Atmung & Beatmung Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

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Sonjafragt

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Hallo,
wir brauchen Rat auf unserer Station. Wir haben bei uns Bewohner mit liegender Trachealkanüle, die nicht beatmet werden müssen.
Uns wurde vom HNO empfohlen, die Bewohner ( alle im Wachkoma) mehrmals pro Schicht inhalieren zu lassen.
Bei einigen ist das nur NaCl, bei anderen aber auch Muco und NaCl im Wechsel, eine inhaliert Salbutanol.
Wir haben das Problem, daß fast alle Bewohner sehr viel Trachealsekret absondern und auch sehr viel Serkret aus dem Tracheostoma (para Kanüle).
Meine Frage: sind Inhalationen da nicht eher kontraproduktiv?
Könnt ihr mir Tips geben oder Erfahrungen schildern, daß wir da weiterkommen?
 
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Gesundheits-und Krankenpflegerin
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Wachkomastation Seniorenheim
neuro77

neuro77

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AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Ich arbeite in einem Weaning-Zentrum (Beatmungsentwöhnung) und Inhalation ist bei uns nahezu Pflicht, auch wenn viel Sekret gebildet wird, wird es fest kommt es zu Verlegungen der Atemwege. Unsere Patienten ohne Beatmung aber mit Kanüle Inhalieren mit dem Pari-System. Wenn viel Sekret gebildet wird, zuerst absaugen, ggf. Lagerungsdrainage. Dann Inhalieren, nach kurzer Zeit wieder absaugen, das was wir absaugen ist eher "Oberflächen-Sekret", durch Inhalieren kommt man tiefer und das periphere Sekret wird noch verdünnt und kann einfacher abgehustet/abgesaugt werden.
Patient dürfte auf jeden Fall davon profitieren, ggf. eine Inhalation mit Dosieraerosolen in Betracht ziehen, gibt verschiedene Ansätze auch für Trachealkanülen.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A/I
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Intensivstation
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Sonjafragt

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AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Vielen Dank für Deine Antwort, werde es im Team anbringen...
 
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Rixte

AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Hallo,
Dadurch, dass der Totraum ausgeschaltet ist, ist die Befeuchtung der Atemluft auch mit HME Filtern nicht ausreichend, daher ist es sinnvoll zu Inhalieren.

Wenn Sekret neben der Trachealkanüle austritt,(feuchtes Stoma) Aspiriert der Pat.im allgemeinen seinen Speichel. Sekret, welches auf dem Cuff steht, weicht die Umgebung auf und fördert außer Infektionen auch das Aufweichen der Umgebung. Es kann zu Tracheomalzien führen.
Dem kann man entgegen wirken, in dem eine Trachealkanüle mit subglottischer Absaugung eingelegt wird.
 
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Sonjafragt

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AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Was ist aber, wenn besagte Patienten bereits über eine Kanüle mit subglottischer Absaugung verfügen?
 
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brisi

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AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Hallo Sonja fragt,

ich habe eine Frage
- wann inhaliert ihr denn eure patienten mit Muco oder nac?? ( wie wir ja wissen ist es sinnfrei am abend, oder in der Nacht mit Muco oder NAC zu inhalieren)
- In der ambulanten Pflege arbeitet man viel mit dem aero-neb pro. Ist viel viel effektiver als ein Pari boy.
Ist auch ein anderes Prinzip als der Pari boy. Gut das Gerät ist auch eine stramme Ecke teurer als ein Pari Boy, aber versuchen kann man ja alles um so ein Gerät zu bekommen. ( 2000 Euro)
- für das Sekret was neben den Stoma läuft, welche Kompressen benutzt ihr???? Sehr gut sind die Tracoe-Kompressen, saugen echt viel auf.

Gruss brisi
 
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Rixte

AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Hallo
Was ist aber, wenn besagte Patienten bereits über eine Kanüle mit subglottischer Absaugung verfügen?
Wird regelmäßig subglottisch abgesaugt? Wird regelmäßig der Cuff kontrolliert?

Manchmal hilft es,wenn der Pat auf die Seite gedreht wird, wo sich das Loch befindet. ( Ist unterschiedlich angebracht bei den TK-Typen.) und dann noch einmal absaugen.

Frage ist auch, ob eine Hypersalivation besteht, die eventl. medimentös angegangen werden kann.
Der Speichel kann direkt über den Rachen abfließen und durch die Dysphagie bedingt aspiriert werden.

Rixte
 
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Sonjafragt

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AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Wir haben schon sehr viel probiert. Das subglottische Absaugen soll also öfter passieren? Haben einen Bewohner, der darauf mit Würgereiz reagiert, kann das sein? Aber wir machen das schon ab und an , und die Medis, die ausprobiert wurden, helfen nicht...
Logopädie macht Therapie mit subgl.Absaugung...
 
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Gesundheits-und Krankenpflegerin
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Rixte

AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Hallo,
Ja, Subglottisch muss öfter abgesaugt werden. Je nach Menge des Sekrets. Menge muss dokumentiert werden.
Ja, es kann sein, das jemand mit Würgereiz reagiert. Gerade wenn jemand hypersensibel ist.Pat die ich befragen konnte, erzählten es sei ein kitzeln.
Es ist darauf zu achten, dass mindestens eine 20ml Spritze genommen wird.nicht kleiner.

Bei uns nehmen wir Robinul s.c. Je nach Bedarf 1/4 Amp 1-2maltägl.
Oder das Pflaster hinterm Ohr gegen Übelkeit,komm im Moment nicht auf den Namen.
Eine Zeitlang haben wir auch Amineurin genommen, besonders bei PAt ,die auch noch zur depressiven Verstimmung neigen.

Rixte
 
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Sonjafragt

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AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Du meinst Somnodren-Pflaster. Haben wir schon probiert, die halten nicht.Und wirkt auch nicht so gut.Aber danke für Deine Tips. Bei uns sind die Menschen im Wachkoma, können also keine Äusserungen machen. Wir müssen halt alles beobachten...
Und subglottisch über Aubsauggerätß ist davon abzuraten?
 
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Rixte

AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Der Sog vom Absauggerät kann zu hoch sein und zu Verletzungen führen. Intermetierend abzusaugen ist lt, dem Vertreter erlaubt.
Es gibt aber Absauge,r die Dauerabsaugung ermöglichen. Weiß nur von der Existents, keine Erfahrung.
Wir saugen nur mit Perfusorspritzen oder 20ml Spritzen ab. So häufig wie nötig.
Ich arbeite mit dem gleichen Klientel.

Vielleicht interessiert dich das

http://www.therapiezentrum-burgau.de/daten/trachealkanuele.pdf
 
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Sonjafragt

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AW: Inhalation bei liegendem Tracheostoma ohne Beatmung

Scopoderm, sorry..
 
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