Implementierung von Personalentwicklungsgesprächen

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U

Uwe Fechner

Neues Mitglied
Basis-Konto
16.10.2007
28203
Hallo,

ich möchte gerne in unserer Einrichtung die sogenannten Personalgespräche einführen und suche Erfahrungswerte aus anderen stationären Pflegeeinrichtungen, Punkte wie z. B.:

Wie sieht es mit der Akzeptanz unter den Kollegen aus?
Ist es vom Zeitaufwand in der Praxis umsetzbar?
Macht es sich in der Mitarbeiter - und Kundenzufriedenheit bemerkbar?
Wird das Konzept nur im reinen pflegerischen Aufgabenbereich umgesetzt oder im gesamten Betrieb ( Verwaltung, Küche, Hauswirtschaft, Leitungen )?

interessieren mich.

Gruß Uwe
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
stellv. Pflegeleitung
J

JoAn 98

Mitglied
Basis-Konto
15.10.2007
Braunschweig
Hallo Uwe,
an Deiner Stelle wurde ich in jedem Bereich die MA ansprechen und darum bitten, einen Zirkel zu bilden. Da haben dann alle Gelegenheit, sich einzubringen. So kann sich niemand übergangen fühlen und keiner kann sagen, dass ihm schon wieder irgendetwas vor die Nase gesetzt wird.
Du brauchst Dir dann den Kopf nicht allein zu zerbrechen und die Akzeptanz der MA ist auch von vornherein höher. Ein Zirkel von 5 - 6 MA hat bewähr sich immer ganz gut. Und aus den verschiedenen Bereichen kommen bestimmt gute Anregungen.
Gruß, JoAn 98
 
Qualifikation
ex. Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Alten- u. Pflegeheim
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
17.01.2001
Hamburg
Wie sieht es mit der Akzeptanz unter den Kollegen aus?
Ist es vom Zeitaufwand in der Praxis umsetzbar?
Macht es sich in der Mitarbeiter - und Kundenzufriedenheit bemerkbar?
Wird das Konzept nur im reinen pflegerischen Aufgabenbereich umgesetzt oder im gesamten Betrieb ( Verwaltung, Küche, Hauswirtschaft, Leitungen )?

Gruß Uwe
Hallo Uwe,
Die Akzeptanz wird um so höher sein, je mehr die MA im Vorfeld informiert werden über Gründe, Ablauf, Sinn und Ziel solcher Gespräche. Weiterhin ist eine sehr gute Schulung der Gesprächsführenden notwendig. Es ist sehr schwer (aber nicht unmgl.) den MA Ängste, Vorbehalten und Gefühle des kontrolliert werdens zu nehmen.
Es ist somit ein erheblicher Zeitaufwand alleine schon in der Vorbereitungsphase. Der Zeitaufwand jedes Gespräches umfasst dann nochmal ca. 2-3 Stunden (Vorbereitung, Gespräch, Nachbereitung)
Es ist in der Praxis umzusetzen, sofern der AG dahintersteht und diesen Zeitrahmen gewährt.
Ich denke besonders wichtig ist es für ein solches Projektes zu definieren was Ziel und Inhalte sein sollen, bevor es an die Planung der Umsetzung geht.
Personalgespräche haben m.E. auch immer etwas mit der Unternehmenskultur zu tun und sollten alleine daher schon in allen Bereichen des Unternehmens umgesetzt werden.
Mögliche positive Folgen bei den MA könnten sein: Abbau von Ängsten vor Gesprächen mit Vorgesetzten allgemein, Zufriedenheit, dass man mit dem vorgesetzten in aller Ruhe über evtl. Wünsche und Bedürfnisse sprechen konnte. Besseres Kennenlernen des nächsten Vorgesetzten....ect.
Auf Kunden wird sich so etwas sicher erst immer sehr viel später auswirken, und letzten Endes hängt m.E. der Erfolg und die Auswirkung immer sehr davon ab, wie der MA es wahrnimmt. bzw. mit welchem gefühl er ein solches Gespräch verlässt. Und das sind planbare Dinge.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
U

Uwe Fechner

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
16.10.2007
28203
Hallo JoAn,

danke für deinen Beitrag, natürlich macht es Sinn die MA in den Prozess einzubinden und ihnen nicht etwas Neues über zu stülpen. Insbesondere bei langjährigen MA.

Gruß,

Uwe
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
stellv. Pflegeleitung
U

Uwe Fechner

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
16.10.2007
28203
Hallo Sigrid,

aus
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
stellv. Pflegeleitung
U

Uwe Fechner

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
16.10.2007
28203
Hallo Sigrid,

Entschuldigung, habe wohl die falsche Taste gedrückt.

Zu dem Beitrag. Ich entnehme daraus, das Sie anscheinend Erfahrungen mit der Implementierung dieses Instrumentes haben und es in allen Bereichen des Betriebes umsetzen konnten.
Ich bin mir sicher mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld im pflegerischem Bereich das Projekt umsetzen zu können, in den anderen Bereichen bin ich mir unschlüssig, es hat viel mit Transparenz zu tun.
Auf welcher Ebene ist es bei Ihnen initiert worden?

Gruß,

Uwe
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
stellv. Pflegeleitung
A

access

Mitglied
Basis-Konto
28.09.2007
41517
Hallo Uwe,

wenn ich dich richtig verstanden habe sollst du die Zielvereinbahrungsgespräche implementieren und auch durchführen. Wie Sigrid richtig anmerkte, was willst du damit erreichen ?
Um diese Zielvereinbahrungsgespräche durchführen zu können, benötigts du Grundlagen, z.B. Stellenbeschreibungen, klare Vorstellungen für wen/was benötigst du erhobene Daten,
- als Grundlage für Beurteilungen
- als Grundlage für Erkennung von Defiziten => Fortbildungen
- als Grundlage für Personalmotivation, bzgl. Fort- und Weiterbildung,
Zusatzqualifikation, Entscheidungskriterien für Beförderungen usw.
- Feststellung von pers.Einstellungen zum Beruf, zur Einrichtung, Belastbarkeit
der einzelnen Mitarbeiter
- Für Personalentscheidungen

Des weiteren musst du dir klar machen, welche Konsequenzen du aus den Ergebnissen ziehen möchtest. Die Zielvorgaben müssen kontrollierbar sein und kontrolliert werden, welchen Maßstab setzt du an.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen, Zielvereinbahrungsgespräche sind eine sinnvolle Sache, aber sehr zeitintensiv und mann muss sich vorher
klar sein, welche persönlichen Ziele damit verfolgt und welche Konsequenzen daraus resultieren.

LG
Access
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Management
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
17.01.2001
Hamburg
Hallo Sigrid,

Zu dem Beitrag. Ich entnehme daraus, das Sie anscheinend Erfahrungen mit der Implementierung dieses Instrumentes haben und es in allen Bereichen des Betriebes umsetzen konnten.
Ich bin mir sicher mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld im pflegerischem Bereich das Projekt umsetzen zu können, in den anderen Bereichen bin ich mir unschlüssig, es hat viel mit Transparenz zu tun.
Auf welcher Ebene ist es bei Ihnen initiert worden?
Hallo Uwe,
es würde mich freuen, wenn Du mich auch duzt, so wie wir es hier eigentlich auch alle tun. Ich empfinde es als sehr angenehm, so wie ich auch jeden duze.
Sollte Dich das jedoch stören bin ich auch gerne bereit zum siezen überzugehen.

Zum Thema:
Mir ist noch nicht ganz klar was Du möchtest. Du schreibst ganz allgemein von Personalgesprächen, ob es nun Beurteilungsgespräche, Zielvereinbarungsgespräche oder wirklich einfach nur Gespräche sein sollen geht für mich daraus nicht hervor. Ich denke es wäre wichtig da genau zu unterscheiden.
Ich kenne aus der Praxis die Einführung von Zielvereibarungsgesprächen im Zusammenhang mit Beurteilung. Diese wurden auf allen Ebenen, in allen Bereichen durchgeführt und Top/down initiert, sowei die zugehörigen Gespräche auch top/down geführt wurden.
Zwei Jahre später gab es dann eine Beurteilung bottom/up, fand ich besonders bemerkenswert und erfolgreich.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
U

Uwe Fechner

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
16.10.2007
28203
Hallo Sigrid,

Ich kenne Personalentwicklungsgespräche eigentlich nur im Zusammenhang mit Beurteilung und der dazugehörigen Zielvereinbarung.

Unsere Rahmenbedingungen wie Access sie genannt hat sind soweit eigentlich stimmig. Wir besitzen für jede Position eine Stellenbeschreibung und haben in diesem Jahr rund 3000 Fortbildungsstunden durchgeführt.
Meine grundlegende Idee ist, die MA zu motivieren, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Ich bin nur ein wenig unsicher was die anderen Berufsgruppen angeht, denn wie schon bemerkt wurde sollten sich diese Gespräche durch den gesamten Betrieb ziehen.

Gruß,

Uwe
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
stellv. Pflegeleitung
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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