Injekton weniger Nebenwirkung als orale Medikation?

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Teetrinkerin

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22.10.2009
Frankfurt
Hallo,

ich wurde von einer Kollegin der Altenpflege gebeten, folgende Frage einzustellen:

Bei uns leidet eine Bewohnerin an rezidivierenden Harnwegsinfekten und bekommt immer recht schnell AB, meistens Cotrim forte.
Diese soll sie nun zwei Wochen bekommen.
Leider bekommt diese Frau ihre Tabletten gemörsert in Pudding, Quark etc. und spuckt auch manchmal einiges wieder raus und sie leidet immer wieder an Durchfällen unter der Antibiose.
Jetzt kam die Frage auf, ob man ihr AB nicht als Injektion verabreichen könnte, um zu erreichen, dass sie sicher die Menge Wirkstoff erhält, wie es verordnet wurde.
Und es würde dem Magen/Darm Trakt nicht so schaden, wie die orale Einnahme.

Die Frage wäre, ist es tatsächlich vorteilhafter, AB per Injektion zu verabreichen und kommt es dann zu weniger Darmschädigungen?

Vielen Dank im Voraus.
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
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Pflege
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Teetrinkerin

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22.10.2009
Frankfurt
AW: Injekton weniger Nebenwirkung als orale Medikation?

Ich versuchs einfach mal kurz und knapp:

Wenn man ein Antibiotikum per Injektion verabreicht, hat man dann mit denselben Nebenwirkungen (Schädigung der Darmschleimhaut) zu rechnen wie bei oraler Gabe oder kann dies durch Injektion vermieden werden?
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
AlexanderKulla

AlexanderKulla

Mitglied
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AW: Injekton weniger Nebenwirkung als orale Medikation?

Die Nebenwirkungen müssten die selben sein, liegt ja am Wirkstoff. Vielleicht sogar noch stärker, weil ja mehr Wirkstoff ankommt. Die Durchfälle entstehen aber nicht durch eine direkte Schädigung der Darmschleimhaut sondern durch ein Abtöten der Darmbakterien und damit den Verlust der natürlichen Darmflora.

Liebe Grüße,

Alexander
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger in der Onkologie (DKG)
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Fachweiterbildung Onkologie, Palliative Care, Breast Nurse, Notfallschulungsbeauftragter, Schmerzmanagement, akt. WB zur SL
M

ms-sophie

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14.03.2007
Mannheim
AW: Injekton weniger Nebenwirkung als orale Medikation?

Hallo Teetrinkerin,

wie wäre es denn, das Antibiotikum als Saft verschreiben zu lassen, dann müssen die Tabletten nicht gemörsert werden (zulässig? sind oft Filmtabletten). Dann wäre die Frage was ankommt eher geklärt.

Der Durchfall legt sich ja meist bei Beendigung der Antibiotikagabe, wenn nicht gibt es Möglichkeiten zum Aufbau der Darmflora wie z.B. Hylak Lösung.

Antibiotika sollten nicht mit Milchprodukten verabreicht werden, da sie nicht richtig wirken. Den Saft könntet ihr mit dem Löffel verabreichen, den kann sie so schlucken, oder aber mit passiertem Obst.

Die Frage ist wohl auch, wieso hat sie immer wieder Harnwegsinfekte. Trinkt sie zu wenig?

Sophie
 
Qualifikation
QM
Fachgebiet
ambulante und stationäre Altenhilfe, Hospiz
N

nofretete

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28.09.2010
01983
AW: Injekton weniger Nebenwirkung als orale Medikation?

Nicht nur Antibiotika, sondern alle Medikamente sollten nicht mit Milch oder Milchprodukten verabreicht werden. Und unsere Ärzte verschreiben immer gleich ein Mittel gegen Durchfall mit, weil es ist ja au so, das wenn die Durchfälle kommen, das Antibiotikum nicht mehr wirkt, weil es ja gleich wieder ausgeschieden wird bzw. keine Chance hat vom Körper aufgenommen zu werden.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
N

nofretete

Aktives Mitglied
Basis-Konto
28.09.2010
01983
AW: Injekton weniger Nebenwirkung als orale Medikation?

Ach ja und diese antibiotischen Säfte sollen sehr lecker sein, bei uns gibts da keine Probleme mit ausspucken, bei Kindern ja auch nicht.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
A

Antje63

Mitglied
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22.02.2011
42549
AW: Injekton weniger Nebenwirkung als orale Medikation?

Cotrim forte gibt es auch als Saft. Über den Geschmack kann ich nichts sagen.
Man sollte aber beim nächsten Rezidiv eine Resistenzbestimmung des Erregers machen.
 
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ambulante Pflege
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