Ich habe mal eine Frage!

JensGB

JensGB

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Ich weiß, dass die Pflegedienste in der Psychiatrie eine Sonderstellung durch die Gesetzgebung haben.
Ich weiß auch, dass die Pflegedienste mit den neusten UMTS-Handys ausgerüstet werden, die heute alle ein Navigationssystem besitzen.
Stimmt es, dass die Patienten in der Klinik ohne dass sie es merken mit kleinen Minisendern in der Kleidung ausgerüstet werden, um eine komplette Überwachung zu ermöglichen?

Bei der Medikamenteneinstellung in der Klinik und zum Wohl und der Sicherheit des Patienten fände ich dass gut. Die Behandlung in der Klinik würde sich besser organisieren lassen, da die Kliniken heute alle mit Computersystemen ausgerüstet sind und in einem Netzwerk UMTS-Handys, Minisender und Computer zusammengefaßt funktionieren und wirksam sind. Soviel ich weiß, ist das technisch möglich, ich weiß leider nur nicht ob dass schon angewandt wird. Ich weiß dass auch Handys, wie das IPhone von Apple nicht unbedingt einfach zu bedienen sind. So macher braucht lange, um es zu beherrschen.

Durch die Kombination des UMTS-Handys mit dem GPS-System lässt sich der Patient orten und durch die fortlaufenden Signale des Minisenders (Peilsenders) in Verbindung mit der Navigation finden. Das IPhone hat soviel ich weiß diese Möglichkeiten, ich habe allerdings bis jetzt nur eine Bedienungserklärung in einem Video von Apple gesehen.
 
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romana

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Hallo JensGB !

Ich bin ehrlich gesagt etwas schockiert darüber, dass Du so etwas gut fändest. Das wäre doch die totale Überwachung !
So etwas läuft unter freiheitsentziehende Maßnahme und müsste gerichtlich angeordnet werden. Wie bei einem Sträfling mit elektr. Fußfessel !
Warum denkst Du ,dass jeder psychisch Kranke derart überwacht werden müsste ?
Also ich habe noch nie gehört, dass man den Pat. Minisender unbemerkt anheftet, das ist verboten wie eben das Anbringen einer Überwachungskamera in Deinen Privaträumen zum Zwecke Beobachtung deiner Privatsphäre.
Nicht alles wird mit Anwendung neuester Technik besser und ist sinnvoll.

Es grüßt eine kopfschüttelnde
Romana
 
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Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
K

Kugeli

Hallo,
meine Meinung dazu ist, das solch eine Technik (mit Minisendern...) durchaus sinnvoll sein könnte. Aber nicht in der "normalen" Psychiatrie, sondern eher in psychiatrischen Anstalten, die Straftäter betreuen.
Gruß Kugeli
 
Fragmentis

Fragmentis

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Hallo JensGB,

darf ich fragen, wie Du darauf gekommen bist ?

Und noch eine Frage:
Du bist Frührentner... wodurch bist Du zum Frührentner geworden ?
Kommst Du aus der Pflege ?

Ich persönlich habe davon noch nie etwas gehört...

Interessiert nachhakend,
Fragmentis
 
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JensGB

JensGB

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Aus sicherer Quelle von einer Altenpflegeleiterin weiß ich, dass, das bei Demenzkranken im Altenheim angewandt wird. Bestimmen tut das ein Betreuer mit der Heimleitung zusammen.
Die Demenzkranken bekommen ein Armband ums Handgelenk, wenn sie durch eine Tür gehen (Abteilungstür oder Haustür) gibt es ein Signal auf das Handy der Schwestern.
Alles in den Altenheimen, Krankenhäusern und anderen Pflegestationen ist Vernetzt mit einem Hauptserver.
Da es bei Demenzkranken angewandt wird, ist es auch in der Psychiatrie möglich und wenn die das wollen, dann werden sie das wohl machen und nicht lange fragen ob sie es dürfen. Ich glaube ein Psychisch Kranker mit einem Betreuer sieht da alt aus.

Was heute noch Fixion ist, ist in ein Paar Jahren Gang und Gebe. Die Technik mit den Peilsendern gibt es schon sehr lange, nur das diese Sender heute sehr klein und leistungsstark sind. Die Sendeleistung reicht auch für große Entfernungen, sodas man ein solches Gerät zum Beispiel mit einem Magneten ans Auto heften kann. Jemand, der wissen will, wo sie hinfahren, weiß immer wo sie sind. Mit einem UMTS-Handy, wie dem IPhone von Apple und einem Empfänger funktioniert das alles. Das geht auch mit dem Heimcomputer und einem Empfänger.
Es soll Leute geben, die es nicht interessiert, ob sowas verboten ist. Es kann sie praktisch jeder Privatmann überwachen, wenn er es verbotenerweise will.

UMTS mit GPS-Systemen ist praktisch schon die totale Überwachung. Wer ein IPhone hat, über den weiß man automatisch so ziemlich alles. Anonym ist mit der Technik eigentlich so ziemlich keiner mehr.

Ich habe hier übrigens mein Foto hineingeladen, da man über mich schon so ziemlich alles weiß. Das Internet ist durchsichtig wie eine Glaskugel.

Grüße, Jens
 
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traveler

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Hallo Jens,

ich glaube da verwechselst du etwas. Es gibt Häuser die verwirrten Pat. einen Sender an das Handgelenk machen um ein Signal zu bekommen, wenn diese das Haus verlassen. Dass sind Häuser die offen geführt werden und bei denen bestimmte Bewohner das Haus nicht verlassen sollen/dürfen andere schon. Hat aber nichts mit UMTS oder GPS zu tun.

Gruß renje
 
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JensGB

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Hallo renje

Ich weiß jetzt nur, dass, das Signal, wie bei einer Lichtschranke, aufs Handy der Schwestern geht. Das mit dem GPS lag da jetzt nahe, kann sein, dass, das noch nicht angewandt wird, aber machbar ist das.

Gruß, Jens
 
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Penthesilea

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Hallo Jens,
was machbar ist und was gemacht wird, sind doch in aller Regel zwei Paar Schuhe.
Wenn ich alles machen würde, was ich machen kann, dann würde ich wohl den Rest meines Lebens hinter schwedischen Gardinen verbringen.
Sicher, Menschen und Menschengruppen, die gegen bestehende Gesetze verstoßen gibt es immer, aber deswegen wird so etwas ja nicht gleich automatisch zum Standard.
Viele Grüße,
Penthesilea
 
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JensGB

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Hallo Penthesilea

Ich habe ja schon angedeutet, zuerst ist es Fixion, dann Wirklichkeit. Menschen machen eigentlich immer das, was machbar ist, die Technik ist schon mal da.

Viele Grüße, Jens
 
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mercedes.j

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ich gebe euch allen in irgendeiner weise recht das mit den Armbändern für Demente Bew. finde ich eine gute idee da es zu ihrem schutz gillt die menschen sind verwirrt und gefährden dadurch sich und andere selbst vorallem wenn das Heim an einer gut befahrenen Straße ist oder ähnliches klar ist es eine Überwachung aber finde ich immer noch besser wie fest gebunden am Stuhl oder verschlossene räume.

Jens GB gebe ich in soweit recht das ich mir schon vorstellen kann das es irgendwann noch soweit kommt wenn dich möglichkeit besteht auch wenn ich es nicht gerade für gut heiße im sinne ist jeder von uns überwacht ob er ein handy auto fährt oder sonst irgendwas die privatsphäre wird immer mehr eingeschränkt.

gruss
 
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JensGB

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Jens GB gebe ich in soweit recht das ich mir schon vorstellen kann das es irgendwann noch soweit kommt wenn dich möglichkeit besteht auch wenn ich es nicht gerade für gut heiße im sinne ist jeder von uns überwacht ob er ein handy auto fährt oder sonst irgendwas die privatsphäre wird immer mehr eingeschränkt.
Mercedes.j, du hast recht, jedes Handy ist heute praktisch ein Peilsender und Gespräche können, wenn man es wissen will, wie der Arbeitgeber, jederzeit abgehört werden.

Alles ist heute vernetzt, egal bei welchem Netzanbieter man ist. Alle Handynetze sind miteinander vernetzt, sowie alle Internetnetze. Unterschiedliche Netzanbieter und verschiedene Handys nützen eigentlich nichts, man wird schon heute total überwacht.

Leute, die kein Internet benutzen und kein Handy, fallen aus der Überwachung ein wenig heraus.

Ich glaube, dass, das GPS-System in der Alten - und Krankenpflege mehr Sicherheit, nicht nur für die Patienten, sondern auch für das Pflegepersonal geben würde.

Gerade durch die Personalnot im Gesundheitswesen, finde ich es als eine der besten Möglichkeiten.

Grüsse, Jens
 
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romana

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Na super !

Weg mit den teuren Pflegekräften, stellt einfach Roboter an alle Ausgänge, die melden jedes Signal an die Zentrale, da sitzt dann einer , sieht den Flüchtenden und automatisch verriegelt sich die nächste Tür !
Dann werden mangels Personal ab einer Menge von drei Personen die Flüchtlinge per Durchsage aufgefordert, sich unverzüglich in den Aufenthaltsraum zu begeben. Bei der dann ausbrechenden Verwirrung und Raserei wird per Knopfdruck ein Seditativum in Gasform eingesprüht, wo dann mittels Sammeltransport alle zurückgebracht werden.
Ist etwas krass, ich weiß, wäre aber technisch machbar!
Sicher ist es ein Stück Sicherheit, wenn jeder geortet werden kann, aber bei ausreichender Betreuung und Beschäftigung eben gar nicht nötig !

Sorry, aber beim Thema Überwachung reagiere ich etwas empfindlich.

LG
Romana
 
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double19

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Hallo Romana,

ich kann eine Gedanken nur unterstützen. So etwas sollte keine Realität werden. Ich bin auch der Meinung, dass die permanente Kontrolle zur Lokalisierung des Bewohners/Patienten in Altenheimen nicht genehmigungsfähig ist. Wie das in psychiatr. Einrichtungen ist, ist mir nicht klar.
In Heimen werden aber mit Einwilligung des Bewohners/Betreuers Sender an die Kleidung geheftet, um mitzubekommen, wenn eine Person das Haus verlässt. Das ist nicht richterlich genehmigungsbedürftig und auch keine Freiheitsberaubung o.ä. Das ist besser wie Fixierungen, die bei Weglauftendenzen wohl ohnehin nicht vom Richter genehmigt würden.

Gruß double19
 
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JensGB

JensGB

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Na super !

Weg mit den teuren Pflegekräften, stellt einfach Roboter an alle Ausgänge, die melden jedes Signal an die Zentrale, da sitzt dann einer , sieht den Flüchtenden und automatisch verriegelt sich die nächste Tür !
Dann werden mangels Personal ab einer Menge von drei Personen die Flüchtlinge per Durchsage aufgefordert, sich unverzüglich in den Aufenthaltsraum zu begeben. Bei der dann ausbrechenden Verwirrung und Raserei wird per Knopfdruck ein Seditativum in Gasform eingesprüht, wo dann mittels Sammeltransport alle zurückgebracht werden.
Ist etwas krass, ich weiß, wäre aber technisch machbar!
Sicher ist es ein Stück Sicherheit, wenn jeder geortet werden kann, aber bei ausreichender Betreuung und Beschäftigung eben gar nicht nötig !

Sorry, aber beim Thema Überwachung reagiere ich etwas empfindlich.

LG
Romana
Hallo Romana

Es ist der Horror der Technik im Überwachungsstaat, der uns mehr und mehr überkommt. Persönliche Kontakte gehen dabei verloren, Kontakte finde ich sind aber für psychisch Kranke nicht immer gut.

Viele psychisch Kranke wollen sich von andern Kranken abgrenzen, auf engem Raum. Eine Überwachung und Kontrolle schützt auch vor Übergriffen untereinander. Allein schon das Gerede einzelner Patienten nervt enorm und kann negative Folgen haben.

In der Bevölkerung werden psychisch Kranke als Kameradenschweine bezeichnet, leider hat sich die Bevölkerung noch keine Gedanken über psychische Krankheiten gemacht.
Da das so ist, ist die Überwachung und Kontrolle per Technik auch nur eine Notlösung.

Ich habe mehrere Klinikaufenthalte hinter mir, nach meiner Erfahrung geht es in den Kliniken nur noch um die Sicherheit des Personals, nicht mehr um die Sicherheit der Patienten. Man lebt in den Kliniken ständig in der Gefahr vor Übergriffen von Mitpatienten. Vorallem wenn, wie in manchen Kliniken Alkoholiker, Drogenabhängige und Psychotiker auf einem Zimmer liegen, aber auch wenn nur Psychotiker auf einem Zimmer liegen. Mit Fachbegriffen kenne ich mich nicht so aus.

Jens Große-Brauckmann schreibt über Psychotiker

Marc Rufer: Traumatisierung in der Psychiatrie

Grüsse, Jens
 
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Hallo JensGB !

Ich habe Deinen Link gelesen und verstehe Deine Sichtweise.
Aber deshalb zu fordern, dass psychisch Kranke komplett überwacht werden, erschließt sich mir nicht. Es gibt sicher Defizite im System, aber daran ändern die Überwachungen nichts. Außerdem schilderst Du es aus Sicht eines Patienten. Entschuldige bitte, dass ich Dir nicht in allen Punkten zustimme, ich habe meine Ausbildung in der Psychiatrie gemacht und danach noch 3,5 Jahre dort gearbeitet.
Du prangerst das System der totalen Überwachung an, forderst es aber für andere ?
Dies ist ein Forum, in dem sich engagierte und interessierte Menschen zum Thema Pflege in seinen vielen Facetten austauschen, da sind auch provokative Fragen und Diskussionen erlaubt/erwünscht, aber es soll nicht zur Eigendarstellung und Verbreitung von Schuldzuweisungen missbraucht werden!
Sorry, aber wenn Du einfach die Frage zur Diskussion gestellt hättest, wie man die Sicherheit von Patienten in der Psychiatrie verbessern kann oder zum Umgang mit psychisch Kranken einen Thread eröffnet hättest, hätte ich Dir gerne geantwortet, so werde ich mich aber höchstens per PN auf Äußerungen Deinerseits melden.

LG
Romana
 
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JensGB

JensGB

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Hallo Romana

Die Überwachungstechnik kann man auch als die Diktatur der Technik bezeichnen. Bisher war es so, dass der Mensch die Technik beherrscht, es geht jetzt dazu über, dass die Technik den Menschen beherrscht und zwar vollständig.
Alles hat vor und Nachteile, ist mir schon klar, aber ich wollte hier auch nur mal aufzeigen welche Hölle das ist.

Dass es eine für Patienten vorteilhafte Nutzung geben wird, glaube ich jetzt auch nicht mehr. Ich bin eben Psychotiker und ein Träumer.

Die Welt ist nur Raub und Vernichtung, wie schon immer.

Die Überwachung ist also Krieg gegen jeden einzelnen, ob krank oder Gesund.

Wenn ich mir hier so einige Beiträge im Forum ansehe, stehen die Leute unter einem sehr hohen Druck.

Ich muß mich entschuldigen, dass ich dieses Thema in Gang gesetzt habe und behauptet habe zu wissen, warum das alles so ist.

Grüsse, Jens
 
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