Altenpflege Jugendarbeitsschutzgesetz Azubine Altenpflegerin

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P.v.U.z.W

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Hallo zusammen,

ich und bzw. meine Freundin haben folgendes Problem, vielleicht kennt sich jemand mit Gesetzen aus und kann uns weiter helfen.

Nun zum eigentlichen Problem, meine Freundin hat im Oktober eine Ausbildung zur Altenpflegerin angefangen.
Sie hatte bisher nur die Berufsschule bzw. das Fachseminar für Altenpflege besucht, da die Ausbildung im Block erfolgt.
Doch seit einer Woche ist sie im Altenheim beschäftigt. Am ersten Tag hat sie den Dienstplan bekommen und musste feststellen, das sie 14 Tage ohne Wochenende arbeiten muss. Sie möchte diesen Beruf gerne erlernen und ist sich auch bewusst das der Beruf viel arbeit bedeutet, doch das sie 2 Wochen am Stück arbeiten muss, ist ihr etwas merkwürdig.

Da sie noch minderjährig ist und somit unter das Jungendarbeitsschutzgeschetz fällt, dürfte sie in Pflegeberufen ja auch am Wochenende bzw an Feiertagen arbeiten, aber nur wenn sie die Tage in der nächsten Woche als Freizeit bekommt, doch dies ist nicht der Fall. Sie hatte auch schon mit der PDL gesprochen, doch laut der Aussage, wäre das normal, das man so lange am Stück arbeit.

In Ihren Ausbildungsvertrag steht auch eine wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden, doch sie geht knapp 46 Stunden die Woche arbeiten, 7 Tage die Woche.


Ist das alles rechtmäßig oder läuft da einiges Schief.

Vielleicht habt Ihr ja auch schon solche Erfahrungen machen müssen, freuen uns auf hilfreiche Antworten.


Vielen Dank

Lieben Gruß
 
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deern

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AW: Jugendarbeitsschutzgesetz Azubine Altenpflegerin

Hallo,
vielleicht hilft Dir das ja weiter...

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/jarbschg/gesamt.pdf


§ 8 Dauer der Arbeitszeit
Ein Service des Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH -
juris - Das Rechtsportal
- 6 -
(1) Jugendliche dürfen nicht mehr als acht Stunden täglich und nicht mehr als 40
Stunden wöchentlich beschäftigt werden.
(2) Wenn in Verbindung mit Feiertagen an Werktagen nicht gearbeitet wird, damit
die Beschäftigten eine längere zusammenhängende Freizeit haben, so darf die
ausfallende Arbeitszeit auf die Werktage von fünf zusammenhängenden, die Ausfalltage
einschließenden Wochen nur dergestalt verteilt werden, daß die Wochenarbeitszeit
im Durchschnitt dieser fünf Wochen 40 Stunden nicht überschreitet. Die tägliche
Arbeitszeit darf hierbei achteinhalb Stunden nicht überschreiten.
(2a) Wenn an einzelnen Werktagen die Arbeitszeit auf weniger als acht Stunden verkürzt
ist, können Jugendliche an den übrigen Werktagen derselben Woche achteinhalb Stunden
beschäftigt werden.
(3) In der Landwirtschaft dürfen Jugendliche über 16 Jahre während der Erntezeit
nicht mehr als neun Stunden täglich und nicht mehr als 85 Stunden in der Doppelwoche
beschäftigt werden.
§ 9 Berufsschule
(1) Der Arbeitgeber hat den Jugendlichen für die Teilnahme am Berufsschulunterricht
freizustellen. Er darf den Jugendlichen nicht beschäftigen
1. vor einem vor 9 Uhr beginnenden Unterricht; dies gilt auch für Personen, die über
18 Jahre alt und noch berufsschulpflichtig sind,
2. an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens je 45
Minuten, einmal in der Woche,
3. in Berufsschulwochen mit einem planmäßigen Blockunterricht von
mindestens 25 Stunden an mindestens fünf Tagen; zusätzliche betriebliche
Ausbildungsveranstaltungen bis zu zwei Stunden wöchentlich sind zulässig.
(2) Auf die Arbeitszeit werden angerechnet
1. Berufsschultage nach Absatz 1 Nr. 2 mit acht Stunden,
2. Berufsschulwochen nach Absatz 1 Nr. 3 mit 40 Stunden,
3. im übrigen die Unterrichtszeit einschließlich der Pausen.
(3) Ein Entgeltausfall darf durch den Besuch der Berufsschule nicht eintreten.

Gruß, Deern
 
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Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Alten-und Pflegeheim
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PeterP

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AW: Jugendarbeitsschutzgesetz Azubine Altenpflegerin

Hallo,
bei mir ist es ähnlich, aber doch wieder etwas anders.
Ich absolviere ein freiwilliges soziales Jahr im Altenheim, bin noch unter 18 Jahre alt.
Ich arbeite auch 7 Tage am Stück, habe dann einen Tag frei und arbeite wieder 4 Tage am Stück und habe das Wochenende frei.
Laut des Jugendschutzgesetzes:

§ 15 Fünf-Tage-Woche

Jugendliche dürfen nur an fünf Tagen in der Woche beschäftigt werden. Die beiden wöchentlichen Ruhetage sollen nach Möglichkeit aufeinander folgen.


Ich habe jetzt in Februar gerade mal 6 von 8 Tagen frei und im März soll ich auch zwei Wochen durcharbeiten, d.h. 5 von 8 Tagen frei.
Geht das alles mit rechten Dingen zu?


L.G. Peter
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
altenheim
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