Jährliche Reanimationsschulungen

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S

samoth

Hallo zusammen,
ich bin auf der Suche nach den Grundlagen für die Forderung, alle (?) Mitarbeiter/innen des Krankenhauses müssten regelmäßig, d. h. jährlich eine Reanimationsunterweisung erhalten. Vielleicht hat ja der oder die eine oder andere schon damit zu tun gehabt und kann mir die entsprechenden Gesetze oder wohl eher Verordnungen nennen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es dafür überhaupt eine gesetzliche Grundlage gibt.
Danke im voraus!

Gruß
Thomas
 
the other

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Mitglied
Basis-Konto
13.02.2007
28217
Moin,
bin zwar nicht im Krankenhaus, aber davon, dass alle (!) MitarbeiterInnen eine Reanimations- oder Erste Hilfe / Ersthelferschulung benötigen, habe ich noch nix gehört.
Hier helfen erstmal die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften weiter.
Dass die Mitarbeiter im Pflegebereich (und Funktionsbereichen) da noch eine besondere Rolle spielen, ist wohl klar.
Hoffe, diese schwammige Antwort hilft ein wenig weiter...
 
Qualifikation
exam. Pflegefachkraft
Fachgebiet
QM
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hallo,

von Vorschriften oder Gesetzen weiß ich nichts.
Bei uns muss jeder Arzt und Pflegekraft 1x jährlich zum Reanimationstraining und zum erste-Hilfe Lehrgang.

Das restliche Personal alle 2 Jahre zum Erste-Hilfe-Training.
Desweiteren haben wir jährliche Schulungen über den Notfallkoffer und Zwangsmaßnahmen. Ab dem nächtsen Jahr auch Deeskalationstraining.

Dies wird alles Kontrolliert und es wird sehr viel wert darauf gelegt das jeder Teilnimmt.

Gruß

Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
S

samoth

Themenstarter/in
Das viele Häuser dies so oder ähnlich handhaben, weiß ich schon. Mir geht es aber wirklich um die gesetzliche Grundlage, nachdem ich bei einem Audit entsprechend "angemacht" wurde. Mit einem Auditor legt man sich ja besser nicht an, aber mich würde eben schon interessieren, auf welcher Basis solche Schulungen eingefordert werden.

Gruß
Thomas
 
G

GPP

Themenstarter/in
Hallo Thomas,
...Grundlagen für die Forderung, alle (?) Mitarbeiter/innen des Krankenhauses müssten regelmäßig,...Reanimationsunterweisung erhalten.
...Ich bin mir nicht mal sicher, ob es dafür überhaupt eine gesetzliche Grundlage gibt.
es gibt hierfür meines Wissens nur eine gesetzliche Grundlage und das ist die Garantenstellung, die Dein Arbeitgeber per Aufnahmevertrag für den Patienten übernimmt.
Ich befasse mich seit geraumer Zeit mit dieser Frage. Alle anderen Geschichten sind wachsweich. Du kannst noch mit BG Richtlinien (Betriebshelfer) und mit Berufsordnungen kommen, das kann aber auch problemlos wegdiskutiert werden.
Eine kleine Geschichte:
Als wir anfingen, dieses Feld zu beackern, haben wir eine Bestandsaufnahme gemacht. In diesem Rahemn haben wir alle Arbeitsbereiche besucht und uns die Notfallvorrichtungen zeigen lassen. Trotz eines Materialstandards haben wir einige Abweichungen festgestellt. Eine Erfahrung stach jedoch herraus:
Als ich in einem Bereich gefragt wurde, wie oft das Material gecheckt werden müsse, habe ich der fragenden Kollegin das Laryngoskop in die Hand gegeben, mit dem Kommentar, sie solle es zusammensetzen. 22 Sekunden bis das Lämpchen leuchtete haben ihr gezeigt, dass der Intervall, in dem sie sich mit dem Equipment beschäftigt nicht ausreicht.
Erwähnt sei, dass eine ReaSchulung von 1,5 Stunden nie ausreichen kann, die Leute wirklich fit zu kriegen. Noch nicht einmal, wenn die Repititionen 1x jährlich erfolgen.
Wenn Du mehr Infos willst...PN

Gruß aus Mannheim

Gerhard
 
Borgi

Borgi

Aktives Mitglied
Basis-Konto
15.09.2006
86647
:blushing: Lass mich nachdenken...
Jo alle zwei Jahre Reanimation und jedes Jahr Brandschutz...frag mich nicht, welches der beiden mehr Priorität hat....:sick:

obwohl wir ein kleines Akuthaus (waren)bin nicht mehr da... Laryngoskope wurden strengstens gewartet auf Funktionstüchtigkeit und die Akkus regelmässig geladen (1xwö), ebenso wurde der Notfalkoffer+Wagen mit Defi regelmäßig nach Plan überprüft, aufgefüllt, Medis ersetzt! Immerhin gab es 5-10 Notfälle auf Stat. im Jahr und man musste reagieren können...


LG Petra
 
Qualifikation
Krankenschwester/Pain Nurse
Fachgebiet
Neurologie
G

GPP

Themenstarter/in
Guten Morgen,
unfair ist natürlich, wenn nur Negativbeispiele gebracht werden. In den meisten Arbeitsbereichen war das Material in bestem Zustand, mindestens wöchentlich gecheckt und die Kollegen waren fit im Umgang mit dem Koffer.

gut so!
Gerhard
 
R

RieSee

Neues Mitglied
Basis-Konto
03.03.2003
24392
Das KH ist verpflichtet Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen in CPR zu Schulen. Sollte es dies nicht machen und es passieren Fehler in einer Notfallsituation, so liegt ein Organisationsverschulden Seitens des KH vor und es kann für diese Fehler haftbar gemacht werden. Außerdem wird es wahrscheinlich Schwierigkeiten mit seiner Versicherung bekommen (höhere Beiträge)
Bei uns ist es so, dass jede Pflegekraft einmal im Jahr zu einem Kollegen oder zu mir zum Rea-Training kommen muss. Dieses umfasst in einer drei Stunden Einheit:
Basismaßnahmen (BLS) nach ERC und AHA nach den aktuellen Empfehlungen
hierzu zählt ein ca. 45 minütiger Theorie-Teil
Anschließend werden die Basismaßnahmen in mehreren Durchläufen praktisch trainiert.
Die erweiterten Maßnahmen (ACLS) werden meist nur angerissen, aber bei A & I Personal, sowie ab diesem Jahr auch für die ZNA wird dies auch praktisch geübt.
Zum Abschluss wird noch die Assistenz bei venösem Zugang und Intubation geschult, sowie der Inhalt des Notfallkoffers erklärt.

Ein jährliches Training ist notwendig, da nach einem Jahr nur noch meist weniger als 10% von dem Wissen was im letzten Jahr geschult wurde, vorhanden ist. (Hierzu gibt es Studien aus den 1960'er Jahren, stimmen mit meinen Erfahrungen überein). Außerdem gab es 2000 und 2005 jeweils neue Reanimationsempfehlungen, die auch erstmal wieder "antrainiert" werden müssen.

Zu dem Intervall der Notfallkofferprüfung: Meines Erachtens ist es nicht nötig diesen wöchentlich zu kontrollieren. Allerdings sollte er nach der MONATLICHEN Kontrolle versiegelt werden (sonst fehlt irgendetwas im Notfall). Der Check muss dokumentiert werden.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A & I
Fachgebiet
stellv. Stationsleitung, operative Intenstation
Weiterbildungen
QM, Pflegestandards
S

samoth

Themenstarter/in
Hallo RieSee,
vieles in Deinem Beitrag (und auch in den vorhergehenden) ist mir klar, aber die Frage heißt eben: was ist die gesetzliche Grundlage für jährliche Reanimationsschulungen bei allen Beschäftigten im KH?? Und es scheint sich zu bestätigen, dass es eben keine gibt, sondern allenfalls abgeleitet wird aus der Rechtssprechung, aus dem Haftungsrecht usw..
Auditoren beschreiben Defizite in diesem Bereich aber häufig mit: "gesetzliche Regelungen nicht umgesetzt". Deshalb wäre es mir ja ein Anliegen, so etwas kennenzulernen.

Gruß
Thomas
 
Endaria

Endaria

Mitglied
Basis-Konto
16.10.2007
04
Ich habe heute mit der BGW -Zentrale in Hamburg telefoniert. Ich wollte, mit den Johannitern, einen 1.Hilfe-Kurs für alle Mitarbeiter in unserem Unternehmen durchführen lassen, genau wie vor 2 Jahren.
Die nicht so freundliche Mitarbeiterin erklärte mir, dass dies nicht mehr bezahlt werden würde.
Die BGW würde nur 10% aller Mitarbeiter, zu einem Ersthelfer, finanziell fördern.
Bei 100 Mitarbeitern könnte ich 10 Kollegen zu solch einem Kurs schicken.
Vor zwei Jahren kamen die Johanniter in unsere Einrichtung und hielten einen 1.Hilfe-Kurs proffessionel 2 mal 6 Stunden in unserer Einrichtung, sogar mit Reanimationspuppen. Viele Kollegen fanden dies, auch als Fachpersonal, sehr gut.Solch ein Kurs sollte alle 2 Jahre aufgefrischt werden.

Tja sollte...

Wenn ich die unheimliche freundliche Mitarbeiterin richtig verstanden habe,schicke ich 10 Kollegen zu diesen Kurs und diese würden dann alle anderen Kollegen weiterbilden.
Nichts gegen meine Kollegen,aber ohne Puppe, ohne Schulungsmaterial? Wie qualitativ hochwertig soll das denn werden?
Muss ich alles nicht wirklich verstehen.. ich glaube, da wird am falschen Ende gespart.
 
Qualifikation
QB,ex.KS
Fachgebiet
Büro,Springer (mobil,BW,PH)
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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