Ich und Du - Über das selbstverständnis eine "Schwester" von jedermann zu sein

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MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hallo,

ich habe mich nach dem Examen auch überwiegend mit Sr. + Vornamen ansprechen lassen. Nachdem ich vom einem meinen Arbeitgeber geschult worden bin das die Aussendarstellung immens wichtig ist (Kommunikationstraining etc..) habe ich angefangen mich nur mit dem Nachnamen vorzustellen. Was ich am wichtigstem finde ist das man sich ebenso auch am Telefon vorstellen sollte. Oft hab ich mit den Funktionabteilungen telefoniert und es melde sich jemand mit " Sono Sabine"!!
oder es meldet sich jemand mit dem Stationnamen und seinem Vornamen.
  1. Ich stelle mich grundsätzlich mit Vor- + und Nachnamen vor (trotz PSychiatrie)
  2. Ich werde gesiezt und bestehe auch darauf
  3. Mich stört vielmehr das in manchen Dienstplänen die Namen der weiblichen Kollegen mit Sr. Sowieso und bei den männlichen Kollegen Hr. Sowieso steht. DIes steht der Professionialität im Wege
  4. Viele Patienten sind es gewohnt Sr. SOwieso zu sagen, würden aber auch nie auf die Idee kommen mich zu Duzen
  5. In der Eifel ist es weit verbreitet das sich alle mit DU ansprechen (Ob man sich kennt oder nicht )
  6. Mit Altruismus hab ich nix am Hut Ich bin bemüht für mich angenehme Arbeitsbedinigungen zu schaffen und wenns den Patienten dann auch besser geht, nehm ich das in kauf:wink:
  7. Professionialität ergebt sich bei vom Denken und Handeln und dabei steht das Denken an erster Stelle
  8. Stehen wir uns da selber im Weg. Wenn die letzte Pflegekraft verstanden hat das es nicht darum geht sich selbst zu finden, oder sich über den Beruf zu definieren, dann könnte man über professionialität sprechen
  9. Es ist mein Beruf und soll es auch bleiben. Professionen könnenn sich andere suchen:mad_2:
  10. Ich wäre froh, wenn viele Kollegen nicht nur theoretisches Blabla von sich lassen würden, sondern dem auch mal Taten folgen lassen würden
Ich habe gelernt das ich in meinem Arbeitsbereich Einfluss habe, ich habe Wertschätzung durch meine Kollegen und meine Arbeitgeber erhalten.
Ich rege mich auf der Arbeit auf und habe auch Spass an und in der Arbeit.
Und wenn ich der Meinung bin das etwas verändert werden muss, dann fange ich bei mir an und benutze die Instrumente die dank verbreitetem Qualitätsmanagement vorhanden sind.


Gruß

Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
Lucas

Lucas

Neues Mitglied
Basis-Konto
28.03.2006
97080
Da gabs ja einige echt spannende Beiträge nur glaube ich es wurden hier einige Sachen vermischt die so nicht ganz zusammen gehören.
Zum einen ich glaube nicht einer Kollegin bzw. einem Kollegen seine/ ihre Profesionalität absprechen zu können weil sie sich mit dem Vornahmen ansprechen lassen, dehalb sind dies keine Dummchen die alles mit sich machen lassen einschließlich sich vom Arbeitgeber bei jeder nur bietenden Gelegenheit über den Tisch ziehen zu lassen. Zum anderen wie stellen wir uns nach außen dar. Gelten wir als weniger kompetent weil sich im Umgang mit unserer Berufsgruppe andere Normen entwickelt haben als wie mit der schon zitierten Polizei ? Ehrlich gesagt ich weiß es nicht. Ich glaube aber ein großer Teil unseres Erscheinungsbild nach außen hängt auch daran wie authentisch wir sind wie wenig wir uns selbst verbiegen,also soll sich jeder so anreden lassen wie er will
Gruß Lucas
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Onkologie
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.07.2005
Köln
Hallo Leute, bin neu hier im Forum und hab grade die Diskussion um die Anrede mit Interesse gelesen. Ich fände es gut, wenn wir endlich so professionell wären und uns mit Nachnamen und SIE ansprechen lassen würden. Gerade, dass sich so viele dagegen wehren zeigt mir, dass wir noch einen weiten Weg zur Profession zurückzulegen haben. Stellt Euch vor, jeder spricht den Chefarzt mit DU an! Einfach in der Gesellschaft undenkbar (in unserer Gesellschaft, Amerika sei da mal aussen vor, wir leben in Deutschland). Solange wir uns selbstverständlich mit DU anreden lassen, wird auch das Bild in der Gesellschaft sich nicht ändern. Wir sind für jede Arbeit zu haben, wir sind uns für nichts zu schade. Nicht zum Putzen, zum Aufräumen, zum Arzt hinterherarbeiten usw. Wir haben aber einen hochqualifizierten Beruf! Sicher hängt es da nicht nur am "Schwester" ( Ist mittlerweile sowieso veraltet. Jetzt sind es GUKP's und GUKKP's), es wäre aber ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Das Argument: "Das haben wir schon immer so gemacht, an der Anrede kann man nicht rütteln!" ist in der heutigen Zeit fehl am Platz. Unser Weg zur Profession ist noch weit und wir stehen uns dabei selbst Weg.
Liebe Grüße, Mover.
Hhhmmmm gerade hier in diesem Beitrag vermisse ich wieder die Profession. Wo bleibt die Rücksichtnahme auf die Defizite unserer Patienten/Bewohner? Willst du von jedem dementen oder extrem vergesslichen Patienten erwarten, dass er deinen Nachnamen behält? Wo willst du die Zeit für diese Affendressur hernehmen? Wäre es nicht eher sinnvoll, sich dafür einzusetzen, dass wir genügend Zeit für unsere Patienten/Bewohner zur Verfügung gestellt bekommen?

Langsam nervt das ständige unproduktive Gerede über Profession. Damit kommen wir nicht weiter.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
R

Roberta

Mitglied
Basis-Konto
08.06.2006
52525
Hallo Zusammen!
Ich denke, nach den neusten Erkenntnissen heißt es heute selbst in der Krankenpflege nicht mehr Ausbildung zur Krankenschwester, sondern Krankheits- und Gesundheitspfleger, also nix mehr mit Schwester. Eine Altenpflegerin darf sich nicht "Schwester" nennen und müsste, wenn man es genau nimmt, die BW stetig darauf aufmerksam machen, dass man keine Schwester ist. Ich weiß, es gibt Heime in denen die HL und PDL Altenpflegepersonal dazu verpflichtet, jedesmal zu sagen, dass man keine Schwester ist. Persönlich halte ich das dann doch für etwas weit hergeholt, aber sei´s drum.
Ich selbst habe festgestellt, dass unsere dementen BW niemanden mit Schwester anreden (wäre vielleicht anders, wenn man in "weiß" arbeiten würde). Außerdem habe ich festgestellt, dass es für die BW doch wesentlich einfacher ist uns mit "Schwester" anzureden, da müssen sie sich keine Namen merken. Sagt man, dass man nicht so angeredet werden will, kommen die BW teilweise ins schwitzen, ja wie soll ich sie denn anreden... Ist vielleicht auch ein bißchen Bequemlichkeit unserer BW.
Liebe Grüße Roberta
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
Z

zomi72

Neues Mitglied
Basis-Konto
23.08.2007
04808
Hallo,

in meinem "Pflege Heute" Buch steht, dass sich jeder Schwester nennen darf, nur die Bezeichnung Altenpfleger bzw. Krankenschwester sind geschützt.

Ich bin Altenpflegerin und werde in dem Heim, wo ich jetzt bin, ständig mit Schwester angeredet und finde es nicht so toll, da ich dort mit keinem verwandt bin und eben auch keine (Kranken-)Schwester.

Während meiner Umschulung war ich in einer Einrichtung, wo wir mit Alltagskleidung den Dienst verrichtet haben und wir wurden auch mit Frau ..... angeredet. Das war meiner Meinung nach besser, da auch die Bewohner mit Frau / Herr ... angeredet werden und nicht mit Vornamen. Das schafft Distanz, sowohl Bewohner - Pflegekraft wie auch umgekehrt.

Manche Bewohner neigen leider dazu uns mit Du anzureden ... mit welchem Recht eigentlich?

LG Michaela
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
katze

katze

Mitglied
Basis-Konto
ich bin stolz darauf die Berufsbezeichnung " Krankenschwester" zu tragen und mit Schwester angesprochen zu werden!
Deshalb werde ich nicht verkindlicht oder verniedlicht!
liebe Grüße
Hannelore
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie, Schiziphrenie und Psychose
Weiterbildungen
Gerontopsychiatrie
Palliativ Care
kleineTigerente

kleineTigerente

Mitglied
Basis-Konto
01.12.2006
21337
Hallo zúsammen,

ich überlege gerade ganz angestrengt, wer denn eigentlich festlegt, ob wir je die Bezeichnung Professionell für uns beanspruchen "dürfen" ... *grübel*
Nach dem Lesen des Threads bin ich nun ganz sicher, dass dies nur ein Herr A. Hoffmann - mit einer intersessanten Biografie übrigens:thumbsup2: - persönlich darf!?
(Klar - ist ja auch besser, dass dies die Vorstandsebene für uns Pflgende an der Basis übernimmt..)
*Ironie-modus-off*

Mann, Mann, Mann - wie ich diese hochtrabenden Diskussinen hasse...!!!:mad_2:

Ich gebe gerne zu, noch eine der "waschechten" Krankenschwestern zu sein...ich persönlich leite die Berufsbezeichnung tatsächlich - und auch wörtlich - von "Schwester der Kranken" ab! (und ich habe kein Problem damit, dazu zu stehen.) - auch wenn wir Heute Gesundheitspflegerinnen sein sollen! Wir schaffen es zwar nicht mal, die wirklich hilfebedürftigen Kranken zu versorgen - schreiben uns aber seit Kurzem auch noch "Gesundheitsberatung" auf unsere Fahnen...na klasse! :spinner:

"Schwester der Kranken, Alten und Behinderten" zu sein, erfordert eine hohe
Empathie - was aber nicht heißt, dass man nicht professionell und distanziert arbeiten und pflegen kann!

Ich habe mir übrigens - so ganz nebenbei - schon etwas bei meiner Berufswahl gedacht - und viele Kolleg/Innen mit Sicherheit auch - aber manchmal, z.B. wenn ich die postings der EXTRA-Distanzierten und EXTRA-Professionellen hier lese, frage ich mich ganz ernsthaft, warum diese Menschen nicht in einem anderen Bereich arbeiten als ausgerechnet mit (ihnen anvertrauten!!) den schwächsten Mitliedern unserer Gesellschaft...

Es gilt plötzlich nicht mehr als chic, mal eben nebenbei eine verschmierte Klobrille zu reinigen - weil dies ja nicht professionell wäre...man forderdert den Sau-Bär :eek:riginal: :eek:riginal: an - und geht weiter - so schafft man Freiräume für die wichtigen Dinge - Qualitätszirkel und Pflegeleidbilder!

Was ist wirklich wichtig in der Pflege... ? :suche:

Gute Pflege kostet Geld und braucht gute Arbeitsbedingungen - keine Frage, sonst drohen Frustration und Burnout...Wogegen sich die Pflege aufs Schärfste wehrt und konsequent gegen Mißstände und Ausbeutung - auch weiterhin vorgehen wird - mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln!!
(Und ich hoffe, dass auch die Kolle/innen mit ausgeprägtem Helfersyndrom dies irgendwann endlich begreifen werden!!)

Aber:

Gute Pflege - das, was wir unseren Patienten tgl. geben - wird man NIEMALS nur mit Geld aufwiegen können!
(Mit guten Arbeitsbedingungen,geregelter Freizeit und einer angemessener Dotierung hingegen sehr wohl!)



Auch wenn dies für einen Manager nicht nachvollziehbar ist......:wink:


my 2 cents....


LG

von der Tigerente

Marlies:eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
R

Rosi S.

Unterstützer/in
Basis-Konto
14.12.2005
München
:thumbsup2: @ tigerente::thumbsup2: :thumbsup2: :thumbsup2:
 
Qualifikation
Krankenschwester, PA
Fachgebiet
Berufsfachschule
M

Martina Lercher

Neues Mitglied
Basis-Konto
27.11.2007
6122
Sehr geehrte KollegInnen,
sehr geehrter Herr Hoffmann!
Erst heute diskutierte ich über das Thema der Anrede einer diplomierten Pflegeperson in einer Gesundheits- und Krankenpflegeschule im Zusammenhang mit Professionalität im berufspolitischen Kontext. Ich denke schon, dass auch die Anrede hinterfragt werden muss, historisch betrachtet jedenfalls ist sie längst überaltet. Wenn ich mir die Argumente für die Anrede "Schwester" durchlese, z. B. die alten Menschen im Heim können sich keine Namen merken oder es gäbe Wichtigeres, es sei keine Frage der Professionalität etc. dann wird mir wieder mal klar, wie weit wir vom berufspolitischen Diskurs - auf der professionellen Ebene - entfernt sind. Professionalität schließt Menschlichkeit und Wohlbefinden unseres Klientels nicht aus. Es ist aus meiner Sicht von großer Bedeutung, wie wir uns als Berufsgruppe präsentieren und verstehen. Interessanterweise wird im englischsprachigen Raum erstens schon seit Jahrzehnten Pflegeforschung betrieben und zweitens eben nicht mit dem Vornamen angesprochen. Der Name, die Funktion und die Qualifikation einer Pflegekraft sollten klar zum Ausdruck kommen (Namensschild etc.). Wenn wir nie damit anfangen, wird sich auch nie jemand daran gewöhnen können! Es stimmt schon, dass Nähe und Distanz nicht ausschließlich über Kleidung und Anrede ausgedrückt werden - aber es sind Merkmale - und je eindeutiger die Darstellung, desto klarer und verständlicher für die Betroffenen (Klientel, andere Berufsgruppen, Angehörige).
MfG, Martina Lercher
 
Qualifikation
Akademische Lehrerin für Gesundheitsberufe
Fachgebiet
Gesundheits- und Krankenpflegeschule
L

Lisy

Hallo Martina Lercher,
im board gehts ziemlich locker zu, wir duzen uns unbekannter Weise.
Und mit Verlaub denke ich, das es nicht wichtig ist, wie wir PK angesprochen werden. Wichtig ist doch nur, das wir alls Spezialisten, Partner gesehen werden, zumindest von dem Klientel, das noch orientiert ist.
Wenn ich im KH liege, sage ich auch Schwester, dies beinhaltet aber meinen Respekt und schützt mich davor sie anstarren zu müssen um den Namen lesen zu können ( ich seh nämlich sehr schlecht)
Gruß Lisy
 
M

mover

Neues Mitglied
Basis-Konto
07.11.2007
73466
Hallo Martina Lercher, danke für Deinen Beitrag. :thumbsup2:


LG Mover
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
stationär
G

Goldlocke

Mitglied
Basis-Konto
17.09.2007
47447
Alle Beiträge sind interresant. Ich machs ganz einfach; fragt mich ein Bew wie ich heiße ( ich stell mich den "neuen" immer mit Vor-und Zunamen vor) sage ich B...... Der nächste Satz ist von Bew.-seite Schwester B......? Nein, nur B....Klappt prima, meine ich. Ich werde mit Vornamen angesprochen, von denen die ihn sich merken können, meistens gesietzt, nur von einer bew. gedutzt (find ich aber toll, weil gutes Verhältnis zueinander), manchmal bin ich auch nur die Bedienung, mal die Kellnerin. wenn Fragen aufkommen, wird nach der Schwester gerufen. Ich denke das "bekommt man nicht raus". Für mich ist wichtig das ich ,bis auf eine Ausnahme (ist aber ausdrücklich von Bew und Angehörigen erwünscht), unsere Bew. mit Nachnamen und Sie anspreche. Fahre seit 20 Jahren gut damit
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin
Fachgebiet
stat.Altenpflege
Schreiberin

Schreiberin

Gesperrter Benutzeraccount
Ich hab nix dagegen, wenn mich jemand Schwester nennt, mir fällt da kein Zacken aus der Krone. Am liebsten lasse ich mich mit Vornamen anreden, ich stelle mich aber mit Vor- und Zunamen vor.
Einige Bewohner sagen dann Frau Sowieso., einige Schwester Sowieso, einige reden mich mit nur Vornamen und Sie an. Eine Bewohnerin duzt mich, das stört mich aber auch nicht, sie achtet mich trotzdem und ich sie.

Menschen sind wichtiger als Dinge, und die Anrede würde ich mal als Ding betrachten. Menschen, die ich über Jahre betreue, wachsen mir bei aller professioneller Distanz ans Herz, ich weiß sehr viel über sie und von ihnen, sie wissen manches über mich, nicht mein Privatleben, aber sie kennen mein Verhalten in verschiedenen, auch Ausnahme- oder Notsituationen, sie entwickeln eine Beziehung zu mir.

Meine Professionalität ist nicht von der Anrede abhängig, dass mich andere Menschen achten, setze ich voraus und das klappt auch bei unseren Bewohnern, soweit sie nicht zu dement sind.

Ich finde eher, es gefährdet unsere Professionalität, wenn wir uns immer mehr Arbeit überstülpen lassen, so dass wir nur noch ausreichende (4!) Qualität liefern, obwohl wir zu sehr guter Arbeit fähig wären, wenn man uns denn ließe.

Arbeitete ich im Krankenhaus, wo die Patienten schnell wechseln, wäre es übrigens was anderes, da würde ich mich den Gepflogenheiten des Hauses anpassen und aus.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Da muss ich einfach mal zustimmen.
:thumbsup2: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
C.Tina

C.Tina

Mitglied
Basis-Konto
30.01.2006
25489
Daran kann man finde ich gut sehen, dass in Altenheimen das Personal versucht, seinen Beruf "Aufzuwerten" indem man sich mit Schwester anreden lässt.
Hallo alle zusammen

Leider habe ich diesen Thread erst jetzt gelesen und ich bekomme bei solchen Aussagen SO´N Hals! :mad_2:
Ich glaube nicht,das irgendeine Altenpflegerin sich durch die Anrede *Schwester* aufwerten muss!


Tina

PS.:Sorry,das dieser Beitrag am eigentlichen Thema vorbei geht.
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin
Fachgebiet
Senioren - und Pflegeheim
Weiterbildungen
Arbeitsgruppe Palliative Care
kleineTigerente

kleineTigerente

Mitglied
Basis-Konto
01.12.2006
21337
Huhu Tina!:eek:riginal:

lass mal - Du bist da nicht die Einzige - mir schwillt auch grad der Kamm....

Wenn ich lese, wie sich Führungskräfte hier darstellen, wird mir klar, dass sie nicht die sind, die hochmotiviert Finalpflege betreiben und die daher wirklich wissen, um was es geht...
...was ist wirklich wichtig in der Pflege....dies dürfte die Frage bzw. das Geheimnis sein!
Aber viel wichtiger scheint ab der 3. Ebene zu sein, wie man sich nach Aussen darstellt - dass auch wirklich gute Pflege eine excellente Aussendarstellung ist - ein Selbstgänger sozusagen - vergißt man halt heute!:spinner:

GLG

von der Tigerente

Marlies
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
D

DaRouge

Mitglied
Basis-Konto
24.11.2007
09112
"Ich bin der Meinung, dass wir derzeit wirklich wichtigere Probleme in der Pflege haben und uns nicht in solchen Kleinigkeiten verzetteln sollten. Die Leute brennen nicht wegen der Anredeform aus sondern wegen den unsäglichen Bedingungen die uns teilweise zugemutet werden !"

Exakt auf den Punkt gebracht! Meines erachtens ist die Anrede nicht das was professionalisierung ausmacht.
Mir wurst ob ich mit schwester angeredet werde (was bei männlichen personal seh amüsannt ist :)

Der vergleich mit dem polizist und dem arzt skuril und völlig danneben. da diese auch nicht in den intimbereich eintretten. Natürlich muss ein Polizist respecktvoll angeredet werden un nich mit du. das ist ZWINGEND durch sein beruf.
Und mit dem arzt, wie wärs den spies mal umzudrehen. warum müssen die bew ihn siezen???? weil er nen dr. gemacht hat? na und?
schön für ihn, der nimmt auch nur klopapier zum hintern abwischen.

Ich stelle mir die Frage warum z.B. Krankenschwestern immernoch höheres Ansehen geniessen als Altenpfleger bzw ich immer den dummen Spruch an die birne bekomm " naj du bist ja NUR altenpfleger. Seit spätestens einführung der 3jährigen ausbildung müsste es doch nun im denken langsam mal klickern das dort eine gleichheit herscht.
Keine mensch würde auf die Idee kommen ein Facharzt für urologie ist weniger wert als eine facharzt für neurologie. Sie sind beide dasselbe, nur die aufgabengebiete sind andere.
Es sagt auch keiner "du bist ja NUR eine kinderkrankenpflegerin"
Dort beginnt die diskusion schon inerhalb des multiproffesionellen teams. Bevor hier keine einheit herscht, und sich die berufgruppen gegenseitig als partner verstehn, wird es schwer werden der geselschaft so entgegenzutretten wie es A.Hoffmann sich wünscht.
Ich wünsch mir das ebenso, da ich ebenso finde daß das berufsbild der pflege nicht anerkannt genug ist, weder gesselschaftlich noch finanziel. Das liegt aber daran das "nicht Pflegende" gar nicht wissen was auf den schultern der pflegenden lasstet, die verantwortung, wir sind Prellbock, für angehörige die ein schlechtes gewissen haben, für Ärzte die generft sind weil er oma meta mit 98 wegen eines ikterus behandeln muss und das buget flöten geht, und der Manager, die ständig der meinung sind wir würden uneffektiv arbeiten und geld verplempern.das auszuhalten und weiterzukämpfen ist professionalität! :)

*edit = na da passt es doch gleich.
Zitat von mausi
Daran kann man finde ich gut sehen, dass in Altenheimen das Personal versucht, seinen Beruf "Aufzuwerten" indem man sich mit Schwester anreden lässt. <---- genau das meine ich.






 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim, schwerstpflegestation, Ernährungsbeauftragter, PA, stelv. Stationsleiter
Weiterbildungen
QZ
M

mausi

Mitglied
Basis-Konto
26.10.2006
59494
Ich stelle mir die Frage warum z.B. Krankenschwestern immernoch höheres Ansehen geniessen als Altenpfleger bzw ich immer den dummen Spruch an die birne bekomm " naj du bist ja NUR altenpfleger.
:thumbsup2:thumbsup2:thumbsup2:


 
Qualifikation
Nachtwache
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege
Kiki76

Kiki76

Mitglied
Basis-Konto
28.11.2007
21354
Ich denke, wenn man den Begriff "Schwester" mal berufspolitisch und nicht gesellschaftspolitisch betrachtet, dann dürfte mich ( Altenpflegerin) ja sowieso kein Bewohner so nennen, da ich ja keine "Schwester" in dem Sinne bin. :nono:
Allerdings unterwerfe ich mich tagtäglich jeglichen Synonymen, die für unsere Bewohner ganz klar einen Bezug zur "Schwester" herleiten, wie z.B. weisser Kittel, Thermometer und Medikamententabletts in der Hand... also im Prinzip erinnert auch bei uns vieles ans Krankenhaus.
Persönlich stört es mich nicht, ob nun eine Bewohnerin "Kirstin" ruft, "Schwester", "Fräulein" oder meinen Nachnamen... bei Angehörigen verbessere ich schon mal, weil ich denke, dass dann das "Verhältnis" einfach klarer wird.
Es sei dahingestellt, ob Bewohner bei "Schwester" immer die Beziehung zum Familienmitglied vor Augen haben.

In meinem Arbeitsalltag ist der Umgang mit Nähe und Distanz stetig gegeben, da ich mit Menschen arbeite, die an Demenz erkrankt sind. Mir stellt sich also tagtäglich die Frage von beiden Seiten "Duzen" oder "Siezen", Vorname oder Nachname, Kosename = Respektlos ???
Spricht mich eine Bewohnerin mit "Gretchen" an, dann verbessere ich nicht, sondern reagiere. Und wenn Sie denkt, ich sei die Putzfee, dann isses halt so und ich helfe ihr weiter. Ich denke DAS ich PROFESSIONALITÄT , oder ?!:thumbsup2:
Ehrlich gesagt, war das Wort "Schwester" für mich nie Anlass darüber nachzudenken, aber trotzdem immer mal wieder schön, einen neuen Denkanstoß zu erhalten :dafür: !!!
Interessant ist es sicherlich für Krankenhäuser, aber gerade für unseren Bereich ist es eher nebensächlich, da wir auf alles reagieren und froh sind, wenn überhaupt Äußerungen kommen, die einen Interaktionsversuch darstellen. Es gibt Dinge in der Pflege, die sollten thematisiert werden um zu sensibilisieren, aber nicht als Regularium für das Verhalten im täglichen Umgang festgesetzt werden ( war bei uns früher so, dass wir immer mit Distanz arbeiten mußten, um den Begriff "Dienstleister" auch nach Definition zu erfüllen -- Zitat meines Ex-Chefs: Sie sind hier um zu arbeiten, nicht um Liebe zu geben, das machen die Verwandten dreimal besser als Sie !!! ) :nono::nono::nono::nono::nono:
 
Qualifikation
Pflegefachkraft, WBL, Gerontofachkraft
Fachgebiet
WBL eines Wohnbereiches für Demenzerkrankte
Weiterbildungen
Mitglied im psychiatrischen Verband Schleswig- Holstein und Mitglied in einem Verband für Kommunikat
R

Roberta

Mitglied
Basis-Konto
08.06.2006
52525
Guten Tag zusammen!
Die Beiträge stimmen mich doch sehr nachdenklich! Es ist leider so oder immer noch so, die Krankenpflege gegen Altenpflege. Beide Ausbildungen sind staatlich und enden mit Staatsexamen seit 3 jahren. Dennoch muss auch ich immer noch feststellen, dass wenn BW ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen sofort "Exikose" zu den Diagnosen hinzu kommt. Hat sicherlich nichts mit dem Problem oder Einstellung der "Schwester" zu tun, die Diagnosen sagt immer noch der Arzt. Kommt der BW mit einem Dekubitus aus dem Krankenhaus, heißt es wiederum, klar Krankenhaus, keine Zeit für Lagerungen.
Ich finde beides sehr bedenklich und ich erinnere mich noch sehr gut an den Beginn meiner Ausbildung, wo mir eine Nachbarin meinte sagen zu müssen, wenn du nun sowieso 3 Jahre lernst, warum lernst du nichts vernünftiges und wirst Krankenschwester, da hast du doch viel mehr Ansehen?!
Solche Aussagen haben mich und machen mich nach wie vor betroffen. Ich denke um endlich die Anerkennung von Professionalität zu bekommen, sollten sich beide Berufsgruppen schätzen lernen, nicht gegeneinander sondern miteinander arbeiten, denn schließlich tun wir dies ausschließlich zum Wohle des Patienten bzw. Bewohners.
Vielleicht ist der Vorschlag (ich glaube aus Niedersachsen), die " Grundausbildung " für alle gemeinsam und erst nach einem oder eineinhalb Jahren in die entsprechende Fachrichtung zu gehen der richtige Weg.

Ich wünsche noch einen schönen 1. Advent. Roberta
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
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