Intensiv Kitteltaschenbuch-Empfehlung gesucht

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Fleschor_Max

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Hey Leute,

da ich jetzt meine Stelle auf der Intensivstation (chirurg+neurochirurg+IMC) sicher hab *freu*, bräuchte ich mal ne Buchempfehlung von euch.

Hab mir schon auf Anraten meiner zukünftigen Öse den Larsen "Anästhesie und Intensivmedizin für die Fachpflege" geholt, und sie sagte noch was von "ärztlicher Leitfaden" für die Intensivmedizin, was ein Kitteltaschenbuch sein soll. Das find ich aber nicht. Habt ihr mal ne Empfehlung für mich? Also ein Kitteltaschenbuch was richtig ins Detail geht, vor allem denk ich da an die ganzen Medikamente, Wirkmechanismen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, die grobe Übersicht hab ich ja beim Larsen.

Gruß, Max
 
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Fleschor_Max

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Hey ihrs,

40 Klicks, keine Resonanz, war die Frage irgendwie doof? Die Suchfunktion hat bei Kitteltasche und Kitteltaschenbuch hier im Unterforum nix ausgespuckt.

Machen wirs mal andersrum, den "Klinikleitfaden Intensivmedizin" konnte ich mir grad irgendwo mal im Internet durchblättern, da ist der Medikamente-Teil irgendwie unbefriedigend kurz. Was ist denn von der "Checkliste interdisziplinäre Intensivmedizin" vom Thieme-Verlag zu halten?

Ich meine, klar, ich kann mir die Bücher im Laden durchblättern, aber z.B. hab ich bei einer Buchreszension zu nem anderen Kitteltaschenbuch auch schon Sachen gelesen, wie, sinngemäß zitiert, "Seitenangaben oft falsch, stört wenns schnell gehen soll", "geht schnell kaputt", oder "wichtige neuere Therapien fehlen". Das trau ich mir nicht zu, solche Sachen beim Durchblättern zu erkennen, deswegen halt die Frage an euch.
 
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catty2

catty2

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Denkst du, dass du überhaupt die Zeit dazu hast immer gross etwas nachzusehen? Ich war nur als Schüler auf Intensiv, müssten die vielleicht beurteilen, die dort täglich arbeiten. Aber meine allgemeine Erfahrung sagt mir, dass ich oft Dinge zu Hause nachgelesen habe, bei denen ich mir nicht so sicher war. Ich glaube im stressigen Routinealltag ist doch kaum Zeit für sowas, oder???
Und bei Unklarheiten sind doch auf Intensiv immer noch die Ärzte vor Ort.

Gruss und Frohe Festtage,

Catty
 
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Fleschor_Max

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Hey Catty, frohen Weihnachten!

Geht ja gar nicht um Unklarheiten, sondern um vertieftes Verständnis. Hab schon oft gelesen, dass es den Leuten mehr Freude macht, wenn sie verstehen, was gerade passiert. Laut meiner zukünftigen Öse steht in dem Kitteltaschenbuch (welches auch immer sie meinte) die Medikamenten-Infos mehr in die Tiefe gehend als im Larsen.

Ich kann vorm Ende der Ausbildung schon 1,5Monate auf Intensiv als zusätzlicher, vorher nicht eingeplanter, Schüler und kann dabei noch etwas mitlaufen und mich reinfitzen.

Mal kurz was nachschlagen und lesen dauert doch nur 1-2min. Die Zeit brauchen manche Ärzte schon um überhaupt zum Kern meiner Frage zu kommen ;). Da steh ich manchmal wie auf glühenden Kohlen: zwei Sätze hätten doch gereicht, wie komm ich jetzt hier wieder weg ohne ihm ins Wort zu fallen...;). Vllt. stell ich die Fragen auch noch nicht präzise genug.

Ich denke es ist besser zeitnah sich die Fragen selbst zu beantworten, vieles würd ich sonst auch vergessen bis nachm Dienst.

Gruß, Max
 
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itsbiene

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Hallo!
Kauf dir doch einen PDA für die Kitteltasche. Da kannste alles drauf laden was du gerade brauchst.
Ist klein und es ist schneller als im Buch gesucht.
LG und viel Spass auf Intensiv!
 
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Fleschor_Max

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Danke! :thumbsup2: Die Idee hat mich erstmal spontan begeistert, weil sie multifunktionell ist.

Allerdings wüsste ich jetzt nicht, woher ich elektronische Dokumente bekomme die so ausführlich wie die Bücher sind. Such ich zu schlecht?
Ich denke wenn ich tiefer im Stoff stehe, kann man sich gut elektronische Expertenliteratur dann wieder irgendwoher besorgen, die genau zum Krankheitsbild passt, aber so für den Einstieg, dass man nochmal nachschauen kann welchen Beatmungsmodus man vor sich hat, oder komplexere Handlungsabläufe nochmal geistig wiederholen, da hab ich noch nix so ausführliches im Internet gefunden.

Ich meine ich lese grad den Larsen, ich merk dass der in einigen Bereichen zu flach bleibt,(grad bei der Pharmakologie find ich den enttäuschend, aber ich meine wir sind doch diejenigen die das Zeugs in der Hand haben) und dann ist das schon so ein Klopper/Wurfwaffe ;-).

Gruß, Max - der sich schon freut, aber auch etwas bammel hat. Aber ich denke ohne bammel wäre man ungesund. Mein Horror sind die ganzen Fluidleitungen in Verbindung mit meinen großen Füßen...:D ;-)
 
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itsbiene

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Das mit den grossen Füßen könnte zum Problem werden:eek:riginal:
Habe hier einen Link für sich mit med. Programmen für einen PDA
PDA-MEDICUS.de .: MEDIZIN-SOFTWARE :.

Ein Werk wo du alles auf einen Blick hast wirst du nicht finden, dafür ändert sich alles viel zu schnell. Was ich empfehlen würde wäre ein Medikamenten Pocket und so was wie ein Pschyrembel. Muss mal unseren Doc fragen was er drauf hat.
LG und denke dran du musst nicht alles gleich am ersten Tag wissen. Das meiste lernst du dann beim I-Kurs.
 
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Fleschor_Max

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Hey itsbiene,

Ja, wäre nett wenn du mal den Doc fragst.

Aber das Konzept hat mich überzeugt, aber ich werd das so machen, ich hab mir jetzt die "Checkliste" angeschaut, die find ich ein bißchen besser als den Leitfaden. Ich werd das Zeugs am Anfang benutzen, wenn ich noch den Überblick brauche, und nach paar Monaten Einkommen mir so nen PDA kaufen.

Ich hab den Vorteil dass ich nen ewiglangen Einsatz auf ner Knochenmark-TX-Station hatte, mit den langliegenden, meist älteren, Patienten. Ein paar Fluidleitungen und anspruchsvolle Tätigkeiten kamen da schon zusammen. Was mir völlig fehlt ist die Beatmungssache. Ich hab mir das jetzt einmal im Larsen durchgelesen, fand es schwer verdauliche Kost, und muss jetzt mal in Indernetz schauen, ob ich kostenlos nochmal ne Beschreibung in anderen Worten finde.

Mal paar Off-Topic-Fragen dazu:
Hab ich das richtig verstanden, dass APRV nur eine Art BIPAP ist? Also BIPAP bei spontan-Atemzug/Atmung auf beiden Druckniveau, mit einem unteren Druckniveau von 0mbar ist? Bzw. ja eher Umgebungsluftdruck+0mbar?

Und wird das untere Druckniveau nur beim nicht-spontanen Atemzug im BIPAP als PEEP bezeichnet, oder auch wenn bei spontaner Atmung Atemzüge auf dem unteren Druckniveau stattfinden?

Bei Unterdruck in der Lunge bei normaler physiologischer Inspiration verhindert der Surfactant das Verkleben der Alveolen? Der Thread der das mal endgültig klären wollte, ist glaub ich schon geschlossen.

Gruß, Max
 
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itsbiene

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Oje ich hoffe ich kann dir das erklären:eek:riginal:
Beim Bipap kann der Pat. auf 2 Druckniveaus atmen. Dem unteren dem Peep.Ein positiver endexspiratorischer Druck, (Abk. PEEP für positive end-expiratory pressure) bezeichnet einen bei der Beatmung künstlich in der Lunge erzeugten positiven Druck, der nach Abschluss der Ausatmung (Exspiration) anliegt. PEEP kann dazu beitragen, einen Kollaps der Lungenbläschen, der Alveolen, zu verhindern und beugt damit Atelektasen vor. Außerdem kann in vielen Fällen die Sauerstoffsättigung des Blutes verbessert werden.Und dem oberen Druckniveau (bei manchen Maschinen auch Pmax). Auf dem oberen Niveau macht der Pat. eher Atembewegungen, als richtige Atemzüge. Stell dir vor du hast schon eingeatmet und sollst dann nochmal einen ganzen Atemzug drauf atmen.
Peep kannst du immer bei einer Beatmung rein machen, egal welcher Beatmungsmodi.
Mit APRV kenne ich mich nicht so aus was da der Unterschied ist.

Die Surfactant-Auskleidung hat mindestens drei zusammenhängende biophysikalische Aufgaben:
  • Senkung des „Eröffnungsdrucks“ kleiner Alveolen und Vermeidung einer Umverteilung von Gas aus einer kleinen Alveole in eine große und damit den Kollaps der kleinen. Hier zeigt sich die dynamische Funktion und Struktur des Surfactant: Die Oberflächenspannung hängt von der Dichte des Surfactants ab, die bei kleinerem Radius steigt, womit die Oberflächenspannung noch weiter absinkt.
  • Erhöhung der Lungen-Compliance, so dass eine kleinere Druckdifferenz und weniger Arbeit zur Inflation nötig ist.
  • Verhinderung des Alveolenkollaps am Ende der Ausatmung. Der intrathorakale Druck nähert sich bei Exhalation dem Alveolardruck an, ohne Maneuver und physiologisch beide etwa 0 kPa. Unter Umständen kann der intrathorakale Druck auch leicht positiv werden, z. B. bei forcierter Ausatmung.
Soweit so gut:eek:riginal:!
 
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Fleschor_Max

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Also die "Checkliste interdisziplänere Intensivmedizin" kann ich empfehlen. Richtet sich an Ärzte, also ausreichend umfangreich, ist aber noch verständlich geschrieben. Und super fürs schnelle Nachschlagen, der Medi-Teil ist für mich ausreichend ausführlich.
Einband (abwischbar) und das gesamte Buch machen nen robusten Eindruck (wichtig bei mir ;) ).
Ist aber natürlich nix über Pflegehandlungen drin, aber das lernt man ja by doing und kann zuhause im Larsen nochmal lesen. Aber Diagnostik, Pathologie, und Pharmakologie ist schon ganz praktisch.

Bin auch gut angekommen auf Station, am Anfang waren sie etwas reserviert (die werden auch bald mit neuen Leuten überschwemmt, weil etliche Betten dazukommen, ich bin nur der Anfang), aber mittlerweile ist das Eis gebrochen. Das Einzige womit ich im Moment noch umgehen lernen muss, ist Explantationskandidaten in die Augen zu leuchten. Ist irgendwie seltsam, wenn keiner mehr zu Hause ist.

Gruß, Max

EDIT-Grund: Explantationspat -> Explantationskandidaten ohne abgeschlossene Diagnostik; sollte besser auf die sprachlich feinen Unterschiede achten.
 
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Grobi

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Habe mir gestern das Checkliste interdisziplinäre Intensivmedizin Buch bestellt
ich geb laut wie es ist.

Meine Vorstellungen für einen
Pocked Guide sind :
es sollte kurz geschrieben
leicht verständlich
und Übersichtlich sein

Bin auf station mit einigen kollegen beschäftigt einen zu erstellen der auf unsere Station zugeschnitten ist, mal sehen was daraus wird

so long
grobi
 
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unschuldsengel

unschuldsengel

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Hi, die pflegeleitfäden sind recht "kitteltaschenunpraktisch" aber gut für dein fach/schrank auf station oder zu haus, auf jeden fall brauchst du ein ARZNEIMITTELPOCKEuro fast in jeden guten buchladen, ist die "rote liste" in kompakt & klein, lg.
 
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