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Harald Zagar

Mitglied
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07.07.2000
Guten Tag liebe Freunde im Board,

Da ich mich ständig über die Dummheit und... in der Welt aufrege, habe ich darüber eine kurze Abhandlung geschrieben. Ihr findet diese unter www.pflegenet.com

Einige haben ja schon danach gefragt. Sie ist aber erst jetzt fertig geworden. Also viel Freude beim lesen.

Gruß Harald.
 
T

TOM

Mitglied
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Hallo, Harald!

Habe die Abhandlung grade gelesen, sie ist herrlich!
Mir stellt sich nun aber noch folgende Frage:

Strebt die evolutionäre Entwicklung des Menschen hin zu kompletter Einfältigkeit und Tatenlosigkeit?
Und wenn: dürfen wir uns dann überhaupt in den Willen der Natur einmischen?

:wink:

Wünsche Dir immer einen Grund zum lächeln,
TOM
 
H

Harald Zagar

Mitglied
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Themenstarter/in
07.07.2000
Hallo lieber TOM,
fein, dass Dir meine Abhandlung gefallen hat. Ich denke, sie wird auch andere zum Schmunzeln (Nachdenken) anregen. Aber... es liegt ja auch ein gewisser erst in der Sache. Nun zu Deiner Frage: Würden wir uns in die Natur einmischen, (was wir ja leider ständigt tun) müsste die Ethik neu geschreiben werden, gerade im Bereich der Dummheit. Wer aber einmal in die Natur eingreift muss es immer tun. Nur; die Natur selbst würde uns lehren, dass wir mit dem Anfang das Ende einläuten würden. Denke einmal an die vielen Katastrophen in der Welt, an die Klimaveränderungen, Überschwemmungen,Ölpest u.s.w.
So bleibt uns nur an die Vernunft der Einsicht zu appelieren, und weiter unseren Frust über die Dummheit aufzuzeichnen. Mögen es einige Menschen beherzigen.
Gruß harald.
 
B

Bodo

Hallo
Ich habe deine Abhandlung gelesen und finde Sie ebenfalls
sehr gut. Es bleibt zwar vieles ungeklärt aber alles andere hätte den Rahmen gesprengt und somit ein klares Lob darüber.
ich bin persönlich der Meinung das der Mensch (Einschließlich meine wenigkeit) sich viel zu sehr in der Natur einmischt. Und das Einziege was man machen kann ist es sich Bewust werden lassen und versuchen es im eigenden Umfeld einzuschrenken. ( Funktioniert leider nicht immer )
Schöne Grüße An allen Klugen und Dummen Leute der Welt. :biggrin:


------------------
Bodo Josewski
Fachkrankenpfleger für die Pflege tumorkranken Patientinnen und Patienten
 
M

MarcMann

Hallo Ihr,

nun, auch ich habe nach diesem Artikel gefragt, habe ihn jetzt vorliegen.

Ich werde ihn noch einige Male häufiger lesen müssen, daß ist mein Fazit.

Was mich etwas befremdet, ist die Reaktion bisher auf diesen Artikel.

Ich weiß nicht, ob ich fähig sein werde, fundiert dazu Stellung nehmen zu können, dennoch regt sich in mir Widerstand gegen so manche Aussage und so manche Formulierung. Ich mag niemanden zu nahe treten, drum lest diesen Artikel einfach nochmal.

Grüße,
Marc
 
T

TOM

Mitglied
Basis-Konto
Hallo, Marc!

Ich habe den Artikel noch einmal gelesen (insgesamt jetzt 4mal).
Ich weiß leider immer noch nicht, worauf Du anspielst (erwähnte ich schon, dass ich blond bin? :wink: )
Keine Bange, ich fühle mich nicht so schnell angegriffen, bin ich doch hier um mich mit anderen auszutauschen und zu diskutieren. Das setzt meiner Meinung nach auch die Achtung der Meinungsfreiheit voraus.
Also, scheu Dich nicht mir die Meinung zu geigen!

Gruß,
TOM
 
M

MarcMann

Hallo Ihr,

nach einiger Zeit vor und über dieser Abhandlung muß ich leider eingestehen, daß es mir nicht möglich ist, diese so zu kommentieren, wie ich es gerne möchte. Grund dafür ist der angewandte Stil. Es ist sehr schwierig, auf einen kurzgehaltenen "Rundumschlag" zu antworten. Wie Harald selbst am Ende schrieb, ist vieles nur angedeutet, die Komplexität des Themas nur in einem schnellen Abriß dargestellt.
Ich fühle mich nicht in der Lage, W. Stern oder Freud zu kommentieren, auch kann ich mangels exaktem Wissens auf die eine oder andere Behauptung eingehen, ohne Gefahr zu laufen, hoffnungslos zerissen zu werden.
Ich halte so manche Formulierung für sehr überzogen und sicher in dem Bereich "Polemik" anzusiedeln. Viele Behauptungen, Beispiele und "Beweise" sind einfach dahingestellt, ohne Möglichkeit, sie zu überprüfen zu können.
Es wird in den Themen gesprungen, einige angerissen, ein Exkurs eingebaut; am Ende steht die Einsicht, vieles angesprochen, aber nichts recht ausgesagt zu haben.

Es ist der Stil, welcher mich irritiert. Nun mag es sein, daß ich zu kritisch heran gehe, daß ich Geschriebenes zu ernst nehme, vielleicht auch zu wörtlich. Einige der Inhalte kann man vielleicht auch so stehen lassen, besitzen vielleicht einen gewissen wahren Hintergrund, welchen ich, anders formuliert, vielleicht auch zustimmen könnte.

Mich befremdeten die Reaktionen dahingehend, daß ich "herrlich" und "sehr gut" auf mein Empfinden beim Lesen des Textes bezogen habe. Das war vielleicht ein wenig zu undifferenziert.
Ich empfinde den Text durchaus als Diskussionsgrundlage, jedoch in keiner Form als aussagekräftig.

Grüße,

Marc
 
H

Harald Zagar

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
07.07.2000
Hallo MarcMann,

schön Deinen Kommentar zu lesen.

Nun ich hätte bei viel mehr Zeit auch ein ganzes Buch über die Dummheit schreiben können, (möglicherweise werde ich dass auch noch tun) nur der Extrakt wäre sicherlich der gleiche gewesen. Es sind die "täglichen Dummheiten" die mich ständig ärgern. Schau Dir doch blos einmal die Fernsehprogramme an. Da werden Sendungen nur für Dumme gemacht. Natürlich ohne Niveau und Inhalt. Der (Inhalt) muss auch nicht vorhanden sein, sonst kommte es ja zu keinen Einschaltquoten. Oder was glaubst Du wie viele Menschen den gesamten Inhalt der Tagesschau verstehen?

"Zitat: Die Multinationalen Gespräche gehen in der nöchsten Woche weiter"!! Oder "Die Ratifizierung der Verträge ist um eine Woche verschoben worden".

Diese Sprache ist für eine gewisse Intelligenz gemacht, nicht für Dumme. Nur wer ständig mit intelligenten Menschen umgeht, dem entgeht die Dummheit. Er/Sie muss auch keine Rücksicht üben.
Schauen wir in die Schulen: Der Lehrer zieht sein Programm durch, die Faulen und/oder Dummen bleiben sitzen. Es stört ihn nicht weiter, warum auch, um den "Rest" kümmern sich dann Psychologen,Soziologen und Sozialämter. Damit aber an dieser Stelle nicht gleich ein falscher Zungenschlag aufkommt: es ist auch mir durchaus bekannt, dass viele Menschen in eine u n v e r s c h u l d e t e Not kommen. Solche sind hier natürlich immer ausgenommen.

Aber auch die Politik bedient sich der Dummheit. Wer kann heute noch sagen, was Herr Schröder vor seiner Wahl zum Kanzler dem Volk versprochen hat? Zur Intelligenz gehört auch die Merkfähigkeit über einen längeren Zeitpunkt.

Wenn Tausend Menschen auf der Straße gefragt werden "wer Bismark" war, und nur 20 % können diese Frage richtig beantworten, bzw. können überhaut keine Antworten darauf geben, ist das doch etwas traurig oder? Nun man könnte auch sagen: die haben kein Geschichtsbewußtsein. Doch wenn die anderen Fragen ebenso desolat ausfallen, kann ich nur sagen: Schlimmer geht´s nimmer.
Also lieber MarcMann, sollte ich dieses Buch einmal schreiben, bekommst Du von mir persönlich ein Exp., doch auf knapp 5 Seiten die Situation von Dummheit und Faulheit aufzuzeigen, und abzurunden, ist leider nur mit Abstrichen im Text möglich.
Es grüßt Dich wie immer Harald.
 
M

MarcMann

Hallo Harald,

was soll ich dazu sagen?
Ich habe Deinen Stil angesprochen, doch ich bin Dir entgegen gekommen, als ich sagte, daß einige Inhalte sicherlich einen wahren Hintergrund haben. Auch in der Wiederholung ändert es sich nichts.
Ich kann den Ärger über die Dummheit der Menschen verstehen, nur allzu oft kommt er auch in mir hoch. Wenn Du ihn herausschreiben möchtest, dann sei es so. Doch es bleibt die Art und Weise.
Ich sehe nicht den Sinn, der hinter der Veröffentlichung stehen soll. Wenn Du die "Dummen" erreichen willst, dann ist der Weg nicht der Richtige. Wenn Du die "Intelligenten" ansprechen willst, dann halte ich es für überflüssig, denn die haben sicher das gleiche Problem. Wenn Du einfach Dir nur Luft machen wolltest, dann ist Dir das wohl gelungen. Ich halte es nach wie vor für einen schlechten oder zumindest fragwürdigen Stil - mag sein, daß ich damit alleine stehe. Dann sei es so.

Grüße,

Marc


[Dieser Beitrag wurde von MarcMann am 01. März 2001 editiert.]
 
H

Harald Zagar

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
07.07.2000
Hallo MarcMann,

es ist oft sehr schwer die Gedanken eines anderen Menschen nachzuvollziehen. Ich will es deswegen auch nicht weiter vertiefen. Ein Stichwort möchte ich Dir aber noch geben: Gewalt in der Pflege geht nicht nur auf die Gewaltbereitschaft der Pflegenden zurück, sondern hat auch seine Ursachen im "nicht verstehen wollen" des Patienten; um es einmal sehr vorsichtig auszudrücken. Wenn kreatives Denken angesagt ist, kann man sehr wohl den Artikel auch mit eigenen Beispielen vergleichen. Damit kommt man zu wunderbaren Ergebnissen.

Wir werden sicher andere (verständlichere) Themen finden um uns weiter auszutauschen.
Gruß Harald.
 
M

MarcMann

Hallo Harald,

nun, jetzt verstehe ich gar nichts mehr.
Die Gedanken eines anderen Menschen nachzuvollziehen ist wahrlich schwer, umso mehr, wenn dieser es nicht weiter vertiefen will. Woher kommt der Rückzug? Warum erklärst Du mir nicht, was Du mit Deinem Artikel bezwecken wolltest?

Und wie kommst Du jetzt auf "Gewalt in der Pflege"? Davon war hier nie die Sprache.

Sicher kann ich Deinen Artikel mit allerlei "kreativem Denken" bearbeiten; wenn ich das tue, dann komme ich z.T. auf ganz abenteuerliche Ergebnisse. Aber Du möchtest doch wahrscheinlich nicht Deinen Artikel nach meinen Interpretationen, die ich Dir damit unterstelle, "verstanden" wissen. Sicher kann ich eigene Beispiele einbauen. Wenn ich jedoch einige Aussagen nicht so stehen lassen könnte, wenn ich den ganzen Artikel bezüglich seiner Aussagekraft als sehr eingeschränkt ansähe, dann machen es eigene Beispiele nicht besser.

Dein letzter Einwurf hier klingt etwas danach, daß es inhaltliche Verständnisprobleme gäbe. Für diese Aussage haben wir, ehrlich gesagt, zu wenig inhaltlich diskutiert. Da ich nie geschrieben habe, daß ich den Inhalt nicht verstehe, muß ich davon ausgehen, daß Du meinst, meine Gedanken nicht verstanden zu haben. Wenn dem so ist, hast Du leider auch nicht nachgefragt.

Ich habe nachgefragt.

Gruß,

Marc
 
M

MarcMann

Hallo Harald,

unlängst hatte ich Dich gebeten, mir auf meine Fragen bzw. Anmerkungen bezüglich Deines Artikels zu antworten. Da bisher keine Antwort kam, schätze ich, daß Du mich nicht richtig verstanden hast. Darum werde ich versuchen, meine Zweifel an Deinem Artikel etwas auszuführen und inhaltlich zu argumentieren. Falls ich mich irre, falls Du aus einem anderen Grund nicht auf meinen Beitrag reagierst, dann bin ich gerne bereit, mich darauf einzulassen.

WELTUNTERGANGS-SZENARIO... die Menschheit wird dümmer. Intelligente setzen nicht so viele Kinder in die Welt, Dumme dafür umso mehr. Dumme Eltern bringen seltenst intelligente Kinder hervor. Mindestens 80% der Menschheit ist schon dumm.
Harald, ich suche noch immer nach den Beispielen, welche Deine Aussagen belegen können (wie Du es ankündigst). Zu wissen, wer Luther oder Bismarck seien, kann nicht als Zeichen von Intelligenz herangezogen werden, zumal der genannte Hering tatsächlich mit dem in der Fragestellung gesuchten "Bismarck" zusammenhängt und Luther als "Vorbereiter, ehe Christus kam" im übertragenen Sinne eine durchaus denkenswürdige Antwort sein könnte).
Du nennst den IQ-Test, stellst selbst die exakte, zuverlässige IQ-Messung in Frage. Dennoch nutzt Du Ergebnisse im weiteren Text für Feststellungen. Dabei unterläuft Dir auch noch ein Fehler. Ein IQ von 90 gilt noch als "normal oder durchschnittlich intelligent" (Terman/Merrill: "Stanford Binet..." 1960). Selbst ein IQ von 80 bedeutet demnach noch "unterdurchschnittlich intelligent", aber noch nicht "Schwachsinn".
Du sprichst von "alter Erfahrung", daß die Einschränkung der Kinderzahl von "intellektuell höchststehenden Familien ausgegangen ist". Als Grund sollen die "ökonomische Rücksichten" dienen. Gerade diese sind es jedoch gewesen, welche sozial schwache Bevölkerungsgruppen dazu trieben, Kinder in die Welt zu setzen. Neben der hohen Kindersterblichkeit und der unbedingten Notwendigkeit, die Arbeitsleistung von Kindern als Überlebensgarantie und Vorsorge für das Alter zu nutzen, kann ich nicht erkennen, wie man zu dem Schluß kommen kann, der das Wort "hemmungslos" rechtfertigt. Heute las ich, daß 826 Mio Menschen weltweit hungern. Sie haben andere Probleme als "Bildung". Sie hungern nicht, weil sie viele Kinder gebähren.
Du rufst die Intelligenten auf, ihre Schlüsse zu ziehen. Da frage ich mich doch, wieso sie als "intelligent" bezeichnet werden können, wenn sie dieses bisher außer Acht gelassen haben. Ist Intelligenz nicht auch die Selbstreflexion, das übergeordnete Denken, die Möglichkeit, Fehler einzugestehen (da wären wir dann auch noch bei dem Thema "Emotion").
Ist nicht das Thema "Macht" der eigentliche Kernpunkt? Wer in der Welt der Mächtigen schert sich um das Thema "Intelligenz"? Das hat die christliche Kirche des Mittelalters gut beherrscht, das beherrschen auch noch die Mächtigen der Welt heutzutage. Schon seit jeher ist die "Intelligenz" ein wohlgehütetes "Eigentum" der Macht. Und in Deinen Worten finde ich genau das wieder. Es klingt die Überheblichkeit daraus hervor. Dumm bleibt dumm, aus Dummem entsteht auch wieder Dummes und das Dumme nimmt zu. Das ist genau die Einstellung, welche Macht erhält.

Soweit erstmal bis hierher.

Gruß,

Marc
 
M

MarcMann

Ich habe gerade noch einen Gedanken im Kopf, möchte ihn noch schnell an diese Stelle setzen.

"Die Dummheit nimmt zu", ein Satz aus Deinem Text. Woher nimmst Du diese Behauptung? An welchen Werten orientierst Du Dich? Wenn Du sagst, sie nähme zu, muß sie einmal geringer gewesen sein. Auf der anderen Seite hat der Mensch zu Urzeiten sich nur mit Lauten verständigen können. Da kann man nicht von Intelligenz nach Deiner Definition sprechen. Intelligenz muß also irgendwann entstanden sein. Folglich ist die Intelligenz gegenüber der Dummheit gewachsen - und nimmt jetzt wieder ab, wenn ich Deiner Aussage folge. Nun frage ich Dich: wann hast Du das denn bemerkt? Kann man das an einem bestimmten Zeitpunkt ausmachen? Wann war denn die "Spitze" der Intelligenz?

Ich bin gespannt auf Deine Antworten und freue mich, daß Du bereit bist, mit mir und in diesem Forum über dieses wichtige Thema zu diskutieren.

Gruß,

Marc
 
O

oxygen

Neues Mitglied
Basis-Konto
14.01.2001
www.pflegelinks.net
Hallo, finde den Beitrag interessant. Ich meine der Stil ist provokativ geschrieben was sehr viele Reaktionen auslösen sollte.
Z.B.Zitat:
Auf die Frage an Strassenpassanten, wer Luther gewesen sei, wurden unter anderem Folgende Antworten gegeben: "er war ein Vorbereiter, ehe Christus kam", "er hat die katholische Kirche gegründet", und sogar "er hat das Schiesspulver erfunden". Auf die Frage: Wer war Bismarck? konnten nur wenige richtige Antworten gegeben werden. Einige dachten auch es wäre ein Hering!

Das mag wohl stimmen doch wo kann man hier eine Verbindung zur Intelligenz herstellen. Ob ich weiß wer Luther oder Bismarck war ist eine Frage des "Wissens" und des "Gelernt habens", sagt aber meiner Meinung nach nichts über die Intelligenz eines Menschens aus. Ein Abiturant kurz nach Abschluß (und voll mit Allgemeinwissen) ist nicht automatisch intelligenter als z.B. ein Mechaniker der nichts über Luther weiß).
Intelligenz spiegelt sich für mich in die Fähigkeit der sozialen Interaktionen und des Anpassens an die Umwelt aus. Wenn ich in meiner Umgebung überlebe und auf Veränderungen reagieren kann so bin ich von der Natur aus gerüstet meine Gene fortzupflanzen.
Der Satz von Darwin heißt auch nicht "Nur die stärksten kommen durch" sondern "Nur die anpassungsfähigsten kommen durch"...
Freut mich das es viele Reaktionen auf Deinen Beitrag gibt.


------------------
Liebe Grüße aus Vindobona
Simon
http://www.pflegelinks.net
 
Qualifikation
DGKP
Fachgebiet
KH
H

Harald Zagar

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
07.07.2000
Hallo MarcMann,
und natürlich auch die andere D.-Teilnehmer.

Um was geht es hier eigentlich? Um die Dummheit in dieser Welt. Wer ständig mit einer übergeordneten Verdrängung durch diese Welt geht, für den ist diese Welt durchaus "normal". Und hier bewegt sich auch die Mehrheit der Menschen. Ich möchte es mir an dieser Stelle ersparen, erneut den Begriff "Intelligenz" zu analysieren; es würde weitere zwei Seiten füllen, und weitere Fragen aufwerfen. Nur so viel:

In der Wissenssoziologie wird daraus die Chance, sich des prinzipiellen Ideologieverdachtes zu entziehen und aus der "Erhellung" des eigenen und der fremden Standpunkte die disparten Elemente des Denkens in überperspektivischer Synthese und dynamischer Vermittlung einer Objektivität im Sinne des Gesamtwohls anzunähern.

Alleine diese Definition benötigt umfangreiche weitere Erklährungen, was an dieser Stelle aber nicht geleistet werden kann. So ist nun mal die Wissenschtliche Sprache. Ich habe sie nicht erfunden, ich habe sie nur gelernt.

Mir ist auch kein Fehler in der Interpretation des "IQ" unterlaufen. Die Untersuchungen von 1960 haben sich zwischenzeitlich stark relativiert. Die moderne IQ-Forschung ist eben schon 40 Jahre weiterentwickelt worden. Als Vorsicht mit alten Ergebnissen!

Nun möchte ich Dir aber auch entgegen kommen. Sicher ist auch etwas Satire in dem Bericht eingeflossen.

Kommen wir zur ökonomischen Rücksicht: Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Mensch gezwungen wird "Kinder in diese Welt zu setzen". Nach meinem Informationsstand besteht da immer noch eine Freiwilligkeit, oder??
Völlig verwundert bin ich aber wenn Du schreibst: "Sie haben andere Probleme als Bildung. Sie hungern nicht, weil sie viele Kinder gebähren". Ja was denn sonst? Von einem Kilo Reis kann auch nur eine begrenzte Zahl Menschen satt werden. Sind es mehr, muss der Rest hungern, oder habe ich da etwas falsch verstanden??

Über das Thema "Emotion (Gefühl)". Die Emotion und die Gefühle werden häufig als einer der Gundfunktionen der Persönlichkeit dem D E N K E N und Wollen gegenübergestellt. Nun will ich wirklich nicht gleich behaupten, die "Dummen und Faulen" würden nicht Denken und Wollen. Es geht nur in eine andere Richtung. Ein Richtung, die ich nicht vertrete, und auch niemals vertreten werde. Ich denke, dass ist doch eine klare Aussage, oder?.

Über das Thema "Macht" gäbe es weitere Seiten zu füllen, nur so viel dazu:
Das Wort "Macht" setzt sich aus vielen einzelnen begriffen zusammen. Es kann an dieser Stelle nur eine kurze Definition erfolgen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Macht wird verstanden als Chance, den eigenen Willen auch gegen den Widerstand der Betroffenen durchzusetzen (Max Weber). In der Politik hat man sich aber mehr um der Abgandlungen von N.Machiavelli (1469 - 1572) angenommen. Er hat die Einheit von Politik und Ethik in eine sich auflösende Machtlehre, (Machialvellismus) die das Prinzip der Wertfreiheit in der Politik so formuliert:
Politik wird zum technischen Mittel der Machtbehauptung, die damit zum Selbstzweck wird. Allgemein versteht man unter M. politische Skrupellosigkeit.
Schauen wir mit offenen Augen diese Weltpolitik an, dann und nur dann werden wir verstehen was ich oben gesagt habe.

Zum Schluß: ich kann nicht schreiben ohne zu Denken, ohne kritisch zu Denken. Wenn das was ich denke überheblich sein soll, dann bin ich überheblich. Damit werde ich leben können. Ich sehe die Welt wie sie sich jeden Tag vor uns allen auftut. Ich will nicht verdrängen und nur hoffen. Ich will verändern. Das geht aber nur wenn ich die Welt so sehe wie sie wirklich ist. Das trifft auch für meine Mitmenschen zu. Das ich dabei auch Prügel beziehen muss, nehme ich in kauf, wenn ich damit einwenig positiv verändern kann.

Gruß Harald.

[Dieser Beitrag wurde von Harald Zagar am 14. März 2001 editiert.]
 
M

MarcMann

Hallo Harald,

zwei kurze Punkte hier zu Deiner Antwort.

Bezüglich des IQ-Testes hast Du Dich im vorherigen Text eindeutig auf die "frühere" Nutzung des IQ-Testes bezogen. Folglich lag es für mich nahe, dementsprechend auch die "frühere" Bewertung heranzuziehen. Es war gar nicht so einfach für mich, die zugegebenerweise überholten "alten" Maßstäbe in einer Quelle zu finden, doch ich ging davon aus, daß Du gerade mit Deiner Einschränkung "früher" auch auf diese Wert legst.

Zur "ökomomischen Rücksicht" möchte ich soviel sagen: Natürlich kann ein Mensch nicht gezwungen werden, Kinder in die Welt zu setzen, jedoch habe ich das so auch nie gesagt. Dennoch kann wohl nicht bestritten werden, daß Kindern in vielen Kulturen und in vielen Schichten eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Neben der religiös-kulturellen Ebene, in der z.T. Kinder der eigentliche Reichtum und das Glück vieler Kulturen sei, kommt eben auch die wirtschaftliche Rolle zum Tragen; ich nannte z.B. Arbeitsleistung, Versorgung der Familie, Vorsorge für das Alter. Diesen Aspekt ganz zu ignorieren halte ich für fahrlässig. Das Beispiel mit dem Kilo Reis ist eindrucksvoll, in sich soweit auch logisch. Doch wer besorgt das Kilo Reis, wenn ich selbst nicht mehr kann? Gerade wir hier (um vom Bild "Reis" wegzukommen) im reichen Deutschland kämpfen doch gerade mit dem Problem, daß die Basis der Gesellschaft (ob es nun "dumme" oder "intelligente" Kinder sind) mit der Überalterung wegbricht. Aber es ist doch wohl auch unstrittig (um wieder zum Reis zu kommen), daß die Ernährung der Welt durchaus sichergestellt wäre, wenn es nicht um Machtkalkül ginge. Ebenso sehe ich neben der Ernährung auch die Bildung, welche sicherlich neben der reinen Lebenserhaltung eine unbedingte Rolle im Menschsein spielt.

Harald, es ist einfach, ein Wort aus meinem Kontext zu nehmen und einfach in eine Grundsatzdiskussion zu bringen, geschehen mit der "Macht". Ich bemühe mich zwar, durchdacht zu schreiben, jedoch nicht hochwissenschaftlich. Bis auf einige wenige "wissenschaftliche Einschübe" war das ja auch nicht Dein Ziel, somit halten wir uns auf einer Ebene. Unter diesem Aspekt scheint mir mein Gebrauch des Wortes "Macht" wenig mißverständlich und nicht zwingend definitionsbedürftig. Ich hatte den Gedanken, daß die von Dir angesprochene "Dummheit" vielleicht auch ganz gezielt ein gewolltes Ergebnis sein könnte und damit "Dummheit" nicht unbedingt eine selbstverschuldete Abkehr von Intelligenz.

Zu guter letzt noch etwas bezüglich Deines letzten Absatzes: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob in mir eher der Eindruck "Trotz" oder "Martyrium" entsteht. Dir persönlich Überheblichkeit vorzuwerfen war nicht der Beweggrund für meine Reaktion auf Deine Texte; dennoch haben einige Formulierungen für mich den Klang. Dein Denken darauf zu reduzieren liegt mir fern. Wenn Du dann noch mein Nachfragen und mein Eingehen auf Deinen Text, selbst, wenn es z.T. eine kritische Auseinandersetzung ist, als "Prügel" bezeichnest, dann sehe ich mir leider die Diskussionsgrundlage entzogen.

Gruß,

Marc
 
H

Harald Zagar

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
07.07.2000
Hallo Marc,
ich will die Texte wie Du sie geschreiben hast auch so stehen lassen,es würde sonst eine unendliche Geschichte werden. Es sind ja noch viele Mail´s eingegangen (auf Pflegenet) und die waren mit wenigen Ausnahmen sehr positiv. Aber natürlich waren auch einige kritische Stellungnahmen dabei. Das habe ich mit Prügel gemeint. Ich sehe das nicht negativ, im Gegenteil.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag.
Gruß Harald.
 
M

MarcMann

Hallo Harald,

schade, aber nachdem nun schon zweimal deutlich gemacht hast, daß Du nicht mehr über das Geschriebene diskutieren magst, will ich Deinem Wunsch nachkommen. Und so nehme ich eben Deine Abhandlung hin, wie Du sie gerne verstanden gewußt hast, eine Aktion "Ich mache mir Luft", gewürzt mit einem wenig Ironie und Satire. Vielleicht hast Du recht, man sollte es einfach so da stehen lassen, bloß nicht nachfragen, weil daß viel zu kompliziert wird.
Ich habe einiges aus dieser Diskussion gelernt. Vielleicht nicht unbedingt das, was Dein Artikel nahe legt, aber vielleicht auch genau das...
Und so reiht sich wieder mein erster Einwurf vom 26.02. hier ein, dabei soll es bleiben.


Marc
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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