Investitionskostenzulage

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Barbara2

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04.04.2006
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Hallo Ihr Lieben,

ich trau mich ja fast nicht zu fragen, aber wo bekomme ich die Antwort auf die Frage: was ist denn diese Ivestitionskostenzulage und warum soll ich sie den Patienten in Rechnung stellen.
Irgend wie habe ich das alle nicht richtig mit bekommen.

Zu diesem Thema habe ich im Forum nichts gefunden, oder habe vielleicht an der falschen Stelle gesucht.

Wir wollen diese Zulage nun ab 1.8. erheben und die Leute fragen mich nun, was das schon wieder soll.

Ich habe keine faire Antwort parat.

Könnt Ihr mir vielleicht helfen?

Lieben Dank
Barbara2
 
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Griesuh

Griesuh

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hallo barbara2
schaue mal im Pflegeversicherungsgestetz § 82 Abs. 4 nach dort erfährst du genau was es damit auf sich hat.
Genauere Auskunft erteilt dir das Regierungspräsidium Gießen, Dezernat 72, Ludwigplatz 13, 35390 Gießen. Zuständig ist ein Herr Schepp, Telefon 0641/ 3032743.
Nur so in kürze: Investitionskosten waren bis vor einigen Jahren in den Honoren der Pflegekassen enthalten. Wurden jedoch bei einer Reform der Pflegeversicherung aus diesen Honoraren heraus genommen.
Sie sind dem Kunden privat in Rechnung zu stellen.
Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Investitonen deines PD wie: PC, Dienstfahrzeuge, Telefon, Verbrauchsgüter Anschaffungen wie BZ u. RR Geräte Pflegehilfsmittel und Verbandstoffe die du ja vorhalten musst, usw.
Wie diese Kosten berechnet werden erfährst du bei oben genannter Stelle, dort gibt es die entsprechenden Formulare und Ermittlungsbögen. Auch musst du der oben genannten Stelle die Höhe deiner Investitionskosten mit teilen.
Dies hier ausführlich zu erklären würde den Rahmen des Forums sprengen.
Nur so viel es werden deine Invetitionen eines Jahres in Euro mit den geleisteten SGB XI Stunden eines Jahres im Bezug zur Anzahl deiner SGB XI Kunden ermittelt. Stellst du diese Kosten deinen Kunden nicht in Rechnung, so gehen dir etliche Mittel verloren. Laut Pflegeversicherungsgesetzt ist die i Rechnungstellung der Investitionskosten zwingend vorgegeben.

Grüße Griesuh
PS: Die Investitionskosten werden nur auf erbrachte SGB XI Leistungen berechnet.
 
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Barbara2

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04.04.2006
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Aber die Patienten ärgern sich sehr darüber und wollen wissen, warum sie das tragen müssen. " Wir bezahlen doch so schon genug, wer soll denn das noch bezahlen können."
Da habe ich fast ein Einsehen mit ihnen.
Einen hat sogar mit gerichtlichen Konsequenzen gedroht.
Die Sache droht zu eskalieren.
 
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Griesuh

Griesuh

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Da wird er wenig Glück mit haben, es ist geltendes Recht nach dem Pflegeversicherungsgesetz.

Grüße Griesuh

PS. das ist genau so mit der 10% Zuzahlung für die ersten 28 Tage einer Behandlungspflege durch den Pflegebedürftigen.
Bitte Informiere dich bei der vorher genannten Stelle, gib deinen Kunden die dort erhältlichen Informationsschreiben, damit sie dies verstehen
 
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Barbara2

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04.04.2006
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Sie droht auch mit Kündigung des Pflegevertrages.
Das wäre ein herber Schlag für uns, aber erpressen lasse ich mich nicht.

Ich finde es nur ärgerlich, das es sich die Regierung immer so einfach macht und alles an uns weitergibt.

Bei den Wegekosten war es ja ähnlich.:mad_2:

Und wir sollen dann immer erklären, was "DIE" sich dabei gedacht haben..

Frustrierte Grüße
Barbara2
 
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Barbara2

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Gibt es einen Unterschied zwischen Hessen und BW?
 
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Lisy

Barbara,
grisuh hat nur zum Teil Recht, zumindest was BW angeht. Wenn du keine Investitionskosten erhebst, sagen die Kassen, die verdient soviel, da können wir die Preise drücken.
Ich hab mir nicht die Mühe gemacht alle Kosten zusammen zu rechnen, es kämme ein unbezahlbarer Betrag raus.
Wir bei uns haben uns geeinigt, das wir 1,30 € pro Hausbesuch verlangen, maximal 2 mal täglich. Dadurch das alle den Investitonszuschlag berechnen ist eine Erpressung unmöglich. Mach deine Kunden aufs Porto, Papier und Pc aufmerksam, lass die autos weg wegen der Fahrtkostenpauschale und wie gesagt schlies dich mit der Konkurenz kurz
Funktioniert bei uns seit Jahren ganz gut.
Gruß Lisy
 
Griesuh

Griesuh

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Hallo Lisy,
das hat nichts damit zu tun wer Recht hat.
Es geht um die Verträge und Gesetze die in den einzelnen Bundesländern gültigkeit haben und abgeschlossen wurden.
Da Barbara2 in BW ansässig ist, ist meine Adressen Angabe für sie nicht zu beachten, sie ist für hessen gültig.
Sie mus sich dann an ihr zuständiges Regierungspräsidium wenden.

Grüße Griesuh
 
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Barbara2

Barbara2

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Danke für Eure Hilfe

Barbara2
 
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Pappnase

Pappnase

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Hallo,

ich dachte am Anfang auch das mir Patienten abspringen werden, kam aber alles ganz anders. Wir haben jeden einzelnen Aufgeklärt per Brief und persönlich. Das hat schon viel geholfen.
Das wichtigste aber war, das alle Pflegedienste gleichzeitig Investitionskosten erhoben haben, sodas ein Wechsel nicht gebracht hätte, da ja überall Invest-Kosten erhoben wurden.

Liebe Grüße
Iris
 
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rueporade

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Hallo liebe Forumler in BW und Hessen (Grisuh wieder da ??)
versteh Eure Probleme nicht, Investitionsk.-P. betrifft alle!
Entscheidend im Wettbewerb, ist zumndestens in NRW der PUNKTWERT.
Ist das bei Euch anders- oder versteh ich jetzt gar nix mehr.......
Liebe Grüße
rueporade
 
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Griesuh

Griesuh

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Hallo Rueporade, bin noch da:whistling

Auch in Hessen geht es nach dem Punktwert. Nur must du erst einmal deine Investitionskosten ermitteln, um dann auf den Punkt :smile: !! zu bringen.
Bei mir kam zum Beispiel 0,00266 € Pro Punktwert heraus. Das ergibt bei kleiner Pflege mit 260 Punkten einen Betrag von 0,69 € pro kl. Pflege. Und so weiter u.s.w. Baut sich eben nach dem Modulsystem auf. jemehr Punkte jemehr Investitionskosten.

Grüße Griesuh
 
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rueporade

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16.01.2006
42477
Hallo Griesuh,
schön das Du noch da bist- Aussagen gibt es keine neuen, aber gut das wir darüber geredet haben.

Gruß
rueporade
 
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Griesuh

Griesuh

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Rueporade,

du sprichtst mir aus der Seele:grin: Reden wir doch ruhig weiter darüber:thumbsup:

Grüße Griesuh
 
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muckelwutz

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12.08.2006
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Hallo, erklärt den Patienten für was die Investitionskosten genutzt werden (in der stationären Pflege für Hilfsmittel,Neuanschaffungen etc) in der ambulanten Pflege wird es ähnlich sein.
Die meisten unserer "Kunden" verstehen es und sehen ja auch das die Kosten genutzt werden,wenn ein Heim oder eine Pflegedienst natürlich die Kosten auf einem Konto sammelt und damit nichts anfängt ist der Unmut der Patienten natürlich verständlich (alles schon erlebt)

lg
muckelwutz
 
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annaluis

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19.06.2006
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Wir in Sachsen-Anhalt nehmen die Investitionskosten schon seit Jahren. Wir haben das immer so erklärt, dass die Pflegekasse nur die Kosten für die reine Pflege trägt, nicht aber die Kosten die noch erforderlich sind, um einen Pflegedienst am Laufen zu halten. Na klar hat auch bei uns keiner Hurra geschrien, aber die Patienten gewöhnen sich schon dran.
Zu beachten ist auch, wenn man ohne Investionskosten zurechtkommt geht die Pflegekasse davon aus, dass die Sätze zu hoch sind.
 
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Büroangestellte im Pflegedienst
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Barbara2

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04.04.2006
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Danke für Eure Infos.

Die Lage hat sich beruhigt.

Aber die ersten Rechnungen sind erst raus gegangen.

(Ruhe vor dem Sturm?)

Liebe Grüße
Barbara2
 
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04.04.2006
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Kann/soll/darf man die Investitionskosten auch bei Selbstzahler erheben?
( HW, Vollbäder, Hilfe zur Pflege ), also bei Patienten, die kein Pflegegeld bekommen?
Wenn nein, steht das irgendwo?

Liebe Grüße
Barbara2
 
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Griesuh

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Kurze schmerzlose Antwort : JA
grüße Griesuh
 
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Barbara2

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04.04.2006
69250
Danke

Grüßle
Barbara2
 
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Für weitere Antworten geschlossen.