KH-Einweisungen von Bewohnern - Benötige Eure Erfahrungen!

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ciaobella

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30.07.2007
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Hallo zusammen, ich brauche eure Erfahrungen!

Ich bin Krankenschwester und studiere Gesundheitsmanagement. Zur Zeit beschäftige ich mich mit Themen aus der Altenpflege und möchte in Pflegeeinrichtungen Prozesse optimieren. Ich habe ganz konkrete Fragen zu eurem Verhalten „bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes eines Bewohners“ in eurer stationären Pflegeeinrichtung und hoffe, dass ganz viele von euch antworten. Ihr würdet mir damit wirklich sehr weiterhelfen!

1. In welchen Situationen ruft ihr (Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen) für eure Bewohner sofort den Notarzt, bevor ihr den Hausarzt informiert?

2. Welche wirklichen Gründe für eine Einweisung eines Bewohners sind bei euch am häufigsten, z.B. Vigilanzminderung, Sturz, RR-Entgleisung, neurologische Ausfälle, Delir, Exikkose, Hausarzt nicht erreicht, Allgemeinzustand-Verschlechterung etc…? Gerne auch genauer beschreiben. z.B. Sturz mit Folgeschäden, Sturz ohne Trauma...

3. Ruft ihr hin und wieder den Notarzt, weil der Hausarzt nicht erreichbar ist?

4. Ruft ihr hin und wieder den Notarzt, weil ihr euch nicht sicher seid, wie bedrohlich die Situation wirklich ist?

5. Wie geht ihr bei Verschlechterung des Zustandes der Bewohner mit dem Thema Patientenverfügung um?

6. Drängen manche Angehörige zur Einweisung ins Krankenhaus, obwohl eurer Einschätzung nach kein Grund dazu besteht (davon habe ich bereits gehört)? Kommt dies oft vor oder eher selten?

7. Gibt es einen allgemeinen für alle Bewohner oder einen individuellen Notfallplan für den jeweiligen Bewohner für die Entscheidungsfindung der Pflegekräfte, in welcher Situation der Hausarzt und in welcher Situation der Notarzt zu rufen ist? z.B. eine Handlungsempfehlung, Entscheidungspfad, einen Standard, einen Leitfaden oder ähnliches.

8. Wäre ein allgemeiner oder individueller Notfallplan („Handlungsempfehlung bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes“) für eure Bewohner nach eurer Einschätzung nach sinnvoll und praktikabel?

9. Wie könnten eurer Meinung nach „vermeidbare Krankenhauseinweisungen bei Verschlechterung des Zustandes des Bewohners“ reduziert werden? Die zahlreichen Prophylaxen meine ich nicht. Mir geht es um den eingetretenen Fall der Verschlechterung des Zustandes des Bewohners. Wie könnte eine Krankenhauseinweisung vermieden werden (natürlich sind Notfälle ausgenommen). Wegen eines Infektes, eines Sturzes ohne Folgeschäden oder bei Vigilanzminderung eines präfinalen Bewohners mit Patientenverfügung bspw. muss nicht zwangsläufig der Notarzt gerufen werden.

Letzten Endes geht es mir um die Reduzierung von vermeidbaren Krankenhauseinweisungen, da diese für ältere Menschen enorm belastend sind.

Über weitere Hinweise und Anmerkungen freue ich mich sehr.

Und für Fallbeispiele wäre ich euch auch sehr dankbar!

Freue mich über jede Antwort und sage schon einmal im voraus VIELEN DANK !!

Viele Grüße
Maria :nurse:
 
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AndreamitHerzundHand

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Hallo Ciaobella,
puh...das ist ja ein ganz schöner Fragenkatalog. Ich weiß nicht genau was Du über uns Altenpfleger denkst? Schicken wir unsere uns anvertrauten Bewohner/Klienten ins Krankenhaus um weniger zu tun zu haben? Suchen wir uns die Gründe selbst aus? Da kann ich nur sagen NEIN.

In der Regel weisen WIR gar niemanden ein. Das tut immer ein Arzt. Ob nun vor Ort, telefonisch oder in der Notaufnahme sei mal dahingestellt.
Aber nun zu Deinen Fragen....vielleicht kann ich da ein bisschen helfen.

1. Notarzt bei schwerwiegenden Verletzungen wie Brüchen oder deutlichen Anzeichen für einen Infarkt oder Schlaganfall. Ebenso bei Hypoglykämie wenn kein Notfallmedikament angesetzt ist. In diesen Fällen kommt ja ein Notarzt zu uns ins Heim und entscheidet vor Ort über eine Einweisung.
Bei so ziemlich allem anderen rufen wir den Hausarzt an, die Notfallpraxis oder eben die DRK Leitstelle. Ich schildere die Situation und der Arzt entscheidet. Hier erstmal über eine Vorstellung im Krankenhaus. Die Aufnahme erfolgt dann in der Klinik....oder eben auch nicht.
Manchmal, in leichteren Fällen, wenn ich dem diensthabenden Arzt fachlich gut erläutern kann, dass der Patient keine Einweisung braucht sondern ich evtl. nur die Freigabe für ein Schmerz oder Fiebermittel brauche, bleibt der Patient dann auch bei uns.

2. Zu den Gründen....also nochmal. EINWEISEN tut immer ein Arzt. Wenn ich z.B. einen Sturz habe, mit ganz offensichtlichen schweren Verletzungen ruf ich die DRK Leitstelle. die schicken mir dann einen RTW, evtl. auch einen Notarzt. Wird der Bewohner mitgenommen ins Krankenhaus, entscheidet der Diensthabende in der ZNA über eine AUFNAHME. Bei leichteren Verletzungen wie z.B. kl. Platzwunden ruf ich entweder den Hausarzt (zu den Praxiszeiten) , den Diensthabenden (zu den Bereitschaftszeiten) oder eben die DRK Leitstelle (wenn ich sonst nienmanden erwische) Ebenso bei Stürzen auf den Kopf bei ASS oder Macurmarpatienten.

3. In der Regel NEIN. Es sei denn die Situation erfordert dringendes Handeln. Falls ich mal beim HA über einen längeren Zeitraum telefonisch nicht durchkomme, schick ich ein Fax mit kurzer Schilderung und Bitte um Rückruf. Wenn ich natürlich eine akuten Bauch habe und den HA nicht schnell erwische ruf ich den Notarzt natürlich. Was anderes würde der verantwortungsbewusste HA aber auch nicht tun.

4.NEIN. Ich schildere die Situation, so wie sie ist. Und zwar genau in der Rihenfolge wie oben schon geschrieben, HA, Diensthabender DRK/Notarzt. Dann entscheidet der Arzt ob er kommt und sich ein Bild macht oder ob es gescheiter ist eine Untersuchung im KH durchzuführen. Über Aufnahme/Einweisung entscheidet der Arzt.

5. Genau so wie es mit den Angehörigen besprochen ist. Wie schon erwähnt ...eine EINWEISUNG nimmt immer ein Arzt vor. Wenn vom Bewohner per Patientenverfügung keine lebensverlängernden Maßnahmen gewünscht sind, heißt das ja noch lange nicht, dass ich nicht handle im Notfall und bei Schmerzen. Also nehemn wir mal wieder den Sturz....Bewohnerin, 95 Jahre, schwer Demenzkrank stürzt. Bricht sich offensichtlich den Schenkelhals. Was glaubst du was ich tue...auch wenn keine Krankenhauseinweisung gewünscht ist. Gleiche Patientin...isst und trinkt seit Tagen kaum noch. AZ verschlechtert sich zusehends. Sie entwickelt in der Nacht Fieber, die finale Phase hat ganz offensichtlich eingesetzt. Wenn gewünscht rufe ich die Angehörigen und schaffe Raum und Zeit für den Abschied. Wenn nicht gewünscht versuche ich die Patientin schonend wie möglich zu versorgen und versuche so lange wie möglich bei ihr zu sein. Wenn ich gut vorbereitet binhabe ich die Szenerie schon mal vorab besprochen und weiß was zu tun ist. Im Bestmöglichen Fall, sind auch lindernde Medikamente angesetzt und vor Ort.

6. JA klar...das gibt es auch. Und ich weiß Du kannst es nicht mehr hören.....EINWEISEN TUT IMMER DER ARZT! Ich verweisen die Angehörigen an die Hausärzte.
Allerdings gibt es doch auch Situationen in denen wir selbst eine Einweisung befürworten würden. Immerhin kennen die Angehörigen und wir die Bewohner am Besten. Unerklärliche Veränderungen erkennen die Angehörigen und wir daher oft vor dem Arzt. Wenn wir diesen dann dazuholen und der doktert ewig ohne Ergebnis rum, versuchen wir dann schon auch mal eine klinische Untersuchung anzuregen. Aber wie gesagt EINWEISEN TUT IMMER DER ARZT! ;-)

7. Da jeder Bewohner ein eigenes Individuum ist, kann ein allgemeiner Notfallplan nicht wirklich funktionieren. Aber Sturz mit Folgen bleibt immer Sturz mit Folgen und Herzinfarkt bleibt immer Herzinfarkt, Schlaganfall bleibt immer Schlaganfall. Aber ich ruf ja immer erst einen Arzt...Reihenfolge...und du weißt ja schon......

8. Habe ich glaub schon beantwortet....ich fin es nicht praktikabel. Es gibt ja auch noch richtig dolle Unterschieden zwischen den Pflegekräften. Wer würde einer frisch examinierten Fachkraft das Recht absprechen einen Arzt/Notarzt zu rufen wenn sie sich unsicher ist. Da denke ich lieber einmal zu viel als gar nicht. 20 Jahre später hat sie die gleichen Situationen schon hunderte male durch und wird in ihrem Handeln ganz anders sein.

9.Meiner Meinung nach gibt es nicht so ganz viele vermeidbare Einweisungen. Ich denke manchmal eher umgekehrt.
Oft schickt der Hausarzt die Patienten zu Diagnostik ins KH und die Leute kommen zwei Tage später mit Diagnose Exsikkose zurück. Die habe dann zwei Liter i.v. Infusionen bekommen und alles scheint wieder gut. Wirkliche Diagnostik wird doch in dem Alter gar nicht mehr gemacht. Schon gar nicht bei einem Dmenzkranken der seine Beschwerden nicht mehr klar äüßerne kann.
Vermeidbar währen Einweisungen in der Tat manchmal in der finalen Phase. Wenn keine Patientenverfügung vorleigt und die Angehörigen noch nicht loslassen können. Wenn Du dann auch noch einen Husarzt hast der die palliativbetreuung ablehnt weil er meint alles selbst und besser zu können hast Du verloren. Da ruft man halt dann doch mal Ausnahmsweise den Diensthabenden am späten Abend obwohl die Situation schon vorher klar war. Weil kein Mensch hat es verdient unter starken Schmerzen sterben zu müssen. Und so schlimm und beleastend eine Einweisung in so einer Situation ist, viel schlimmer wäre es hier nicht zu handeln und mit Unterstützung eines offenen Arztes eine adäquate Behandlung zu erwirken.

So. Nun hoffe ich, dass ich etwas helfen konnte.
Liebe Grüße AndreamitHerzundHand
 
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AndreamitHerzundHand

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Hallo Ciaobella,
puh...das ist ja ein ganz schöner Fragenkatalog. Ich weiß nicht genau was Du über uns Altenpfleger denkst? Schicken wir unsere uns anvertrauten Bewohner/Klienten ins Krankenhaus um weniger zu tun zu haben? Suchen wir uns die Gründe selbst aus? Da kann ich nur sagen NEIN.

In der Regel weisen WIR gar niemanden ein. Das tut immer ein Arzt. Ob nun vor Ort, telefonisch oder in der Notaufnahme sei mal dahingestellt.
Aber nun zu Deinen Fragen....vielleicht kann ich da ein bisschen helfen.

1. Notarzt bei schwerwiegenden Verletzungen wie Brüchen oder deutlichen Anzeichen für einen Infarkt oder Schlaganfall. Ebenso bei Hypoglykämie wenn kein Notfallmedikament angesetzt ist. In diesen Fällen kommt ja ein Notarzt zu uns ins Heim und entscheidet vor Ort über eine Einweisung.
Bei so ziemlich allem anderen rufen wir den Hausarzt an, die Notfallpraxis oder eben die DRK Leitstelle. Ich schildere die Situation und der Arzt entscheidet. Hier erstmal über eine Vorstellung im Krankenhaus. Die Aufnahme erfolgt dann in der Klinik....oder eben auch nicht.
Manchmal, in leichteren Fällen, wenn ich dem diensthabenden Arzt fachlich gut erläutern kann, dass der Patient keine Einweisung braucht sondern ich evtl. nur die Freigabe für ein Schmerz oder Fiebermittel brauche, bleibt der Patient dann auch bei uns.

2. Zu den Gründen....also nochmal. EINWEISEN tut immer ein Arzt. Wenn ich z.B. einen Sturz habe, mit ganz offensichtlichen schweren Verletzungen ruf ich die DRK Leitstelle. die schicken mir dann einen RTW, evtl. auch einen Notarzt. Wird der Bewohner mitgenommen ins Krankenhaus, entscheidet der Diensthabende in der ZNA über eine AUFNAHME. Bei leichteren Verletzungen wie z.B. kl. Platzwunden ruf ich entweder den Hausarzt (zu den Praxiszeiten) , den Diensthabenden (zu den Bereitschaftszeiten) oder eben die DRK Leitstelle (wenn ich sonst nienmanden erwische) Ebenso bei Stürzen auf den Kopf bei ASS oder Macurmarpatienten.

3. In der Regel NEIN. Es sei denn die Situation erfordert dringendes Handeln. Falls ich mal beim HA über einen längeren Zeitraum telefonisch nicht durchkomme, schick ich ein Fax mit kurzer Schilderung und Bitte um Rückruf. Wenn ich natürlich eine akuten Bauch habe und den HA nicht schnell erwische ruf ich den Notarzt natürlich. Was anderes würde der verantwortungsbewusste HA aber auch nicht tun.

4.NEIN. Ich schildere die Situation, so wie sie ist. Und zwar genau in der Rihenfolge wie oben schon geschrieben, HA, Diensthabender DRK/Notarzt. Dann entscheidet der Arzt ob er kommt und sich ein Bild macht oder ob es gescheiter ist eine Untersuchung im KH durchzuführen. Über Aufnahme/Einweisung entscheidet der Arzt.

5. Genau so wie es mit den Angehörigen besprochen ist. Wie schon erwähnt ...eine EINWEISUNG nimmt immer ein Arzt vor. Wenn vom Bewohner per Patientenverfügung keine lebensverlängernden Maßnahmen gewünscht sind, heißt das ja noch lange nicht, dass ich nicht handle im Notfall und bei Schmerzen. Also nehemn wir mal wieder den Sturz....Bewohnerin, 95 Jahre, schwer Demenzkrank stürzt. Bricht sich offensichtlich den Schenkelhals. Was glaubst du was ich tue...auch wenn keine Krankenhauseinweisung gewünscht ist. Gleiche Patientin...isst und trinkt seit Tagen kaum noch. AZ verschlechtert sich zusehends. Sie entwickelt in der Nacht Fieber, die finale Phase hat ganz offensichtlich eingesetzt. Wenn gewünscht rufe ich die Angehörigen und schaffe Raum und Zeit für den Abschied. Wenn nicht gewünscht versuche ich die Patientin schonend wie möglich zu versorgen und versuche so lange wie möglich bei ihr zu sein. Wenn ich gut vorbereitet binhabe ich die Szenerie schon mal vorab besprochen und weiß was zu tun ist. Im Bestmöglichen Fall, sind auch lindernde Medikamente angesetzt und vor Ort.

6. JA klar...das gibt es auch. Und ich weiß Du kannst es nicht mehr hören.....EINWEISEN TUT IMMER DER ARZT! Ich verweisen die Angehörigen an die Hausärzte.
Allerdings gibt es doch auch Situationen in denen wir selbst eine Einweisung befürworten würden. Immerhin kennen die Angehörigen und wir die Bewohner am Besten. Unerklärliche Veränderungen erkennen die Angehörigen und wir daher oft vor dem Arzt. Wenn wir diesen dann dazuholen und der doktert ewig ohne Ergebnis rum, versuchen wir dann schon auch mal eine klinische Untersuchung anzuregen. Aber wie gesagt EINWEISEN TUT IMMER DER ARZT! ;-)

7. Da jeder Bewohner ein eigenes Individuum ist, kann ein allgemeiner Notfallplan nicht wirklich funktionieren. Aber Sturz mit Folgen bleibt immer Sturz mit Folgen und Herzinfarkt bleibt immer Herzinfarkt, Schlaganfall bleibt immer Schlaganfall. Aber ich ruf ja immer erst einen Arzt...Reihenfolge...und du weißt ja schon......

8. Habe ich glaub schon beantwortet....ich fin es nicht praktikabel. Es gibt ja auch noch richtig dolle Unterschieden zwischen den Pflegekräften. Wer würde einer frisch examinierten Fachkraft das Recht absprechen einen Arzt/Notarzt zu rufen wenn sie sich unsicher ist. Da denke ich lieber einmal zu viel als gar nicht. 20 Jahre später hat sie die gleichen Situationen schon hunderte male durch und wird in ihrem Handeln ganz anders sein.

9.Meiner Meinung nach gibt es nicht so ganz viele vermeidbare Einweisungen. Ich denke manchmal eher umgekehrt.
Oft schickt der Hausarzt die Patienten zu Diagnostik ins KH und die Leute kommen zwei Tage später mit Diagnose Exsikkose zurück. Die habe dann zwei Liter i.v. Infusionen bekommen und alles scheint wieder gut. Wirkliche Diagnostik wird doch in dem Alter gar nicht mehr gemacht. Schon gar nicht bei einem Dmenzkranken der seine Beschwerden nicht mehr klar äüßerne kann.
Vermeidbar währen Einweisungen in der Tat manchmal in der finalen Phase. Wenn keine Patientenverfügung vorleigt und die Angehörigen noch nicht loslassen können. Wenn Du dann auch noch einen Husarzt hast der die palliativbetreuung ablehnt weil er meint alles selbst und besser zu können hast Du verloren. Da ruft man halt dann doch mal Ausnahmsweise den Diensthabenden am späten Abend obwohl die Situation schon vorher klar war. Weil kein Mensch hat es verdient unter starken Schmerzen sterben zu müssen. Und so schlimm und beleastend eine Einweisung in so einer Situation ist, viel schlimmer wäre es hier nicht zu handeln und mit Unterstützung eines offenen Arztes eine adäquate Behandlung zu erwirken.

So. Nun hoffe ich, dass ich etwas helfen konnte.
Liebe Grüße AndreamitHerzundHand
 
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30.07.2007
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Hallo Andrea, TAUSEND DANK für deine super ausführliche Antwort!!! Du hast dir da wirklich Zeit genommen, das schätze ich sehr. Und das hilft mir schonmal sehr weiter.

Ich höre raus, dass es bei euch recht gut funktioniert, was die Kommunikation mit den Ärzten anbelangt. Das ist wichtig.

Zum Notfallbogen, lade ich mal eine Datei hoch als Beispiel.

Was die vermeidbaren KH-Einweisungen anbelangen, mache ich im Krankenhaus andere Erfahrungen. Häufig werden Bewohner eingewiesen und kommen zu uns (Stroke Unit) mit V.a. Schlaganfall (nach dem sich der Internist und Neurologe in der Notaufnahme nicht einig werden konnten, was der Bewohner nun haben könnte oder welche Diagnose am besten passt). Dann wird der Bewohner bis zu drei Tage an den Monitor geschlossen und mit allen erdenklichen Diagnostiken auf den Kopf gestellt (CT, Doppler Halsgefäße, EMG, ENG, Herz-Echo, Röntgen, MRT, ggf.: EEG, CT-Angio, Oberbauch Sono, HNO Vorstellung, ggf. TEE... ). Für Bewohner mit oder ohne Demenz häufig eine schlimme Tortur, da die Untersuchungen oft in den ersten 3 Tagen wie am Fließband stattfinden.
Fazit ist häufig: Exikkose oder Infektbedingte Symptomatik...
Ethisch mache ich mir oft Gedanken dazu und denke mir, ob ich das für meine Oma/meinen Opa wünsche... ein klares Nein.

Viele Grüße und Danke nochmal ;)
 

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10.09.2014
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Hallo ciaobella, du hast wirklich einen langen Fragenkatalog. Hast aber auch klar beschrieben, was du meinst. Zum Beispiel, was ist wenn Bewohner stürzen aber offensichtlich nichts gebrochen und verletzt ist.
Ich selbst bin nicht Fachkraft, bekomme jedoch oftmals solche Abläufe mit. Da sind zum Beispiel demente Bewohner, die gestürzt sind. Du befragst sie, schaust, ob irgendwas äußerlich verändert ist. Kannst nichts entdecken. Aber sie äussern Schmerzen. Sie wissen nicht mal genau, wo diese Schmerzen sind. Das ist eine sehr sehr unklare Situation für die Pflegefachkraft. So wurde in diesem Fall der Notarzt gerufen, der entschied, dass die Bewohnerin ins Krankenhaus kommt. Man konnte dort zwar relativ schnell feststellen, dass sie sich nichts getan hatte. Aber die Maschinerie lief wie von dir beschrieben an.
Weitere Fälle sind manchmal dramatische Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach einem Vorfall wie Nahrungsaspiration. Da ist es glaub ich nicht einfach machbar, abzuwarten und ''Tee zu trinken'' So wird der Notarzt gerufen, der dann die Entscheidung fällt für Krankenhauseinweisung. Ja, auch teilweise trotz Patientenverfügung. Was ich persönlich sogar richtig finde. Da wohl kaum in einer Verfügung steht, falls ich Essen aspiriere, lasst mich sterben??
Bei Excikose ist es oftmals schon sehr schwierig. Denn ein Pflegeheim hat ja meines Wissens nicht so viele Möglichkeiten, wenn jemand nichts mehr trinkt. Da kommen die Patientenverfügung und die Entscheidung der Angehörigen ins Spiel. Legen von Infusionen und so weiter. Das ist ein kniffeliges Metier. Manchmal ist das Vorgehen dann schon eine Art lebensverlängernder Massnahme. Weil Angehörige nicht unbedingt akzeptieren wollen und können, dass das der Weg hinüber in den Tod ist.
Ich glaube, die Austrocknung ist manchmal eine Nebendiagnose?? Hab mal gestaunt, wie oft in der Krankenhausdiagnose neben anderen Befunden dieser Befund steht.
Ganz schwierig ist es für die Pflegekräfte und dann offensichtlich auch für einen Notarzt, wenn ein Bewohner sich nicht mehr richtig äußern kann. Dann kann man nur noch beschreiben, was man beobachtet und gemessen hat. Kann jedoch nicht alles eindeutig und zweifelsfrei zuordnen.
 
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Du vergisst in dem ganzen Aspekt das Thema: Haftungsrecht! Und ich gebe dem Vorredner absolut Recht: KH EINWEISUNGEN ENTSCHEIDET DER ARZT!

Bevor MA sich Gedanken über externe Prozesse machen, worauf diese überhaupt kein Einfluss haben, sollte doch eher mal darauf geachtet werden, dass im KH die Expertenstandards durchgängig implementiert sind - darauf habt ihr Einfluss!!!

Und bezüglich den Diagnosen:
Diese werden doch häufig so angepasst das eine hohe Fallpauschale herausspringt. Insbesondere Diagnose Demenz und Exikose. Mit der Exikose kann ich ja noch Leben. Aber mit dem inflationären Umgang mit Demenz Diagnosen habe ich ein Problem. Jeder der nur irgendwie im Raster passt (und sei es nur ein Durchgangssyndrom oder ein kleiner Verwirrtheitszustand aufgrund einer akuten Erkrankung oder Ortswechsel) ist ja plötzlich Demenzerkrankt. Zu den PKMS werde ich nichts mehr sagen!!! Ich kenne viele Kodierfachkräfte beim MDK die erzählen so einiges...

Und noch eine Frage:
Wenn die Menschen aus deiner Perspektive keine Behandlung im KH benötigen, warum behält ihr Sie denn dar und stellst den Pflegeheimen die Frage: Warum? Die Möglichkeiten im Bereich der Diagnostik sind im KH doch viel ausgeprägter und im selben Atemzug forderst du von den Pflegeheimen ein Filtersystem ein, dass im KH selber nicht funktioniert!!! Traurig

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ms-sophie

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1. In welchen Situationen ruft ihr (Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen) für eure Bewohner sofort den Notarzt, bevor ihr den Hausarzt informiert?
In absoluten Notfällen (Herz/Kreislaufnotfälle, Sturz mit Verletzungsfolge, drastische Zustandsänderungen die nicht erklärbar sind und ein direkten Einsatz eines Notarztes erforderlich machen).

2. Welche wirklichen Gründe für eine Einweisung eines Bewohners sind bei euch am häufigsten, z.B. Vigilanzminderung, Sturz, RR-Entgleisung, neurologische Ausfälle, Delir, Exikkose, Hausarzt nicht erreicht, Allgemeinzustand-Verschlechterung etc…? Gerne auch genauer beschreiben. z.B. Sturz mit Folgeschäden, Sturz ohne Trauma...
siehe oben. (Ich arbeite in einem sehr großen Bereich, da ist alles vertreten.

3. Ruft ihr hin und wieder den Notarzt, weil der Hausarzt nicht erreichbar ist?
Nein, dann ist die Notfalldienstzentrale der niedergelassenen Ärzte da, bzw. außerhalb deren Öffnungszeiten gibt s Vertretungen unter den Ärzten.

4. Ruft ihr hin und wieder den Notarzt, weil ihr euch nicht sicher seid, wie bedrohlich die Situation wirklich ist?
Nein, nach ca. 25 Jahren inzwischen genügend Berufserfahrung.

5. Wie geht ihr bei Verschlechterung des Zustandes der Bewohner mit dem Thema Patientenverfügung um?
Diese werden dem Notarzt vorgelegt, bzw. werden natürlich auch durch uns berücksichtigt.

6. Drängen manche Angehörige zur Einweisung ins Krankenhaus, obwohl eurer Einschätzung nach kein Grund dazu besteht (davon habe ich bereits gehört)? Kommt dies oft vor oder eher selten?
Ja, es gibt solche Angehörige, denen reicht auch die Meinung eines niedergelassenen Arztes nicht aus, dann wird auf einen Einweisung bestanden. Dies ist aber sehr selten.
Es gibt auf Bewohner die das möchten, obwohl nicht notwendig, auch dass sind Einzelfälle.

7. Gibt es einen allgemeinen für alle Bewohner oder einen individuellen Notfallplan für den jeweiligen Bewohner für die Entscheidungsfindung der Pflegekräfte, in welcher Situation der Hausarzt und in welcher Situation der Notarzt zu rufen ist? z.B. eine Handlungsempfehlung, Entscheidungspfad, einen Standard, einen Leitfaden oder ähnliches.

Ein Notfallstandard ist vorgeschrieben! (allgemein)

8. Individueller Notfallplan („Handlungsempfehlung bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes“) für eure Bewohner nach eurer Einschätzung nach sinnvoll und praktikabel?

Individuell ist schwierig, da es immer auch auf die Einschätzung der diensthabenden Pflegekraft kommt und es können nicht alle evtl. Situationen genau beschrieben sein, ist meiner Meinung nach auch wenig sinnvoll.


9. Wie könnten eurer Meinung nach „vermeidbare Krankenhauseinweisungen bei Verschlechterung des Zustandes des Bewohners“ reduziert werden? Die zahlreichen Prophylaxen meine ich nicht. Mir geht es um den eingetretenen Fall der Verschlechterung des Zustandes des Bewohners. Wie könnte eine Krankenhauseinweisung vermieden werden (natürlich sind Notfälle ausgenommen). Wegen eines Infektes, eines Sturzes ohne Folgeschäden oder bei Vigilanzminderung eines präfinalen Bewohners mit Patientenverfügung bspw. muss nicht zwangsläufig der Notarzt gerufen werden.

Erhöhung der Fachkraftquote, Anleitung von jungen PFK, Fachbegleitung, Schulungen zur rechtlichen Situaiton, vieles geschieht aus der Angst "in den Knast zu kommen"

sophie
 
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Vielen herzlichen Dank marinadiezweite,
für deine Sichtweise. Da sind auch einige interessante Punkte dabei!
Liebe Grüße ;)
Maria
 
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30.07.2007
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Du vergisst in dem ganzen Aspekt das Thema: Haftungsrecht! Und ich gebe dem Vorredner absolut Recht: KH EINWEISUNGEN ENTSCHEIDET DER ARZT!

Bevor MA sich Gedanken über externe Prozesse machen, worauf diese überhaupt kein Einfluss haben, sollte doch eher mal darauf geachtet werden, dass im KH die Expertenstandards durchgängig implementiert sind - darauf habt ihr Einfluss!!!

Und bezüglich den Diagnosen:
Diese werden doch häufig so angepasst das eine hohe Fallpauschale herausspringt. Insbesondere Diagnose Demenz und Exikose. Mit der Exikose kann ich ja noch Leben. Aber mit dem inflationären Umgang mit Demenz Diagnosen habe ich ein Problem. Jeder der nur irgendwie im Raster passt (und sei es nur ein Durchgangssyndrom oder ein kleiner Verwirrtheitszustand aufgrund einer akuten Erkrankung oder Ortswechsel) ist ja plötzlich Demenzerkrankt. Zu den PKMS werde ich nichts mehr sagen!!! Ich kenne viele Kodierfachkräfte beim MDK die erzählen so einiges...

Und noch eine Frage:
Wenn die Menschen aus deiner Perspektive keine Behandlung im KH benötigen, warum behält ihr Sie denn dar und stellst den Pflegeheimen die Frage: Warum? Die Möglichkeiten im Bereich der Diagnostik sind im KH doch viel ausgeprägter und im selben Atemzug forderst du von den Pflegeheimen ein Filtersystem ein, dass im KH selber nicht funktioniert!!! Traurig

P.S
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Hallo Care2000,
danke für deine Antwort.
Danke für den Hinweis, ich habe es nicht vergessen, dass über eine Krankenhaus-Einweisung der Arzt entscheidet.

Ich bearbeite das Thema nicht als Mitarbeiterin eines Krankenhauses, sondern als Studentin des Gesundheitsmanagements. Aber danke für den Hinweis, dass sich Mitarbeiter eines Krankenhauses über die internen Prozesses beschäftigen sollen.

Zu deiner letzten Frage: Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, dass etwa 40 Prozent der Krankenhaus-Einweisungen von Pflegeheimbewohnern vermeidbar sind. Das ist das übergeordnete Thema mit dem ich mich beschäftige. Ich habe eine Lösung im Kopf, die ich so nicht veröffentlichen möchte, da mir die Idee sonst geklaut wird.
Die Problematik, dass Krankenhäuser dennoch Pflegeheimbewohner aufnehmen und alle erdenklichen Untersuchungen durchführen, hat sehr viele Ursachen. Es gibt einige Thesen dazu. Es hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr viel geändert in der Gesundheitspolitik, wie z.B. die Neigung zur lückenlosen Diagnostik, die Defensivmedizin, die Ansprüche der Bevölkerung im Hinblick auf die mediz. Versorgung, und natürlich die Problematik mit den Leistungen durch Zuzahlungen/ Privatversicherungen. Alles nicht unbedingt nur zum guten für die Patienten. Es geht schon lange nicht mehr nur um den Menschen. Die ökonomischen Aspekte nehmen in Krankenhäusern oft überhand. Allerdings muss ich dazu sagen, dass das Unternehmen "Krankenhaus" in gewisserweise eine Opferrolle im Gesundheitssystem einnimmt und oftmals ums Überleben kämpft. Die Krankenkassen sind da schon die Mächtigeren in diesem Gefüge und ganz besonders politiknaher. Sie könnten mehr verändern.
Wenn ich könnte, würde ich an ein paar Rädchen in der Gesundheitspolitik drehen. Aber leider bin ich nur eine kleine Studentin, tut mir leid.

Viele Grüße
Maria
 
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ciaobella

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Ein Notfallstandard ist vorgeschrieben! (allgemein)


sophie
Hallo Sophie,
vielen herzlichen Dank für deine Antwort und die Zeit, die du dafür investiert hast.
Damit kann ich sehr viel anfangen. Du hast mir einen wirklich guten Einblick gegeben. Besonders die Antwort zum letzten Punkt. Danke.

Dass ein Notfallstandard vorgeschrieben ist, wusste ich gar nicht. Bist du dir sicher, dass es Pflicht ist?

Viele Grüße
Maria;)
 
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anjad88

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Hallo zusammen,
ich arbeite seit 15 Jahren im Krankenhaus und habe früher nebenher mal Nachtwache in einem wirklich guten Pflegeheim gemacht. Meine Oma ist selbst sehr lange in einem Pflegeheim gewesen. Deshalb sind das meine Erfahrungsberichte. Der häufigste Einweisungsgrund vom Pflegeheim ins Krankenhaus ist die Vigilanzminderung. Der zweite die Exikose. Dabei wird vom Arzt ein Patient überwiesen der sich zu 70% in einem Sterbeprozess befindet. Aber im Pflegeheim darf man nicht in Frieden sterben, so mein Eindruck. Die oft letzten Stunden wird am Patient herumgezerrt, er bekommt Infusionen etc. Und warum ? Weil die Angehörigen es so wollen. Wie oft wird von dieser Seite eine Reanimation gewünscht und alles was möglich ist. So wird der Alte Mensch der nicht mehr essen und trinken will weil er nicht mehr leben will zur Colo abgeführt und in die Gastro gezerrt. Und die Ärzte machen es aus Angst vor Klagen. Meine Oma ist 93 geworden und hatte ein erfülltes Leben. Bei jedem Sturz wollten die Pflegenden sie ins Krankenhaus einweisen obwohl ihr nichts wehtat und sie sich kurz danach auf Grund der Demenz gar nicht an den Sturz erinnerte. Das kam oft vor. Uns wurden Vorhaltungen gemacht weil wir die Einweisung untersagten. Und wenn sie jetzt an einer Hirnblutung stirbt ? Fast nach jedem Sturz diese Frage an uns. Wenn Angehörige nicht Ihren Standpunkt vertreten dürfen der auf ein menschenwürdiges Sterben abziehlt, weil das Pflegeheim Angst vor Konsequenzen hat, ist das sehr traurig. Aber das ist in unserer Gesellschaft so. Über den Tod redet man nicht. Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind noch lange nicht selbstverständlich. Es gibt noch viel zu tun.
 
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Hallo anjad88, du sprichst mir aus der Seele!!! Tausend Dank für deinen Beitrag!
Und Hochachtung, dass ihr als Angehörige euren Standpunkt im (mutmaßlichen) Sinne eurer Oma vertreten habt. Darum geht es mir!

Liebe Grüße
Maria
 
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anjad88

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Hallo Maria,
Da meine Mutter selbst aus der Pflege kommt und nach einer Weiterbildung lange Jahre PDL und Heimleitung war bis zur Rente, sind wir eine sehr aufgeklärte Familie. Ich arbeite wie schon erwähnt seit 15 Jahren im Klinikum Stuttgart. Immer in der Inneren.Onko, Pneumo, AIM und jetzt auf der nephrologischen Abteilung. Immer wieder müssen wir erleben dass es alleine der Wunsch der Angehörigen ist alles zu tun, um das Leben der Eltern zu erhalten. Auch bei onkologischen Patienten im Endstadium wurde nie in der Familie über das Thema Tod und Sterben geredet. Ein guter Oberarzt findet manchmal den Zugang zu den Angehörigen und kann so Sterben ermöglichen. Ich denke im Pflegeheim ist das Personal oft nicht ausreichend qualifiziert, um den Willen eines alten Menschen nach einem friedlichen Tod den Angehörigen zu übermitteln. Bitte !!!! das ist keine Kritik an der Altenpflege ! Wir alle kennen aber auch Mitarbeiter mit Sprachbarriere, die einfach zu wenig Deutschkenntnisse haben. Das ist auch im Krankenhaus ein Riesenproblem. Und es kommt auch kein Personal nach. Der Markt ist leer. Den Beruf will aus bekannten Gründen zur Zeit niemand mehr ergreifen. Wir sind zu wenig und haben zu wenig Zeit für unsere Patienten. Und das macht unsere Arbeit so schwierig. Eigentlich habe ich mich hier heute angemeldet, um Fragen einzustellen. Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Primary Nursing. Ob dieser Ansatz eine Lösung ist aus der Misere rauszukommen....vielleicht. Ich setze meine Erwartung in die Studiengänge Pflege. Mit einer Professionalisierung unseres Berufes können wir ein Umdenken schaffen und endlich wieder Menschenwürdig arbeiten. Für uns, unsere Familien und das Wohl des Patienten. Jeder braucht eine Vision. Das ist meine.
 
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10.09.2014
Uelzen
Hallo, ich möchte mich gern bei dem Thema Sterbeprozess nochmal einklinken. Zu entscheiden, wann der Sterbeprozess beginnt, ist nicht immer einfach. Dass Angehörige dann entscheiden, sie möchten dem Bewohner eine Infusion zukommen lassen. Das kann ich manchmal verstehen. Auch wenn es dem Bewohner nicht guttut und manchmal auch unangenehm ist. (Die Infusion an sich). Ich denke aber, dass man das einem Angehörigen nicht verwehren kann. Gern mal wird das auch von Angehörigen oder familiennahen Betreuern erbeten, die den Bewohner gar nicht gesehen haben. Ich finde es nicht gut, aber manche Menschen brauchen es halt, dass sie sich einen oder zwei Tage länger von ihrer Mutter, Vater verabschieden. Gedanklich! Heißt nicht, dass sich diese unbedingt blicken lassen. Wenige halten das aus, was sie sich mangels Patientenverfügung nun wünschen.
Ich meine, dass in solchen Fällen selbst unerfahrene Kräfte keine Krankenhauseinweisung empfehlen. Spreche damit aber nur von meinem Arbeitsplatz. Bei Stürzen sehe ich das komplett anders. Und das ist wohl auch richtig so. Da spielt es keine Rolle, ob jemand sich an den Sturz erinnert. Sondern definitiv, ob derjenige sich was getan hat. Äußere Verletzungen sind ja das einfachste, Brüche bedeutet ja wohl Krankenhaus. Und zwar auch, wenn man schon ''Uralt'' ist. Oder hochbetagt, wie wir sagen. Ich finde es wichtig abzuklären ob und was man tun kann.
Wenn nichts sichtbar ist, kommt ja das eigentlich schwierige. Ein Beispiel aus der Praxis. Bewohnerin stürzt aus Bett. Da sie relativ fit ist (nicht dement ausserdem) wird sie zusätzlich zur Kontrolle der Extremitäten und so weiter befragt. Nein, tut nichts weh. Und oh, bloss nicht ins Krankenhaus. Kommt trotzdem wenigstens zum Röntgen ins KH. Dort stellt ein unerfahrener Arzt nichts auffälliges fest. Also ab zurück ins Pflegeheim. Drei Tage später ist die alte Dame fast nicht mehr ansprechbar. Ich möchte hier gar nicht schreiben, was sie tatsächlich gehabt hat. Jedenfalls haben wir dann entschieden, dass der Notarzt kommen muss. Der soll entscheiden. Und am gleichen Abend ist sie noch operiert worden.
Damit will ich sagen, dass gerade bei Stürzen nicht immer alles so ist, wie es scheint. Und dass ich da nicht entscheiden möchte nach Kriterien wie dement und kann nichts sagen, und möchte nicht. Da zählt für mich immer das medizinische. Also das, was wirklich nur der Art oder ein gutes Krankenhaus entscheiden können.
Ebenso gibt es Fälle, wo Bewohner nicht mehr so sind wie vorher. Wo der Gedanke ist, Schlaganfall? Oder was auch immer. Was auch nicht immer eindeutig zugeordnet werden kann. Nicht mal vom Notarzt oder Hausarzt. Interessanterweise sind manche Rettungssanitäter dann auch noch Mitentscheider und machen Bemerkungen, die nicht schön sind. Ja, es ist dann manchmal so, es wird beim Krankenhausaufenthalt nichts gefunden. Und es stimmt, nachher sind diese Bewohner noch verwirrter als vorher. Erholen sich aber teilweise wieder. Ich glaube, das ist immer eine schwere Entscheidung.
 
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anjad88

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Hallo Marina,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Klar hast Du Recht und keiner soll auf Grund gebrochener Gliedmaßen Schmerzen leiden. Und natürlich soll jeder Mensch die bestmögliche Behandlung erhalten, unabhängig von Demenz u.a. Aber der "es ist möglich also wollen wir es " Wahn der Angehörigen nimmt nach meiner Erfahrung deutlich zu. Ich glaube er entsteht durch Hilflosigkeit. Wenn man bei einer 84 jährigen Patientin Brustkrebs feststellt, sagen Ärzte natürlich dass Chemo und Bestrahlung medizinisch möglich sind. Also wollen es die Angehörigen. Die Betroffenen selbst stimmen so fern sie es noch können oft den Endscheidungen der Kinder zu. Sie wollen ja keinen Ärger.Also Chemotherapie. Die Nebenwirkungen lassen oft nicht lange auf sich warten. Schwindel, Übelkeit, Schwäche etc.Dem Betroffenen geht es immer schlechter bis zur Inkontinenz und Bettlägerigkeit. Es kommt natürlich auch auf die körperliche Verfassung davor an.Und oft kommen dann die Angehörigen mit Vorwürfen: Meiner Mutter ist soo schlecht, sie kann ja gar nicht essen! tun Sie was dagegen "
und wenn man ihnen dann sagt dass dies die Nebenwirkungen der Chemotherapie sind behaupten sie das hat ihnen niemand gesagt.Wie gesagt, dass sind meine Erfahrungen aus 15 Jahren Krankenhaus.
 
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0815Sani

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29.04.2017
, DE
Ich stehe auf der "anderen Seite", bin Einer von Denen die kommen, wenn ein Altenheim ruft.

Meine Erfahrung ist da durchaus vielfältig. Ich kenne Heime, die den Rettungsdienst (ggf. mit Notarzt) nur dann rufen, wenn es wirklich was für´s Krankenhaus bzw. eine unmittelbar und sofortige Akutbehandlung/Versorgung ist. Alles Andere wird über Haus- bzw. Heimarzt bzw. ärztl. Notdienst abgewickelt.

Andere Heime rufen für jeden Sch... den Rettungsdienst (obwohl "Sch... " kann man ja nicht sagen, die Pflegekräfte sorgen sich eben um ihre Bewohner und wissen nur keine Alternativen als die "112")

Das in meinen Augen als "Retter" grösste Problem in den Altenheimen ist die "rechtliche Frage". Die Pflegemitarbeiter müssen etwas tun, wenn z.B. ein Bewohner aus dem Bett gefallen ist. Haus-/Heimarzt oder ärztl. Notdienst lehnen oft schon am Telefon ab "Röntgen oder eine Wunde Nähen kann ich vor Ort auch nicht" und so fährt man eben so viele Bewohner in ein Krankenhaus. Dort kann man Röntgen (zu 99% ist eh nix) oder Nähen (was auch oft mit Steri-Strips genau so gut versorgt werden kann) Aber wehe, das Pflegepersonal ruft nicht den Rettungsdienst nach einem Sturz. 99x nur eine Prellung, 1x eine Fraktur und schon stehen die Angehörigen, Vormund etc. mit dem Anwalt auf der Matte.

"Rechtlich" ist es auch oft ein Problem, wenn manche Massnahmen einfach nicht vom Altenpfelge(hilfs)personal durchgeführt werden dürfen oder sollen. Hab ich auch schon oft erlebt. Wir legen eine Infusion, ggf. ist auch ein Notarzt mit dabei und eigentlich könnte der Patient im Heim bleiben. Einfach mal Infusion wechseln oder entfernen und am nächsten Tag den Haus/Heimarzt informieren.. Da höre ich oft "das dürfen wir nicht!"
 
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marinadiezweite

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10.09.2014
Uelzen
Hallo, ich habe mich während der Ausbildung auch mit dem Thema Primary Nursing befassen ''müssen. Die Idee, dass eine Krankenschwester für ihren Patienten zuständig ist, verantwortlich, die ist ja im Pflegeheim genauso. Als Bezugspflegekraft. Ich denke, es ist trotzdem nicht alles so einfach, wie es scheint. Weil neben medizinischen Aspekten im Altenheim noch viele Faktoren eine Rolle spielen. Eine Bewohnerin, die Krebs hat und die Angehörigen betteln geradezu um eine Chemo. Das kenne ich auch umgekehrt: Das gebettelt wird, dass die Bewohner ja nicht mehr einer irgendwie gearteten Krebsbehandlung unterzogen werden. Da hab ich auch ganz schön dran zu knapsen gehabt. Da kommt man schon ans Überlegen, wenn die Diagnose steht. Richtig fitte Bewohner können wir ja fragen, ob sie eine Chemo wollen. Nicht mehr so fitte, Bewohner mit Demenz, ja, wer möchte das entscheiden. Da gibt es neben der medizinischen Seite die Angehörigen oder die Betreuer. Es gilt vieles zu bedenken und abzuwägen. Gerade wenn dann entschieden wird, keine Chemo, dann kommt es mehrfach zu Situationen, wo im Pflegeheim Grenzen bestehen. Sowohl von der Behandlung her als auch von den Medikamenten. Da ist man echt am Überlegen, wie man das hinbekommt. Wer der entscheidende ist für eine weitere eventuelle Einweisung ins Krankenhaus.
Oder auch, wo Angehörige das nicht akzeptieren können, dass ihr Verwandter nicht mehr isst und trinkt. Und eigentlich in Ruhe gelassen werden und nicht ''zwangsernährt'' werden möchte.
Ich sehe das eher selten, dass Angehörige sich dann mit allen Konsequenzen auch ans Krankenbett im Pflegeheim setzen und akzeptieren, dass das jetzt die letzte Woche ist. Und dass man wohl die Schmerzen nehmen kann. Aber nicht einen eventuellen Todeskampf.
Selbst Patientenverfügungen, wenn diese da sind, sind da nicht immer hilfreich.
 
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Nemononame

1. In welchen Situationen ruft ihr (Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen) für eure Bewohner sofort den Notarzt, bevor ihr den Hausarzt informiert?
Lebensbedrohliche Situationen die keinen Aufschub tolarieren wie z.B. akuter Herzinfarkt, Apoplex etc. Die Situation ist abhängig von Alter, Patientenverfügung und Vorerkrankungen der Bewohner/in.

2. Welche wirklichen Gründe für eine Einweisung eines Bewohners sind bei euch am häufigsten, z.B. Vigilanzminderung, Sturz, RR-Entgleisung, neurologische Ausfälle, Delir, Exikkose, Hausarzt nicht erreicht, Allgemeinzustand-Verschlechterung etc…? Gerne auch genauer beschreiben. z.B. Sturz mit Folgeschäden, Sturz ohne Trauma...
Diabetische Entgleisung, Sturz mit Folgeschäden (Kopfverletzungen bzw Frakturen)

3. Ruft ihr hin und wieder den Notarzt, weil der Hausarzt nicht erreichbar ist?
Nein! Dafür gibt es den Bereitschaftsdienst. Ich rufe erstmal bei den Bereitschaftsarzt an.

4. Ruft ihr hin und wieder den Notarzt, weil ihr euch nicht sicher seid, wie bedrohlich die Situation wirklich ist?
Nein. Jede Person der einen abgeschlossenen Berufsausbildung in der Pflege hat und auch einen Ersthelferausbildung absolviert hat weiß genau welche Situation bedrohlich ist und welche nicht. Im Zweifelsfall immer den Bereitschaftsarzt vorerst kontaktieren.

5. Wie geht ihr bei Verschlechterung des Zustandes der Bewohner mit dem Thema Patientenverfügung um?
Ganz wichtiges Thema. Es wird genauestens abgeklärt wie genau vorgegangen wird. Hat ein/e Bewohner/in Patientenverfügung muss dies genauestens gelesen werden und auch entsprechend beachtet. In dem Patientenverfügung drin stehende Maßnahmen müssen sach- und fachgerecht vollzogen werden. Zudem sollte Hausarzt/in kontaktiert und die Angehörigen/Betreuer hinzugezogen werden und abgeklärt werden wie es genau weitergeht. Beratungsgespräch mit den Angehörigen ist sehr wichtig da es Konflikte in Bezug auf Bewohner/in im Falle des Todes somit vermieden werden.

6. Drängen manche Angehörige zur Einweisung ins Krankenhaus, obwohl eurer Einschätzung nach kein Grund dazu besteht (davon habe ich bereits gehört)? Kommt dies oft vor oder eher selten?
Je nach Einrichtung ist es verschieden. Leider kommt es sehr oft vor. Überbesorgte Angehörige die oft die Fürsorge übertreiben gibt es leider sehr sehr oft. Erst gestern Abend hatte ich wieder mit eine überbesorgte Tochter ein Gespräch die so sehr Hausärztin bearbeitet hat so dass eine 80 Jährige Dame die derzeit unter Antibiotikatherapie ist und deswegen abgenommen hat und nichts isst jetzt zu einer Magen und Darmspiegelung schicken möchte. Die Dame erbricht sehr schnell und wir sind froh dass wir überhaupt ihre Tabletten ihr geben können. Wie wir sie für eine Darmspiegelung vorbereiten sollen vor allem wenn die Dame noch voll bei Sinnen ist und es ablehnt aber die Tochter sich durch die Emotionen verleitet sie dazu zwingen möchte. Es ist zum Mäuse melken.

7. Gibt es einen allgemeinen für alle Bewohner oder einen individuellen Notfallplan für den jeweiligen Bewohner für die Entscheidungsfindung der Pflegekräfte, in welcher Situation der Hausarzt und in welcher Situation der Notarzt zu rufen ist? z.B. eine Handlungsempfehlung, Entscheidungspfad, einen Standard, einen Leitfaden oder ähnliches.
Bei dem Erste Hilfe Kasten hängt ein großes Plakat mit dem Notfallstandard. Die Pflegefachkräfte wissen selbst was ein Notfall ist und wie sie reagieren müssen.

8. Wäre ein allgemeiner oder individueller Notfallplan („Handlungsempfehlung bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes“) für eure Bewohner nach eurer Einschätzung nach sinnvoll und praktikabel?
Sinnvoll mit Sicherheit. Jedoch mit sehr viel Arbeit verbunden für jeden Bewohner bei Notfall entsprechend einen Plan zu schreiben. Derzeit sind jedoch die Pflegefachkräfte durch den Personalmangel mit der Pflegeplanung schon überfordert. Die alltägliche Bürokratie und Dokumentation würde damit nocheinmal zunehmen.

9. Wie könnten eurer Meinung nach „vermeidbare Krankenhauseinweisungen bei Verschlechterung des Zustandes des Bewohners“ reduziert werden? Die zahlreichen Prophylaxen meine ich nicht. Mir geht es um den eingetretenen Fall der Verschlechterung des Zustandes des Bewohners. Wie könnte eine Krankenhauseinweisung vermieden werden (natürlich sind Notfälle ausgenommen). Wegen eines Infektes, eines Sturzes ohne Folgeschäden oder bei Vigilanzminderung eines präfinalen Bewohners mit Patientenverfügung bspw. muss nicht zwangsläufig der Notarzt gerufen werden.
Letzten Endes geht es mir um die Reduzierung von vermeidbaren Krankenhauseinweisungen, da diese für ältere Menschen enorm belastend sind.
Es ist eine gute Frage. Ich hoffe nicht dass jemand bei einem präfinalen Bewohner mit einem Patientenverfügung einen Notarzt belästigt. Meiner Erfahrung nach sterben die Menschen zuvor schon in der Einrichtung.
Man könnte jedoch in den Pflegeeinrichtungen einige Tätigkeiten besser versichern damit es zu keiner Einweisung kommt. Bsp. Katheter bei Mann legen etc.
Oft sind auch die Hausärzte sehr eingefahren und zögern die Palliativbehandlung bei den Bewohner zu stark in die Länge. Da müsste sich grundsätzlich was ändern. Aber Gott sei Dank sind die Erlebnisse in den Krankenhäuser so erschreckend dass die meisten älteren Herrschaften nicht ins KH eingewiesen werden möchten. Somit hat die Fachkräftemangel auch seine positiven Seiten :)
 
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ciaobella

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30.07.2007
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Danke Nemononame, für deine ausführliche Antwort! Sehr interessant deine Perspektive! :)
Liebe Grüße
Maria
 
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Fripi

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02.08.2005
Sorry, ich kann nicht anders:
(...)Ich arbeite wie schon erwähnt seit 15 Jahren im Klinikum Stuttgart. Immer in der Inneren.Onko, Pneumo, AIM und jetzt auf der nephrologischen Abteilung(...)
Grüße mir mein altes Haus, manchmal vermisse ich auch :D

lg Nils
 
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Humanitäre Hilfe
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