Intensiv Kalium perfusor

Amorelie

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Wir sind eine Kardiologie U innere Station. Heute wurden wir vom Oberarzt aufgefordert jmd eine Kalium Infusion zu geben. Normalerweise gehört sowas überwacht auf der Imc. Stationsleitung hat sich dem Oberarzt gebeugt U den Perfusor ohne Monitor Überwachung angestellt. Ich finde es immer schlimmer wie zum Teil mit Menschen Leben umgegangen wird. Mal davon ab das ich bis auf uns keine Kardiologie kenne auf der Patienten nicht mit EKG Dauer überwacht werden. Auch das auf solchen Stationen zum Teil Altenpfleger U Assistenten eingesetzt werden U eigene Bereiche machen weil absoluter Personalnotstand herrscht ist grob fahrlässig.
 
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Amorelie

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Noch eine Frage wie lange muss eine 40 ml kcl Infusion mit 1000 ml stero laufen in Std ?
 
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PflegerPhil

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Hallo Amorelie,
Ich weiß, dass eine Hyperkaliämie schwere Herzrhytmusstörungen auslösen kann. Aber wenn der OA eine Kaliuminfusion anordnet (max 40mmol/1000ml) dann wurde der Patient keine hyperkaliämie haben. Ein Kaliumperfusor mit 1mmol/ml darf nur über einen ZVK gegeben werden! Wichtig ist, dass der Serumkaliumspiegel während der Therapie regelmäßig kontrolliert wird. Dies ist jedoch Aufgabe und Verantwortung des Arztes. Weder im Beipackzettel noch in der Fachliteratur steht, dass Kalium nur bei vorhandener EKG-Überwachung gegeben werden darf. Außerdem müssten dann zigtausende Patienten zukünftig überwacht werden, da eine einzelne Kalinorbrause über einen viel schnelleren Zeitraum (5 minuten) viel mehr Kalium (40mmol) in den Organismus bringt als eine richtig eingestellte Kaliuminfusion (40mmol/min 2 Stunden). Zum Thema laufgeschwindigkeit lohnt übrigens auch ein Blick in den Beipackzettel: maximale Infusionsgeschwindigkeit: 20mmol/Stunde bzw. 0,3mmol/kgKG/Stunde.

Übrigens hat unsere kardiologische Normalstation auch keine Telemetrie.

Lg
Pp
 
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lulli00

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wollt gerade sagen, 40KCL in 1000 Jono ist doch n klacks. Warum dafür ne Überwachung?

Bei einem PurPerfusor sieht die Kiste schon anders aus. Dann ist aber das gesamte Bild des Pat. Überwachungswürdig und nicht nur die Tatsache das der Perfusor dran ist.

Da sind wir schon bei ordentlichen Hyperkaliämien die Kardiologisch relevant sind. Oder bei ordentlichen Hyperglykämien mit Insulinperfusor dran. Da sind die Symptome dann aber schon überwachungswürdig
 
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Willy_Wuff

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Ich muß gestehen das ich (Ich Arbeite auf einer Station mit Monitorüberwachung ) teilweise erschüttert bin mit welchen Dingen eine Normalstation überfordert ist. Letztens sollten wir einen zur Überwachung bekommen, weil die Station sich mit einem Heparinperfusor überlastet fühlte.
Selbstverständlich muß ein Kalium Perfusor überwacht werden, auf Normalstation wird der wohl eher selten mit mehr als 4 ml/h laufen. Und wenns ga nicht anders geht ..... darf der bei ner Braunüle nicht mal so schnell laufen, wenns ne gruße Vene ist und der Perfusor durch eine Trägerlösung verdünnt wird, (Paralel ne Infusion mit Automat ) darf der eh nicht so schnell laufen.
Und selbstverständlich muß eine solche Medikation überwacht werden ..... alle 6 -10 Stunden Ne Kaliumkontrolle und 4x Tgl Puls Zählen dürften aber ausreichen. Ich hätte viel mehr angst wenn der Patient ohne Überwachung und ohne Therapie mit ner massieven Hypokaliämie bei mir rumliegen würde :)
Wenn auf der Station 3-4x Tgl keine Vitalzeichenkontrolle möglich ist, nicht mal in ausnahmefällen, dann haben dort leider Kranke nichts zu suchen.
 
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Amorelie

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Nicht wir sind damit überfordert sondern es ist sonst immer Ansage gewesen nur auf imc. Zum Thema vz wenn eine pfk allein auf der Station ist mit 35 Patienten von denen die Hälfte pkms ist U der Rest kardiologisch kann sie natürlich engmaschig kontrollieren dann bleib t aber anderes auf der Strecke;
 
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resigniert

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Nicht wir sind damit überfordert sondern es ist sonst immer Ansage gewesen nur auf imc. Zum Thema vz wenn eine pfk allein auf der Station ist mit 35 Patienten von denen die Hälfte pkms ist U der Rest kardiologisch kann sie natürlich engmaschig kontrollieren dann bleib t aber anderes auf der Strecke;
Gefährdungsanzeige schreiben und die Vorgesetzten fragen was liegenbleiben kann
 
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Willy_Wuff

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@Amorelie
OK, unter diesen Bedingungen würde ich mich auch weigern Patienten mit Kalium Perfusor zu betreuen.
Scheinst den gleichen Arbeitgeber zu haben, den auch ich habe :) bei uns in den Betten-ringen sind ähnliche grob fahrlässige Zustände.
Marke der erste Herzinfarkt hat gewonnen, denn der hat noch einen der sich um ihn kümmern kann, beim zweiten Herzinfarkt .... bis es einer schaft zur Klingel zu gehen ist er Tod, was den Arbeitgeber nicht sonderlich interessieren dürfte, denn dann kann man die eine Fall pauschale abrechnen und das Bett mit ner anderen belegen. Aber Hauptsache die Gewinne werden maximiert.

@resigniert
Gefärdungsanzeige is zwingend notwendig, wenn man nicht für die Geldgier seines Arbeitgebers in den Bau wandern will, beim eigenen Gewissen hilft die leider wenig, ausser das es netter ist mit selbigem zu hause auf dem Sofa zu kämpfen als im Knast. Und was liegen bleiben kann ...... Das muß der Einzelkämpfer jedesmal live entscheiden, bzw. was gemacht werden muß damit die Patienten nicht das zeitliche Segnen, da ist es im Zweifelsfall wurst was der Vorgesetzte sagt. Zumindest wenn die Gefärdungsanzeige geschrieben ist. Viel wichtiger ist es zu dokumentieren, das man im Zweifelsfall nachweisen kann das man sein möglichstes getan hat. Ob es die Richtigen Arbeitsbedingungen sind, wenn man jedesmal, vor dem Dienst, nen Stoßgebet gen Himmel schickt : "Lieber Gott lass sie heute alle meine Schicht überleben", das muss langfristig jeder für sich selbst entscheiden.
Ich habe auch keine Schmerzen damit im Pflegebericht zu schreiben "Adäquate Patientenversorgung aufgrund personeller Situation nicht möglich"

Die oben von Amorelie beschriebenen Zustände scheinen in DE ja keine Seltenheit mehr zu sein, ich frage mich warum Kollegen unter den Bedingungen überhaupt noch arbeiten. Sie haben nen Job, somit keine Not, da kann man sich doch auch für andere Kliniken interessieren, und wenn man einmal im Monat Hospitieren geht kann man zumindest nen ersten Eindruck gewinnen obs bei dem anderen genau so schlimm ist, dann guckt man halt weiter.
Und wenn der derzeitige Arbeitgeber mitbekommt das man auf der Suche nach was anderem ist, was solls ? der is froh solange man da ist, rausschmeißen wird der die letzte Pflegekraft sicher nicht, denn dann müsste er Betten sperren weil keiner mehr da ist, und das würde die Gewinnmaximierung einschränken.
 
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Fachpfleger für Intensiv Medizin
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