Intensiv Intensiv - Muss man da arbeiten?

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traveler

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Hallo rettungsmaus,

ich versuchs nochmal
muß von allen gewollt werden.
Davon geh ich doch aus, wer will keine Verbesserung des Arbeitsklimas und mehr Verständnis untereinander in einer Firma. Wenn jemand dies ablehnt sollte er über ein Therapie nachdenken.

Was soll es bringen, wenn Pflegekräfte in eine ihnen völlig fremde Abteilung "geschickt" werden
Verständnis, Erkenntnisgewinn, weniger Schnittstellenprobleme, bessere Betriebsqualität.

Bei uns im Haus kann jeder der die Fachweiterbildung I/A hat in den Bereichen Anästhesie und Intensivpflege rotieren
Diese Maßnahme soll ja gerade solcher Gruppenbildung entgegenwirken.

Bei uns im Haus gehen sogar Verwkräfte ein paar Tage auf Station und umgekehrt. Das Verständnis untereinander ist merklich besser geworden. Auch einige Arbeitsabläufe wurden als Nebeneffekt umgestellt, weil beide Gruppen nun erkannten wo es nicht klappt und warum und aufeinander zugegangen sind.

Leider merken viele nicht wie groß die Scheuklappen im laufe der Jahre geworden sind.

Gruß renje



 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Angestellt
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Hallo rettungsmaus,

ich versuchs nochmal
Na, da habe ich ja noch mal Glück gehabt:wink: .....

Ich finde deine Einstellung ja ehrenwert aber völlig praxisfern. Klar, wäre es schön, wenn in einer "Firma Krankenhaus" alles schön miteinander und kollegial, mit viel Einfühlungsvermögen ect. ablaufen würde. Wenn ich mir aber die Wirklichkeit anschaue, geht es doch nur noch darum, einen reibungslosen Ablauf hinzubekommen. Wenn ich nun für unsere Intensivstation, Leute voll einplanen soll die noch nie auf einer ITS gearbeitet haben, geht das einfach nicht mehr. Die Zeiten sind endgültig vorbei. Ob ich das nun toll finde oder nicht aber der "Laden" muß laufen. So ist das leider!!! Genauso umgekehrt. Wenn ich nach fast 20 Jahren Intensivpflege wieder auf eine, "neudeutsch", Basisstation arbeiten müsste würde ich keine große Hilfe sein!

Die Rotationsvariante ist dann sinnvoll, wenn dadurch eine Entlastung der Pflegenden und eine betriebswirtschaflich vertretbare Sache wird. Verwaltungsleute in die Pflege zu schicken und mich als Fachpflegekraft an den Schreibtisch, halte ich für nicht wirklich "Erkenntniss bringend"...:cry:

Gruß
Heike
 
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Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
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Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
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itsbiene

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Hallo!
Habe eure Kommentare mit grossem Interesse verfolgt.
Ich denke keiner von uns hat gerade zuviel Personal, wo kommen sonst die Überstunden her.
Keiner sollte gegen seinen Willen auf irgendeiner anderen Station eingesetzt werden, das bringt niemand etwas. 4 Wochen Intensiv sind zum selbstständigen arbeiten zu wenig und zum Hospitieren zu viel, besonders wenn die Station keinen Ersatz dafür bekommt.
Rotation ist ja ok z.B. Intensiv/ Anästhesie, aber man sollte immer daran denken man kann maximal 1-2 Sachen richtig gut können und machen. Finde ich zumindest! :rolleyes:
Was Yasin gesagt mit der Lobby für Pflege ist sehr wichtig, dafür müssen wir aber alle am gleichen Strang ziehen!!!!!
In diesem Sinne!
 
Qualifikation
Intensiv-/Anästhesieschwester, Praxisanleiter
Fachgebiet
interdisziplinäre Intensivstation/ Anästhesie
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c4user

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Hallo und Servus,

ich habe ja den Thread angefangen und so kann ich ja mal meinen Senf nach meiner "Intensivzeit" widergeben.

Ehrlich, ich hatte lange keinen so entspannten Dienst mehr im Krankenhaus wie in den Wochen auf der Intensivstation. Bei einem Stellenschlüssel von 12 Pflegekräften für 8 Patienten auch kein Wunder. Auch war es mal sehr interessant zu sehen wie wenig man Dokumentieren muss um einen Patienten optimal zu versorgen. Im Gegensatz zur peripheren Station hatte ich absolut 60% weniger Aktenberge, Befunde, Pflegeplanungen zu machen was im Grunde nur dem Patienten zugute kam.

Erstaunt war ich auch über die optimierten Arbeitsabläufe. Beispiel ZVK Anlage. Die Entscheidung fiel bei einem Patienten innerhalb von 10 Minuten, nach weiteren 5 war der Doc da und schob den ZVK, nach weiteren 10 war die Röntgen MTA mit dem mobilen Röntgengerät da und wieder 5 min später konnte der ZVK schon bestückt werden. Genial - soetwas in einem Zeitrahmen von 30 min zu sehen.

Auf der peripheren läuft das so: Konsil vom Doc geht an die Anästhesie - die rufen irgendwann an wenn im Aufwachraum mal Kapazität ist und rufen den Patienten ab, anschliessend muss man selber mit dem Patienten zur Röntgenabteilung in einem anderen Gebäude fahren - alleine der Transportweg umfasst 30 Minuten. So kommt es öfter vor das um 8 Uhr am Morgen der ZVK angemeldet wird, der Patient gegen 22 Uhr abgerufen, 22.15 die Röntgenkontrolle erfolgt und am nächsten Tag die Entscheidung da ist ob der ZVK bestückt werden kann.

Das ist nur ein kleines Beispiel, macht aber deutlich das man auf der Intensiven einfach mehr und bessere Möglichkeiten hat was auf der Normalstation schon ein administratives Hinderniss darstellt.

Auch sehr schön war ein Patient im Durchgangssyndrom. Auf der Intensiven hiess es nur spritz dem mal Tavor und leg die Fixierung an.... . Der Patient war nach 2 Minuten ruhig.

Auf der peripheren habe ich das auch schon mehrmals durchgemacht. Nacht um 23.00 Uhr. Info an den diensthabenden Arzt der auch sofort kam und Bettgitter ansetzte sowie Eunerpan. 30 min später lag Patient quer im Bett und war noch unruhiger also wieder Info an Doc. Der setzte nur an eine engmaschige Vitalzeichenkontrolle und ein Psych Konsil für den nächsten Tag. Wer jetzt fragt warum keine Fixirung? Nun, da keine Sitzwache verfügbar ist gibts auch keine Fixierung. Andere Medis als Eunerpan werden bei uns auf der peripheren auch nicht gegeben und die Intensive nimmt einem solch einen patienten nicht ab, da keine Vitale Bedrohung vorliegt.

Fazit war, der Patient hat die Nacht nur gebrüllt war unruhig im Bett, wurde alle 15 min überwacht, die pflegerische Dokumentation war 2-seitig zusätzlich kamen extra Formulare hinzu wie "freiheitsentziehende Massnachmen wg. Bettgitter etc...." aber den anderen 27 Patienten ging es trotzdem gut trotz nur 1 Pflegekraft im Dienst.

Achja.... die Intensivzeit war schon entspannend aber erschreckend ist, welche Defizite man an seiner eigenen Arbeit erkennt. Nur wie soll man das ändern?

Ach, und richtig herrlich fand ich diese unproblematische Kommunikation zw. Pflege und Arzt auf der Intensiven. Das der Arzt einer ITS ungefragt beim Patientenlagern mit anlangt ist schon eine besondere Erfahrung für nen "Normalo". Auch die kleinen Weiterbildungen nebenbei fand ich sehr lehrreich. Kam ein Patient mit etwas besonderem hiess es gleich "komm mal mit, ich erklärs dir mal".
Toll.
 
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Eta carinae

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Also, ich habe auch kein Fachkurs, arbeite auf der Intensiv, weil ich dort arbeiten wollte. Von einem lockeren Leben kann ich aber nicht berichten. Klar, man hat Stress, aber keine sinnlose Rennerei. Mir übrigens reichen 2 Patienten im FD und 4 im ND ist das absolute Maximum. :blushing:
 
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Krankenschwester
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Intensiv
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INTENSIV KAI

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Ich persönlich kenne die Arbeit auf der "peripheren" Station kaum mehr. Bin seit fast 9 Jahren auf der Inneren Intensiv und muss sagen, das die Arbeit dort natürlich hart ist. Die von Tjones beschriebenen Abläufen entsprechen den Tatsachen. Unruhige Patienten werden halt fixiert und mit entsprechenden Medikamenten deutlich eher mal sediert. Schließlich haben wir ja auch die Monitore die eine Überwachung deutlich erleichtern. Ich habe auch zwischendurch mal auf der Normalstation aushelfen dürfen (Gegner würden sagen :Müssen) und habe die Erfahrung gemacht, das ein renitenter Patient mit ABS-Socken im Bett mit Seitenteil und auf dem Boden liegender Matratze vor dem Bett eine Pflegekraft für 4 Stunden beschäftigt hat. Ich sah in die Doku und fand dort den Eintrag : Bei Bedarf Diazepam als Kurzinfusion... In meinem Dienst hatte der Pat 3 x Bedarf... Das wurde am nächsten Tag mit der Leitung diskutiert. Nach dem Motto: der ITS´ler hat den einfach weggedopt...und sich nicht mehr um ihn gekümmert. Stimmt meiner Ansicht nach nicht : Ich habe die Bedarfsmedikation gegeben und hatte so mehr Zeit für die 25 anderen Patienten. Klar, für ITS-Personal ist das Verabreichen von i.V. Medi´s nix besonderes mehr, aber man muss halt die Wirkung dieser Medikamente kennen und die Vitalzeichen engmaschig kontrollieren und dokumentieren.

In vielen Häusern werden Intensivstationen als Geld-Geber für die anderen Abteilungen genutzt. Und zu Recht ! Der Gesetzgeber hat die Kostenverteilung im Gesundheitswesen doch so gewollt. Je länger in Patient beatmet wird, desto mehr Erlös bringt die Behandlung.
Da ist es nur verständlich, das Klinikdirektoren die Bereiche Intensiv ständig erweitern wollen und so mehr Geld in die Kassen spülen. Nur wenn ein Bereich ausgebaut wird, muss diese Investition ja irgendwo herkommen. Also werden die Planstellen betriebsintern verrechnet, insgesamt ist genug Personal im Haus... nur nicht auf allen Abteilungen ausreichend.
Ich persönlich fand meinen Ausflug auf die Normalstation sehr sinnhaft... Ich habe mal wieder meine Wurzeln erkannt, schliesslich sind wir alle mal auf einer "Normalen" Station angfangen. Ausserdem haben die Kollegen dort erkannt, das wir nicht die Götter sind, für die sie und auch wir uns vereinzelt sicher mal halten.

Ich denke Rotationen sind gut, müssen aber mindestens 3 Monate dauern, damit wirklich alle Facetten der Station gesehen werden.
Wer kennt das nicht : 14 Tage im Nachtdienst high-life und in der 15. Nacht kommt jemand aus der PDL ins Haus um sich die Situation anzuschauen : Plötzlich alles ganz entspannt....
Also : Bin dafür ! In einzelnen Fällen auch gegen den Willen des MA : 20 Jahre auf einer Station machen einfach blind fur anderes. Meine Meinung dazu...
Also
aufs Personalkarussel aufspringen
 
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Ehrlich, ich hatte lange keinen so entspannten Dienst mehr im Krankenhaus wie in den Wochen auf der Intensivstation. Bei einem Stellenschlüssel von 12 Pflegekräften für 8 Patienten auch kein Wunder.
Hallo Tjones,

schön das es dir auf der ITS so gefallen hat. Aber dein Stellenschlüssel kann so kaum stimmen. Oder waren wirklich 8 Pflegekräfte (außer dir) in einer Schicht für 12 Patienten zuständig? Kann ich mir z.Z. nicht vorstellen. Vor 20 Jahren, als ich anfing mit der Intensivpflege, hatten wir locker 7-8 Leute im Frühdienst. (auch bei 12 Betten) Diese Zeiten sind aber lange vorbei. Heute wird mit 4-5 Leuten im Frühdienst geplant. Also, ganz so rosig ist die Sache mit den Planstellen auf der ITS nicht.

Gruß
Heike
 
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Ich denke es ist zu verschieden, als das man Pauschalaussagen machen kann. Gibt solche und solche ITS-Stationen mit ganz unterschiedlichem Stress-Level und Personalausstattung. Auf Trauma haste ja ständig instabile Pat., auf der neurochirurg. nicht ganz so häufig.

Bei uns ist es ganz skuril, wir haben mehrere chirurg.ITS mit unterschiedl.Schwerpunkt, die eine mit gutem Stellenschlüssel, wo meiner Einschätzung nach noch die stabilsten Pat. liegen (neurochirurg.), die anderen sind am Rudern und fahren Nachtdienste mit 5 Leuten für 22 Betten. Ich glaub mittlerweile fängt auch der Fachkräftemängel in Dunkeldeutschland an, es sind etliche Stellen (so wie ich das mitbekomme 2stellige Anzahl für die chirurg.ITS-stationen) unbesetzt.
Auch bei den inneren ITS-Stationen gibt es solche Unterschiede je nach Fach-Schwerpunkt.

Ich hab auf ITS als Mitläufer gar keinen Stress gehabt, mit 2 Patienten hab ich im Moment angenehmen handhabbaren Stress und manchmal auch ruhige Phasen wo ich andern helfen kann. So hab ich im Moment ein schöneres Leben als auf Normalstation. Aber mit 3 Pat., (1 beatmet, einer während schicht extubiert, 2mit katecholaminen), im Prinzip allein nach 3 Wochen Einarbeitung, wg.Krankmeldung, war ich extrem am Rudern. Und geschafft hab ich auch nicht alles, musste dem Spät was liegenlassen. Und dabei waren die alle drei noch stabil. Wäre einer davon instabil gewesen, würde ich wohl auch noch in mittelfristiger Zukunft ziemlich in Probleme geraten, alles koordiniert zu bekommen.

Bin heilfroh auf der ruhigeren Station gelandet zu sein. 2Pat. im früh ist handhabbar.

Gruß, Max
 
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Paddelinchen

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So eine Rotation hat schon auch seine positiven Seiten Stichwort "Fachblind" 20 Jahre Chirurgie und keine Ahnung von Innere :nono: mal so salopp ausgedrückt.

Aber auf der anderen Seite kann ich es auch verstehen wenn jemand sagt Intensiv nein Danke...wäre bei mir so inkl OP. Das ist defintiv NICHT meine Welt von mir aus könnten sie mich in die Steri stellen für 3 Monate oder auf eine andere Station nur nicht in diese zwei Bereiche.:nono:

Wahrscheinlich würde ich diese Zeit "runter reißen" und Fluchtartig wieder zu meiner Station rennen:laughing:
 
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Ich denke es ist zu verschieden, als das man Pauschalaussagen machen kann. Gibt solche und solche ITS-Stationen mit ganz unterschiedlichem Stress-Level und Personalausstattung. Auf Trauma haste ja ständig instabile Pat., auf der neurochirurg. nicht ganz so häufig.

Trotzdem ist der Planstellenschlüssel bei 12 Patienten und 8 Pflegekräften pro Schicht als paradiesisch anzusehen und für mich kaum vorstellbar.
Auch wenn "auf Trauma:kopfkratz: ...." vieleicht mehr zu tun ist als auf der "neurochirurg:kopfkratz: ..."......

Gruß
Heike
 
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Lies nochmal. Stellenschlüssel: 8 Betten, 12 Stellen.

Gegen juckende Kopfhaut hilft der Nillenflicker(Dermatologe). :p

Gruß, Max
 
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Tja, dann ist es halt noch paradiesischer......
Danke, MEINE Kopfhaut ist in Ordnung.....

Gruß
Heike
 
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Intensivhäschen

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12 Stellen Gesamt und 8 Betten. Ich habe das so verstanden, dass nicht 12 Leute in einer Schicht sind, sondern 12 Leute auf dem Gesamt- Stellenplan stehen. Das ist natürlich etwas vollkommen Anderes. Denn wenn noch Reatelefon und Co mitgemacht wird, dann müssen bei 8 Patienten definitiv mind. 2 -3 Leute noch auf ITS bleiben, um die Sicherheit einigermaßen zu gewährleisten. Sicherlich gibt es auch noch einen Notfallplatz oder?
 
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Leontina

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Hallo lieben Kollegen/inen,
wie ich sehe habt ihr niemals auf der intensivstation gearbeitet und daher kann keiner von euch über arbeit auf der Intensivstation reden.Für die Pflegekräfte von der normale Station ist gut ein Monat auf ITS zu verbringen.Euere Chef ist eine kluge Person,hätte ich so ein Chef gehabt.Jeder von uns hat Verantwortung egal ob man auf normale oder Intensivstation arbeitet.Ihr habt mehr Patienten und wir schwerkranke,ihr werdet mit Pflege mehr beschäftigt wir mehr mit Medizin und so weiter.
Die Rotation ist schöne Sache man wird etwas neues sehen und auf Intensiv etwas lernen.
LG
Leontina
 
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Hallo Leontina,
ich habe habe viereinhalb Jahre auf einer interdisziplinären Intensiv gearbeitet. Denke, dass ich weiß, worum es geht.
Geht frau von einer einigermaßen guten Einarbeitung von ca 6 Wochen aus, denke ich, dass eine Hospitation von 4 Wochen obsolet ist. Da man nicht als Arbeitskraft gezählt werden kann, sondern zusätzlich dort ist. Welches KH kann sich dies heute bei der Arbeitsverdichtung leisten.
Ich kenne beide Seiten, leider auch die oft existierende Arroganz der Leute von der I gegenüber den Kolleginnen auf den peripheren Stationen.
Viele von der I würden ganz einfach auf den "Normalstationen" dekompensieren, da sie es nicht gewohnt sind mehr als 2 - 4 PatientInnen zu versorgen.
Wer es gerne möchte sollte auf einer I hospitieren dürfen, wer nicht, sollte hierzu auch nicht gezwungen werden.
Meines Erachtens ist dies kein Weg, der als Non-plus-Ultra angesehen werden sollte.
Schöne Ostergrüße
who knows
 
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Gesundheits- und Krankenpflegerin
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jackdanielsx84x

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Kurze Antwort:

Ja, muss man, da kann man was lernen. :)

Gruß
Dennis
 
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Leontina

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Hallo Rettungsmaus
leider ich verstehe deine Frage nicht,oder ist nur ironisch gemeint?
Gruss
Leontina
 
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Fachkrankenschwester für Int und An
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HBR69

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Hallo Leonita,

ich habe in einem Beitrag ganz am Anfang schon einmal geschrieben das ich nicht so ganz verstehe, was die Kollegen von den sog. "Normalstationen" auf der Intensivstation "lernen" sollen. Deshalb würde ich gerne wissen was denn in einem 4 Wochen Praktikum "gelernt" werden soll bzw. welchen Nutzen die Kollegen denn davon haben sollen.

Gruß
Heike
 
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Leontina

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Rallo Rettungsmaus,
ich weiss nicht wie ist bei euch auf der "normalen"Station aber bei uns ist nicht rosig.Wir bekommen sehr oft tracheotomierten Patienten welche sehr verschleimt sind und nach absaugen können schon verliegt werden.Zweitens wir bekommen auch wieder Patienten welche rutschen in Lungenödem,die haben zu viel getrunken und sind nicht bilanziert,dann kommen die mit Hypertensive entgleisung,die Bettflüchtige und mit Durchgangsyndrom und ect... In 4 Wochen kann man mindenstens solche sache Lernen und wiessen wie man damit umgehen soll.
Ich hoffe du hast mich verstanden.Ich wiederhole das ich andere Krankenhäuser nicht kenne,ich arbeite seit 16 jahren im gleichem
LG
Leontina
 
Qualifikation
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