Innerliche Instabilität

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Nelaa

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Hallöchen.

Kann mir jemand sagen was es genau heißt innerlich /seelisch Instabil zu sein.
Ein Bew. von mir schwankte ständig in seiner Stimmung.Der sollte Antidepressiver bekommen.
Wie geht man mit solchen Menschen am besten um ? Müssen Medis. sein ? Kann so ein M. jemals geheilt werden ? Welche Störungen kann dies noch mit sich bringen?
Freue mich auf viele Antworten.

LG Nelaa
 
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Flashmob

Hallo Neela,

wenn man sagt, dass jemand "seelisch instabil" ist, dann ist das sehr weitreichend und kann vieles bedeuten.
Das kann von einer depressiven Phase über Borderline bis hin zur Psychose alles sein, wobei man eben in einer nicht sehr "stabilen" Verfassung ist. Der Ausdruck "seelisch instabil" ist relativ schwer zu definieren; zumindest phasenweise ist jeder Mensch mal in seinem Leben "seelisch instabil" - man ist zB verstimmt, kann schlecht Entscheidungen treffen, hat Stimmungsschwankungen, ist stressanfällig und geht schlecht mit Kritik um. Wenn so ein Zustand aber über längere Zeit anhält, sollte man professionelle Hilfe aufsuchen.
Ebenso weitreichend sind dann auch die Therapiemöglichkeiten - von Medikamenten über psychologische Gesprächstherapie gibt es alles mögliche, was man machen kann - nur gibt es kein Patentrezept, und Medikamente sind nicht überall angebracht, ebenso wie bestimmte Therapiearten wie zB Gruppentherapie.
 
JensGB

JensGB

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Hallo!

Ich bin seelisch instabil, ich bin nicht heilbar. Alle Faktoren, die Parasympatisch nennt, treffen auf mich zu. Die starken Stimmungsschwankungen hat man bei mir durch den möglichst gleichbleibenden Valproinsäurespiegel einigermaßen in den Griff bekommen. Die Diagnose lautet bei mir chronische schizoaffektive Psychose = unheilbar.

Ich vermeide möglichst direkte Kontakte mit anderen Menschen und wenn, dann halte ich mich nicht lange unter anderen Menschen auf. Menschen direkt um mich herum sind für mich ein Problem.

Die Medikamente, die ich bekomme kann man nicht mehr absetzen, man hat es beim letzten Klinikaufenthalt versucht, sie zu reduzieren, ich bin völlig durchgedreht. Ich erhole mich nur noch sehr, sehr schwer von Medikamentenveränderungen.

LG Jens
 
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Nelaa

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Hallo JensGB.

Ich hätte nicht gedacht das sich jemand meldet der selbst davon betroffen ist. Danke.
Als ich Deinen Text gelesen hatte, bekam ich das Gefühl als würde es Dir in dem Moment nicht gut gehen.Kommt bei Dir die KH in schüben ? So kenn ich das von den Bew..Wie ergeht es Dir mit Medikamenten, sind symptome noch vorhanden ? Nimmst Du Antidepressiver die du nicht mehr absetzen kannst?Was heißt Du bist durchgedreht ?
Ich hoffe ich habe Dich jetzt nicht zu sehr bombadiert mit Fragen.
Schön das du dich gemeldet hast.
Hoffe Du meldest dich zurück und erzählst auch ein wenig von diesem Leben.

LG Nelaa
 
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JensGB

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Hallo JensGB.

Ich hätte nicht gedacht das sich jemand meldet der selbst davon betroffen ist. Danke.
Als ich Deinen Text gelesen hatte, bekam ich das Gefühl als würde es Dir in dem Moment nicht gut gehen.Kommt bei Dir die KH in schüben ? So kenn ich das von den Bew..Wie ergeht es Dir mit Medikamenten, sind symptome noch vorhanden ? Nimmst Du Antidepressiver die du nicht mehr absetzen kannst?Was heißt Du bist durchgedreht ?
Ich hoffe ich habe Dich jetzt nicht zu sehr bombadiert mit Fragen.
Schön das du dich gemeldet hast.
Hoffe Du meldest dich zurück und erzählst auch ein wenig von diesem Leben.

LG Nelaa
Das man momentan krank ist schreibt jeder, wenn ich mich irgendwo im Internet melde seit Jahren, die Leute sind alle Übersensibel, wenn sie etwas von einem Betroffenen mit Psychose hören.

Dann heißt es gleich, der ist suizidgefährdet und verhält sich wie ein Baby. Andere sagen, der ist schwachsinnig, weil er da offen drüber schreibt und sich dazu bekennt.

Schübe sind das bei mir weniger und Stimmen höre ich auch keine, das halte ich mehr für ein allgemeines Klischee über Psychotiker, das Sie Schübe haben sollen und angeblich Stimmen hören. Ich weiß nur, das ich durch die Psychose, wenn es denn eine ist, leicht angreifbar bin und mich in alles oder vieles hineinsteiger. Das ich mich schlecht kontrollieren kann, das ich Fehlentscheidungen treffe und wenn die Medikamente nicht stimmen, durchdrehe.

Mir hat man immer gesagt, dass man Probleme nicht lösen kann, sondern nur dämpfen und mit Medikamenten platt machen kann.

Grüße, Jens
 
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@JensGB: Na, etwas gereizt gewesen bei diesem Eintrag ;-)

@Nelaa: Ich glaube du sprichts von einem Patienten mit fortgeschrittenem Alter? Wenn ich mich recht erinnere, gibt es für solche seelischen Instabilitäten viele Gründe. Am wahrscheinlichsten würde ich da die Depressionen einordnen, welche immer wiederkehrend, mit unterschiedlicher Intensität einhergehen. Antidepressiva (meist SSRI) helfen zumindest die Stimmung "zu stabilisieren". Umgehen würde ich mit dem Patienten wie mit jedem anderen - also normal. Allerdings kann man das nicht verallgemeinern. Wichtig ist, dass der Pat. vertrauen hat und weiß, dass er sich jeder Zeit an euch wenden kann. Auch die Ehrlichkeit ist enorm wichtig. Es bringt nichts, wenn du mit dem Patienten nicht klar kommst, es ihn aber nicht sagen kannst und dir das nicht traust - und das kommt öfter vor als man denkt. Vorallem ist es auch Menschlich oder kommst du mit _jedem_ klar?
 
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Forensik
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