Arbeitsrecht Kann ich Nachtdienst ablehnen

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Lin

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15.06.2006
99981
Hallo Ihr alle,
ich habe eine Frage, die mich seit einigen Tagen sehr beschäftigt.

Ich arbeite in einem Pflege- und Wohnheim mit vier Wohnbereichen. Mein Wohnbereich musste bis jetzt keinen Nachtdienst abdecken, da kein Bedarf war. Nun sagt mein Chef, dass sich dies geändert hat. Wir sollen also nun auch - seit vier Jahren - Nachtdienste machen. Im Arbeitsvertrag steht, dass Nachtarbeit geleistet werden muss, wenn betrieblich erforderlich.

Nun möchte ich gern wissen: Kann ich dies ablehnen? Ich habe zuvor in einer anderen Einrichtung Nachtdienste gemacht, und habe gesundheitlich große Probleme gehabt. Das heißt, für mich waren die Probleme groß. Für meinen Chef vielleicht nur banal, denn ich kann tagsüber nicht schlafen, habe Kreislaufprobleme.

Wo kann ich nachlesen, ob ich diese Nachtdienste verweigern könnte?

Ich hoffe sehr auf Antworten von euch.

Vielen Dank.
Lin
 
Qualifikation
Pflegekraft
Fachgebiet
Pflegeheim
S

Surrogat

Ich denke das arbeitsrechtlich die einzige Möglickeit zur Ablehnung darin besteht, das du per ärtzlichem Attest nachweist, das Nachtdienst aus gesundheitlichen Gründen nicht tragbar ist - insbesondere da dein Arbeitsvertrag ja explizit die Möglichkeit solcher Schichtarbeit festlegt; ohne Attest kann dein Arbeitgeber immer auf der Einhaltung des von dir ja unterschriebenen und in der entsprechenden Form somit akzeptierten Vertrages drängen.

Evtl. lässt dir ja auch die Dienstplangestaltung einige Möglichkeiten - ich habe Kollegen, die wenn man Ihnen die Wahl lassen würde liebend gerne wieder als Hauptnachtwache mit 14 -16 Nächten/Monat arbeiten würden...während anderen der Nachtdienst komplett verhasst ist.
Vieleicht lässt sich ja da eine sinnvolle Übereinkunft treffen?
 
S

Sandra79

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24.05.2006
47798
hey du,solang im arbeisvertrag verankert dass du nachtschichten machen mußt ,mußt du dies auch tuen,wenn dies dein chef wünscht,da es dann eine dienstanweisung ist und dieser hast du dich zu fügen,wenn du über 18 bist sonst darfst du ja keinen nachtdienst machen Liebe grüße:laughing:
 
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Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Mit diesem Problem habe ich immer wieder ein Problem:sad: .
Wenn da nun jeder käme? Und das Recht hat dann auch jeder, warum nur einzelne?
Was wird wohl werden, wenn plötzlich alle mit einem Attest dastehen?
Wird hoffentlich nicht geschehen, aber wenn doch?
Habt Ihr vielleicht den falschen Beruf oder den falschen Arbeitsplatz? :confused:
Ihr arbeitet in einem "Betrieb", der 365 Tage im Jahr rund um die Uhr am laufen ist. da weiss man doch, worauf man sich einlässt.


:wassat: Oder sieht das der Wassermann verkehrt?
 
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Krankenschwester
C

confuge

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25.04.2006
Düsseldorf
:wassat: Oder sieht das der Wassermann verkehrt?
ja, tut er.

wenn Nachdienst aus gesundheitlichen Gründen nicht zu verantworten ist und dies von einem Arzt attestiert wird, dann ist dieser Mitarbeiter vom Nachtdienst zu befreien.

Wenn da nun jeder käme?
Tun sie aber nicht! Es gibt zum Glück ausreichend viele Kollegen, die bereit sind, nachts zu arbeiten - und sei's, weil sie auf den Nachtzuschlag angewiesen sind.

Habt Ihr vielleicht den falschen Beruf oder den falschen Arbeitsplatz?
Nachtdienst hat überhaupt nichts mit der Eignung für den Pflegeberuf zu tun. Ich kenne einige sehr kompetente Kollegen, die z.B. mit zunehmendem Alter immer mehr Probleme damit bekommen haben. Und was den Arbeitsplatz angeht:
es ist vielleicht etwas komplizierter für den Arbeitgeber, aber da erwarte ich auch etwas Kreativität von beiden Seiten. Es ist ja durchaus auch in seinem Interesse, seine Mitarbeiter nicht zu verheizen. Und vielleicht hat der Arbeitnehmer auch eine Idee, warum grade er im Tagdienst für das Unternehmen besonders effektiv sein kann (z.B. als Experte für Wundmanagement oder im Casemanagement). Und wenn, wie hier, 4 Jahre lang nicht vom Nachtdienst gebrauch gemacht wurde, wäre mal nach Gewohnheitsrechten zu fragen (z.B. Personalrat, DBfK, Anwalt...).

Ihr arbeitet in einem "Betrieb", der 365 Tage im Jahr rund um die Uhr am laufen ist. da weiss man doch, worauf man sich einlässt.
Amen.
Und weil das immer schon so war, wird es immer so bleiben. Oder doch nicht?
Viel zulange wurden Patienten und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Heimen institutionalisiert. Ein Mitarbeiter ist ein Angestellter und kein Leibeigener!
 
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Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Viel zulange wurden Patienten und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Heimen institutionalisiert. Ein Mitarbeiter ist ein Angestellter und kein Leibeigener!
Ein Mitarbeiter ist weder Leibeigner noch geborener Analphabet.
Wenn ich einen Vertrag unterschreibe, obwohl ich weiss, dass ich den Vertrag nicht in allen Punkten erfüllen kann bin ich es selber Schuld.

Wie ist es denn umgekehrt? Was, wenn im Vertrag steht, dass der Arbeitgeber im Fall XY eine Gratifikation zahlt und er, wenn der Fall XY eintritt sagt: "Ochnöööö, SO hatte ich das jetzt nicht gemeint, ich hab ja gar kein Geld"
 
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Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
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confuge

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25.04.2006
Düsseldorf
Wie ist es denn umgekehrt? Was, wenn im Vertrag steht, dass der Arbeitgeber im Fall XY eine Gratifikation zahlt und er, wenn der Fall XY eintritt sagt: "Ochnöööö, SO hatte ich das jetzt nicht gemeint, ich hab ja gar kein Geld"
Hab ich schon persönlich erlebt. Hab das Haus gewechselt...
 
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Lin

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15.06.2006
99981
Hallo,

danke für die schnellen Antworten. Ich möchte noch hinzufügen, dass ich keine Pflegefachkraft bin, sondern staatlich anerk. Heilpädagogin. Ich sehe es als sinnvoller an, wenn ich weiterhin im Tagdienst arbeite, denn sonst hätte ich ja den Beruf nicht gewählt.

Auch bei uns gibt es viele Kollegen, die gern Nachtdienst arbeiten. Aber unsere PDL geht auf solche Wünsche nur wenig ein. Sie will nur ihren Dienstplan voll kriegen.

Gibt es wirklich Ärzte, die so ein Attest ausschreiben? Wenn ich dahin gehe, bin ich ja wahrscheinlich mopsfidel. Wie will der einschätzen, wie es mir in einer Nachtschicht geht??

Ich bin richtig unglücklich....:cry:

Liebe Grüße
von Lin
 
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Pflegekraft
Fachgebiet
Pflegeheim
Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Sie will nur ihren Dienstplan voll kriegen.
Dafür wird sie ja auch bezahlt.

Gibt es wirklich Ärzte, die so ein Attest ausschreiben? Wenn ich dahin gehe, bin ich ja wahrscheinlich mopsfidel. Wie will der einschätzen, wie es mir in einer Nachtschicht geht??
Ganz bös gesagt: wenn Du es ihm nicht klarmachen kannst, wird es wohl nicht so schlimm sein. In Wahrheit hab ich auch noch nicht begriffen, warum du keinen Nachtdienst machen kannst (dass Du keinen Nachtdienst machen willst ist allerdings deutlich geworden)

Gruß
Monika
 
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Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
L

Lin

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15.06.2006
99981
Hallo,

dass ich gesundheitliche Probleme habe, wenn ich Nachtdienste mache, habe ich ja oben schon geschrieben. Und um diese zu umgehen, will ich natürlich keine Nachtdienste machen. Nein - das ist auch nicht richtig ausgedrückt, ich möchte max. 1 Nachtdienst am Stück machen. Es ist ja nicht so, dass ich mich generell verweigern will. Das wäre den Kollegen gegenüber nicht fair. Eine Nacht "durchmachen" ohne Schlaf kriege ich hin. Aber ich kann wirklich tagsüber so gut wie gar nicht schlafen, vielleicht ist es auch psychisch bedingt. Ich steigere mich da so richtig rein. Muss alle viertel Stunde pipi machen so 10mal, mir ist kotzübel usw. (Entschuldigung)

Und ich habe in diesem Wohnbereich angefangen zu arbeiten, WEIL dort keine Nachtdienste gemacht werden mussten.

Gruß
Lin
 
Qualifikation
Pflegekraft
Fachgebiet
Pflegeheim
Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Aber ich kann wirklich tagsüber so gut wie gar nicht schlafen, vielleicht ist es auch psychisch bedingt. Ich steigere mich da so richtig rein. Muss alle viertel Stunde pipi machen so 10mal, mir ist kotzübel usw.
dann solltest Du vielleicht mal daran arbeiten

Und ich habe in diesem Wohnbereich angefangen zu arbeiten, WEIL dort keine Nachtdienste gemacht werden mussten.
Aber es steht doch, wenn ich das richtig verstanden habe, im Arbeitsvertrag, dass auch Nachtdienste möglich sind, wenn es notwenig ist ?!?
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
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Willy_Wuff

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01.12.2005
Deggendorf
Mit diesem Problem habe ich immer wieder ein Problem:sad: .
Wenn da nun jeder käme? Und das Recht hat dann auch jeder, warum nur einzelne?
Was wird wohl werden, wenn plötzlich alle mit einem Attest dastehen?
Wenn der Nachtdienst wirklich gesundheitliche Probleme verursacht, dann finde ich es föllig legitim mit dem Atest, denn man sollte niemals seinen Beruf, auch wenn es der richtige ist ;-) über seine eigene Gesundheit stellen.

Aber was wird wenn das mit dem Atest Mode wird, weil einige halt passende hausärzte haben, die zwecks kundenbindung alle nur gewünschten Ateste ausstellen ?
Die Frage kann ich gut beantworten...... denn die Kollegen die nicht mit Atesten kommen ... die sagen ok, muß ich halt durch, gehört zu meinem Job dazu, wußte ich als ich mit dem Job angefangen habe ..... die sind dann nur noch am Nachtschichten kloppen wie die Plöden und fangen an ihre Gesundheit wirklich zu ruinieren.
Auf der Station auf der ich kurzfristig das Vergnügen hatte dies zu erleben hatte ich glaub 4 leute mit nem Atest 2 KPH´s die keine Nachtdienste allein machen durften ne Stationsleitung die logischerweise auch keine dienste gemacht hat ...... Machte 7 Leute die aus dem Nachtdienst rausgefallen sind.
Ach ja, 2 Schwangere die logischerweise auch nicht mehr durften ( was ja auch OK ist )
damit waren wir bei 9
Viel spaß beim Kompensieren :-(
 
Qualifikation
Fachpfleger für Intensiv Medizin
Fachgebiet
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Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Wenn der Nachtdienst wirklich gesundheitliche Probleme verursacht, dann finde ich es föllig legitim mit dem Atest, denn man sollte niemals seinen Beruf, auch wenn es der richtige ist ;-) über seine eigene Gesundheit stellen.

Gegen die gerechtfertigten Atteste habe ich auch keine Einwände.
Ich mag auch keine Nachtdienste, aber was sein muss, muss eben sein.

Aber was wird wenn das mit dem Atest Mode wird, weil einige halt passende hausärzte haben, die zwecks kundenbindung alle nur gewünschten Ateste ausstellen ?
Die Frage kann ich gut beantworten...... denn die Kollegen die nicht mit Atesten kommen ... die sagen ok, muß ich halt durch, gehört zu meinem Job dazu, wußte ich als ich mit dem Job angefangen habe ..... die sind dann nur noch am Nachtschichten kloppen wie die Plöden und fangen an ihre Gesundheit wirklich zu ruinieren.
Auf der Station auf der ich kurzfristig das Vergnügen hatte dies zu erleben hatte ich glaub 4 leute mit nem Atest 2 KPH´s die keine Nachtdienste allein machen durften ne Stationsleitung die logischerweise auch keine dienste gemacht hat ...... Machte 7 Leute die aus dem Nachtdienst rausgefallen sind.

Das ist dann die unkollegiale Version.
Vielleicht sollte sich die Leitung des Hauses mal Gedanken machen, wie diese Situation zu ändern ist, im Verbund mit BR oder MAV. Muss natürlich rechtlich abgesichert sein.

Ach ja, 2 Schwangere die logischerweise auch nicht mehr durften ( was ja auch OK ist )
damit waren wir bei 9
Viel spaß beim Kompensieren :-(
Ein Weg wäre doch wirklich, die Leidtragengen schliessen sich zusammen und liefern auch Atteste ab. Da wird sich doch ein Arzt finden lassen.:devil:
:w-fahne_2 Und dann muss ja irgendwas geschehen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
L

Lin

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Themenstarter/in
15.06.2006
99981
Hallo,

ich finde es schade, dass hier der Eindruck entsteht, dass ich mich einfach nur vor dem Nachtdienst drücken will.

In unserer Einrichtung gibt es keinen Kollegen, der sich einfach mal so ein Attest vom Arzt besorgt, um keine Nachtdienste machen zu müssen. Zum Glück ist bei uns Nachtdienst beliebt. Außerdem bringt er gutes Geld.

Ich wollte nur einen rechtlichen Rat. Von Attesten wusste ich bis dahin gar nichts.

Trotzdem nichts für ungut.

Gruß
Lin
 
Qualifikation
Pflegekraft
Fachgebiet
Pflegeheim
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
ja, tut er.

wenn Nachdienst aus gesundheitlichen Gründen nicht zu verantworten ist und dies von einem Arzt attestiert wird, dann ist dieser Mitarbeiter vom Nachtdienst zu befreien.

Nichts dagegen.
Was ist mit den Gefälligkeitsgutachten, weil Frau, Freundin, Mann oder Freund es nicht wünscht?


Tun sie aber nicht! Es gibt zum Glück ausreichend viele Kollegen, die bereit sind, nachts zu arbeiten - und sei's, weil sie auf den Nachtzuschlag angewiesen sind.

Und wenn nicht?

Nachtdienst hat überhaupt nichts mit der Eignung für den Pflegeberuf zu tun. Ich kenne einige sehr kompetente Kollegen, die z.B. mit zunehmendem Alter immer mehr Probleme damit bekommen haben. Und was den Arbeitsplatz angeht:
es ist vielleicht etwas komplizierter für den Arbeitgeber, aber da erwarte ich auch etwas Kreativität von beiden Seiten. Es ist ja durchaus auch in seinem Interesse, seine Mitarbeiter nicht zu verheizen. Und vielleicht hat der Arbeitnehmer auch eine Idee, warum grade er im Tagdienst für das Unternehmen besonders effektiv sein kann (z.B. als Experte für Wundmanagement oder im Casemanagement). Und wenn, wie hier, 4 Jahre lang nicht vom Nachtdienst gebrauch gemacht wurde, wäre mal nach Gewohnheitsrechten zu fragen (z.B. Personalrat, DBfK, Anwalt...).

Wenn es besondere Umstände sind, kein Problem. Müsste sich ein Weg finden lassen.
Ich habe meine Bedenken auch nicht auf eine einzelne Person beziehen wollen. Sollte allgemein sein.


Amen.
Und weil das immer schon so war, wird es immer so bleiben. Oder doch nicht?
Viel zulange wurden Patienten und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Heimen institutionalisiert. Ein Mitarbeiter ist ein Angestellter und kein Leibeigener!

Prima, arbeiten dann alle nur noch Montag bis Freitag, 8 bis 14 Uhr? Bewohner und Patienten werden beurlaubt?
Ich hoffe, dass sich eine Lösung findet, mit der alle leben können.
 
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Krankenschwester
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Hallo,

ich finde es schade, dass hier der Eindruck entsteht, dass ich mich einfach nur vor dem Nachtdienst drücken will.

In unserer Einrichtung gibt es keinen Kollegen, der sich einfach mal so ein Attest vom Arzt besorgt, um keine Nachtdienste machen zu müssen. Zum Glück ist bei uns Nachtdienst beliebt. Außerdem bringt er gutes Geld.

Ich wollte nur einen rechtlichen Rat. Von Attesten wusste ich bis dahin gar nichts.

Trotzdem nichts für ungut.

Gruß
Lin
Hallo Lin,
ich meinte auch nicht, dass Du Dich drücken willst. Ich meinte es ganz allgemein, nicht auf eine Person bezogen.
Wenn der Nachtdienst so beliebt bei Euch ist, müsste sich eine Lösung finden lassen. Da ist der Dienstplanschreiber gefragt.
Ansonsten wäre BR oder MAV gefragt.
Im Arbeitsvertrag wird kaum was von Gewohnheitsrecht stehen.

Viel Erfolg bei der Lösung.
 
Qualifikation
Krankenschwester
I

Irmala

Mitglied
Basis-Konto
01.06.2006
53757
Ich kann diese Bissigkeiten nicht nachvollziehen. Wenn man in einem Haus arbeitet, in dem Nachtdienst bislang nicht zur Debatte stand, haben wohl die meisten Tagdienstler ein Problem damit, sonst wären sie ja Nachtwachen.
Ich habe einige PK erlebt, die sich für extra Nachtschicht bewarben, innerhalb kürzester Zeit aber richtig krank wurden aufgrund der Umstellung - es ist einfach nicht jedermanns Sache! Und man sollte doch dann fit sein nachts... Mal Einspringen ist wohl nicht das Thema.
Wenn`s nicht vernünftig mit Kollegen und PL zu regeln ist, bleibt nur das Attest.
In unseren Verträgen steht auch, daß wir notfalls in anderen Häusern arbeiten müssen - naürlich unterschreibt man und hofft, daß der Kelch an einem vorübergeht, allein schon wegen der Anfahrt...
 
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Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegeheim
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
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26.09.2005
Bonn
Ich kann diese Bissigkeiten nicht nachvollziehen. Wenn man in einem Haus arbeitet, in dem Nachtdienst bislang nicht zur Debatte stand, haben wohl die meisten Tagdienstler ein Problem damit, sonst wären sie ja Nachtwachen.
Ein Problem damit zu haben ist die eine Sache, es abzulehnen die Andere.
Mal Einspringen ist wohl nicht das Thema.
ist es wohl .... "ein bisschen krank" gibt es hier nicht

In unseren Verträgen steht auch, daß wir notfalls in anderen Häusern arbeiten müssen - naürlich unterschreibt man und hofft, daß der Kelch an einem vorübergeht, allein schon wegen der Anfahrt...
Richtig, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber WENN es dann mal zu iener Versetzung kommt, könnt ihr auch nicht sagen "ochnööööö, das hab ich nicht so gemeint* ......
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Angelika Hötzel

Angelika Hötzel

Neues Mitglied
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03.06.2006
80636
Eine Frage an Monika 58,
wie viele Nachtdienste machst Du so durchschnittlich?
Mich interessiert dies nur, weil Du Lin nach einer eigentlich ganz normal gestellten Frage ziemlich massiv angreifst.

Angelika
 
Qualifikation
Krankenschwester/Rettass
Fachgebiet
Nothilfe
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