KH Nachts - kein Plan oder keine Lust?

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Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Hallo Monika,

das ist aber nicht das einzigste was du negatitiv von einer Alteneinrichtung gehört hast oder(?)
Ich habe selber ein einer Altenpflegeeinrichtung gearbeitet, spreche also aus Erfahrung und bringe kein "Hörensagen" ein.
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
V

Vev

Mitglied
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23.06.2006
8333
...Guten Morgen!....Das Problem der gegenseitigen Schuldzuweisung durfte ich mit den Jahren von beiden Seiten kennenlernen.In der Tat wird man, sobald der "Gegnerische Betrieb " gelebt wird um Vieles verständnisvoller. Viele Fehlleistungen entstehen nicht aus Unwillen oder Unwissen des Personals. Häufig ist ein Personalnotstand und Überlastung von Einzelpersonen zu finden.
Das gegeseitige Bekriegen bringt nichts, denn wir stehen auf der selben Seite des Bootes.
Angesichts dessen könnte man aufgrund dieses Beitrags auf die Idee kommen mich ins Management abzuschieben...schmunzel
 
Qualifikation
DGKS
Fachgebiet
mobile Krankenpflege
S

stern3007

Aktives Mitglied
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29.07.2005
Köln
Die gegenseitigen Schuldzuweisungen bringen wirklich nichts. Schuld ist meist das System, welches durch seine Vorschriften ein Zuarbeiten unterbindet. Aber diesen Satz verstehe ich nicht:
Aber ich verstehe manchmal auch nicht warum sich Aufgeregt wird wenn Pat. die selben Tabletten wie vor dem KH Aufenthalt erhalten.
Was soll damit gesagt werden?
Ich hoffe doch nicht, dass damit gemeint ist, bis zur Klärung durch den Hausarzt ohne ärztliche Authorisierung auf die alte Medikation vor dem KH Aufenthalt zurückzugreifen.

Dann müßte ich vom zuständigen Arzt im Krankenhaus eine klar Anweisung erhalten, dass ich bis zur Klärung durch den Hausarzt auf den alten Medikamentenplan zurückgreifen darf.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
Mike28

Mike28

Mitglied
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04.05.2006
46286
Hallo Monika,

ich möchte doch gar nicht alle über einem Kamm scheren aber wenn du Ehrlich bist, dann weist du auch das einige Leute in der Krankenpflege die Nase gegenüber der Altenpflege sehr hoch tragen, um Gottes Willen ich möchte das nicht Verallgemeinern aber wenn du auch Krankenpflegeschüler unterrichtest dann weist du das dieses stimmt.

PS.: Monika, möchte mich hier nicht unbeliebt machen, verlange nur das die Wahrheit nicht mit falschen Tatsachen verwechselt wird.

Liebe Grüß
Mike:thumbsup:
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Alteneinrichtung
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
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26.09.2005
Bonn
Hallo Monika,

ich möchte doch gar nicht alle über einem Kamm scheren aber wenn du Ehrlich bist, dann weist du auch das einige Leute in der Krankenpflege die Nase gegenüber der Altenpflege sehr hoch tragen, um Gottes Willen ich möchte das nicht Verallgemeinern aber wenn du auch Krankenpflegeschüler unterrichtest dann weist du das dieses stimmt.
Ich weiss jetzt nicht genau, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat :confused:.

Soll das vielleicht sogar heissen, ich als Unterrichtende bin dafür verantwortlich, dass die biden Berufsgruppen sich nicht grün sind??

Ich kann mir im Ernst nicht vorstellen, dass Du das meinen könntest. Von daher bitte ich um Erläuterung Deiner Aussage.
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Bethke Axel

Bethke Axel

Mitglied
Basis-Konto
27.02.2002
24118
Hallo,
jetzt streiten wir aus der Pflege schon wieder untereinander.
Altenpflege, Krankenpflege jeder macht auf seinem Gebiet meist hervorragende Arbeit.
Warum gibt es häufig Meinungsverschiedenheiten bzw. wird die andere Berufsgruppe belächelt? Weil man häufig nicht weiß was der andere macht.

Warum glaubt die eine Berufsgruppe das die anderen Fehler machen oder nicht nicht gut arbeiten? Weil es manchmal auch stimmt. Wo gearbeitet wird passieren Fehler, wo die Rahmenbedingungen nicht optimal sind, ist die Arbeitsqualität nicht immer hervorragend.

Warum gibt es zwischen den beiden Bereichen - Krankenhaus / Altenheim- ambulante Pflege - häufig reibereien? Weil die Vernetzung der Bereiche nicht optimal ist. Aber glücklicherweise wird in vielen Städten / Orten daran gearbeitet.

Der Patient sollte, und steht meist in beiden Bereichen im Mittelpunkt. Deswegen ist eine Vernetzung sehr Sinnvoll und hilft unseren Patienten unb Bewohnern.

Grüsse
Axel
 
Qualifikation
Ltd. Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgische Ambulanz/ Internistische Aufnahmestation
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M

Manu5959

Aktives Mitglied
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19.10.2005
Rosenheim
Hallo Axel,

Danke, du hast vollkommen Recht!

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
Mike28

Mike28

Mitglied
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04.05.2006
46286
Hallo Monika,

um deiner gewollten Erläuterung gerecht zu werden:
NEIN, natürlich mache ich dich hier nicht für irgendwelche Dinge verantwortlich, dazu kenne ich dich ja wohl überhaupt nicht. Meine Aussage basiert darauf das ich einige Kollegen habe die in der Krankenpflege gelernt haben und die sagten mir das die Dozenten oft sehr negative Sprüche über die Altenpflege abgelassen haben und der Großteil des Kurses es ziemlich witzig fanden und das meine ich damit. War vieleicht etwas zu kompliziert beschrieben, Sorry meine Schuld.
Ehrlich gesagt wollte ich dieses Thema gar nicht so Ausarten lassen.

FRIEDE????:innocent: :eek:riginal:
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Alteneinrichtung
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Hallo Monika,

um deiner gewollten Erläuterung gerecht zu werden:
NEIN, natürlich mache ich dich hier nicht für irgendwelche Dinge verantwortlich, dazu kenne ich dich ja wohl überhaupt nicht. Meine Aussage basiert darauf das ich einige Kollegen habe die in der Krankenpflege gelernt haben und die sagten mir das die Dozenten oft sehr negative Sprüche über die Altenpflege abgelassen haben und der Großteil des Kurses es ziemlich witzig fanden und das meine ich damit. War vieleicht etwas zu kompliziert beschrieben, Sorry meine Schuld.
Ehrlich gesagt wollte ich dieses Thema gar nicht so Ausarten lassen.

FRIEDE????:innocent: :eek:riginal:
Also wieder mal eine unzulässige Verallgemeinerung ..... Das macht zielgerichtetes Disuktieren recht schwer .....
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
U

UlrichFürst

Die gegenseitigen Schuldzuweisungen bringen wirklich nichts. Schuld ist meist das System, welches durch seine Vorschriften ein Zuarbeiten unterbindet. Aber diesen Satz verstehe ich nicht:
Aber ich verstehe manchmal auch nicht warum sich Aufgeregt wird wenn Pat. die selben Tabletten wie vor dem KH Aufenthalt erhalten.
Was soll damit gesagt werden?
Ich verstehe das so, dass es kein (zeitliches) Problem mit dem Verordnen und organisieren/aus der Apotheke holen von Medikamenten gibt, wenn der Pat. aus dem KH entlassen wird und die Medikation während des KH-Aufenthaltes nicht verändert wurde.
Zumindest sehe ich das auch so. Falls es da trotzdem Probleme gibt, bitte ich um Aufklärung!

Ulrich
P.S. Selbstverfreilich ist diese Medikation trotzdem vollständig im Arztbrief und Pflegeüberleitungsbogen hinterlegt!
 
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.07.2005
Köln
Ich verstehe das so, dass es kein (zeitliches) Problem mit dem Verordnen und organisieren/aus der Apotheke holen von Medikamenten gibt, wenn der Pat. aus dem KH entlassen wird und die Medikation während des KH-Aufenthaltes nicht verändert wurde.
Ups ich glaube ich hab in meinem letzten Posting den Sinn eines Satzes nicht komplett erfasst gehabt.
Natürlich gibt es kein Problem, bzw. nur äußerst selten, wenn dieselbe Medikation vor der Entlassung durch das KH bestätigt wird.

Das ist aber, zumindest in meinem Arbeitsumfeld, nur selten der Fall. Meist wird im KH einiges umgekrempelt, sodaß die im Arztbrief aufgelistete Medikation nicht möglich ist, da die Medikamente derzeit nicht vor Ort vorrätig sind. Meist krempelt anschließend der Hausarzt wieder um.

Dann sollte grundsätzlich bedacht werden:
Entlassungen mittwochs und freitags sind Horror, weil man keinen Arzt findet, der das Rezept ausstellt. Abgesehen davon bekommt man auch oft genug das Medikament nicht direkt in der Apotheke. Es müssen innerhalb kurzer Zeit mehrere Stellen involviert werden, eine winzige Unaufmerksamkeit, und die Medikamentenversorgeung ist nicht mehr gewährleistet.

Dann gibt es noch ein weiteres Problem. Die Pflegedienste bekommen eine Verordnung, die die Medikamentengabe beinhaltet, aber eigentlich NUR die Medikamentengabe. Die Bezahlung ist derart grottenschlecht, dass sich etliche Pflegedienste mittlerweile dagegen wehren müssen immer als Medikamentenbeschaffungsbimbos mißbraucht zu werden. Ein Rezept organisieren und Medikamente besorgen dauert oft deutlich mehr als eine Stunde. Zeitlich ist das schon garnicht eingeplant. Teilweise ist es unmöglich, die Arztpraxen während ihrer Öffnungszeiten zu erreichen, da man etliche Patienten zu versorgen hat.

Die Krankenkassen wehren sich vehement dagegen, Kosten für Medikamentenbeschaffung abrechnungsfähig zu machen. Eine private Abrechnung solcher Leistungen lehnen viele Patienten energisch ab, vor allem die die es sich leisten könnten. Der Gedanke, dass unser System nicht mehr kostenfrei ist, wollen viele nicht wahrhaben.

Und langsam ist die absolute Grenze erreicht. Die ambulante Pflege kann nicht als Lückenbüsser dienen und so etwas immer wieder auffangen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
U

UlrichFürst

Medikamentenbeschaffung (war Re: KH Nachts - kein Plan oder keine Lust?)

Die Bezahlung ist derart grottenschlecht, dass sich etliche Pflegedienste mittlerweile dagegen wehren müssen immer als Medikamentenbeschaffungsbimbos mißbraucht zu werden. Ein Rezept organisieren und Medikamente besorgen dauert oft deutlich mehr als eine Stunde. Zeitlich ist das schon garnicht eingeplant. Teilweise ist es unmöglich, die Arztpraxen während ihrer Öffnungszeiten zu erreichen, da man etliche Patienten zu versorgen hat.

Die Krankenkassen wehren sich vehement dagegen, Kosten für Medikamentenbeschaffung abrechnungsfähig zu machen. Eine private Abrechnung solcher Leistungen lehnen viele Patienten energisch ab, vor allem die die es sich leisten könnten. Der Gedanke, dass unser System nicht mehr kostenfrei ist, wollen viele nicht wahrhaben.
Wie ist das eigentlich offiziell vorgesehen/geplant (also von der Politik, den Kassen usw.)?

Ulrich
 
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.07.2005
Köln
Ob irgendwo etwas vorgesehen ist, konnte ich bis heute leider nicht herausfinden. Ich vermute, das ist wieder so ein typischer Fall, wo nicht grundsätzlich alles berücksichtigt wurde.

Die Politik interessieren Details nicht, die Kassen zucken nur mit den Schultern.
Es gibt die Möglichkeit, hier in NRW einen Arztbesuch abzurechnen. Dieser Arztbesuch ist aber genau definiert. Diese Leistung soll verwendet werden, wenn man MIT dem Patienten zum Arzt fährt. Problem ist aber auch hier, dass die Bezahlung für den Aufwand viel zu gering ist. Man kann hier einfach nicht kostendeckend arbeiten. Abgesehen davon ist es bei vielen Patienten garnicht mehr möglich, sie noch zum Arzt zu schleppen. Man muß bedenken, eine Pflegekraft und ein Kleinwagen, der darauf nicht ausgerichtet ist. In jedem transportdienst sind 2 Mitarbeiter unterwegs. Eine Medikamentenbesorgung damit zu finanzieren wäre eine unkorrekte Abrechnung und sowas machen wir prinzipiell nicht.

Ich habe für mich durchaus einige Lösungen gefunden. Z.B. bestelle ich Medikamente beim Arzt telefonisch und bitte die Helferinnen, das Rezept in der Apotheke abzugeben. Die Apotheke liefert dann an den Patienten. So eine gute Zusammenarbeit funktioniert aber längst nicht überall. Am schlimmsten finde ich, wenn uns zusätzlich Steine in den Weg legt, zum Beispiel eine wohlüberlegte Bestellung unterläuft indem man in der Arztpraxis einfach nicht alle Medikamente verordnet, weil der Computer sagt, dass Patient noch für 10 Tage Vorrat hat. Bei Praxen die so arbeiten muß man höllisch aufpassen. Oft stimmen die Angaben im PC nicht und es kommt niemand auf die Idee, mal kurz mitzuteilen, dass nicht alles rezeptiert wurde. Wenn dann ein Personalwechsel erfolgt, z.B. wegen freiem Wochenende, geht schon mal was schief und man steht plötzlich ohne Medikament da.

Alles haarklein dokumentieren und kontrollieren ist zeitlich einfach nicht mehr möglich. Ab gesehen davon, nobody is perfect, eine kleine Unkonzentriertheit und Fehler passieren. Da kann man in Anbetracht der unsäglichen Arbeitsbedingungen auch keinem einen Vorwurf machen. Leidtragender ist im Endeffekt immer der Patient.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

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Teammitglied
05.07.2001
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