Intensiv Intensiv - Muss man da arbeiten?

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c4user

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Hallo,

nicht böse sein aber ich wollte mal Fragen ob man als normale Pflegekraft einer peripheren Station auf der Intensivstation arbeiten muss.

Nicht das ich was gegen die Intensive habe aber diese ist in unserem KH so ziemlich die am wenigsten erwünschte Station. Nun kam aber unser KH Chef auf die Idee, das jede Pflegekraft einen Monat pro Jahr auf einer Intensivstation arbeiten soll.

Ich als Mitarbeiter einer peripheren sehe da natürlich wenig Sinn denn man bekommt weder einen finanziellen Ausgleich noch hat man die Qualifikation dafür. Wie auch immer... gäbe es rechtliche oder sonstige Hürden die besagen, das man die Arbeit ohne Qualifikation dort ausschliessen kann?
 
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Krankenpfleger
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Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie
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mary_jane

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Hallo Tjones,

soweit ich weiß kann der Argbeitgeber seine Mitarbeiter durchaus versetzen, außer man hat entsprechendes im Vertrag festgelegt.
Was genau stört dich denn für einen Monat auf Intensiv mitzuarbeiten?
Ist doch nicht für ewig und vielleicht lernt man eben mal etwas anderes kennen.
Ich würde mich nochmal erkundigen ob man für diesen Monat nicht die Intensivzulage bekommen kann.
Man muss nicht zwingend die FWB haben um auf Intensiv arbeiten zu können. Viele arbeiten ja dort und warten noch auf eine Platz für die FWB.
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen dass man gleich alleine arbeiten soll.
Müsst ihr überhaupt dort selbstständig mitarbeiten?

lg mary_jane
 
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Gesundheits-und Krankenpflegerin/Studentin
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c4user

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Der einzige Fakt warum wir dort mitarbeiten sollen ist eigentlich nur das wir mal multimorbide Patienten kennenlernen. Naja.. unsere "normale" Station ist mit 15 solcher Patienten im Schnitt damit belegt, während die Intensiv schon bei 4 die Panik bekommt und bei einer Auslastung von 10 Patienten und 7 Pflegekräften nach Überlastungsanzeige und PDL schreit. Kann man sich eine Meinung bilden. Ich finde aber meine Arbeitszeit ist woanders besser aufgehoben als dort.
 
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Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie
kleinergizmo

kleinergizmo

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Hallöchen,

zugegebenermaßen frage ich mich ja, ob man die Arbeitsbelastung als Außenstehender wirklich beurteilen kann - nichts für ungut.

So oder so: Ihr werdet es wohl erleben :wink:
Versetzt werden könnt ihr nämlich, bezüglich eventueller Zulagen würde ich mich bei der MAV erkundigen. Wie wird denn der Personausfall peripher kompensiert? Intensivkräfte dort hin?

So wie Du die Sache schilderst, würd ich mich ja fragen, ob die PDL hiermit ein Machtwort spricht und die Anfeindungen untereinander unterbinden will - einfach, indem "periphere Kräfte" spüren, wie zehrend die Arbeit mit wenigen, aufwendigen Patienten sein kann - und "die Intensivler" wie es ist, nichts genau überwachen zu können und im Laufschritt 5 verschiedenen Leuten gerade so genügen zu können.

Sofern kein Patient in Gefahr gerät, weil ihr nur "mitarbeitet", und Eure Stationen weiterhin (leidlich) mit Personal versorg sind, find ich das bei Deiner Schilderung mal echt gut :wink:

Letztlich wirst Du nur das Beste daraus machen können... Indem Du möglichst viele Eindrücke und Erfahrungen mitnimmst. Viel Spaß dabei! :thumbsup2:

LG,
Gizmo
 
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c4user

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Also auf Station wird nichts kompensiert, denn die Intensivpflegekräfte wollen nicht auf der peripheren arbeiten "kenn wir ja alles von uns".... Naja. Das andere extrem hatten wir aber auch schon das über Weihnachten bei uns 2 Intensivkräfte arbeiten mussten. Danach hiess es denn, Mensch: "bei euch ist ja echt viel loss." Und von Schülern hört man oft das gleiche Statement.

Übrigens eine IMC haben wir auch. "Bestes" Erlebniss war als diese 4 Bettenstation mit 2 Patienten (von uns) belegt waren und von 3 Intensivkräften und 2 Ärzten versorgt wurden während unsere 30 Bettenstation ohne Arzt von 2 Pflegekräften bewirtschaftet wurde - diese 2 Patienten wurden im Spätdienst zu uns zurückverlegt, es waren seit 4 Tagen keine Verbände gemacht und 1 Patient hatte deutliche Druckstellen. Was soll man da sagen? Ein Lob auf die qualifizierte Fachpflegekraft der Intensiven weil der ZVK immer 1a freigehalten und bestückt wurde?
 
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Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie
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traveler

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Hallo tjones,

finde deine Einstellung schade. Ein Klasse Arbeitgeber der es ermöglicht auch mal in einem anderen Bereich zu arbeiten und mir die Chance gibt über meinen eigenen Tellerrand hinauszusehen.

Aus deiner Schilderung entnehme ich, dass es Mißstimmung gibt zwischen Intensiv und Allgemeinstationen. Und der AG reagiert. Ist doch super!!!

Ein Maßnahme die für mehr Verständnis sorgen soll - solche AG sollte es mehr geben.

Nutze die Chance.

Gruß renje
 
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Jungsmama4

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Hallo Tjones,

ich denke, ob auf einer Station viel oder wenig zu tun ist, kann man nur beurteilen, wenn man selbst dort gearbeitet hat. :wink: Ich bin zwar nicht in einer Klinik - aber auch bei uns ist es so, dass die MA die noch nie auf der anderen Station waren immer am besten wissen, wieviel Zeit die doch haben:blushing:
Wenn deiner Meinung nach, die MA auf der Intensiv ein "ruhiges Leben" haben, und ihr so viel Streß - dann kann ich leider nicht ganz verstehen, warum es für dich so schlimm ist, dort 1 Monat zu arbeiten:wink:

Oder hast du Bedenken, weil du die FWB nicht hast, das könnte ich noch eher verstehen - aber ich gehe mal davon aus, dass dies dann bei der Dienstplangestaltung berücksichtigt wird.
 
Qualifikation
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Fachgebiet
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ScruBs

ScruBs

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Hallo Tjones,

ich denke, ob auf einer Station viel oder wenig zu tun ist, kann man nur beurteilen, wenn man selbst dort gearbeitet hat. :wink: Ich bin zwar nicht in einer Klinik - aber auch bei uns ist es so, dass die MA die noch nie auf der anderen Station waren immer am besten wissen, wieviel Zeit die doch haben:blushing:
Wenn deiner Meinung nach, die MA auf der Intensiv ein "ruhiges Leben" haben, und ihr so viel Streß - dann kann ich leider nicht ganz verstehen, warum es für dich so schlimm ist, dort 1 Monat zu arbeiten:wink:

Oder hast du Bedenken, weil du die FWB nicht hast, das könnte ich noch eher verstehen - aber ich gehe mal davon aus, dass dies dann bei der Dienstplangestaltung berücksichtigt wird.
Glaube deine Denkeweise schwirrt in vielen Köpfen , Intensiv = keine Arbeit , da ja nur wenig Pat. ...

Könnt ich kotzen , wenn ich das höre ...wenn es so ein lockeres Leben ist , dann arbeitet doch auf der Intensiv. :mad_2:
 
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intensivotter

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Hallo!
Diese Vorurteile Intensivstationen gegenüber kenne ich auch, und macht mich ehrlich gesagt ziemlich sauer, vorallem dann wenn sie von Kollegen kommen die noch nie in diesem Bereich gearbeitet haben!
Viele Kollegen sehen nur die geringe Patientenzahl und den hohen Personalschüssel den man auf einer Intensivstation hat.Aber nicht, warum das so ist.Ich kann jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat auf einer Intensivstation zu arbeiten,wie von Tjones berichtet, zu nutzen!
Denn man nur etwas beurteilen, wenn man es mal gesehen oder ausprobiert hat!
 
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Jungsmama4

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Glaube deine Denkeweise schwirrt in vielen Köpfen , Intensiv = keine Arbeit , da ja nur wenig Pat. ...

Könnt ich kotzen , wenn ich das höre ...wenn es so ein lockeres Leben ist , dann arbeitet doch auf der Intensiv. :mad_2:
Hallo Scrubs,

das ist nicht meine Denkweise :nono: sondern Tjones scheint wohl so zu denken, zumindest liest es sich aus seinen Beiträgen so
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
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c4user

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Nee Nee Nee... so mal nicht. Ich denke absolut nicht das auf der Intensiv wenig zu tun ist denn die stellen ja auch das REA Team welches im Schnitt 3 x pro Tag on Tour ist, die Notfallbesetzung für die NFA und teilweise auch den Notarztwagen also gut zu tun haben die schon...

Wenn ihr meine Beiträge gelesen habt, merkt ihr, das das Statement "wenig zu tun" eher auf das Feedback der Intensivpflegekräfte zurückgeht als diese sich über den "stressigen" Weihnachtsdienst auf der Peripheren äusserten - das Urteil kommt also mal nicht von mir.

Also bitte mal nicht die Worte im Mund umdrehen und wer über Meinungen "kotzen" mag sollte vielleicht eher die offene Kommunikation wählen als einfach seine Meinung über etwas preiszugeben welche nicht meine ist! Interpretation ist alles, wa?

Auch muss ich sagen, es ist schon echt cool das der AG das so bewerkstelligt aber die Peripheren Stationen bekommen KEINEN Ausgleich für den Mitarbeiter der nicht zur Verfüngung steht und wir kriechen echt teils auf dem Zahnfleisch. Die Intensivpflegekräfte könnten zwar auch auf der Normalstation arbeiten (immerhin haben wir 1 Zimmer mit fest installierten Propaq`s und 2 auf StandBy sowie auch das Patientenklientel dazu, teils mit Heimbeatmung) aber dies Intensivpflegekräfte lehnen einen Einsatz auf der peripheren ab . So kann man sich zwar als Schwester einer Normalstation ein Bild machen was auf unserer Intensiv los ist aber dies ist eben wieder nur ein "One Way Ticket".

Übrigens, Fachübergreifend haben wir ein effektives Rotationsprinzip so das jeder vom Pflegepersonal (1:1 Tausch) innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 3 andere Fachrichtungen gesehen hat - aber halt immer nur normale Bettenstationen. In meinem Fall sieht man ja im Bereich wo ich fest arbeite, daneben hatte ich noch die Gelegenheit die Urologie, Dermatologie (nicht so spannend) und Orthopädie / Unfallchirurgie kennenzulernen. Tja... wer von diesem Fachbereichswechsel nichts wissen mag muss ich ja nicht nocheinmal erwähnen.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
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Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie
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Hallo Scrubs,

das ist nicht meine Denkweise :nono: sondern Tjones scheint wohl so zu denken, zumindest liest es sich aus seinen Beiträgen so
Tschuldigung , habe vor lauter Eifer den falschen zitiert ... :rolleyes:


Mea Culpa ! :wink:
 
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hauptamtl. Praxisanleitung
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Praxisanleitung
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Flashmob

Ich finde, dass es eine gute Idee ist, Euch einfach mal die Stationen tauschen zu lassen. Denn dann werdet ihr sehen, was den anderen zu schaffen macht und bekommt vielleicht ein wenig mehr Verständnis füreinander - vom fachlichen Aspekt mal ganz zu schweigen!
 
who knows

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Hallo, ich kann es verstehen, wenn Tjones nicht auf der I arbeiten will. Einen Monat auf der I ist ein Witz. Zumal, wenn man bedenkt, dass eine ordentliche Einarbeizungszeit für nicht fachweitergebildete mindestens 6 Wochen dauert. Für ein Kennelernen der Situation reicht auch eine Hospitation aus.
Zum anderen kann ich berichten (habe selber einige Jahre auf I gearbeitet), dass auch dort eine Arroganz gegenüber den Peripherstationen zu spüren ist. Wenn ich gewohnt bin mit 6 Fachkräften für 14 Patientinnen zuständig zu sein (max. 4 Patientinnen pro Pflegekraft), da fällt es vielleicht schwer, zu verstehen, dass man auf peripher eben keine stündliche Bilanz machen kann, dass die instrumentelle Ausstattung auch dürftig ist. Zumal man wirklich in einer Schicht mit zwei Kräften für 30 Patientinnen zuständig ist.
Gegenseitiges Verständnis für das Arbeitsumfeld wäre hier angebracht. So manch eine Intensivppflegekraft würde auf einer peripheren Station Gnadenlos baden gehen. Und umgekehrt.
Meiner Meinung sollten Mitarbeiterinnen auch nicht gezwungen werden, in Bereichen zu arbeiten, in denen sie nicht arbeiten wollen. Auch wenn der Arbeitgeber diesbezüglich Rechte hat.
Man sollte sich diesen Nutzen auch wirklich überlegen. Eine Angebot zur freiwilligen Hospitation wäre besser.
Gruß who knows
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
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Palliativstation
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YASIN

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Hallo...

für ein besseres Verständniss unter den Fachdisziplinen ist Rotation gut- aber nur wenn man/frau auch möchte!!!ich glaub das die fehlenden kollegen auf Intensiv/anästhesie eher ersetzt werden liegt in der Natur der Sache da auf Peripherer station nicht sooo häufig vitale Komplikationen entstehen also der AG nicht sooo unter Druck steht die mißstände zu beseitigen!!außerdem hab ich gemerkt das viele Kliniken den OP bzw.Intensiv- bereich als "Geldmaschiene" sehen......das soll nicht heißen das das meiner meinung entspricht aber das ist die einzige halbwegs verständliche Logik die ich für mich da raus quetschen kann-ich bin auch der meinung das wenn !WIR! Pflegepeople es nicht bald auf die reihe kriegen(echte gemeinsame gewerkschaft die die bedürfnisse vom pflegepersonal kennt und groß genug ist um überhaupt gehört zu werden ;schaffung einer lobby für pflegepersonal jeglicher Art ect.) dann droht (bzw.ist leider ja schon teilweise eingetreten) eine Pflegekatastrophe!!!

Dafür müssen wir aber zusammenhalten und uns nicht gegenseitig "zerfleischen".....
in diesem sinne schönes frei bzw. ruhigen Dienst wünsche
ich euch!!!!! :binnichts
 
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Fachgebiet
Anästhesie
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Fleescha

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Also ich muss sagen, ich find das gar nicht so schlecht. Ich bin auch der Meinung jeder Schüler muss einen Einsatz auf Intensiv machen...

Aber davon abgesehen, gibt es genug Pflegekräfte (auf 'normaler' Station) die in Notfallsituationen massiv überfordert sind, weil hier Notfälle nicht die Regel sind.
Der Rest wurde schon erwähnt, mit Tellerrand und so ... :wink:
 
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Gesundheits - & Krankenpfleger
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da gibt es keine Arbeitsgruppe... ;o)
HBR69

HBR69

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Hallo Zusammen,

ich möchte als Intenivpflegekraft nicht mehr auf einer "Normalstation" arbeiten. Also kann ich es durchaus nachvollziehen, wenn Pflegekräfte von der "Normalstation" nicht auf einer Intensivstation arbeiten möchten.
Stelle es mir auch ziemlich stressig vor, für 4 Wochen aus meinem Arbeitsumfeld herausgezogen zu werden um mal den anderen Bereich "kennen zu lernen". Was soll das bewirken?? Verstehe nicht so ganz, was die Pflegekräfte denn von dem Einsatz auf der ITS lernen sollen?:blushing: Wie reanimiert wird?? Das sollten sie bei den Kursen in der Fortbildung mitbekommen. Den kompletten Ablauf einer Notfallsituation müssen sie eigenverantworlich in ihrem Arbeitsbereich nie durchstehen sondern werden i.d.R. schnell durch Reateams "abgelöst".
Sollen sie die Pflege eines Beatmungspatienten "lernen":blushing: Werden sie nie mehr brauchen! Sollen sie den Umgang mit ZVK´s, PDK´s ect. "lernen"? Kann in Schulungen erfolgen.
Ich denke, wenn Pflegekräfte Interesse haben ein Praktikum auf einer ITS zu absolvieren und der AG gibt ihnen die Möglichkeit dazu sollten sie dieses tun. Aber sozusagen zwingen???? Könnte mich auch niemand!


Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
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Mitgliedschaft bei der DGF
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traveler

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Hallo an alle,

ich bin ein absoluter Fan von Rotation.
Stichwort: Tellerrand, Betriebsblindheit, Gruppenbildung, Seilschaften, einrichten auf einer Position usw. Nachteile einer langen Abtlgzugehörigkeit werden in der Führungsliteratur immer wieder beschrieben.

Die Diskussion dreht sich nicht um die Frage ob das gut ist für Betrieb und MA, sondern wie es gestaltet wird, dass beide Seiten das Optimale rausholen.

@rettungsmaus: es geht hier nicht darum fachliche Qualifikationen zu erwerben,
nochmal - dies ist eine teambildende Maßnahme.

In großen Betrieben ist Rotation eine Selbstverständlichkeit, immer schon.

Mensch wir reklamieren doch besonders, flexibel, lernbegierig, offen für neues, verständnisvoll, reflexionsfähig usw. zu sein. Dann bekomme ich die Chance aus meinem kleinen Mikrokosmos Station für ein paar Tage oder Wochen rauszukommen und was anderes kennenzulernen - und dann so eine Diskussion!!!

Ich meine damit wird man auf viel Unverständnis stossen, innerhalb der Berufsgruppe besonders aber bei Aussenstehenden.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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HBR69

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Aber auch eine "teambildene Maßnahme" (was immer das Wort TEAM auch zu bedeuten hat....) muß von allen gewollt werden.
Die Speziallisierung, gerade auch in der Intensivpflege, schreitet immer weiter fort. Was soll es bringen, wenn Pflegekräfte in eine ihnen völlig fremde Abteilung "geschickt" werden wo sie doch eigentlich ihren Schwerpunkt in der Stationsarbeit Innere, Chirurgie, Gyn ect. sehen.
Flexibililät schön und gut aber wir brauchen Speziallisten und die bekomme ich nicht durch Rotation von völlig unterschiedlichen Arbeitsbereichen hin.
Bei uns im Haus kann jeder der die Fachweiterbildung I/A hat in den Bereichen Anästhesie und Intensivpflege rotieren. Das finde ich wesentlich sinnvoller und effektiver (da Personal in beiden Bereichen je nach Arbeitsaufkommen austauschbar ist) als eine Rotation von Pflegekräften unterschiedlicher Ausbildungs- und (noch wichtiger) Interessenstand.

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
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