Arbeitsrecht kein Recht auf Feiertage?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
I

[email protected]

Mitglied
Basis-Konto
12.08.2005
63154
Hallo alle miteinander,

unsere Dienstpläne bei uns in der Pflegeeinrichtung werden von unserem Heimleiter mit einem speziellen Computerprogramm geschrieben, da es in der letzten Zeit immer mehr dazu kam, das Mitarbeiter nicht ganz nachvollziehen konnten wie Mehrarbeit, Freitage etc. zustande kamen, versuchte es unser HL mit Hilfe eines Beispielausdruckes zu erklären.
Dabei erwähnte er, dass uns keine Feiertage zustehen würden, da wir in einer Pflegeeinrichtung arbeiten und ja immer einer zum dienst erscheinen müsst. Wir bekämen lediglich einen Ausgleichsfreitag für einen gearbeiteten Feiertag (und natürlich die entsprechenden Zuschläge).
Meine Frage wäre, ob das so stimmen kann, steht das so im AVR?
Ist das nicht gesetzeswidrig?
 
Qualifikation
ex. Krankenschwester
Fachgebiet
Altenpflege
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
17.01.2001
Hamburg
H
Dabei erwähnte er, dass uns keine Feiertage zustehen würden, da wir in einer Pflegeeinrichtung arbeiten und ja immer einer zum dienst erscheinen müsst. Wir bekämen lediglich einen Ausgleichsfreitag für einen gearbeiteten Feiertag (und natürlich die entsprechenden Zuschläge).
Meine Frage wäre, ob das so stimmen kann, steht das so im AVR?
Ist das nicht gesetzeswidrig?
Vielleicht hat sich Euer HL etwas missverständlich ausgedrückt. Vielleicht meinte er, dass Ihr nicht das recht habt alle Feiertage frei zu haben oder so.
Und wenn es so abgerechnet wird wie Du schreibst ist das vollkommen korrekt.
Die Vergütung für einen Feiertag beträgt 135%, davon bekommst Du 100% in Freizeit und 35% in Geldwert.
Beispiel: Du arbeitest an Pfingstmontag, dafür erhälst Du einen freien Tag an einem anderen Werktag plus 35% Bezahlung. Hast Du frei bleibt alles wie es ist.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Die Zuschläge werden natürlich varrieren, je nach Arbeitgeber. Aber ansonsten ist diese Regelung vollkommen gesetzeskonform.
Wolltest Du an jedem Feiertag frei haben?
 
Qualifikation
Krankenschwester
I

[email protected]

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
12.08.2005
63154
Nein, mir geht es nicht darum, dass ich an jedem Feiertag frei habe. Ich arbeite gerne und auch an Feiertagen.

Nur nehmen wir mal meinen Maidienstplan. Da gibt es den 1. Mai und Christihimmelfahrt als Feiertage.
Ich arbeite einen davon und an 2 Wochenenden, Bekomme aber nur 6 freie Tage in diesem Monat (meine freien Wochenenden mit inbegriffen). Der eine Feiertag an dem ich frei habe, ist mir als Ausgleichstag für ein Wochenende an dem ich gearbeitet habe angerechnet worden.
Und wie gesagt, mein HL sagt, das währe rechtens, da ich nur für gearbeitete Feiertage einen freien Tag bekommen würde.
Also ist eigentlich der Dienstplan so geschrieben worden als gäbe es in diesem Monat keine Feiertage.
 
Qualifikation
ex. Krankenschwester
Fachgebiet
Altenpflege
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
17.01.2001
Hamburg
Nur nehmen wir mal meinen Maidienstplan. Da gibt es den 1. Mai und Christihimmelfahrt als Feiertage.
Ich arbeite einen davon und an 2 Wochenenden, Bekomme aber nur 6 freie Tage in diesem Monat (meine freien Wochenenden mit inbegriffen). Der eine Feiertag an dem ich frei habe, ist mir als Ausgleichstag für ein Wochenende an dem ich gearbeitet habe angerechnet worden.
Und wie gesagt, mein HL sagt, das währe rechtens, da ich nur für gearbeitete Feiertage einen freien Tag bekommen würde.
An einem Feiertag kann kein Ausgleichstag gegeben werden. Entweder ist er frei und zwar zusätzich zu den Dir zustehenden freien Tage, oder Du arbeitest ihn, und dann muss er ausgeglichen werden an einem anderen WERKTAG. Wenn ich das richtig deute, dann arbeitest Du in einer 5,5 Tage Woche.
Das bedeutet in 4 Wochen musst Du 22 Tage arbeiten und hast 6 Tage frei.(2x WE plus jeweils 4x1/2 Tag)
Wenn in diesen 4 Wochen 2 Feiertage sind und Du diese nicht arbeitest, dann hast Du insgesamt 8 Tage frei. Arbeitest Du einen Feiertag dann hast Du 7 Tage frei plus den Ausgleich für den feiertag, was wiederum 8 freie Tage ergibt. Also Du kannst es drehen und wenden wie Du möchtest, am Ende des DP bist Du bei 8 freien tagen ausgegelichen, bei 7 hast Du einen, bei 6 2 Tage im Plus.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Hallo Yvonne,
hier zur Unterstützung:

http://bundesrecht.juris.de/arbzg/BJNR117100994.html

Das muss zu Eurem Inventar gehören und für alle zugänglich sei, s.o. §16.
Das sollte selbst Dein Chef kennen.
Oder hat er vielleicht Probleme mit dem Dienstplanprogramm und will sich nur rausreden?

Wassermann:thumbsup:
 
Qualifikation
Krankenschwester
H

heiner62

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.02.2006
Zweibrücken
Nein, mir geht es nicht darum, dass ich an jedem Feiertag frei habe. Ich arbeite gerne und auch an Feiertagen.

Nur nehmen wir mal meinen Maidienstplan. Da gibt es den 1. Mai und Christihimmelfahrt als Feiertage.
Ich arbeite einen davon und an 2 Wochenenden, Bekomme aber nur 6 freie Tage in diesem Monat (meine freien Wochenenden mit inbegriffen). Der eine Feiertag an dem ich frei habe, ist mir als Ausgleichstag für ein Wochenende an dem ich gearbeitet habe angerechnet worden.
Und wie gesagt, mein HL sagt, das währe rechtens, da ich nur für gearbeitete Feiertage einen freien Tag bekommen würde.
Also ist eigentlich der Dienstplan so geschrieben worden als gäbe es in diesem Monat keine Feiertage.
Hallo Yvonne,
ich bin nun kein Jurist. So wie du den Sachverhalt schilderst ist es, nach meiner Meinung, nicht in Ordnung.
Feiertage zählen nicht bei der Berechnung der Sollarbeitszeit eines Monats. Deswegen kann euer HL diesen Tag auch nicht als Freizeitausgleich für einen anderen Feiertag heranziehen.
LG
Heiner
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Anaesthesie. INPULS & PDMS
Weiterbildungen
INPULS
C

Cori

Hallo Yvonne,
ich bin nun kein Jurist. So wie du den Sachverhalt schilderst ist es, nach meiner Meinung, nicht in Ordnung.
Feiertage zählen nicht bei der Berechnung der Sollarbeitszeit eines Monats. Deswegen kann euer HL diesen Tag auch nicht als Freizeitausgleich für einen anderen Feiertag heranziehen.
LG
Heiner


Genauso läuft es bei uns auch....Beispiel April:
zwei Feiertage, dennoch 20 Arbeitstage, statt 18
Beispiel Mai:
zwei Feiertage, dennoch 23 Arbeitstage, statt 21.
Wenn man arbeitet bekommt man allerdings einen zusätzlichen Tag frei (unter Anrechnung der Stunden). Wir haben die 5 Tage-Woche.
LG
Cori
 
I

isis1

Mitglied
Basis-Konto
08.12.2005
24768
Mensch, da habt Ihr alle ja noch Glück!
Ich bekomme gar kein Freizeitausgleich, wenn ich einen Feiertag gearbeitet habe. Lediglich den Feiertagszuschlag.Wenn ich einen Feiertag frei habe, zB. Ostermontag, dann bekomme ich dafür noch nicht mal meinen Lohn, so wie es im Lohnfortzahlungsgesetz steht.Ich habe mich beim DBfK informiert, die sagen dazu: Wenn ein einem Feiertag das Frei geplant ist, steht mir auch kein Geld zu. Für mich ist es völlig suspekt, da kann ich ja nicht`s für, wenn grade ein Feiertag ist. Somit arbeite ich Feiertag`s sehr gerne,mmm, sonst fehlt mir am Monatsende echt Kohle. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies so richtig ist.Wir hätten wohl lieber einen anderen Beruf wählen sollen.Alles Beschiss!!!!
 
Qualifikation
Krankenschwester, QMB
Fachgebiet
ambulante Pflege
L

Lisy

Hey Leute,
entweder ich steh auf dem Schlauch, oder ihr lasst euch "verarschen"
Jeden Monat werden die Arbeitstage gezählt, von Montag bis Freitag (bei einer 5 Tage Woche) - Ohne Feiertage, diese Arbeitstage werden mit der persönlichen Tagesarbeitszeit multipliziert, ergibt die Stundenzahl, die im Monat gearbeitet werden muß. Ob die Stundenzahl am Feiertag gearbeitet wird oder nicht spielt fast keine Rolle. Und ein Festgehalt sollte immer ausgehandelt werden.
Gruß Lisy
 
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
17.01.2001
Hamburg
Mensch, da habt Ihr alle ja noch Glück!
Ich bekomme gar kein Freizeitausgleich, wenn ich einen Feiertag gearbeitet habe. Lediglich den Feiertagszuschlag.Wenn ich einen Feiertag frei habe, zB. Ostermontag, dann bekomme ich dafür noch nicht mal meinen Lohn, so wie es im Lohnfortzahlungsgesetz steht......Wir hätten wohl lieber einen anderen Beruf wählen sollen.Alles Beschiss!!!!
Wie hoch ist denn Dein Feiertagszuschuss in Geldwert? Vielleicht höher als 35%?
Und wie soll ich das verstehen, dass Du nicht mal Lohn bekommst, wenn Du am Feiertag nicht arbeitest? Wirst Du pro Tag bezahlt?
Was hat das mit dem Pflegeberuf zu tun, wenn versch. AG`s versch. bezahlen? Das ist nirgendwo anders, entweder bezahlt Dein AG nach irgendeinem Tarif, oder das Gehalt wird ausgehandelt, in welchem Beruf ist das bitte anders oder besser?
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
Bethke Axel

Bethke Axel

Mitglied
Basis-Konto
27.02.2002
24118
Hallo,
es ist ganz schwierig auf die Fragen eine Antwort zu geben, wenn man nicht weiß unter welchem Tarifvertrag man arbeitet bzw. was im Arbeitsvertrag steht, wenn kein Tarifvertrag gilt.
Z.B. Man arbeitet unter dem BAT, wenn man jetzt regelmäßige Arbeitstage hat z.B. man arbeitet immer nur von Dienstag bis Samstag, dann hat man am ersten Mai Pech, für diesen Tag bekommt man nichts. Wird der Dienstplan jeden Monat neu geschrieben ist es Auslegungssache, wie der erste Mai Vergütet bzw. mit Arbeitszeit versehen wird, wenn man dann geplant frei hat. Evtl. muß man eine Entscheidung einklagen.
Wenn bei einem der TVöD gilt ist es wiederrum ganz klar für Kollegen die im Schicht- bzw. Wechselschichtdienst arbeiten. Jeder Kollege bekommt dann für jeden Feiertag 1/5 seiner wöchentlichen Arbeitszeit von der Sollarbeitszeit des Monats abgezogen.
Andere Tarifverträge regeln dies noch anders. Also immer angeben welcher Tarifvertrag gilt, dann kann auch Auskunft gegeben werden.
Grüsse
Axel
 
Qualifikation
Ltd. Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgische Ambulanz/ Internistische Aufnahmestation
C

Cori

Hey Leute,
entweder ich steh auf dem Schlauch, oder ihr lasst euch "verarschen"
Jeden Monat werden die Arbeitstage gezählt, von Montag bis Freitag (bei einer 5 Tage Woche) - Ohne Feiertage, diese Arbeitstage werden mit der persönlichen Tagesarbeitszeit multipliziert, ergibt die Stundenzahl, die im Monat gearbeitet werden muß. Ob die Stundenzahl am Feiertag gearbeitet wird oder nicht spielt fast keine Rolle. Und ein Festgehalt sollte immer ausgehandelt werden.
Gruß Lisy

Das wäre schön, wenn es so wäre. Ich arbeite bei der AWO und dort werden die Wochenfeiertage als Arbeitstage mitgezählt. Wenn man nachfragt, bekommt man als Antwort ein Gerichtsurteil vorgelegt, in welchem steht, dass man keinen Anspruch auf das herauszählen von Stunden bei einem Wochenfeiertag hat. Es betrifft im übringen nur den Schichtdienst in unserem Haus, die Verwaltung hat Glück und bekommt den Feiertag frei und muss nicht nacharbeiten.
 
Bethke Axel

Bethke Axel

Mitglied
Basis-Konto
27.02.2002
24118
Das wäre schön, wenn es so wäre. Ich arbeite bei der AWO und dort werden die Wochenfeiertage als Arbeitstage mitgezählt. Wenn man nachfragt, bekommt man als Antwort ein Gerichtsurteil vorgelegt, in welchem steht, dass man keinen Anspruch auf das herauszählen von Stunden bei einem Wochenfeiertag hat. Es betrifft im übringen nur den Schichtdienst in unserem Haus, die Verwaltung hat Glück und bekommt den Feiertag frei und muss nicht nacharbeiten.
Hallo Cori,
das was euer Arbeitgeber sagt, ist ja nicht verkehrt wenn ich dich richtig verstehe.
Der Feiertag muß nicht herausgerechnet werden, also von den Sollstunden abgezogen werden. Du mußt aber nach dem Arbeitszeitgesetz für geleistete Arbeit an einem Feiertag innerhalb der nächsten 2 Wochen einen Ersatzruhetag bekommen.
Also genauso wie ein Verwaltungsangestellter.
Innerhalb von 2 Wochen mußt du in der 5 Tagewoche nur 9 statt 10 Tage arbeiten, wenn ein Feiertag in den 2 Wochen liegt, genauso wie ein Verwaltungsangestellter. Entweder du hast den Feiertag frei ( Verwaltungsangestellter ) oder einen Ersatzruhetag.
Zusätzlich bekommst du für die Arbeit an dem Feiertag noch eine extra Vergütung.
Grüsse
Axel
 
Qualifikation
Ltd. Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgische Ambulanz/ Internistische Aufnahmestation
Gomer

Gomer

Neues Mitglied
Basis-Konto
30.03.2006
13353
Letztendlich kommt es auch auf den Arbeitsvertrag drauf an.. Wenn da eine wöchentliche Arbeitszeit von meinetwegen 40h drin steht, heisst das beim AVR das man in einem Zeitfenster von 13 Wochen eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 40h haben muss.
Das ganze macht man praxistauglich indem man die tägliche Sollarbeitszeit mit der Anzahl der Werktage im Monat multipliziert.. Dabei kommt dann eine bestimmte Anzahl an Stunden heraus - die SOLLarbeitsstunden. Entsprechen diese nicht den ISTArbeitsstunden, versucht man im darauf folgenden Dienstplan die Differenz auszugleichen.. spätestens jedoch in der 13. Woche.
Wenn Feiertage dazwischen kommen reduziert sich die wöchentliche Arbeitszeit um die übliche Zeit, die der AN an diesem Tag gearbeitet hat oder gearbeitet hätte - WENN der Feiertag auf einen Werktag fällt.
Wenn der AN an diesem Feiertag - der also ein Werktag ist - gearbeitet hat, muss er (im AVR) innerhalb von 14 Tagen einen Ausgleichstag bekommen, der auf einen Werktag fallen muss.
Anders ist es bei bestimmten Teilzeitverträgen - nämlich bei solchen, wo keine wöchentliche Arbeitszeit sondern z.B. eine bestimmte Anzahl Dienste im Monat festgelegt ist. Wenn der AN also z.B. 15 Dienste im Monat abdecken muss und einige dieser Dienste auf Werktagsfeiertage fallen, gibt es dafür keinen Anspruch auf Freizeitausgleich. Wenn die 15 Dienste einem Tonus folgen heisst das Pech gehabt. Wenn die 15 Dienste willkührlich jeden Monat neu verteilt werden und ausgerechnet immer auf Feiertage an Werktagen fallen, dann läuft da was schief.. Dann kann man noch über die netten Soll-Paragraphen im AVR argumentieren, die m.W. jedoch nur Sonntage versprechen... (Sollen 15 Freie Sonntage im Jahr haben / Sollen jeden 2ten Sonntag frei haben)
Diese Informationen habe ich in meiner AVR-Selbststudie errungen..
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Geriatrie
Bethke Axel

Bethke Axel

Mitglied
Basis-Konto
27.02.2002
24118
Anders ist es bei bestimmten Teilzeitverträgen - nämlich bei solchen, wo keine wöchentliche Arbeitszeit sondern z.B. eine bestimmte Anzahl Dienste im Monat festgelegt ist. Wenn der AN also z.B. 15 Dienste im Monat abdecken muss und einige dieser Dienste auf Werktagsfeiertage fallen, gibt es dafür keinen Anspruch auf Freizeitausgleich. Wenn die 15 Dienste einem Tonus folgen heisst das Pech gehabt. Wenn die 15 Dienste willkührlich jeden Monat neu verteilt werden und ausgerechnet immer auf Feiertage an Werktagen fallen, dann läuft da was schief.. Dann kann man noch über die netten Soll-Paragraphen im AVR argumentieren, die m.W. jedoch nur Sonntage versprechen... (Sollen 15 Freie Sonntage im Jahr haben / Sollen jeden 2ten Sonntag frei haben)
Diese Informationen habe ich in meiner AVR-Selbststudie errungen..
Hallo Gomer,
nach meinen Informationen ist das nicht richtig. Auch Teilzeitkräfte, die nicht nach Stunden sondern nach Schichten einen Vertrag haben, fallen unter das Arbeitszeitgesetz.
In dem ist ganz klar geklärt, dass Arbeitnehmer die an einem Wochenfeiertag arbeiten in den nächsten 14 Tagen einen Ersatzruhetag bekommen müssen.
Sollte Arbeitsvertraglich dies ausgeschlossen sein, ist das Gesetzwiedrig.
Grüsse
Axel
 
Qualifikation
Ltd. Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgische Ambulanz/ Internistische Aufnahmestation
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Arbeitszeitgesetz gilt nun mal für alle.
Tja, es sei denn § 12 Ab. 2 greift. Aber diese Vereinbarung müsste dann wohl jeder kennen, zumindest schon mal zur Kenntnis genommen haben.
Muss aber auf jeden Fall für jeden zum Nachlesen erreichbar sein.

:guckstduh http://bundesrecht.juris.de/arbzg/BJNR117100994.html
 
Qualifikation
Krankenschwester
Isis

Isis

Aktives Mitglied
Basis-Konto
16.05.2005
2
Das wäre schön, wenn es so wäre. Ich arbeite bei der AWO und dort werden die Wochenfeiertage als Arbeitstage mitgezählt. Wenn man nachfragt, bekommt man als Antwort ein Gerichtsurteil vorgelegt, in welchem steht, dass man keinen Anspruch auf das herauszählen von Stunden bei einem Wochenfeiertag hat. Es betrifft im übringen nur den Schichtdienst in unserem Haus, die Verwaltung hat Glück und bekommt den Feiertag frei und muss nicht nacharbeiten.
Bei der AWO arbeiten heißt nicht, nach BMT AW II bezahlt zu werden (zumal der ja sowieso vom Arbeitgeber gekündigt wurde und nur noch "nachwirkt", wie es so schön heißt).
Ich bin auch bei der AWO, genauer gesagt, bei einer Tochterfirma unseres AWO-Kreisverbandes. In vielen Punkten stimmt unser Tarifvertrag mit dem TV, der für die Menschen, die beim AWO KV arbeiten, überein, aber es gibt ein paar kleine, aber feine Unterschiede. Und unsere AWO hat mehrere solcher kleinen Tochterfirmen - heißen alle irgendwas mit AWO drin, bloß ist da nicht wirklich immer AWO drin...:wassat:Argument des Arbeitgebers damals: WIr fahren sonst nur Verluste ein und wir wollen ja niemandem kündigen deswegen, wir wollen Arbeitsplätze erhalten (ein Schelm, der böses dabei denkt).
Was Axel zum eigentlichen Thema geschrieben hat ist auch bei uns so - wer Schicht hat an einem Feiertag, der bekommt halt 135% Zuschläge (außer bei uns Nachteulen heißt das: 35% Zuschlag, 100% Freizeitausgleich), wer frei hat, hat halt frei, ohne Lohnkürzung oder irgendso ein Blödsinn. Feiertag ist schließlich kein normaler Arbeitstag. :thumbsup:
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
C

Cori

Bei der AWO arbeiten heißt nicht, nach BMT AW II bezahlt zu werden (zumal der ja sowieso vom Arbeitgeber gekündigt wurde und nur noch "nachwirkt", wie es so schön heißt).
Ich bin auch bei der AWO, genauer gesagt, bei einer Tochterfirma unseres AWO-Kreisverbandes. In vielen Punkten stimmt unser Tarifvertrag mit dem TV, der für die Menschen, die beim AWO KV arbeiten, überein, aber es gibt ein paar kleine, aber feine Unterschiede. Und unsere AWO hat mehrere solcher kleinen Tochterfirmen - heißen alle irgendwas mit AWO drin, bloß ist da nicht wirklich immer AWO drin...:wassat:Argument des Arbeitgebers damals: WIr fahren sonst nur Verluste ein und wir wollen ja niemandem kündigen deswegen, wir wollen Arbeitsplätze erhalten (ein Schelm, der böses dabei denkt).
Was Axel zum eigentlichen Thema geschrieben hat ist auch bei uns so - wer Schicht hat an einem Feiertag, der bekommt halt 135% Zuschläge (außer bei uns Nachteulen heißt das: 35% Zuschlag, 100% Freizeitausgleich), wer frei hat, hat halt frei, ohne Lohnkürzung oder irgendso ein Blödsinn. Feiertag ist schließlich kein normaler Arbeitstag. :thumbsup:
Stimmt, der Tarifvertrag ist gekündigt zum 31.12.2006.
Allerdings ist bei uns ein Feiertag ein normaler Arbeitstag, wenn man ihn frei bekommt.
Arbeitet man an einem Feiertag, bekommt man die entsprechenden Zuschläge (35% Zuschlag und 100% Freizeitausgleich)
Hat man aber frei, macht man in diesem Monat Minusstunden.
Ein Beispiel:Monat April......
Ich arbeite 6 Stunden (Ist-Arbeitszeit) am Tag, bei einer 5-Tage Woche.
Im April hatten wir zwei Wochenfeiertage, die ich frei hatte.
Im gesamten Monat hätte ich 20 Arbeitstage arbeiten müssen (weil eben die Feiertage nicht rausgerechnet werden), macht 115,60 Sollstunden (Sollarbeitszeit ist 5,78 Stunden/Tag). Habe aber nur 18 Tage gearbeitet, also 108 Ist-Stunden.... das macht nach Adam Riese ein Minus von 7,6 Stunden.
Ein Schelm wer sich böses dabei denkt? Die Awo Schwaben hat damit sicher einen großen Vorteil, weil es im gesamten Verband viele Mitarbeiter gibt, die an Wochenfeiertagen nicht arbeiten müssen, weil einige halt nicht gebraucht werden(da spart man eine Menge Kosten ein).

Gruß
Cori
 
samorino

samorino

Neues Mitglied
Basis-Konto
29.11.2005
Regensburg
Hallo,
ich kenne die Probleme auch zur Genüge, da wir eine private Einrichtung sind gibt es keinen Tarifvertrag, auch keinen Betriebsrat oder ähnliches. Zuschläge jeglicher Art gibt es bei uns nicht, allerdings bekommen wir einen Freizeitausgleich für Feiertagsarbeit.
Was mir aber seltsam vorkommt: z.B. Urlaub in den Pfingstferien von Pfingstmontag bis einschließlich 18. Juni. Da fällt noch Fronleichnam mit hinein und dafür muss ich 12 Urlaubstage berappen, da ich an meinem regulären Dienstwochenende (in der Mitte dieses Zeitraums) und an den Feiertagen Urlaub nehmen muss. Nach meiner Berechnung wären das nämlich nur 8 Tage Urlaub und der Rest Frei. So kenne ich das von meinen vorherigen Arbeitgebern. Im Arbeitsvertrag steht darüber nichts.
Ist diese Berechnung richtig? Da bringen ja Brückentage gar nichts!
Wohin also wenden, wenns da Probleme gibt. Fast alle im Team fühlen sich benachteiligt und unsere PDL läßt da nicht mit sich reden.
Liebe Grüße
Samorino
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Chirurgie
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

D
Folgende Problematik in einem Pflegeheim. Patientin zeigt starke eigen- und Fremdgefährdung, wird schon Medikamentös Sediert Quetiapin...
  • Erstellt von: DarkSephiroth
3
Antworten
3
Aufrufe
162
Zum neuesten Beitrag
Morbus Bahlsen
Morbus Bahlsen
P
Hallo in die Runde, liebe Forenmitglieder, nach einem Abteilungswechsel innerhalb unserer Klinik, bin ich auch das erste mal mit dem...
  • Erstellt von: Peltierchen
6
Antworten
6
Aufrufe
454
Zum neuesten Beitrag
Peltierchen
P
S
Hallo ihr Lieben! Ich (Pflegeassistentin) und mein Kollege (Fachkraft) stellen uns seit ein paar Wochen einige Fragen, auf die wir aber...
  • Erstellt von: Schnafti
4
Antworten
4
Aufrufe
377
W
M
Hallo, aufgrund des Personalmangels hat sich folgende Szenerie letztens bei uns in der Einrichtung abgespielt. Es war am Wochenende...
  • Erstellt von: mojo86
6
Antworten
6
Aufrufe
744
L