Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

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Vorab eine - wie ich finde - gut formulierte Aussage von Hr. L. Barth aus dem Werner-Schell-Forum:

Ihr Engagement steht sicherlich außer Frage und freilich müssen die Rahmenbedingungen geändert werden. Allerdings "beklage" ich seit geraumer Zeit das gebetsmühlenartige Klagen der Professionellen, bei denen die Botschaft letztlich darauf zu reduzieren ist, dass diese sich unverstanden, nicht wertgeschätzt und einiges mehr fühlen. Hier könnte allerdings ein Blick in die nähere Historie aufschlussreich sein, wonach dies u.a. auch auf selbstgemachte Leiden zurückzuführen ist und da frage ich mich dann tatsächlich, wann die Pflege als Profession gedenkt, Tacheles zu reden.

Die Visionen der Berufsverbände mögen einstweilen beruhigend wirken, aber derjenige, der da glaubt, es werde sich mit einer Pflegekammer alles ändern, weil diese u.a. dafür Sorge tragen werden, dass die Pflege sicherer wird, könnte maßlos enttäuscht werden.

Fakt dürfte sein, dass einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft hier ganz enge Grenzen gesetzt werden und da frage ich mich schon, warum man/frau sich im Zweifel der Mobilität, u.a. auch gehörigen Druck zu entfalten, begeben möchte. Es ist nun wahrlich nicht damit getan, irgendwelche Pflegebetten auf die Zugspitze zu hiefen und ständig daran zu erinnern, dass die professionell Pflegenden sich mißverstanden und nicht anerkannt fühlen. Professionalität könnte sich vielmehr auch darin zeigen, endlich "Butter bei die Fische zu bringen", wie wir Norddeutsche zu sagen pflegen und nicht ständig "jammern". Und selbst dann werden wir vielleicht feststellen, dass das System ein Bollwerk errichtet hat, dass zu verändern mehr als schwierig sein dürfte und demzufolge eine "konzertierte Aktion" erfordert, die in erster Linie auf Art. 9 GG fusst und entsprechende "Macht" zu entfalten in der Lage ist.

Wir benötigen keinen exklusiven, weiteren Debattierklub von Funktionären, sondern eine wirkmächtige Basis, die einerseits für ihre Interessen und damit partiell auch für die Interessen der Patienten und zu Pflegenden eintritt und die sich ständig Gehör verschaffen muss.
Der DBfK als Berufsverband erscheint mir persönlich ungeeignet und unfähig zu sein etwas an den realen Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verändern. Vielleicht ist das auch überhaupt nicht die Zielsetzung des DBfK ? Manchmal frage ich mich, ob außer den Pflegenden eigentlich überhaupt ein Mensch die Pressemitteilungen, z.B.: Die Krankenhauspflege kollabiert – DBfK fordert schnelle und nachhaltige Entlastung, zur Kenntniss nimmt ? In den großen Printmedien finde ich - im Ggs. zum Marburger Bund - absolut nichts von irgendeinem Berufsverband, der sich für eine Verbesserung der Zustände in der Pflege einsetzt. Auch in den üblichen Polit-Talkshows sitzt außer Hr. Fussek ( der doch eigentlich davon lebt u. profitiert, über die Zustände zu Sprechen und zu Schreiben ) vielleicht noch einer von Verdi. Außer Lippenbekenntnissen kommt da nichts bei rum.
Ich bin der Meinung, das man auf den goodwill der Politik nicht bauen sollte. Reden, Argumentieren, Überzeugen ... scheint in den zurückliegenden Jahren nicht wirklich eine Verbesserung herbeigeführt zu haben. Aus meiner Sicht war der Marburger Bund, Vereinigung Cockpit ... erfolgreich, da man ein Druckmittel in Form des Streiks hatte und somit Interessen ggf. mit größerer Aussicht auf Erfolg möglicherweise durchsetzen konnte.
Die Pflege, obwohl eine zahlenmässig große Gruppe, ist nicht organisiert. Es gibt für große Teile der Pflege ( v.a. der Altenpflege ) überhaupt kein Druckmittel um eigene Interessen durchzusetzen. Aussagen der Berufsverbände werden ohne große Konsequenzen zur Kenntniss genommen. Im Grunde sind wir Mundtod, außer in Foren - von Pflegekräften für Pflegekräfte - können wir eigentlich kaum jemanden unser Leid ggf. klagen. Im Grunde interessiert es vielleicht auch niemanden, außer man ist selbst davon betroffen als Pflegebedürftiger, Pflegekraft, Angehöriger ... Welche Aussicht bleibt den Pflegekräften in diesem Beruf ? Wir können nicht alle raus aus der direkten Pflege am Menschen. Viele Studieren bereits und finden sich entgegen ihrer ursprünglichen Zielsetzung in Ermangelung von Alternativen als PDL wieder und wollten eigentlich zu einem Verband, in die Forschung ...

Worauf darf die Pflege hoffen, welche realistischen Aussichten gibt es ?
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Der DBfK als Berufsverband erscheint mir persönlich ungeeignet und unfähig zu sein etwas an den realen Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verändern.
Die Pflege, obwohl eine zahlenmässig große Gruppe, ist nicht organisiert.
Du bringst es genau auf den Punkt. Wie soll denn ein DBFK oder verdi ernst genommen werden, wenn jeder weiß für welche ein kleines Häufchen die das Sprachrohr sind?
Jeder der lammentiert und jammert sollte sich dessen bewußt sein!
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Ich stimme Renje voll und ganz zu!

Im Grunde sind wir Mundtod, außer in Foren - von Pflegekräften für Pflegekräfte - können wir eigentlich kaum jemanden unser Leid ggf. klagen. Im Grunde interessiert es vielleicht auch niemanden, außer man ist selbst davon betroffen als Pflegebedürftiger, Pflegekraft, Angehöriger ... Welche Aussicht bleibt den Pflegekräften in diesem Beruf ? Wir können nicht alle raus aus der direkten Pflege am Menschen. Viele Studieren bereits und finden sich entgegen ihrer ursprünglichen Zielsetzung in Ermangelung von Alternativen als PDL wieder und wollten eigentlich zu einem Verband, in die Forschung ...

Worauf darf die Pflege hoffen, welche realistischen Aussichten gibt es ?
Wieso wollen wir denn unser Leid klagen? Das ewige Klagen der Pflegekräfte ist ein Problem der Pflege, irgendwann muss man aufhören, anstatt sich noch und nöcher kaputt zu machen. Das zwischen Klagen und ernsthaft wahrgenommen werden welten leigen ist nicht angekommen.
Aussichten? Der Chefarzt behandelt noch selbst seine Patienten, in der Pflege haben ja die Stationsleitungen oft schon keine Chance mehr einen Patienten zu sehen. Wer als Aktiv Pflegender zu einem anständigen Gehalt eine Aufstiegsmöglichkeit sucht die einen Verantwortlich und von den Anforderungen her ausfüllt darf imoment auf die Auswanderung hoffen - ist mein Gefühl.
Trotzdem haben wir gerade jetzt eine Chance, durch den Pflegemangel hören cie Chefs plötzlich hin, und dadurch das die Erfahrenen Pflegekräfte sich aussuchen können was sie machen muss man sich um sie kümmern. Mein Optimismus dahingehend das man sich das von seiten der Pflege ernsthaft zunutzen macht ist jedoch angesichts der Tatsachen (ver.di beteiligung seitens der wirklich pflegenden minimal, DBFK nicht erwähnenswert und mit teilweise absurden ansichten) eher verhalten.

lg, Nils
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Aktuell hat man aufgrund des Pflegekräftemangels gute Aussichten darauf schnell und nahe am Wohnort eine neue Beschäftigung zu finden. Ich kenne - v.a. durch Nebenbeschäftigungen - eine Handvoll Einrichtungen, geblieben bin ich jedoch in meinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb. Nicht weil der so großartig ist, sondern weil die anderen Einrichtungen nicht besser sind - eher schlechter. Man kann also fix überall eine Stelle finden, aber die vorhandene Arbeitsumgebung / Arbeitsbelastung ist nahezu vergleichbar. Was nützten also die vielen offenen Möglichkeiten, wenn man bei der nächsten Stelle schon wieder am Ende des Turns auf allen vieren das Haus verläßt ? Würde für mich nur eine Verlagerung anstatt einer Verbesserung darstellen.
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Ich sehe das Problem darin, dass viel zu wenig PK organisiert sind, viele darauf angewiesen sind zu arbeiten bzw. Geld zu verdienen und daher nicht mal den Mund aufmachen und sagen: so geht es nicht weiter. Wenn man etwas erreichen will in Form von besseren Arbeitsbedingungen, besseren Pflegestandard, besserer Verdienst, dann muss man zwangsläufig auch mal Nachteile für eine gewisse Zeit für die eigene Person in Kauf nehmen.

Ich bin auch noch nicht gewerkschaftlich orientiert, habe mich damit zu wenig beschäftigt, kann sich aber noch ändern.

Die Zeit ist momentan sehr günstig etwas zu verändern, PK werden gesucht ohne Ende und wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich kenne einige Kollegen/innen, die lassen sich wie Puppen herumschieben, werden aus dem Urlaub zurückgeholt, müssen Doppelschichten fahren, kriegen Überstunden weder bezahlt noch ist Zeit sie ab zu feiern, leiden mit den Bewohnern weil keine Zeit für eine menschenwürdige Behandlung ist.

Bei uns im Ort hat eine Einrichtung mit den 3 großen Buchstaben letztes Jahr eröffnet, die PK kommen und gehen, es ist eine wahre Pracht. Die Tage erzählte mir unsere Nachbarin, dass sie nach 4 Monaten jetzt gekündigt hat "weil ich mir das nicht mehr an tun muss" - sie arbeitet als Alltagshelferin auf 400 € Basis dort. Sie hat z.B. 2 Bewohner, denen sie Essen anreichen muss, das dauert ca. 30 Min. - lt. PDL hat sie aber nur 10 Min. Zeit und weil sie das in dieser Zeit einfach nicht schafft "ich will der Frau doch nicht den Mund vollstopfen, wenn er noch voll ist" - macht sie es eben langsamer und die entstehenden Überstunden gehen dann von ihrer Freizeit ab und sie bekommt noch einen auf den Deckel, weil sie lt. PDL den Zeitplan durcheinander bringt.

PK und Angehörige sollten an einem Strang ziehen. Wenn jemand 3700 € für Pflegestufe 3 bezahlt und noch nicht einmal in Ruhe essen kann ist irgendetwas falsch..., ebenso wenn derjenige/diejenige eine Windel trägt - Nummer kleiner, Nummer größer weil keine passenden mehr da sind und keine Lagerhaltung mehr betrieben wird - denn das ist ja totes Kapital.

Wir sollten eine "Vereinigung" gründen und uns von denen vertreten lassen, die die Basis kennen.

Würde mich mal interessieren was passiert, wenn 70% aller PK mal einen oder zwei Tage in Streik treten!!!
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Ich sehe das Problem darin, dass viel zu wenig PK organisiert sind, viele darauf angewiesen sind zu arbeiten bzw. Geld zu verdienen und daher nicht mal den Mund aufmachen und sagen: so geht es nicht weiter.
Hinter vorgehaltener Hand wird schon der Mund aufgemacht, vornerum ist aber alles in Ordnung. Und dann organisieren? Bringt doch eh nicht's.:)ironie:)
Die Zeit ist momentan sehr günstig etwas zu verändern, PK werden gesucht ohne Ende und wenn nicht jetzt, wann dann?
Das Problem wird nun mal wieder "gelöst":mad_2::mad_2::mad_2:Merkel will Hartz-IV-Empfänger zu Pflegern machen | FTD.de
Würde mich mal interessieren was passiert, wenn 70% aller PK mal einen oder zwei Tage in Streik treten!!!
Und mich würde mal interessieren, warum sowas in anderen Ländern klappt.
Und, wie wäre es eigentlich, wenn in den "öffentlichen" Einrichtungen nur die den Tariflohn erhalten, die auch organisiert sind? :neugier:
:kopfkratz:Wasserfrau
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Auch in den üblichen Polit-Talkshows sitzt außer Hr. Fussek ( der doch eigentlich davon lebt u. profitiert, über die Zustände zu Sprechen und zu Schreiben ) vielleicht noch einer von Verdi. Außer Lippenbekenntnissen kommt da nichts bei rum.
Dies trifft ja gerade auch auf das Eingangszitat zu: gute Ratschläge von einem Juristen? Was qualifiziert den Mann dazu? Wieder ein selbsternannter Pflegeexperte, der uns - gut formuliert! - erklärt, was wir zu tun haben?

Und mich würde mal interessieren, warum sowas in anderen Ländern klappt.
Wenn es dich interessiert, warum kriegst du es dann nicht raus. Mit ein bisschen Recherche und Lektüre sollte das möglich sein. Ich mache auch gerne mit.

Und, wie wäre es eigentlich, wenn in den "öffentlichen" Einrichtungen nur die den Tariflohn erhalten, die auch organisiert sind?
Und die anderen bekommen dann einen besseren Lohn? Das wäre doch ungerecht.
Die Pflegekammer scheint mit auch keine geeignete Lösung für die mangelnde Organisation der Pflege zu sein.
Verdi spielt hier leider eine - meiner Ansicht nach zu Recht - unbedeutende Rolle, weil sie sich für einen langatmigen Kampf von außen gegen die Sonderrechte der Kirchen entschieden haben, die nach wie vor die größten Arbeitgeber sind. Auch innerhalb von verdi scheint mir die Pflege nicht ausreichend repräsentiert zu sein. Andere Gewerkschaften und Verbände sehe ich noch bedeutend kritischer.

Mir ist leider keine einzige konkrete Forderung - und damit meine ich nicht das Gestammel: wir brauchen mehr Personal - bekannt, die die Situation der Pflege nachhaltig und vor allem nachvollziehbar verbessern würde. Ich stufe daher alle Verbände und Gewerkschaften derzeit als systemerhaltend und-stabilisierend ein.
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

@thorstein:
na dass fordert mich direkt zu einer Entgegenung heraus. Viel Schreiben ohne konkret zu werden und nebenbei noch Anderen eine mitgeben?

Dies trifft ja gerade auch auf das Eingangszitat zu: gute Ratschläge von einem Juristen? Was qualifiziert den Mann dazu?
Dass bezeichne ich als Arrogant und Überheblich - Entschuldigung!
Aber vielleicht sollten wir besonders mal auf andere höhren als immer im eigenen Sud zu kochen? Die Betrachtungsweise eines "Aussenstehenden" ist mehr als wichtig! Und könnte einen Erkenntnisgewinn bringen?
Aber ausser uns hat ja sowieso keiner ne Ahnung, nicht mal die eigenen Studierten.

Ich stufe daher alle Verbände und Gewerkschaften derzeit als systemerhaltend und-stabilisierend ein.
Ja und nun. Hoffentlich bekommen die das hin bei den paar Organisierten!!!

Pflgkammer wäre nix, verdi genauso und
Andere Gewerkschaften und Verbände sehe ich noch bedeutend kritischer.
Das hilft weiter!

Auch innerhalb von verdi scheint mir die Pflege nicht ausreichend repräsentiert zu sein.
Na aaaaber - warum wir bei den paar Organisierten keine größere Repräsentanz haben - völlig unverständlich:kopfkratz:

Mach doch mal nen Vorschlag, als aufzuzählen was alles nicht passt oder geht!

Dass es als Einzelkämpfer nicht läuft ist eine alte Binsenweisheit.

@böserwolf:
Ich bin auch noch nicht gewerkschaftlich orientiert, habe mich damit zu wenig beschäftigt
Damit bist du leider, leider nicht alleine und reihst dich in die große Mehrheit der Pflegenden ein - leider. Ist damit genau das Beschrieben warum die Situation so ist wie sie ist?
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Hallo renje,

mein Vater ist seit über 50 Jahren in der Gewerkschaft verdi, auch seitdem er pensioniert ist. Wenn ich höre wie die verdi still und heimlich das Rentensystem, also die Zusatzrente im ÖD zu Ungunsten der Angestellten und Arbeiter im Laufe der letzten Jahre verändert hat, das der Beamtenversorgung aber geblieben ist, dann frage ich mich wen verdi denn nun vertritt? Mitglieder hatten zumindest die Möglichkeit diese Informationen aus den hauseigenen Zeitungen zu lesen, Nichtmitglieder sind teilweise in Rente gegangen und dachten sie bekommen nun eine gute Zusatzrente und mussten dann mit Entsetzen feststellen, dass die Zusatzversorgung massiv gekürzt wurde. Das nur am Rande.

Ich persönlich sehe keinen Vorteil für eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft und frage hier diejenigen , die evtl. drin sind: was machen die Gewerkschaften gegen die niedrigen Löhne, die schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege. Wird dagegen vorgegangen? Habe kein Problem Mitglied zu werden, nur, dann erwarte ich auch etwas.
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Meiner Laienmeinung nach gab / gibt es ( die Pflege stellt eine Ausnahme dar) eine stärkere Position auf der Seite der Arbeitgeber. Die Vertreter von AN und AG treffen sich und versuchen eine Einigung bei unterschiedlichen Meinungen herbeizuführen. Die Arbeitgeberseite sitzt am längeren Hebel und somit wurden Entscheidungen eher zugunsten der Arbeitgeber getroffen. Die Argumente sind doch häufig mit dem Hintergrund einer hohen Arbeitslosigkeit, ggf. in ALG2 zu rutschen:

* eine Schließung des Betriebes / weitere Kündigungen ... können nur durch Einschnitte bei den Arbeitnehmern verhindert werden. Keine Lohnerhöhungen ( nicht einmal die kalte Progression ), ggf. sogar Lohnkürzungen, Wegfall von Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, 13. Monatsgehalt, Erhöhung der Arbeitszeit ohne finanziellen Ausgleich, Anstellungen häufig zunächst mehrfach befristet usw.

Die Arbeitgeber konnten immer mit der schlechten Wirtschaftslage argumentieren und hatten die hohen Arbeitslosenzahlen im Rücken. Wer die besseren Karten hat, der setzt sich in solchen Verhandlungen eben durch. Es stehen sich ja nicht nur AG und AN Verbände gegenüber, sondern auch diverse Lobbys zugunsten der Arbeitgeber, die ihre Thesen in den Politksendungen, in den Printmedien usw. verbreiten. Gebetmühlenartig werden immer wieder die gleichen Thesen verbreitet und die Menschen übernehmen das, was die "unabhängigen" Experten, Politiker ... predigen.

Wenn die Zeiten tatsächlich schlecht sind und der Arbeitgeber mit dem Rücken zur Wand steht, dann spricht da ja auch erstmal nichts dagegen. Aber in Zeiten des wirtschaftliche Aufschwungs, in denen der Gewinn nach Steuern steigt, kommt es eben häufig nicht zu einer Beteiligung der Mitarbeiter am Gewinn, sondern die Zustände werden so belassen !!! Und interessant ist hierbei folgende Entwicklung zwischen 1998 und 2009 hinsichtlich der Schulden und des Vermögens ( Barvermögen, Sparguthaben, Aktien ... ) der deutschen, das Vermögen stieg um ein vielfaches gemessen an den Schulden, die uns immer präsentiert werden :devil:. In Zahlen bedeutet das:

* Die Schulden pro Kopf stiegen von 98 - 09 von 14.064 Euro auf 20.637 Euro
* Das Vermögen pro Kopf stieg im selben Zeitraum von 40.334 Euro auf 57.318 Euro

Während also die Schulden pro Kopf um 6.572 stieg, wuchs das Vermögen pro Kopf um 16.984 Euro. :smile:

Trotzdem erleben wir real:
wir sind wieder bei der 40 Std. / Woche ( häufig ohne finanziellen Ausgleich )
uns wurden nahezu alle Extras gestrichen
die Arbeitgeber klagen darüber, das die Arbeitnehmer zuviel Urlaub haben
die Arbeitgeber hätten gerne eine Lockerung des Kündigungsschutzes

Konkret möchte ich damit sagen, das es eine Umverteilung von unten nach oben gegeben hat. Vom Anstieg des Geldmögens sind nur max. 1/3 der Bevölkerung betroffen gewesen, im Grunde leben wir in einem Land in dem 1 % ca. 80 % des Vermögens besitzt. Und diese Entwicklung gab ohne Unterbrechung unter: SPD - Grüne, SPD - CDU, CDU - CSU - FDP.

Wie heisst es so schön: Jeder kann reich werden, aber nicht alle.
Als Pflegemalocher hat man eben keine Lobby und ist abhängig vom goodwill der Politik, da wir insgesamt keinen Verband haben, der unsere "Rechte" erkämpft.

P.s. Den Niedergang der Rente würde zu einem großen Teil Horst Köhler anrechnen. Die Umlagefinanzierte Rente hatte bislang jeden Crash überlebt. Die Rentenkasse wurde bei der Wiedervereinigung geschröpft. Dieses Vorgehen ( Politiker haben ja hohe Beamte, Staatssekräte - die Empfehlungen geben und zuarbeiten ) wurde vom zuständigen Staatssekretär des Bundesfinanzministeriums Horst Köhler ausgearbeitet und empfohlen.
Jeder, der eine Riesterrente oder private Vorsorge in diesem Sinne betreibt wird vielleicht mittlerweile gemerkt haben, das im Grunde nur 2,25 max. als Rendite garantiert sind ( alles darüber hinaus sind nur Schätzungen des Ifo-Institutes über einen möglichen Gewinnüberhang, der kommen kann oder eben nicht ) und das ist genau der Anteil, der durch die Gebühren usw. aufgebraucht wird. Mit ca. 85 Jahren rechnet sich dann erst eine private Vorsorge. Profiteure der privaten Versicherungen sind natürlich die Anbieter dieser Produkte, die alle paar Jahre eine neue Immobilie bauen lassen.

Wieder einmal bin ich weit weit vom Thema abgekommen :eek:nline2lo. Sorry, dafür.
Gruß
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

P.s. Den Niedergang der Rente würde zu einem großen Teil Horst Köhler anrechnen.
Aber der hat ausgesorgt bzw. richtig vorgesorgt.
:mad_2:Wasserfrau
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

Genau das meinte ich. Jeder jammert wie schlimm und schrecklich alles ist und dass DIE ANDEREN was tun sollten!

@chef de ...:
Die Arbeitgeberseite sitzt am längeren Hebel und somit wurden Entscheidungen eher zugunsten der Arbeitgeber getroffen.
warum wohl sitzen die am längern Hebel? Naturgesetz?

Trotzdem erleben wir real:
wir sind wieder bei der 40 Std. / Woche ( häufig ohne finanziellen Ausgleich )
uns wurden nahezu alle Extras gestrichen
die Arbeitgeber klagen darüber, das die Arbeitnehmer zuviel Urlaub haben
die Arbeitgeber hätten gerne eine Lockerung des Kündigungsschutzes
und wenn es keine Gewerkschaften gäbe und nicht ein paar Kolleginnen/Kollegen Zeit und Geld investieren würden wär noch viel mehr weg.

Als Pflegemalocher hat man eben keine Lobby und ist abhängig vom goodwill der Politik, da wir insgesamt keinen Verband haben, der unsere "Rechte" erkämpft.
Wieso haben wir keinen Verband? Sogar mehrere. Nur es tritt kaum einer bei.

Vielleicht kommt ja doch mal ein Vorschlag zur Lösung???

Gewerkschaft is nix
Berufverband is nix
Pflegekammer is nix

ja wäs hättens denn gerne?

@böserwolf: DIE Gewerkschaft hat die Zusatzversorgung gekürzt? Bei mir übrigens nicht!

was machen die Gewerkschaften gegen die niedrigen Löhne, die schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege. Wird dagegen vorgegangen? Habe kein Problem Mitglied zu werden, nur, dann erwarte ich auch etwas.
Ich glaube du hast die Funktion einer Gewerkschaft noch nicht erkannt. Das ist doch kein Verein mit all inclusive, da zahl ich was und dann sollen DIE mal liefern? Die Gewerkschaft ist so gut wie ihre Mitglieder und so stark wie deren Anzahl. Die Mitglieder sind wir, leider zu wenig. Also wem machst du einen Vorwurf?
Dir und allen Nichtorganisierten oder
den paar organisierten die sich auch für die nicht organisierten den A... aufreissen und wenigstens versuchen das noch zu retten was zu retten ist?
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

So langsam glaube ich, dass wir es alle mit den Gewerkschaften, Berufsverbänden usw. falsch verstanden haben. Die Funktionäre erkämpfen alles Mögliche und Unmögliche für die nichtvorhandenen Mitglieder und deren ebenfalls nicht vorhandenen Beiträgen. Und wenn dann mehr Geld fliesst in die Taschen der Angestellten, die Arbeitsbedingungen sich verbessert haben, dann treten einige der "Gewinner" in die Gewerkschaft oder den Berufsverband ein. Zumindest denken sie mal drüber nach.:ironie:
Die das als Möglichkeit ansehen, träumt weiter.:motzen:und warten, dass andere es richten, zur Freude der AG. Ein Haus braucht doch ein Fundament, genau wie Gewerkschaft usw., ohne Basis läuft nichts.:w00t:
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

@böserwolf: DIE Gewerkschaft hat die Zusatzversorgung gekürzt? Bei mir übrigens nicht!

Ich glaube du hast die Funktion einer Gewerkschaft noch nicht erkannt. Das ist doch kein Verein mit all inclusive, da zahl ich was und dann sollen DIE mal liefern? Die Gewerkschaft ist so gut wie ihre Mitglieder und so stark wie deren Anzahl. Die Mitglieder sind wir, leider zu wenig. Also wem machst du einen Vorwurf?
Dir und allen Nichtorganisierten oder
den paar organisierten die sich auch für die nicht organisierten den A... aufreissen und wenigstens versuchen das noch zu retten was zu retten ist?
Ja sicher ist die Zusatzversorgung gekürzt, früher waren es auch für die Angestellten und Arbeiter 75% vom letzten Bruttolohn wenn du die entsprechenden Jahre auf dem Buckel hattest, jetzt gibt es ein Punktesystem und es wurde - zumindest bei meinem Vater - auf 90% vom letzten Netto begrenzt und das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

Davon hast du als Mitglied ja gar nichts mitbekommen, sondern irgendwann in einem Rundbrief gelesen wie es denn nun ab...so aussieht, da konnte kein Mitglied gegen protestieren weil alles schon gelaufen war. Und das finde ich von einer Gewerkschaft, die eigentlich die Interessen ihrer Mitglieder vertreten soll nicht gerade prickelnd, denn komischerweise wurde bei den Beamten alles so belassen wie es war.

Was kann man denn als einzelnes Mitglied ausrichten? Gar nix. Und macht die Gewerkschaft mal einen Vorstoss dahingehend, dass sie ihre Mitglieder auffordert mal zu streiken oder protestiert sie gegen die Hungerlöhne in der Pflege? Davon höre ich nichts. Meinst du es nutzt was wenn ich als Mitglied anrufe und sage: liebe verdi ich verdiene so wenig, macht mal was?

Dann müssten wahrscheinlich schon hunderttausende Mitglieder anrufen...
 
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:wassat:Ja, Ja.. um Hilfe rufen, aber nicht bereit sein, an der eigenen Misere was zu ändern. Ein Kollege und ich ich haben letztens auf einer Feier einer Kollegin versucht, den zahlreichen anwesenden Mit-Kollegen klarzumachen, dass es womöglich sinnvoll wäre, einer Gewerkschaft beizutreten: Konsens- 1% des Einkommens sind zu viel zu zahlen... AAAAH ja.. in meiner Einrichtung (kirchlich) sind tatsächlich von geschätzten 200 MA nur 4 organisiert. Hauptsache, díe nächste Tarifverhandlung läuft Arbeitnehmerfreundlich
 
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:devil:Doch sooooviel?:cool:
:icon_waveWasserfrau
 
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AW: Im Grunde Mundtote Pflegekräfte

@wasserfrau:
Und wenn dann mehr Geld fliesst in die Taschen der Angestellten, die Arbeitsbedingungen sich verbessert haben, dann treten einige der "Gewinner" in die Gewerkschaft oder den Berufsverband ein. Zumindest denken
GENAU:super:

@böserwolf
Und macht die Gewerkschaft mal einen Vorstoss dahingehend, dass sie ihre Mitglieder auffordert mal zu streiken oder protestiert sie gegen die Hungerlöhne in der Pflege?
Bei wie vielen Streiks warst du denn die letzten Jahre? Da haben einige Stattgefunden!!! Keinem???
Siehst du, da interessieren sich so viele dafür und es gehen dann genauso viele hin, dass es so dermaßen auffällt.

Zusatzversorgung: habe meine Bescheide durchgesehen, finde keinen Unterschied?:suche:
Wann soll das gewesen sein?

Vielleicht ist das was an mir vorbei gegangen?

Allerdings - seit wann machen die Gewerkschaften die Gesetzte in der BRD?

Den Niedergang der Rente würde zu einem großen Teil Horst Köhler anrechnen.
Ah ja - und die Erde ist eine Scheibe und alle Abgeordneten und Ministerpräsidenten von Köhler ferngesteuert?
 
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Hallo Renje

die Änderung der Zusatzversorgung hat Ende der 80-ziger stattgefunden.

Da ich ja erst seit 2005 in der Pflege tätig bin und hier bei uns in der Umgebung kein Streik/Demo stattgefunden hat, war ich zwangsläufig auch noch bei keinem dabei.
 
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uns in der Umgebung kein Streik/Demo stattgefunden hat
Na, ja, wenn Demos Aufmerksamkeit erregen sollen, dann finden diese Zwansläufig äußerst selten lokal statt. Was sollte das bringen?
Also muss man schon auch mal etwas weiter fahren, je nachdem wo ich Wohne.

In deiner näheren/weiteren Umgebung haben keine Warnstreiks stattgefunden begleitend zu den Tarifverhandlungen?
 
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@ Renje,

Allerdings - seit wann machen die Gewerkschaften die Gesetzte in der BRD?
Ah ja - und die Erde ist eine Scheibe und alle Abgeordneten und Ministerpräsidenten von Köhler ferngesteuert?
Wer macht die Gesetze und wer nimmt Einfluß auf die Gesetzgebung in Deutschland ?
Können das gerne - ausführlicher per PN - mal anhand aktueller Beispiele durchgehen. Erstmal die Energiewirtschaft, gerne ausführlich die Finanzbranche.

Wieviele aktuelle ( und v.a. ehemalige )Abgeordnete in Deutschland stehen auf der Gehaltsliste der Energiewirtschaft ? Prominente Politiker - welche die Seite gewechselt haben - sind z.b.: Wolfgang Clement, Friedrich Merz, Otto Schily, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Die frühere Staatssekretärin im Ministerium für Umwelt, Margareta Wolf, Hildegard Müller (aus dem Kanzleramt ). Allein bei RWE bezogen 2005 ungefähr 200 deutsche Politiker ein zusätzliches Einkommen.:whistling

Ein Beispiel: die Übernahme der Ruhrgas AG durch den Energieriesen Eon im Jahre 2002: Gegen die Einwende des Bundeskartellamtes erteilten Bundeswirtschaftsminister Werner Müller und sein Staatssekretär Alfred Tacke „aus Gründen des überragenden Interesses der Allgemeinheit“ eine Ministererlaubnis zur Fusion des größten deutschen Stromkonzerns mit dem größten deutschen Gaskonzern. Wenig später erhielten beide Politiker Vorstandsposten in dem durch die Fusion neu entstandenen Konzern ( Quelle: Clean Energy Projekt ).

Jetzt, entgegen des üblichen procedere zur Verabschiedung eines Gesetzes in einer parlamentarischen Demokratie, schließen die Regierungsparteien einen Privatvertrag (zugunsten der Energiewirtschaft ) mit den Betreibern von Atomkraftwerken. Anstatt der Modernisierungskosten in Höhe von 1.3 Milliarden Euro ( Schätzung von 2009 ), wurden nun 500 Millionen Euro festgelegt und gedeckelt.

Üblich ist die Beratung der Entscheidungsträger in der Politik durch externe Institute. Insgesamt waren es zwei Unternehmen, welche die Bundesregierung beraten hat. Das in Köln ansässige Institut EWI ( unabhängig !!! ) erhielt 4 Millionen vom Land NRW sowie 4 Millionen von Energieunternehmen. Interessant hierbei:

Konkret geht es um Professor Marc Oliver Bettzüge, den Chef des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI). Das EWI hat - zusammen mit dem Schweizer Prognos-Institut und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (gws) - von der Regierung den Auftrag erhalten, die Zukunft der deutschen Energieversorgung zu untersuchen.

Laut Lobbycontrol wird die Professur von M.O. Bettzüge teilweise durch die Energiewirtschaft finanziert .

Wie also werden Interessen umgesetzt, auf welche Art und Weise werden Gesetze verabschiedet und / oder der parlamentarische Weg umgangen ?

Finanzen
Gleiches Spiel. Abgeordnete partizipieren an Ihren eigenen Entscheidungen zugunsten der Finanzbrache. Bsp:

Leo Kirch ( ehemals RTL, Premiere usw ) war nahezu Bankrott und hätte keinen Kredit von einer soliden Bank mehr erhalten. Die Ausnahme stellte die Bayerische Landesbank dar, welche Kirch mit rund 2.3 Milliarden Euro finanzierte. Beraterverträge mit L. Kirch hatten ( dotiert mit rund 500.000 Euro / Jahr ) Helmut Kohl, Theo Waigel, Edmund Stoiber ...

Der damals zuständige Staatssekräter, der Waigel zugearbeitet hat ( Empfehlungen gab ) im Finanzministerium der BRD ( kann man das mit der Rentenkasse so machen ? ) ist gewesen: Horst Köhler. Seine Empfehlung: Kann man machen, hält die Kasse aus.

Gruß Chef d.S.
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