Kleidung und Krankheit

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sorgeneltern

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Grüße euch,
ich wusste nicht in welches Forum das passt... bei bedarf bitte verschieben oder so..danke.

Es geht um meine Mutter, sie hat Syringomelie, starke Osteo, ist nur noch ein Schatten..Haut und Knochen. Ihre Finger kann sie nicht mehr bewegen, Hand hängt einfach runter.
Seit ein paar Monaten geht es mit Demenz los, sie ist 80.
Hauptsächlich wegen der nicht mehr funktionierenden Hände braucht sie viel Hilfe, wir meine Brüder und ich helfen ihr natürlich aber es ist ein Drama wenn es um Toilette geht. Sie quält sich zehn Minuten bis sie mal sitzt, und danach wieder zehn bis sie wieder angezogen ist. Es ist nicht jedesmal jemand bei ihr wenn es soweit ist. Ich wohne weiter weg, Bruder im Haus in anderer eigener Wohnung.
Ich suche nach einer Kleidung die leicht auszuziehen oder anzuziehen ist. Sie trägt immer Röcke.
Außerdem eine Strumpfhose, und Windeln. Das ist alles ziemlich schwierig mit dem Klogehen.. Und obwohl ich oft denke da gibt es keine Lösung habe ich doch noch nicht die Hoffnung aufgegeben daß schlaue Leute und vom Fach mir vielleicht Tipps geben können. (Katheder ist noch keine Lösung)

Lieben Dank.
Tina
 
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lulli00

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Hallo.

Ich denke alles was einfach nur einen Gummizug hat ist schon hilfreich und ein feste Strumpfhose die nicht gleich zerreißt wenn man dran rum zerrt. Achtung der Gummizug liegt gerne mal auf Magenhöhe und bereitet dort schmerzen.

Da gibt es auch ganz nette Modelle.

Evtl. kannst du deine Mutter zum Einkaufen mitnehmen und sie kann sich die Hosen, Röcke selber aussuchen. Auch lockere Oberteile machen den Toilettengang einfacher.

Sollte sie diese grundsätzlich nicht mögen... evtl. kann man mit der Zeit immer ein Kleidungsstück unter die Garderobe mogeln.
Ist nicht die Feine Art, aber es macht die Sache am Ende für beide Seiten einfacher.

Ja ich bin mir bewusst das auch alte, demente Menschen ein recht auf Selbstbestimmung haben. Dennoch muß man auch berücksichtigen das z.b. an einem "Häkchenmieder" viel arbeit und auch Schmerz hängt. Pflege ist Teamarbeit. Der Pat. ist Teil des Teams.
 
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Pevaueff

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Hallo Tina,

Ferndiagnosen übers Internet halte ich eher schwierig. Aber Du hast die Situation vor Ort so anschaulich beschrieben dass ich den Versuch mal wage.

Daher möchte ich folgendes vorschlagen:

1.) Deine Mutter hat Anspruch auf einen Pflegegrad und somit auf Pflegesachleistungen. Hat Sie bereits einen solltet ihr einen Pflegedienst beauftragen. Ihr könnt die notwendige Hilfe, nach deiner Schilderung, nicht alleine tragen, auch da ihr nicht im gleichen Haushalt wie Eure Mutter wohnt. Hat sie noch keinen Pflegegrad solltet ihr schnellstmöglich eine Begutachtung bei der Pflegeversicherung beantragen.

2.) Röcke, Strumpfhosen und "Windeln" sind natürlich überhaupt nicht optimal bei den genannten Funktionseinschränkungen. Vermutlich wird sich Deine Mutter nicht davon überzeugen lassen Rock und Strumpfhose gegen einfach an- und auszuziehende Hosen einzutauschen. Das ist ihr gutes Recht. Aber zumindest könnte man beim Inkontinenzmaterial mal sogenannte "Pants" probieren. Das sind "Windeln", die man wie eine Unterhose hoch- und runterziehen kann. Auch wenn sie selbst das wegen den Händen nicht mehr schaffen sollte ist es doch eine Erleichterung für euch als Pflegepersonen. Für einen Katheter sehe ich hier auch überhaupt keine Indikation, eher kontraproduktiv.

3.) Lasst euch von einem Pflegedienst vor Ort beraten!

Beste Grüße,

Pevaueff
 
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PDL
Fachgebiet
ambulant
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