Intensiv Infusiomaten u. Perfusoren der Firma Braun

Hawkeye Pierce

Hawkeye Pierce

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:mad: Seit einer Woche ist unsere neue Intensivstation in Betrieb. Ein Wunderwerk der modernen Technik (des Mittelalters). Nein nicht das wir hier Steinkohle betriebene Technik haben, im Gegenteil das Beste und Neueste der Medizintechn. Zum Beispiel Infusiomaten der Firma Braun
Sicherheit
Infusionspumpen gewährleisten die sichere intravenöse Administration von Medikamenten, sowohl in alltäglichen als auch kritischen Situationen:

Vorteile
  • Äußerst genaue und konstante Medikamentengabe
  • Einfach zu bedienende Menüstrukturen helfen Fehlbedienungen zu vermeiden
  • Integrierte Kontrollfunktionen schützen vor unbeabsichtigter Überdosierung
  • Ein intelligentes Alarmsystem bietet eine frühzeitige Fehlererkennung
Das Sicherheitssystem von B. Braun Space schützt vor Eingabefehlern und macht Sie auf eventuelle Fehler in der Medikation zum frühstmöglichen Zeitpunkt aufmerksam.


Wer hat noch diesen Mist auf seiner Station?

Wir hatten heute mehrere Situationen in denen die Bedienung dieser Geräte eine Katastrophe waren. Ständige Alarme, umständliche Menüs, langwierige Bedienungssuche mit den Untermenüs. Wenn an 18 Betten ständig ein oder mehrere Geräte alamieren liegen die Nerven schon nach kurzer Zeit brach. Ein solches Gerät sollte in seiner Grundfunktion, schnell Erfassbar, Funktional und Zuverlässig sein, all das haben wir sehnlichst vermisst!

Wer kann uns helfen und uns beruhigen, dass es bald keine Probleme mehr geben wird. Wir die schönen einfachstruktuierten Geräte von Früher vergessen und uns an die jetzige Realität gewöhnen?!

Für heute gehen erst mal 5 Pflegende, gefrustet ins Bett!:schlaf:
 
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freddy20020

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hallo Hawkeye,

kann ich bestätigen...
wir haben im Kreissaal an der Rea-Einheit von besagter Firma eine Spritzenpumpe (Braun compact)und letzte Woche noch einmal eine Einweisung gehabt, weil kaum jemand von uns mal eben so oder auf die Schnelle für eine simple Glucoseinfusion das Ding benutzen kann, geschweige denn Bolusgaben oder eine genaue Volumenzufuhr berechnet haben muß. Ich finde die auch kompliziert und in keiner Weise selbsterklärend in ihrer Bedienfunktion. Aber vielleicht kommt ihr in dauerndem Gebrauch irgendwann besser damit zurecht.
Sind die Kinder auf Station, nehmen wir sowieso unsere anderen Perfusoren. Warum überhaupt unterschiedliche Geräte da stehen, ist mir nach wie vor ein Rätsel.
 
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Surrogat

Re: Infusomaten u. Perfusoren der Firma Braun

ah...das neue Braun Space-System (mein grösster Lacher vor dem Gerät war immer noch die Service-Meldung "Kein Kontakt zu Space-Control" :laughing: ).

Auch auf einer unserer Stationen wird darauf umgestellt, die Meinungen sind durchaus geteilt.

In Punkto "Genauigkeit" schneidet das System naturgemäss sehr gut ab und scheint die eingestellten Raten sehr präzise zu erfüllen - natürlich ist das einfach für nagelneue Geräte die den Vergleich mit einem 15 Jahre alten MCM 500 Infusomat antreten dürfen.

"Ablesbarkeit" wird im allgemeinen als eher schlecht bewertet - wir beschriften unsere Perfusorspritzen standardmässig mit ausgefüllten Klebeetiketten (Medikament/Dosis/Zubereitungsdatum/Zubereiter) und diese sind bei geschlossener Klappe nicht wirklich gut zu lesen.
Allerdings kein Problem bei Fertigetiketten einer bestimmten Grösse, so wie ich das aus anderen Häusern höre...ansonsten heisst es "Klappe auf, Klappe wieder zu".

"Menuestruktur" ist leider nicht wirklich übersichtlich und viele der Optionen sind im Alltag eher unnötig und verwirren gerade Anfänger bzw. Teilzeitkräfte.

"Verarbeitung": solide und von angenehmen Design - allerdings hatten wir auch schon zwei Klappenabrisse innerhalb von weniger Monate, was allerdings nicht an der mangelhaften Verarbeitung lag, sondern schlichtweg daran, das die entsprechende Kollegen nicht daran gewöhnt waren, das besagte Klappe überhaupt existiert - gleiches Problem mit dem ausgefahrenen Kolben der bekanntlich nur mechanisch zurückfährt, so man den Abschaltvorgang entsprechend durchführt.

Viele Kollegen bemängeln die langsame Wechselzeit (Zurück- und Vorfahren des Kolbens) "wenn's bei Katecholaminen 'mal schnell gehen muss" - ist allerdings ein hausgemachtes Problem, da viele trotz Stand der Technik immer noch gewohnt sind "im laufenden Betrieb" zu wechseln und nicht mit zwei Perfusoren an- und abzufahren.
Mir ist aufgefallen das eine akzidentielle Bolusgabe durch den mechanisch ablaufenden Wechselvorgang und den wohl recht effektiven Drucksensor des "Space" nahezu vollständig ausbleibt - setzt natürlich auch immer einen leeren Perfusor und geplantes Handeln voraus.

Zum Thema "Infusionssysteme": Ärgerlicherweise kann man in den Infusomaten nur Originalsysteme der Fa. Braun (Spaceline) nutzen, was dem Einkauf in Bezug auf preisgünstige Alternativen natürlich die Hände bindet.


Alles in allem komme ich nach einigen Monaten sehr gut mit dem System klar (wie nahezu alle Kräfte die zur Standardbesetzung gehören) - für unsere Teilzeitkräfte und Azubi's bleibt "Space" jedoch meist ein Buch mit sieben Siegeln.

Gruss,

Surrogat
 
Hawkeye Pierce

Hawkeye Pierce

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:icon_user So, ein paar Stunden Schlaf und die beruhigende Wirkung des bevorstehenden, freien Wochenendes, lassen mich mein gestriges Problem schon wieder in einem etwas matterem Licht erscheinen.
Ich denke ja auch das, abgesehen von der Profitabhängigkeit eines Unternehmens, auch die Zufriedenheit der Kunden (Benutzer und Versorgungsempfänger) für ein Unternehmen entscheidend sein sollten. Unsere Station wird also nicht die einzigste sein die diese Geräte, in diesem Umfang einsetzt und die Zeit der Eingewöhnung (leider ein zu langer Zeitraum) wird einer gewohnten Routine weichen.
Wie gesagt Leidtragende, der Probleme sind zwar auch die Benutzer ( Pflegekräfte u. Ärzte) insbesondere aber die Patienten.

Hab meinen Frust, Gestern auch der Firma geschrieben, mal sehen ob sie mich wegen Geschäftsschädigung verklagen oder was an ihren Produkten verbessern.

Zum Thema Katecholaminwechsel; habe ich den Tip: wir haben immer 2 Perfusoren mit Arterenol paralel in Betrieb, einen davon Standbay,
beim ersten Voralarm wird dieser gestartet in der Zeit die Wechselspritze zu holen ist genügend Druck in der Leitung aufgebaut, um die andere Problemlos zu wechseln.

Kreislaufinstabile Patienten erhalten so kontinuielicher ihre Dosis. Feingefühl und korrektes Arbeiten vorausgesetzt.

:cool: So, behalten wir die Sache also im Auge und schaun was die Zukunft bringt!

Bis denne

Hawkeye
 
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Reddy

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:eek:riginal: Hallo Hwkeye, hallo Surrogat.... liebe Kolleginnen und Kollegen,

habe eure Anmerkungen zu den neuen Perfusoren und Infusomaten von B.BRAUN gelesen und möchte hierzu folgendes anmerken:

Die Geräte sind brandneu und ein wirklich vollkommen neues Konzept, denn bei welchem anderen System könnt Ihr die Gerätekonfiguration von bis zu 24 Geräten frei bestimmen, die gleiche Bedienphilosophie haben, eine problemlose Vernetzung mit einem PDMS gewährleisten, PCA/TIVA und Perfusor bzw. PCA und Infusomat, in einem Gerät finden....etc. ??

Es gibt sicherlich Dinge, die verbesserungswürdig sind, aber einige Dinge sind einfach notwendig um dem heutigen Sicherheitsstandard zu entsprechen!

Wie ihr in eurem zweiten Beitrag schon richtig bemerkt habt, ist das ganze System, wie alle neuen Dinge, einfach nur gewöhnungsbedürftig.

Ganz wichtg ist, dass das gesamte Konzept auf die Anbindung an ein PDMS ausgelegt ist und dann machen die Dinger richtig Sinn, denn dann werden die Daten über das PDMS in das System geschickt und vom System ans PDMS (das spart richtig Arbeit!) und die Bedienung wird dadurch absolut einfacher.
:thumbsup2:
Zum Thema Katecholaminwechsel:
Wichtig ist, dass es durch den automatischen Antrieb des Perfusors zu keiner Bolusgabe bzw. verzögertem Anlaufverhalten kommen kann und dies bedeutet für den Patienten: weniger Druckschwankungen (egal ob nach oben oder unten!)
:thumbsup2:
Desweiteren wird das System einen sogenannten "Take over Modus" bekommen d.h., dass der Katecholaminwechsel automatisch läuft!!
Wenn zwei Perfusoren im System, mit dem gleichen Medikament in gleicher Dosierung programmiert werden, erkennt Perfusor Nr. 2, dass hier schon ein Gerät läuft und wird somit fragen, ob er in "Standby" gehen soll... Wird diese Frage mit "Ja" beantwortet, wird er dies tun und dann, wenn Perfusor Nr. 1 in Voralarm geht, automatisch in gleicher Dosierung anlaufen!!
:thumbsup2:
Noch was um euch ein bißchen zu beruhigen:
Es wird ab Februar/März ein neues Update geben, welches einige Verbesserungen enthält und einige Problemchen zur Vergangenheit zählen lässt! Darüber hinaus wird dann auch PCA-Modus verfügbar sein d.h., Perfusor/Infusomat und PCA Pumpe in einem!
:rolleyes:
Surrogat hat die Situation schon absolut richtig erkannt, man sollte sich einfach dran gewöhnen und nach anfänglichen Problemchen, ist es irgendwann ein absolut geiles System, welches individuell genutzt werden kann.

Immer wieder höre (lese) ich, dass die Geräte "einfach" sein sollen....

Ist unser Job einfach??? Ist unsere Ausbildung/Fachweiterbildung einfach?? Ist unsere Organisation einfach??? :nono:
Für mich ein klarer Widerspruch!
Wir leisten tagtäglich qualitativ absolut hochwertige Arbeit und werden mit den kompliziertesten Krankheitsbildern und Problemen konfrontiert, kämpfen mit den schwierigsten Abläufen und alles funktioniert....und dann sollen alle technischen Geäte "einfach" sein?? So wie der Anspruch an uns ist, so sollte er auch an unsere Technik sein!!! Oder??
Wer hat vor ein paar Jahren schon was von PICCO oder PPS gewusst??
Ein Dräger UV 1 oder Servo 900 C waren "einfach" und haben beatmet, warum brauchen wir dann also eine EVITA 4 oder XL??

Ich denke, dass wir uns einfach dem technischen Fortschritt anpassen sollten, Pflege hat sich in den letzten Jahren unheimlich verändert, die Anforderungen sind gestiegen und somit die Risiken auch.... und glaubt mir:
Wenn das B.BRAUN System mal an einem PDMS hängt, dann werdet ihr die Sicherheitsaspekte, die in diesem System stecken und den ein oder anderen Bedienschritt kompliziert erscheinen lassen, zu schätzen wissen...

und zum Schluß: noch ein TIP: Schnappt euch den Aussendienstmitarbeiter der Fa. B.BRAUN und verlangt noch einmal eine Einweisung. Fragt speziell nach den Punkten, die euch aufgefallen sind.... Danach werdet ihr besser zurecht kommen! Ganz bestimmt!

lg aus dem Saarland

Reddy
 
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Hallo allerseits,

Reddy, was zahlt Braun dir für diesen Beitrag... Bestes Vertriebsdeutsch!!!!

Die Funktionen die du beschreibst sind alle sinnvoll und gut aber im Alltag von peripherer Bedeutung.

Das erste was ich will ist eine Pumpe die leicht und schnell zu befüllen ist, eine Pumpe an der ich sehe (auch aus der Entfernung) welches Medikament wie läuft und eine Pumpe an der ich zügig, sicher und einfach (für jedermann /-frau) meine nötigen Einstellungen machen kann.

Die B.Braun Space bietet das zur Zeit m.E. nach nicht. Das Bedienkonzept ist am Pflegalltag vorbei entwickelt. Die Entwickler haben hier wohl ihr Augenmerk auf die von Reddy angeführten Optionen gelegt, nicht auf die Alltagstauglichkeit.
Es muss denen doch klar sein das nicht jede Pflegekraft ein Technikfreak ist, oder sehe ich das falsch??

Die Medikamentenbibliothek wird von vielen nicht genutzt weil sie sie nicht bedienen könne, das macht die Einbindung ins PDMS schon wieder schwierig, vom Zeitverlust mal zu schweigen.

B.Braun hat mit der Space ein Eigentor geschossen. Qualitativ befinden sie sich auf einen absteigenden Ast. Finde ich Schade da ich gerne mit Produkten von Braun gearbeitet habe...
Aber es gibt ja noch andere Hersteller :eek:riginal:

Viele Grüße
 
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Hallo Reddy,

kann dir leider nicht so ganz zustimmen......

Ich denke, dass wir uns einfach dem technischen Fortschritt anpassen sollten, Pflege hat sich in den letzten Jahren unheimlich verändert, die Anforderungen sind gestiegen und somit die Risiken auch.... und glaubt mir:
Wenn das B.BRAUN System mal an einem PDMS hängt, dann werdet ihr die Sicherheitsaspekte, die in diesem System stecken und den ein oder anderen Bedienschritt kompliziert erscheinen lassen, zu schätzen wissen...

Wir haben zwar noch die alten Braun Geräte. Ich konnte allerdings die neuen Braun Geräte auf einer Messe bestaunen. Die Alltagstauglichkeit kann ich somit nicht beurteilen aber warum soll nun alles technisch besser werden??? Leuchtet mir nicht so ganz ein. Was spricht gegen einfach zu bedienende Geräte?? Ich glaube, dass die Fehlerquellen und somit die Fehlerquote wesentlich höher liegen je schwieriger die Geräte zu handhaben sind! Das kann aber doch nicht in unserem Sinne sein, oder?

Gruß
Heike
 
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Reddy

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Hallo cri77,

Braun zahlt mir gar nichts dafür,:nono: ich versuche nur die Dinge positiv zu sehen, dies tue ich übrigens auch in anderen Dingen im Leben!:eek:riginal:
Dann ist es leider noch so, dass ich zu den "Technikfreaks" gehöre und mich intensiv mit dem neuen System beschäftigt habe!
Ob meine Formulierung "Vertriebsdeutsch" ist (was auch immer das sein mag...) kann ich nicht bewerten, ich habe die Dinge lediglich versucht so dar zu stellen, wie man sie mir übermittelt hat....sonst nichts...

Ich habe manchmal den Eindruck, dass alles "Neue" in der Pflege zunächst mal schlecht geredet wird, egal ob das Monitor, Beatmungs-/Narkosgeräte, Cell-Safer....oder was auch immer sind und das nervt mich einfach!:cry:

Wir hatten anfänglich auch unsere Probleme mit dem neuen System, aber je länger wir damit gearbeitet haben um so sicherer wurden wir im Umgang damit, zudem hatten wir mehrere Einweisungen von Braun und die waren in bestimmten Abständen, so dass wir unsere Probleme immer direkt besprechen und lösen konnten! Wie ist das bei euch???

Dann eine Frage:

Warum musst Du aus der Entfernung sehen, welches Medikament läuft???
Wenn eine Pumpe in Alarm geht, musst Du sowieso zum System gehen und dann siehst Du doch, was läuft, ausserdem steht der Medikamentenname doch im Display!:suche:
Du kannst diese Medikamentenliste so einstellen lassen, dass Du, nach Auswahl deines Medikamentes aus der Liste, nur noch die Start-Taste drücken musst, was also ist hier kompliziert???

Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagst, dass nicht jede Pflegekraft ein "Technikfreak" sein muss, 100% richtig, aber was ist mit den Sicherheitsfunktionen?? Zählen die bei Dir gar nicht?? Ich denke, dass das der Grund ist, warum das System ein bißchen komplizierter ist als die alten Geräte, aber was machst Du denn, wenn die Dinger an einem PDMS hängen?? Dann ist jeder Schritt, den Du machst automatisch dokumentiert, ob Du das möchtest oder nicht, und wenn Dir da ein Fehler unterläuft...was dann???

Die Einbindung in ein PDMS ist mit dem System überhaupt nicht schwierig, gerade in dem Punkt ist Braun einige Schritte voraus.....dafür haben wir die Dinger nämlich angeschafft.... ist aber auch egal...

Ich bin nicht der Meinung, das Braun sich auf dem absteigenden Ast befindet, ich habe einige Kolleginnen und Kollegen, auch in anderen Kliniken und ich höre immer mehr, das Space hier angeschafft wurde und die sind (nach anfänglichen Schwierigkeiten) absolut zufrieden!! Möchtest Du mir jetzt noch erzählen, dass die alle blöd sind oder dass ich einen schlechten Umgang habe???:mad_2:

Nichts für ungut, aber es ist in unserer Berufsgruppe immer das Gleiche:

Wir können wunderbar jammern und uns beschweren, sind uns allerdings nie einig und das kannst du auch in berufspolitischen Dingen beobachten und hier haben andere Berufsgruppen im Krankenhaus uns gegenüber einfach einen meilenweiten Vorteil, oder denkst Du etwa, dass ein Arzt keine Sono mehr macht und nur lamentiert, wenn er ein Sonogerät von A anstatt von B hat, geschweige denn, dass er dies in Foren diskutiert??? Ich nicht!

Nun gut, jeder hat seine Meinung und das ist auch gut so, das macht die Sache auch ein bißchen spannend, es gibt Menschen, die beatmen lieber mit einem Servo I und es gibt Menschen die lieber mit einer EVITA beatmen, beides sind Beatmungsgeräte und erfüllen ihren Zweck...oder??

Also, nicht mißverstehen: Ich lasse Dir Deine Meinung und Du mir meine...

Hallo Heike!

Du hast sicherlich Recht, mir geht das auch manchmal auf die Nerven, aber ich denke, es wird zukünftig nichts einfacher und in diesem Thema hier sehe ich einfach, dass die Sicherheitsaspekte der Grund dafür ist, dass die Dinger immer komplizierter werden, dafür kannst Du mit denen auch Dinge tun, die Du mit den anderen Geräten nicht tun kannst, aber prizipiell hast Du absolut Recht!:eek:riginal:
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Fehlerquellen nicht höher liegen, im Gegenteil: Wenn das Gerät Dir jeden Schritt vorgibt (es gibt z.B. Soft und Hardlimits für jedes Medikament, somit ist eine Überdosierung gar nicht möglich...), dann hast Du es doch einfacher...oder?
Klar, die Spritze ist bei einem alten Perfusor schneller gewechselt und die Bedienung ist einfacher, du hast aber leider auch die "alten" Fehlerquellen...leider!

Nun genug....

Ich finde den Austausch hier absolut supergut und wie gesagt:

Jeder hat seine Meinung...und das ist auch gut so!!:thumbsup2:

so long

Reddy

lg

Reddy
 
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Hallo cri77,

Braun zahlt mir gar nichts dafür,:nono: ich versuche nur die Dinge positiv zu sehen, dies tue ich übrigens auch in anderen Dingen im Leben!:eek:riginal:
Das tue ich auch nur hinterlässt dein Beitrag einen faden Beigeschmack bei mir. Vor allem weil es dein erster ist und dies dein zweiter...

Ich habe manchmal den Eindruck, dass alles "Neue" in der Pflege zunächst mal schlecht geredet wird, egal ob das Monitor, Beatmungs-/Narkosgeräte, Cell-Safer....oder was auch immer sind und das nervt mich einfach!:cry:
Mich auch. Nur bin ich nicht der einzige auf der Station der mit den Geräten arbeiten muss es mus nämlich auch meine 60-jährige Kollegin mit dem Gerät arbeiten und es beherrschen, um Sicherheit zu gewährleisten.
Und wir haben nunmal ein par mehr Geräte zu bedienen als eine Reihe von Infusionspumpen und Perfusoren.

Wir hatten anfänglich auch unsere Probleme mit dem neuen System, aber je länger wir damit gearbeitet haben um so sicherer wurden wir im Umgang damit, zudem hatten wir mehrere Einweisungen von Braun und die waren in bestimmten Abständen, so dass wir unsere Probleme immer direkt besprechen und lösen konnten! Wie ist das bei euch???
Kommt immer auf den Servicemenschen drauf an. Wir kennen gute und wir kennen schlechte, unabhängig vom Gerät.

Dann eine Frage:

Warum musst Du aus der Entfernung sehen, welches Medikament läuft???
Bei uns ist es so das ich die Pumpen von der Tür aus einsehen kann (ca.4-6m), ich kann sehen welches Medikament wie läuft. Das ist erstmal bequem und ich muss nicht jedesmal bis auf 2 m ran an die Geräte, kann so meine Doku dann auch vom Schreibtisch erledigen.
Dann stehen die Patientenbetten gegenüber (in manchen Zimmern), bin ich nun bei Pat. A beschäftigt und ein Alarm bei Pat. B geht los kann ich sehen um was es sich handelt. Ist es kritisch unterbreche ich meine Tätigkeit ist es nicht kritisch kann ich den Alarm erstmal übergehen.

Wenn eine Pumpe in Alarm geht, musst Du sowieso zum System gehen und dann siehst Du doch, was läuft, ausserdem steht der Medikamentenname doch im Display!:suche:
s.o.

Du kannst diese Medikamentenliste so einstellen lassen, dass Du, nach Auswahl deines Medikamentes aus der Liste, nur noch die Start-Taste drücken musst, was also ist hier kompliziert???
Ich kann das, ja. Andere können das nicht einstellen und dann stehst du da mit deinem Dilemma. Wenn, dann kann es nur funktionieren wenn alle das beherrschen, und dazu ist das System m.E. zu kompiziert.

Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagst, dass nicht jede Pflegekraft ein "Technikfreak" sein muss, 100% richtig, aber was ist mit den Sicherheitsfunktionen?? Zählen die bei Dir gar nicht??
Selbstverständlich zählen die. Sie machen die Bedienung aber Zeitaufwendig, diese Zeit möchte ich nicht investieren wenn ich eine simple Infusion verabreichen will, das bekomme ich auch sicher mit einem Perfusor fm oder Infusomaten hin.

Ich denke, dass das der Grund ist, warum das System ein bißchen komplizierter ist als die alten Geräte, aber was machst Du denn, wenn die Dinger an einem PDMS hängen?? Dann ist jeder Schritt, den Du machst automatisch dokumentiert, ob Du das möchtest oder nicht, und wenn Dir da ein Fehler unterläuft...was dann???
Also das verstehe ich nicht??? Das ist doch nur von Vorteil wenn alles automatisch dokumentiert wird, oder sehe ich das falsch??

Die Einbindung in ein PDMS ist mit dem System überhaupt nicht schwierig, gerade in dem Punkt ist Braun einige Schritte voraus.....dafür haben wir die Dinger nämlich angeschafft.... ist aber auch egal...
Das können ander Anbieter aber auch...

Ich bin nicht der Meinung, das Braun sich auf dem absteigenden Ast befindet, ich habe einige Kolleginnen und Kollegen, auch in anderen Kliniken und ich höre immer mehr, das Space hier angeschafft wurde und die sind (nach anfänglichen Schwierigkeiten) absolut zufrieden!! Möchtest Du mir jetzt noch erzählen, dass die alle blöd sind oder dass ich einen schlechten Umgang habe???:mad_2:
Also wenn ich es nicht wüsste würde ich sagen du bist Herr B. Braun persönlich, oder warum fühlst du dich so angegriffen. Ich habe niemande als blöd bezeichnet nur weil er Pumpen der Marke XYZ benutzt...

Nichts für ungut, aber es ist in unserer Berufsgruppe immer das Gleiche:

Wir können wunderbar jammern und uns beschweren, sind uns allerdings nie einig und das kannst du auch in berufspolitischen Dingen beobachten und hier haben andere Berufsgruppen im Krankenhaus uns gegenüber einfach einen meilenweiten Vorteil, oder denkst Du etwa, dass ein Arzt keine Sono mehr macht und nur lamentiert, wenn er ein Sonogerät von A anstatt von B hat, geschweige denn, dass er dies in Foren diskutiert??? Ich nicht!
Das nervt mich auch, aber wir reden hier über Infusionspumpen und nicht über unseren Beruf.
Wie viele Geräte bedienen denn eure Ärzte so am Tag??? Wenn ich nur die Space bedienen müsste würde ich nichts kritisieren, da kann ich und jeder andere sich reinfuxen, nur habe ich mehr zu tun als zu viel Zeit an der Pumpentechnik zu verbringen.
Was die Ärzte so diskutieren solltest du dir mal beim deutschen Ärzteblatt anschauen. Die Foren lassen tief uin die psyche der Ärzte blicken ;)

Leider ist es so das die Anwender oft nicht gefragt werden wenn es um Anschaffungen geht. Hier entscheiden häufig die Einkäufer und teilweise die Ärzte...


So long
 
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Reddy

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Hallo Cri77,
Ich fühle mich weder persönlich angegriffen, noch bin ich Herr Braun, noch weiss ich wer das ist!

Mir scheint, dass Du mit Neuerungen Probleme hast (ach nee, ich vergaß: Du kannst ja alles, nur die anderen nicht...sorry!) und Deine 60jährige Kolleginnen und Kollegen so darzustellen, dass Sie schwer von Begriff sind, finde ich, mit Verlaub, ziemlich unqualifiziert, aber o.k., Du solltest es wissen.... :sick:
Auch unsere älteren Kolleginnen und Kollegen kommen mittlerweile gut mit den Geräten klar, lediglich die Halbtagskräfte haben ihre Probleme, aber auch das finde ich normal, weil die Gewohnheit und Regelmäßigkeit einfach fehlt, das geht mir ähnlich, wenn ich mit Geräten arbeiten muss, die ich nur selten benutze.

Nochmal, für Dich, langsam zum mitschreiben:
Es geht nicht um die Firmen (das scheint eher Dir wichtig zu sein, leider hast Du nur wenig andere Argumente), es geht um Neuerungen!
Wenn Du aufmerksam gelesen hast, dann hast Du festgestellt, dass auch wir Probleme hatten, diese aber zu lösen sind, wenn ich aber meine Arbeit auf einer Intensivstation aus 6 Meter Entfernung mache, dann ist das wirklich schwierig und jeder weitere Satz unnötig.

Also, lassen wir das, es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, wir reden aneinander vorbei und werden (zwangsläufig) immer persönlicher, dafür ist dieses Forum nicht gedacht!

Gruß

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Mir scheint, dass Du mit Neuerungen Probleme hast (ach nee, ich vergaß: Du kannst ja alles, nur die anderen nicht...sorry!) und Deine 60jährige Kolleginnen und Kollegen so darzustellen, dass Sie schwer von Begriff sind, finde ich, mit Verlaub, ziemlich unqualifiziert, aber o.k., Du solltest es wissen.... :sick:
Nun ist es leider so das ich, oh schreck, gar nicht mehr in der direkten Pflege arbeite, sondern in der Entwicklung neuer Medizingeräte. Ich führe Studien durch in denen Anwender befragt werden was Sie denn wie an den jeweiligen Geräten haben möchten. Das gehört dann zur Ergonomie.
In diesen Befragungen kommt nun leider immer wieder raus das die älteren Pflegekräfte mit neuer Technik eher ihre Problem haben als die jungen. Zudemm sind die von die gepriesenen Neuerungen nur bedingt gewünscht.

Ich denke das ich sehr wohl beurteilen kann was die Leute wollen und was die Leute kennen.

Auch unsere älteren Kolleginnen und Kollegen kommen mittlerweile gut mit den Geräten klar, lediglich die Halbtagskräfte haben ihre Probleme, aber auch das finde ich normal, weil die Gewohnheit und Regelmäßigkeit einfach fehlt, das geht mir ähnlich, wenn ich mit Geräten arbeiten muss, die ich nur selten benutze.
Es geht nunmal in der Bedienung der Geräte darum, dass jeder der sie bedienen muss sie auch im Notfall bedienen kann. Eure Teilzeitkräfte können das nicht und das ist das Problem.
Ziel sollte es sein das jeder das Gerät ohne Einweisung bedienen kann. Wenn die Hersteller das nicht hinbekommen und die Pflege sagt "Das ist ja normal, man braucht halt seine Zeit" dann wird sich da auch nix ändern.

Die Geräte werden immer komplexer und der Entwickler hat keine Ahnung was auf der Station los ist.


Nochmal, für Dich, langsam zum mitschreiben:
Es geht nicht um die Firmen (das scheint eher Dir wichtig zu sein, leider hast Du nur wenig andere Argumente), es geht um Neuerungen!
Wenn Du aufmerksam gelesen hast, dann hast Du festgestellt, dass auch wir Probleme hatten, diese aber zu lösen sind, wenn ich aber meine Arbeit auf einer Intensivstation aus 6 Meter Entfernung mache, dann ist das wirklich schwierig und jeder weitere Satz unnötig.

Also, lassen wir das, es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, wir reden aneinander vorbei und werden (zwangsläufig) immer persönlicher, dafür ist dieses Forum nicht gedacht!

Das du hier gleich die perönliche fährst ist arm, aber du kannst anscheinend nicht anders.

Gruß
 
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Arrifee

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Ich finde den Einwand von Rettungsmaus schon gut. Einfache und dabei trotzdem sichere Geräte liegen mir persönlich auch besser als die Möglichkeit von vielen Features. Die Krönung war mal ein Einsatz auf einer Intensivstation, wo insgesamt 6 verschiedene Modelle von Perfusoren und Injektomaten am Krankenbett eingesetzt waren. Da kam ich richtig unter Stress in der Bedienung. Aber gerade der Punkt Gewöhnung an ein Gerät ist auch ein wichtiger Faktor. Stress kommt immer bei mir immer bei Gerätewechsel auf und wenn das Gerät dann vertraut ist, kann der Patient wieder mehr beobachtet werden und die Technik in den Hintergrund treten.
@ Reddy:
Was versteht man unter PDMS ?

Gruß
Arrifee
 
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Reddy

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Hallo cri,

siehst du....geht doch! Wäre ja langweilig, wenn ich Dir nicht widersprechen würde:innocent: ...also:

Nun ist es leider so das ich, oh schreck, gar nicht mehr in der direkten Pflege arbeite, sondern in der Entwicklung neuer Medizingeräte. Ich führe Studien durch in denen Anwender befragt werden was Sie denn wie an den jeweiligen Geräten haben möchten. Das gehört dann zur Ergonomie.
In diesen Befragungen kommt nun leider immer wieder raus das die älteren Pflegekräfte mit neuer Technik eher ihre Problem haben als die jungen. Zudemm sind die von die gepriesenen Neuerungen nur bedingt gewünscht.

Siehst Du, das ist der Unterschied! Ich arbeite direkt in der Pflege und ich bin jeden Tag damit konfrontiert und ich bin einfach anderer Meinung....
Was macht ihr denn mit euren Auswertungen?? Warum gebt ihr sie nicht an die Firmen weiter, dann kämen doch die von Dir geschilderten Probleme gar nicht vor und die Firmen würden das entwickeln, was die "Anwender" haben möchten!! Oder??
Ältere Pflegekräfte kommen auch mit PC´s zurecht und machen ihre Arbeit genau wie die anderen auch, wenn sie vielleicht auch ein bißchen länger brauchen, aber in funktionierenden Teams, werden sie die Unterstützung der jüngeren Kollegen haben und ich glaube, dass die meisten Intensivstationen funktionierende Teams haben, wäre dies nicht der Fall, könnten wir in Deutschland nicht eine solch gute Arbeit abliefern!


Ich denke das ich sehr wohl beurteilen kann was die Leute wollen und was die Leute kennen.

Ja, nee is klar...ne.....

Es geht nunmal in der Bedienung der Geräte darum, dass jeder der sie bedienen muss sie auch im Notfall bedienen kann. Eure Teilzeitkräfte können das nicht und das ist das Problem.

Unsere Halbtagskräfte können die Basics, nur Dinge die nicht so oft benötigt werden, bringen öfter ein paar Probleme, aber die Basisversorgung im Notfall beherrschen alle!
Ziel sollte es sein das jeder das Gerät ohne Einweisung bedienen kann.
Dann frage ich mich warum im MPG (Medizinproduktegesetz) Einweisungen vorgeschrieben sind! :kopfkratz:
Wenn die Hersteller das nicht hinbekommen und die Pflege sagt "Das ist ja normal, man braucht halt seine Zeit" dann wird sich da auch nix ändern.

Es gibt andere Dinge, warum sich in der Pflege nichts ändert und das weisst Du genau so gut wie ich.... da ist unser Thema hier ca. auf Platz 97....


Die Geräte werden immer komplexer und der Entwickler hat keine Ahnung was auf der Station los ist.
Dass die Entwickler keine Ahnung haben da gebe ich Dir (schweren Herzens:wink:) Recht, aber dafür gibt es ja dann Menschen wie Dich, die die Informationen dann weitergeben!
Die Anbindung an PDMS (Patientendatenmanagementsysteme) und die damit verbundenen gesetzlichen Vorgaben und Sicherheitsaspekte erfordern das nun mal zum Teil... oder möchtest Du, dass Du ein Gerät mal aus Versehen falsch bedient hast und dies ist gleich dokumentiert?? Ist doch schön, wenn Du dann vorher nochmal auf einen evtl. auftretenden Fehler hingewiesen wirst, oder nicht??...aber: Wo kein Kläger, da kein Richter.... Aber ihr werdet ja sicherlich auch wissen, dass die Klagen gegen Kliniken in Deutschland in den letzten Jahren massiv zugenommen haben. Wir stehen jeden Tag "mit einem Bein im Kittchen" und wenn ich dann aus technischer Sicht ein bißchen Sicherheit bekommen kann, dann nehme ich die doch....oder?


Das du hier gleich die perönliche fährst ist arm, aber du kannst anscheinend nicht anders.

Ich kann schon anders, nur leider hast Du auf meinen sachlichen Artikel zum Teil persönlich geantwortet.... Du erinnerst Dich???:bier:

Gruß

:binnichts
 
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Hallo Arriffee:

PDMS ist ein Patientendatenmanagementsystem, sprich: elektronische Krankenakte.
:brief:
Gruß

Reddy
 
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Der Umfang und die Streitkultur hier, sind für mich ein sicheres Zeichen , dass sich die Entwickler dieser Produkte darauf verlassen können, die Pflegekräfte und Ärzte sind ausreichend Gewohnheitsorientiert um sich neuen Techniken anzupassen.

Der Mensch steht weiterhin im Mittelpunkt!

Nur das keiner mehr, vor lauter Technik an ihn herankommt, erscheint ja auch nicht wichtig,
er hat als Patient nur die ganze Chose zu bezahlen.

Am Ende mit seinem Leben

Heute überleben viele Menschen Erkrankungen die noch vor wenigen Jahren eine unüberwindbare Geissel waren.
Technik kann und ist dabei ein wichtiger Helfer!

Ich werde zunehmend zum Bediener degradiert,
von den Geräten,
die mir die Arbeit erleichtern und meine Aufmerksamkeit und Führsorge,
Stück für Stück dem Patienten entziehen.

Da kommen auch schon wieder die Gedanken an die Schlesischen Weber (H.Heine) .

Die technische Entwicklung ist nicht unser Feind. Aber ihr Umgang sollte Verantwortungen und Weitsicht wecken.






Wir helfen uns dabei, nicht Gott!


tata, euer Hawkeye
 
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Dirk Jahnke

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Moin,Moin

Halte den Bedienkomfort von vielen auf der Intensivstation eingesetzten Geräten auch für eher unglücklich. Viele Features werden nicht genutzt, verbergen aber den einfachen Zugang zu den wichigen Dingen. Anpassen der Geräte auf den Einsatzort ist ja meist noch nicht möglich.Wir bedienen ja schließlich nicht nur Perfusoren. Die schlechten Benutzerschnittstellen lassen sich schließlich auch bei PDM Systemen,Beatmungsgeräten, Monitoranlagen und so weiter finden.

Gut jeder Hersteller sieht nur sein eigenes Gerät, aber uns trifft halt die Summe an schlecht konzipierter Technik/Software. Besonders interessant wird es wenn auch ohne Patentnot verschiedene Worte für die gleichen Funktionen genutzt werden. Aber das ist sicher ein Mittel der Kundenbindung.

Die Space Serie hatten wir übrigens auch zum testen. Haben aber einen anderen Anbieter gewählt. Hatten damals noch eine "Betasoftware" auf den Geräten die zu sporadischen Abstürzen im laufenden Betrieb neigte. Das ganze mit Ansage der Vertreterin. Neben der in meinen Augen fehlenden Bedienerfreundlichkeit führte das zum ablehnen des Systems. Eine versprochenes Softwareupdate in der Teststellung wurde nicht durchgeführt. Machte keinen guten Eindruck.
 
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Fachkrankenpfleger A/I
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Internistische Intensivpflege
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Der Umfang und die Streitkultur hier, sind für mich ein sicheres Zeichen , dass sich die Entwickler dieser Produkte darauf verlassen können, die Pflegekräfte und Ärzte sind ausreichend Gewohnheitsorientiert um sich neuen Techniken anzupassen.
Was bleibt uns übrig?????
Wir müssen uns anpassen, oder?


Die Space Serie hatten wir übrigens auch zum testen. Haben aber einen anderen Anbieter gewählt. Hatten damals noch eine "Betasoftware" auf den Geräten die zu sporadischen Abstürzen im laufenden Betrieb neigte. Das ganze mit Ansage der Vertreterin. Neben der in meinen Augen fehlenden Bedienerfreundlichkeit führte das zum ablehnen des Systems. Eine versprochenes Softwareupdate in der Teststellung wurde nicht durchgeführt. Machte keinen guten Eindruck.
Eigentlich sehr schade da wir von Firma Braun Besseres gewöhnt sind und die soliden Geräte immer sehr zu schätzen wissen.

Gruß
Heike
 
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Dirk Jahnke

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Moin Heike

Aber vielleicht ändern solche Diskussionen und sinkende Umsätze etwas ? (Das mit dem Umsatz ist von mir durch nichts zu belegen!!:eek:riginal:)
 
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Hi Dirk,

na ja, vieleicht ist das so...

Ich befürchte aber, dass gerade in der Intesivpflege die Zahl derer größer ist die technikbegeistert sind und diese Richtung der Hersteller voll unterstützen.

Ich versuche der Technik bei uns auf der Station immer mit einer gewissen Skepsis entgegen zu treten. Mir ist eine gute Patientenbeobachtung wichtiger als 100 PICCO Werte pro Schicht...

Gruß
Heike
 
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