Innere Medizin Insulin-Pen-Nadel Wechsel

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M

Mäkus

Mitglied
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21.06.2008
46562
Hallo Leute !

Habe mal eine Frage, ich bin der ambulanten Krankenpflege tätig, wie oft sollte ein Insulin-Pen-Nadelwechsel erfolgen? Ich habe mal in einer Fortbildung gelernt, das nach jeder Injektion die Nadel gewechselt werden muß. Im Hinblick auf stumpf werden der Nadel, Komplikationen, wie Verhärtungen etc.? Ich habe mal gehört, das es Probleme mit der Krankenkasse gäbe, wenn dies nach jeder Injektion durchgeführt werden würde. Wie handhabt Ihr diesen Wechsel, ohne das es Probleme mit der Kasse gibt. Wer kann mir weiterhelfen?:innocent:
 
Qualifikation
examinierter Krankenpfleger
Fachgebiet
ambulante Krankenpflege/stellvertretender Pflegedienstleiter
ScruBs

ScruBs

Mitglied
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11.01.2007
NRW
Hallo Leute !

Habe mal eine Frage, ich bin der ambulanten Krankenpflege tätig, wie oft sollte ein Insulin-Pen-Nadelwechsel erfolgen? Ich habe mal in einer Fortbildung gelernt, das nach jeder Injektion die Nadel gewechselt werden muß. Im Hinblick auf stumpf werden der Nadel, Komplikationen, wie Verhärtungen etc.? Ich habe mal gehört, das es Probleme mit der Krankenkasse gäbe, wenn dies nach jeder Injektion durchgeführt werden würde. Wie handhabt Ihr diesen Wechsel, ohne das es Probleme mit der Kasse gibt. Wer kann mir weiterhelfen?:innocent:
Also erstmal zu deiner Frage ... jedes mal wechseln ... wie bereits richtig erwähnt stumpf werden, Verhärtung der Hautareale (Knotenbildung) , und zusetzen der Nadel mit Körpermaterial ...

Traurig wenn da die Krankenkassen Theater machen .... :spinner:
 
Qualifikation
hauptamtl. Praxisanleitung
Fachgebiet
Praxisanleitung
T

Tania

Mitglied
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19.03.2008
4
Hallo,
bei Uns wir nach jeder Insulingabe die Nadel gewechselt.
Bisher noch nie Probleme mit Krankenkassen oder Ärzten gehabt.
Lg
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Altenheim
J

Jungsmama4

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03.02.2008
95030
Hallo,

bei uns wird auch nach jeder Injektion gewechselt.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
ScruBs

ScruBs

Mitglied
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11.01.2007
NRW
Wie ist denn der genaue Wortlaut der Krankenkassen ?
:spinner:
 
Qualifikation
hauptamtl. Praxisanleitung
Fachgebiet
Praxisanleitung
S

stern3007

Aktives Mitglied
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29.07.2005
Köln
Ich denke eher, dass die Ärzte diejenigen sind, die Theater machen. Die Panik um das Budget treibt sie dazu. Oft genug wird in solchen Situationen dann leider die Schuld auf die Krankenkasse geschoben.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
A

Avantgarde

Grundsätzlich wird nach jeder Injektion die Nadel gewechselt. Es kann Dir aber passieren, das der Pat. dies aus Kostengründen nicht möchte, dann solltest Du mit dem Pat. schriftlich festhalten in welchen Abständen der Pat. den Wechsel wünscht und Dir das unterschreiben lassen.
 
greeneyed

greeneyed

Mitglied
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10.03.2005
49074
Hallo!
Habe auch die Erfahrung gemacht das die Patienten keinen Nadelwechsel möchten. Einige haben Ärzte die einen erstaunten Kommentar abgeben, wenn sie "schon wieder" Kanülen verordnen sollen. Da lassen sich die meisten von einschüchtern.
Viele Patienten konnten wenigstens überzeugt werden, mindestens nach jedem dritten Spritzen die Kanüle zu wechseln. Einige ältere Diabetiker möchten auch nur den Wechsel, wenn sie es merken. "Haben wir schon immer so gemacht. Die alten Kanülen waren ja schlimmer.":ermm:

Mal ne andere Frage. Wie oft wechselt ihr die Nadel der Stechhilfe? :cry:

LG
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
ITS
T

Tania

Mitglied
Basis-Konto
19.03.2008
4
Hallo greeneyed,
bei uns wir auch nach jeder BZ Messung die Stechhilfe ausgewechselt, da zwar nach Bew. getrennt aufbewahrt wird, aber immer ein Restrisiko besteht das man es z.B vertauscht und dann die Gefahr der Krankheitsübertragung besteht.
Lg
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Altenheim
greeneyed

greeneyed

Mitglied
Basis-Konto
10.03.2005
49074
Hallo Tania!

Das Thema steht hier auch in einer falschen Abteilung. Gehört eher in die "ambulante Pflege".
Die Möglichkeit der Verwechslung besteht in der ambulanten Pflege zum Glück nicht. Es sei denn Diabetiker leben zusammen, habe ich aber noch nicht erlebt.

Generell finde ich es nämlich noch schwieriger einen regelmäßigen Wechsel dieser Nadel beim Patienten durchzusetzen. :sad:

Gruß
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
ITS
O

okris

Mitglied
Basis-Konto
02.07.2007
14469
Ich denke hier muß unterschieden werden ob der Diabetiker ambulant betreut oder in einer Pflegeeinrichtung ist.
Generel ist nach jeder injektion die Nadel zu wechseln. Aber gerade wenn jemand ambulant betreut wird und er es ausdrücklich wünscht das die Nadel nur seltener gewechselt wird ist dagegen nichts einzuwenden.
Hier sollte man sich doch nach den wünschen des zu betreunden richten.
Ich weiß das über das Thema auch schon vor vielen Jahren Studien gelaufen sind wie oft kann ein Diabetiker die Kanüle ohne Risiko benutzen.
Da dies schon sehr lange her ist kann ich mich nicht genau erinnern an die anzahl der Injektionen aber es war mehr als 100 mal. Ich glaube die Studie stammt aus Schweden so zwischen 1980 bis 1990.
Ist halt schon lange her.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Orthopädie
stinkfisch

stinkfisch

Mitglied
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21.07.2007
23554
Qualifikation
kinderkrankenschwester
Fachgebiet
ambulante sozialpsychiatrische fachpflege
O

orbity

Mitglied
Basis-Konto
07.06.2008
81675
Guten Abend.

Es stimmt schon, dass der Hersteller der Pen-Nadeln einen Wechsel nach jeder Injektion empfiehlt.

Bei uns werden die Kanülen in der Regel gewechselt sobald die Patronen gewechselt werden oder wir bei der Injektion einen erhöhten Widerstand wahrnehmen. Ich mache das in der ambulanten Pflege schon seit Jahren und habe noch immer keinen Spritzenabszess gesehen.

Mir stellt sich also die Frage ob diese Empfehlung nicht der Versuch der Hersteller ist ihre Finanzen auf zu bessern.

Bei immunsupprimierten Patienten Empfehle ich dennoch einen häufigen Kanülenwechsel. Hier ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Schönen Abend noch und viel Spaß beim Spiel. :eek:riginal:
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Nephrologie / Dialyse
sistermercy

sistermercy

Unterstützer/in
Basis-Konto
05.06.2008
Köln
Grundsätzlich wird nach jeder Injektion die Nadel gewechselt. Es kann Dir aber passieren, das der Pat. dies aus Kostengründen nicht möchte, dann solltest Du mit dem Pat. schriftlich festhalten in welchen Abständen der Pat. den Wechsel wünscht und Dir das unterschreiben lassen.
Wieso sollte nach jeder Injektion die Kanüle gewechselt werden? Ich gehe von der Insulinspritze aus! Bei uns hat jeder Kunde seinen eigenen persönlichen Insulinpen bzw. Einwegspritze. Spätestens nach 14 Tagen wird die Kanüle gewechselt. Je nach Pen und Menge der I.E. natürlich auch öfters. Die Blutlanzetten dementsprechend auch. Wo ist das Problem? Verstehe ich nicht ganz, lasse mich aber auch gerne belehren. Übrigens, Abszesse entstehen wohl eher wegen der falschen Technik als wegen einer stumpf gewordenen Kanüle ;-)
Habe die Erfahrung gemacht dass die Hausärzte das Material eher nicht verschreiben wollten und es nicht an den Kassen lag!

LG H-OPS
 
Qualifikation
PFK
Fachgebiet
PD
M

Mäkus

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
21.06.2008
46562
Vielen Dank für Deinen super Tip. Ich werde demnächst auch stv. PDL und werde es gleich meiner Chefin mal vorschlagen. Denn, wenn man mit dem Patienten die Nadelwechsel-Abstände aufgrund der Kostengründe schriftlich fixiert, ist man somit auch abgesichert. Mit entstehenden Kosten diesbezüglich kenne ich mich nicht ganz so gut aus, inwiefern muß der Patient Kosten für Insulin-Pen-Nadeln übernehmen?
 
Qualifikation
examinierter Krankenpfleger
Fachgebiet
ambulante Krankenpflege/stellvertretender Pflegedienstleiter
M

Mäkus

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
21.06.2008
46562
Die Stechhilfen wechsel ich 1 x wöchentlich, weißt Du vielleicht wie oft diese gewechselt werden müssen?
 
Qualifikation
examinierter Krankenpfleger
Fachgebiet
ambulante Krankenpflege/stellvertretender Pflegedienstleiter
hexe1070

hexe1070

Unterstützer/in
Basis-Konto
06.04.2007
Gütersloh
Hallo,

nachdem ich diesen Thread jetzt dreimal hoch und runter gelesen habe und an sich weder das Problem noch die Fragestellung verstehen kann, möchte ich doch mal ein paar Fragen los werden.

Vielleicht sei dabei gesagt, dass ich zu dem nicht spritzenden Personal gehöre, aber aufgrund meiner MAV Tätigkeit im Ausschuß für Arbeitssicherheit aktiv bin und auch auf diverse unterschiedliche Meinungsbilder stoße.

Um so mehr interesiert mich warum es in diesem speziellen Bezug z. B so schwierig ist eine einheitliche Regelung zu kommunizieren und umzusetzen.

Bitte korrigiert mich wenn ich einen Fehler in meinen Fakten habe:

Fakt ist doch: Kanülen und Einstechilfen sind sterile Einmalprodukte?
Einmalprodukte dürfen laut MPG nur einmal verwand werden?

Abgesehen davon gibt es beim Benutzen und Wiederverwenden dieses Zubehörs ein durchaus in Betracht zu ziehendes Infektionsrisiko für den Anwender, wie auch immer dies geartet sein mag, egal auf welcher Fehlerquelle man dies suchen möchte.

Laut Diabetikerinfo liegt neben dem Spritzenabszess das Risko von mehrfachverwendeten Kanülen ja auch in der Ablagerung von Metallsplittern im Gewebe über deren Auswirkungen bisher keine Erkenntnisse vorliegen.

Durch das Wiederverwenden von Pennadeln ein erhöhtes Risko des eindringens von Luft in die Pen-Patrone, wodurch das Risiko eines Dosierungsdefzites entsteht.

Laut unseres QM eine solche Vorgehensweise keineswegs zu tolerieren ist. Wie ist das in anderen Einrichtungen? Habt ihr keine Standardts?

Ein Arzt sich strafbar macht, wenn er entsprechende Hilfsmittel nicht in ausreichender Zahl rezeptiert. (Info unseres Betriebsarztes) Hat das wirklich schon mal jemand erlebt? Oder kommen diese Aussagen aus dem unbestätigen Bereich von langjährig weitergetragenen Märchen und Sagen? Ich habe diese Ausssagen auch vielfach gehört, kann aber weitergeben, dass es keinen tatsächlichen Fall gegeben hat, seit dem die Vorgehenseweise so praktiziert wird.

Nicht zuletzt der Wille des Kunden. Sicher kann der Kunde mit seiner Gesundheit machen was er will. Hier kollidieren aber seine persönliche Freiheit mit
1. der beauftragten Fachlichkeit und
2. der Sicherheit (medizinisch wie rechtlich) der ausübenden Fachkraft

Auch hier kann ich nur sagen, dass genau die gleichen Diskussionspunkte auf dem Tablett waren. (Bezüglich Patienten weigern sich ) Nachdem áber unmissverständlich kommuniziert wurde, nur so kanns gehen, ist dies kein Thema mehr gewesen. Hausärzte verordnen entsprechend und Fachkräfte üben aus.

Liegt das vielleicht auch daran, dass jahrelang etwas anderes praktiziert wurde, dass es so schwer macht auf entsprechende Veränderungen offen zu reagieren?

Das alles interessiert mich ganz ehrlich!

Gruß Hexe
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Palliativstation
O

orbity

Mitglied
Basis-Konto
07.06.2008
81675
Laut MPG müssen wir uns mindestens an Angaben der Hersteller halten. Und ich glaube zumindest die Firma Braun sagt man solle die Pen-Kanülen nach jeder Injektion wechseln. Dabei ist es egal, dass der Pen nur für einen Patienten benutzt wird. Es geht wohl eher darum, dass die Kanülen stumpf werden und damit das Trauma der Haut bei der Injektion zu nimmt. Grösseres Trauma bedeutet dann grösseres Infektionsrisiko. So jedenfalls die Erklärung einer Aussendienstmittarbeiterin der Firma Braun. :eek:riginal:
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Nephrologie / Dialyse
O

orbity

Mitglied
Basis-Konto
07.06.2008
81675
Im Prinzip gebe ich Dir ja völlig Rech, Hexe. Wenn aber flgendes stimmt:

Ich weiß das über das Thema auch schon vor vielen Jahren Studien gelaufen sind wie oft kann ein Diabetiker die Kanüle ohne Risiko benutzen.
Da dies schon sehr lange her ist kann ich mich nicht genau erinnern an die anzahl der Injektionen aber es war mehr als 100 mal. Ich glaube die Studie stammt aus Schweden so zwischen 1980 bis 1990.
,dann ist zu überlegen, ob die Standards nicht angepasst werden sollten.

Im übrigen ist der Wunsch des Patienten / Kunden eine Pen-Kanüle mehrfach zu verwenden zu respektieren. Denn selbst wenn der Arzt eine ausreichende Stückzahl verschreibt, und in der Regel wird er das wohl tun, so ist es doch nur meine Aufgabe ihn über mögliche Komplikationen aufzuklären. Ihn für unmündig zu erklären, nur weil ein paar ihm wild fremde Menschen beschlossen haben etwas zu "kommunizieren"?:nono: Das geht zu weit. Laut SGB trägt letztlich jeder Patient für seine Gesundheit selbst Verantwortung solange er dazu in der Lage ist. Meine Aufgabe ist es ihn durch Wissensvermittlung in die Lage zu versetzen.


Mit freundlichen Grüßen,

orbity
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Nephrologie / Dialyse
hexe1070

hexe1070

Unterstützer/in
Basis-Konto
06.04.2007
Gütersloh
Hallo Orbity,
wenn ich überlege, wie Standardts ausgesehen haben, ist genau der umgekehrte Punkt der Fall. Nämlich, dass diese von mehrmaligem Gebrauch auf einmaligen Gebrauch reduziert wurden.

Ich denke, hier sind xy Studien nicht relevant, sondern die Gesetzeslage.

Was das Recht des Patienten angeht, so stimme ich dir in sofern gerne zu, dass er Entscheidungen über Dinge treffen kann zu denen er selber in der Lage ist diese zu tun. Kein Patient hat das Recht auf Kosten des Fachpersonals, etwas zu verlangen was nicht der aktuellen Gesetzeslage entspricht. Das mehrmalige Verwenden von Einmalartikeln ist in dem Fall nicht Gesetzeskonform. Schließlich ist der Kunde wohl in dem Moment nicht mehr so wirklich in der Lage für seine Gesundheit selbstständig zu sorgen, sonst bräuchte es wohl niemand anderer zu tun.

Und Infektionsschutz ist bei euch auch nirgends ein Thema? Geht ihr davon aus, dass schon nichts passieren kann? Stichverletzungen eh eher aus motorischer Unfähigkeit entstehen?

LG Hexe
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Palliativstation
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