Hund im Altenheim

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Chrisi4978

Hallo erstmal.....

Hab mich hier angemeldet, weil ich demnächst Zivi machen will und ne´
Belgische Schäferhündin(Tervueren) habe. Vom Wesen her sind das ruhige Tiere (meine versteht sich mit allem und jedem, sei es kleine Kinder oder ältere Leute), die aber auch ihre sportlichen Aktivitäten brauchen.

Die sportlichen Aktivitäten möchte ich jetzt mal hier außen vor lassen.....

Ich hab bereits gelesen, dass in machen Altenheimen Tiere bzw. Hunde erlaubt sind.

Ist dies auch Zivis gestattet? Könnt ihr mir dazu was sagen?

LG und noch einen schönen Abend
 
G

Goldlocke

Mitglied
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17.09.2007
47447
Der Ansatz ist ok. Schließlich gibt es seit Jahren die Tiergestützte Therapie in vielen Häusern. Gehört das dazu wo du dich beworben hast?
Wenn ja, kommt dein Hund mit Rollstuhlfahrern klar? Wie reagiert er wenn demente neben ihm Schreikrämpfe kriegen? Das sind nur wenige Fragen, es könnten mehr sein, ich als Hundebesitzerin von nem total lieben, kinder-und behidertengewohnten Hund weiss, das auch diese ohne vorherige Ausbildung der Sache nicht gewachsen sind,:bae:
Ist Dein Hund ausgebildet, gibts natürlich ne Zeit in der er arbeitet, max.1Std. danach toben, spielen etc. Auch einen Hund strengt die Arbeit mit dementen an..
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin
Fachgebiet
stat.Altenpflege
Lilly-Willow

Lilly-Willow

Mitglied
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17.07.2007
56130
Hallo :eek:riginal:

also Hunde sind denke ich prinzipiell erlaubt. die Frage ist halt nur, ob du sie während deines ganzen Dienstes dort lassen darfst, weil du sie ja nicht unentwegt beaufsichtigen kannst.

bei uns kommen häufig Mitarbeiter mit ihren Hunden zu Besuch. aber während des Dienstes ist dies ja gar nicht machbar. man kann ja auch nicht mal eben während der Arbeit "gassigehen"

also mal mitbringen zum Besuch ist denke ich völlig ok, aber während der Dienstzeit denke ich ist dies nicht möglich.

Ist es das was du wissen wolltest oder wolltest du auf was anderes hinaus?

Gruß Christina
 
Qualifikation
Krankenschwester; Praxisanleiterin
Fachgebiet
Alten und Pflegeheim
Weiterbildungen
"Expertenstandard Menschen mit chronischen Wunden"
Weiterbildung zur Praxisanleiterin
nachteule44

nachteule44

Mitglied
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19.06.2007
24941
Hallo Chrisi,
ich verstehe das so das dein Hund kein ausgebildeter Therapiehund ist, du deine Hündin gedoch gerne mit ins Heim nehmen würdest, damit sie evtl. nicht den ganzen Tag alleine zu Hause ist.
Bei mir liegt der Fall ähnlich. Mein Hund ist jedoch von klein auf gewohnt mit ins Pflegeheim zu kommen. Ist also alles was dort passiert, auch das er evtl. mal von dementen Bewohnen getreten wird, gewohnt. Ihn bringt nichts aus der Ruhe.
Weiß nicht ob du das bei deiner Hündin genau sagen kannst, du mußt dir sicher mit ihr sein, wenn du sie alleine bei Bewohnern herumlaufen lässt.
Erstmal würde ich vorschlagen das du die Heimleitung fragst.
Da sie inzwischen in den meisten Heimen soetwas fördern das die alten Leute mit Tieren in Kontakt kommen hast du evtl. gute Karten.
Du könntest dir einen ruhigen Platz suchen wo du ihr eine Decke hinlegst u. du sie auch anbinden kannst. Zwischendurch wenn du Zeit hast könntest du sie erstmal langsam an die Bewohner, an Gehwagen, an Rollstühle, etc. gewöhnen. Geh mit ihr zusammen zu den einzelnen Bewohnern, guck wie alle reagieren. Die meisten werden sie sicher gerne streicheln u. das hat wirklich sehr positive Effekte auf die Bewohner. Auch werden sie deine Hündin gerne füttern wollen, auch mit Kuchen u. Schokolade. Deshalb ist es sowieso wichtig das du deine Hündin nicht unbeaufsichtigt mit den Bewohnern lässt.
Aber das wichtigste überhaupt, wie gesagt, die Zustimmung der Heimleitung.

Viel Spaß , du wirst interessante und tolle Sachen erleben mit den Bewohnern und deinem Hund.... :)
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
stat. Pflegeeinrichtung
Anita-M1

Anita-M1

Mitglied
Basis-Konto
16.07.2007
94481
Hallo Chrisi,
auch ich hatte schon meine Hunde mit im Heim, aber da waren sie noch Welpen bzw. Junghunde mit 5 Monaten oder so. Es war so weit alles ok, sie spielten gern mit den Bewohnern und es war erstaunlich zu was der Eine oder Ander Bewohner dann plötzlich fähig waren. Es war sehr schön zu sehen wie plötzlich Menschen wieder lachten und am Leben teil nahmen die vorher nur stumm in einer Ecke vor sich hin starten. Es ging alles so weit gut, bis meine Hunde versuchten das Heim als Spielplatz zu missbrauchen und anfingen rumzutollen und dadurch die Menschen gefährdeten. Ich muss noch dazu sagen, es war immer nur 1 Hund mit! Wenn dein Hund wohlerzogen ist und die Heimleitung nichts dagegen hat würde ich es auch versuchen.

Gruß Anita
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
C

Chrisi4978

Themenstarter/in
Danke.
Klar, absprechen ist Pflicht, wollte nur schonmal wissen wie meine Karten so stehen :eek:riginal:

Hört sich ja teilweise recht positiv an.

Danke
 
A

Andrea 1982

Neues Mitglied
Basis-Konto
26.01.2008
31535
Schönen guten Tag!
Ich finde deine Idee sehr gut! Ich arbeite auch in einem Altenheim und eine unserer Mitarbeiterinnen bring auch ab und zu ihren Hund mit! Es ist Wahnsinn zu sehen wie viele der Bewohner positiv darauf reagieren! Viele die lange nicht gelächelt oder gesprochen haben tun es auf einmal! Gänsehauteffekt!!!!!!!!!! Ich bin also absolut dafür und bin bei meiner Einrichtung auch dabei diesen Thema aufzuarbeiten und einzuführen!!!! Du musst nur schauen ob du in der Pflege oder Service eingesetzt wirst! Weil Tiere in der Wohnküche iss nicht!
LG
 
Qualifikation
examinierte Altenpflegerin
Fachgebiet
stationäre Pflege
nachteule44

nachteule44

Mitglied
Basis-Konto
19.06.2007
24941
Andrea, gerade sehe ich erst das du diesen thread ja schon entdeckt hast...
:)
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
stat. Pflegeeinrichtung
K

krümelchen82

Mitglied
Basis-Konto
06.03.2007
78333
Hallo

Also ich kann auch nur positives berichten über Tiere im Heim, wir haben hier 2 Katzen die zum Heim gehören und 2 Wellensittiche und die Leute sind begeitstert und die Tiere haben auch ihre Lieblingsplätze bei den Bew. wo sie teilweise schlafen oder ihre Streicheleinheiten abholen.

Hatte selber schon meinen Hund mit im Heim der war allerdings die Ruhe in "Person" und hat niemandem etwas zu leide getan im Gegenteil er hat sich sehr vorsichtig angenähert.

Also wenn die Leute bei dir nix dagegen haben und deine Chefin nix dagegen hat wünsche ich dir viel Glück!!

Gruß Cassy82
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
rosi.b

rosi.b

Mitglied
Basis-Konto
06.03.2005
96114
Unsere Bewohner freuen sich immer sehr wenn unsere Sina (lammfromme Golden Retriver Lady, 6 Jahre) zu Besuch kommt. Wenn ich sie mal ne Weile nicht mitbringe fragen sie solange bis sie mal wieder zu Besuch kommt.
Sina freut sich immer über die vielen Streicheleinheiten und (leider auch) über die Naschereien die ihr zugesteckt werden.
Besuch ist sicher okay...
 
Qualifikation
Kinderpflegerin/Altenpflegerin
Fachgebiet
Seniorenwohnheim
W

wuschelkopp

Mitglied
Basis-Konto
20.01.2006
30655
Wenn ein Tier im Heim lebt, muss es peinlich pingelig regelmässig geimpft und entwurmt werden. Es gehört ein Standart für das Tier in den Hygieneordner der Einrichtung.
Es muss eine feste Person benannt werden die sich um diese Dinge kümmert, und das auch dokumentiert. Sonst gibts Stress mit MDK.....

Es gibt viele Aspekte warum ein Hund im Heim einfach gut tut. Und ich denke nicht nur den alten Menschen. Ich genieße es auch, mal zwischendurch von einem Hund "angewedelt" zu werden. ;)
 
Qualifikation
Pflegehelferin
Fachgebiet
Pflegeheim
weissbrk

weissbrk

Unterstützer/in
Basis-Konto
07.03.2006
Münster
Also...hm.... an dieser Stelle noch mal eine Meinung zur Ausgangsfrage....
Es klingt zwar gelegentlich an, aber ich möchte doch noch mal darauf hinweisen...
Ein Hund, der bereits ausgewachsen und den Umgang mit Senioren nicht gewohnt ist, kann in einem Pflegeheim ganz schön unter Stress geraten... und dann reagiert ein Tier ähnlich wie wir Menschen... es wird knurrig...
Das kann auch schon passieren, wenn er "nur" von allen geliebt und gestreichelt wird.
Diese Überlegung solltest Du als Besitzer nicht aus den Augen verlieren. Denn dann haben alle Stress... Du als Besitzer, weil Dein Hund sich daneben benimmt, Dein Hund, weil es ihm mies geht und die Bewohner, weil sie nicht verstehen, warum der Hund nicht "lieb" ist.
Eine Idee könnte sein, wenn die Leitung einverstanden ist, den Hund langsam vor Deinem Einsatz an die Situation zu gewöhnen, so dass Du Dich ausschließlich um das Tier kümmern kannst.
Und wenns dann nicht klappt, hast Du evtl. noch Gelegenheit, eine alternative Betreuung für ihn zu suchen.

Ist nur so meine Meinung...:wink:
 
Qualifikation
Verwaltung
Fachgebiet
privat
C

Christian Formanowski

Mitglied
Basis-Konto
06.02.2008
58840
Eine wunderbare Sache... Tiere im Altenheim sind aus meiner Sicht immer gut. Jedoch ist auch einiges zu beachten....
Hygiene --> (evtl. Keimverschleppung) Aufpassen zu wem du mit dem Hund gehst. Impfungen auch sehr wichtig.
Verletzungsgefahr --> Wie reagiert dein Hund bei Stress? Wenn ihm/ihr mal etwas zu viel wird?
Allergie --> Aufgepasst... denk daran dass häufig Personen Probleme mit Tierhaaren haben
Aufenthaltsort --> Nicht in der Nähe der Küche oder dem Ort wo gegessen wird. Es sollte eine ruhige Ecke vorhanden sein wo sich der Hund zurückziehen kann
Fütterung --> Alte Leute verabreichen Tieren wirklich geerne Leider Süßigkeiten. VORSICHT ! ! ! Schokolade ist tödlich für Hunde
Panik? --> Manche Bewohner haben Angst vor Hunden (schlechte Erfahrungen)
Verlust des Tieres --> Hunde leben auch nicht ewig. Falls du länger in dem Heim bleiben solltest werden sich die Bewohner sehr schnell an deinen hund gewöhnen. Falls das Tier irgendwann mal sterben sollte (ich will dir keine Angst machen :) ) Ist dies auch schwer für Bewohner

Aaaaaaaaaaaaaber... dennoch bin ich für die Tierhaltung
Es ist ein wunderbares Therapiemittel wie aus den vorhergehenden Beiträgen bereits hervorgeht.
Besser als so manche Antidepressiva :)
- Stimmungsaufhellend
- Beschäftigung
- Ruft Erinnerungen wach
- Personen bewegen sich mehr... Hund streicheln, hinterherlaufen :), spazieren gehen

Der beste freund des Menschen halt :)


Gruß

Christian
 
Qualifikation
Altenpflege Azubi
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege
M

ms-sophie

Aktives Mitglied
Basis-Konto
14.03.2007
Mannheim
Hallo Christian

VORSICHT ! ! ! Schokolade ist tödlich für Hunde
wo haste denn das her?????

Hunde sollten keine Schockolade bekommen, aber tödlich??? Dann müsste mein Hund schon sieben Tode mindestens gestorben sein und er ist doch keine Katze:laughing:

Ansonsten sind Hunde im Heim ausdrücklich erwünscht, die Heimaufsicht begrüsst es. Lediglich ist der Hundebesitzer für die regelmässige Impfung, Entwurmung und Flohfreiheit zuständig.

Gruss Sophie
 
Qualifikation
QM
Fachgebiet
ambulante und stationäre Altenhilfe, Hospiz
rosi.b

rosi.b

Mitglied
Basis-Konto
06.03.2005
96114
In Schokolade sind die Wirkstoffe Theobromin und Coffein enthalten. Je
mehr Kakao die Schokolade enthält, desto gefährlicher ist die
Schokolade für den Hund. Die tödliche Dosis an reinem Theobromin wird
für den Hund mit 100-200 mg/kg angegeben, das heißt, dass ca. 3 Tafeln
Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade einen 10-15
kg schweren Hund töten könnten......
 
Qualifikation
Kinderpflegerin/Altenpflegerin
Fachgebiet
Seniorenwohnheim
C

Christian Formanowski

Mitglied
Basis-Konto
06.02.2008
58840
Vielen Dank Rosi für die Ergänzung meines Beitrags. Meine texte sind eh schon lang genug... da möchte ich dann nicht immer alles ganz genau erklären ^^ Aber ich werde demnächst versuchen mein Bestes zu geben, dass keine Fragen offen bleiben :D
 
Qualifikation
Altenpflege Azubi
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege
katze

katze

Mitglied
Basis-Konto
meine Missy, eine golden Retriever Hündin würde auch keiner Fliege etwas zuleide tun.
Ich nehm sie wieder mal mit zum Nachtdienst, ist auch für mich ein schönes Gefühl, nicht allein zu sein
liebe Grüße
Hannelore
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie, Schiziphrenie und Psychose
Weiterbildungen
Gerontopsychiatrie
Palliativ Care
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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