Qualifikation
krankenpfleger
Fachgebiet
psychiatrie
C

Cystofix

Mitglied
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11.11.2004
69120
Moin,

eine Möglichkeit wäre z.B. hier:

Klick mich

Cys

P.S. einfach mal googlen :)
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Anästhesie/Intensiv
H

Heines

Hallo Andreas,

ich würde auf jeden Fall die phänomenologische Arbeit von Dr. Susanne Schoppmann zu Thema Selbstverletztung empfehlen. Es handelt sich dabei um ihre Promotionsarbeit, die bei Huber erschienen ist.

 
A

André Rosellen

Mitglied
Basis-Konto
07.04.2002
41469
Hallo Andreas!

Halte von der Theorie des kontrollierten Schneidens gar nichts. Ich arbeite auf einer Station, auf der wir uns auf die Behandlung von Menschen mit einer Borderlinestörung spezialisert haben. Wir bieten neben der üblichen Krisenbehandlung das so genannte DBT (Dialektisch behaviorale Therapie) ambulant und stationär an; bin entsprechend fortgebildet.

Die Frage nach dem kontrollierten Schneiden empfinde ich immer als einen Ausduck von Hilflosigkeit, und eine schädliche Art, Selbstverletzung als Problemlösung zu akzeptieren.

Dabei ist das Schneiden für die Betroffenen auch nie eine wirkliche Lösung. Denn nach einer kurzen Phase der Entlastung vom inneren Druckgefühl oder auch der Erfolg des sich-wieder-spüren-könnens kommen erneut Schuld- und Schamgefühl auf sowie der Eindruck, es wieder nicht geschafft zu haben. So baut sich neuer Druck wieder schnell auf, zusätzlich wird das eh schon sehr negative Körperbild durch die verbleibenden Narben noch mehr negativiert.
DBT akzeptiert, dass es dazu kommt, dass Menschen mit einer Borderlinestörng Schneiden als (nicht hilfreiche) Problemlösung entwickelt haben, aber sie bietet an, andere Fertigkeiten zu entwickeln, mit Schneidedruck umzugehen, die eben nicht mit Schuld- und Schamgefühlen einhergehen und somit in der Lage sind, langfristig die Lebensqualität zu verbessern.

Weitere Infos auf meiner Homepage (www.psychodoz.de)

André
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
offene allgemeinpsychiatrische Station / Borderline
A

Andreas Schr.

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
22.07.2005
46045
hallo andré

erst einmal vielen dank dass du auf meine anfrage geantwortet hast
"dbt" alles schön und gut die erfolge sprechen für sich aber im akutbereich hilft es mir nicht weiter

natürlich entwächst kontrolliertes schneiden einer hilflosigkeit aber so lässt sich akut schlimmeres vermeiden

deswegen erneut meine anfrage nach informationen zum kontrollierten schneiden oder dem sogenannten " coping " :eek:riginal:

mfg andreas
 
Qualifikation
krankenpfleger
Fachgebiet
psychiatrie
A

André Rosellen

Mitglied
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07.04.2002
41469
Akutes Coping

Hi Andreas!

Bleibe dabei - nur ins DBT vermitteln wird mittel- und langfristig Erfolg haben. Wobei man fairerweis sagen muss, dass es auch analytisch ausgelegte spezielle Therapien gibt, die auch nicht schlecht sein sollen.

Vielleicht noch dies:

Selbstverletzung als solche ist für uns alleine kein Grund, um jemanden aufzunehmen, und auch kein Grund, jemanden nicht zu entlassen.

Wichtig bleibt die Unterscheidung von Selbstverletzung (mit der Absicht von Spannungsreduktion und "Sich-selbst-endlich-wieder-spüren-können") und suizidalen und parasuizidalen Handlungen (mit der Absicht, sich zu töten oder den Tod billigend in Kauf nehmend). Schließlich kann das Ziel ja nicht der kontrollierte Suizidversuch sein.

Man kann auch im Akutbereich Teile des DBTs sogar bei ungeschulten Patienten einsetzen (und somit einen Grundstein legen?), z. B. Teile aus der Achtsamkeit, Gefühlsprotokolle, Diarycards, Anspannungskurven.

André
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
offene allgemeinpsychiatrische Station / Borderline
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Andreas Schr.

Neues Mitglied
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22.07.2005
46045
hallo andré

ok überzeugt
informiere mich über dbt weiter
danke

mfg andreas:grin:
 
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krankenpfleger
Fachgebiet
psychiatrie
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05.07.2001
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