Honorar für freiberufliche Pflegefachkraft

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smaluhn

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Frage doch einmal bei einer Zeitarbeitsfirma nach was die berechnen und dann hast du eine gute Orientierung. Eine Pflegehilfskraft wird mit ca. 24 € abgerechnet. Das ist also der Mindestlohn der bezahlt werden muß. Da die Heime ja viel Mit Zeitarbeit arbeiten ist es auch alles realistisch.
 
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mckoi1985

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Hallo, ich verfolge sehr gespanntekeses Thema. Jetzt stellt sich für mich allerdings mal die Frage, wenn ich beispielsweise 1900€ egge in meinem Angestelltenverhältnis habe und ich mich FB machen möchte, will ich ja mindestens erstmal finanziell genauso da stehen wie im Angestelltenverhältnis. Also wie viel muss ich beispielsweise als FB arbeiten gehen um genau das das selbe zu haben? Also mit dem üblichen Stundenlohn eines FB (32€) ? Natürlich ist mir bewusst dass die pkv Rv je nach Anbieter Unterschiedlichen kosten haben genauso wie die Betriebshaftpflicht.

Mit freundlichen Grüßen
 
Böserwolf

Böserwolf

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Hallo, nimm mal als Richtwert 160 h dann hast du ohne Zulagen 5120 € brutto. Abzüglich deiner Kosten für KV, Rentenvorsorge, Fahrtkosten,
Telefon, die du monatlich hast und jene, die aufs Jahr bezogen anfallen (Berufshaftlich, BGW, Kfz.-Versicherung) und Rücklage von Steuern verbleiben dir auf jeden Fall mehr als 2500 € netto. Kann man sich alles ausrechnen und ggf. mal einen Steuerberater befragen, auch hinsichtlich der Absetzbarkeit (also Steuererklärung) aller Kosten. Sind einiges an Fragen vor Beginn zu klären.
 
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traveler

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Hallo Böserwolf,
einige ganz wichtige Punkte wie ich meine fallen da oft ganz gerne unter den Tisch, bei diesen Gehaltsvergleichen
Urlaub 6 Wochen in denen du nichts verdienst und genauso wichtig
entweder Ausfallzeiten für
Krankheit,
Fortbildung und
Auftragsflauten berücksichtigen
oder alternativ eine Arbeitsausfallversicherung zuminindest für Krankheit abschließen, du hast keine Lohnfortzahlung im Krhfall erhältst, genauso wenig wie
Urlaubsgeld (ja gibt es noch hier und da) und
13tes Monatsgehalt.
Auch das sind nicht unwesentliche Kosten, die bei einem Vergleich mti eingerechnet werden müssen.
Genauso wie die
betriebliche Zusatzversorgung
zumindest bei größeren AG und im öffentlichen Dienst, das sind keine unwesentlichen Beträge für die der AG bezahlt und mich als AN nichts kosten.
Das sind nochmal mind. 1000€ pro Monat an Reserven oben drauf.

Zuletzt sollte man auch berücksichtigen, dass man im Tarifvertrag regelmäßig Lohnerhöhungen erhält in Form von
Dienstaltersstufen genaus wie
bei den regelmäßigen Tarifverhandlungen.
 
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Böserwolf

Böserwolf

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Heute ist durchaus ein Honorar von 35 € möglich. Sind bei 160 h und Zuschläge für ND und WE rund 5967 € brutto.
Nehmen wir an, du bist gesetzlich krankenversichert, dann kostet dich das rund 700 € pro Monat. Weitere 100 € für BGW,Haftpflicht,Telefon,
Benzinkosten ca. 400 €, private Rentenvorsorge "nur" 300 € - alles absetzbare Kosten plus weitere absetzbaren wie km-Pauschale, Abwesenheitspauschale, Arbeitskleidung...hast du ggf. bei 11 Monaten Einnahme rund 45000 € zu versteuern. Das sind ca. 12.000/Jahr, dann bleiben dir in St.Kl. I rund 3300-3400 € netto. Das lässt dir Spielraum für weitere RV Vorsorge und Rücklage bei Urlaub. Wobei ich jetzt schon mal nur 11 Monate Arbeitseinsatz gerechnet habe, also 1 Monat Urlaub. Eine Auftragsflaute habe ich in meiner Tätigkeit seit 2009 noch nie gehabt, sondern jeden Monat - je nachdem wieviel Tage ich arbeiten will - im Schnitt mindestens 20 Tage Einsatz.
Tariferhöhung mache ich selbst.
Für Krankheit sichert man sich ab und wählt bei der GKV Zahlung von Krankengeld, das sich auf 70% des durchschnittlichen Netto beläuft.
Eine private Unfallversicherung für unter 30 € im Monat sichert für solche Fälle ab.
Alles in allem für mich sehr viel lohnender als eine Festanstellung und auch schonender für die Nerven, gut für Freizeitplanung und sonstiges.
Auch regelmäßige Fortbildungen sind bei diesem Verdienst kein Problem.

Und zur betrieblichen Altersvorsorge habe ich letztens einen sehr interessanten Bericht gelesen, dass man teilweise die Sozialversicherungsabgaben, die jetzt der AG zahlt, man dann später teilweise selbst tragen muss. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Eine gut angelegte Rürup Versicherung bringt mehr als die gesetzliche RV und zusätzlich noch ein paar Euro in eine gute Fondsanlage eingezahlt sichert besser ab.
 
H

Husin94

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Hallo,
der Thread ist zwar schon paar Tage her, aber ich frage trotzdem nach....
Rentiert sich die FB denn immer noch? Bin momentan noch als Festangestellter dabei und hatte mich eigentlich zur FB entschieden, bin bei einem der größten Pflegeanbieter tätig.
Aber nach einigen Gesprächen mit einem Freiberufler erfuhr ich, dass von diesem Pflegeanbieter auch 90 Prozent aller Aufträge auf dem Markt kommen, kann das sein?

Ausserdem ist die Sache mit der Rentenversicherung noch nicht wirklich geklärt und ich solle lieber noch ein wenig warten. Wie sieht es bei euch aus, sind die Träger oder Arbeitgeber sehr verschieden?

Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen
Husin
 
J

johannes2017

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AW: Honorar für freiberufliche Pflegefachkraft



Da hast Du absolut recht Sven. :super:

Trotzdem schreibt man seine Zahlen nicht an die Haustür.

Wie jeder Unternehmer sollten die Kollegen eine vernünftige Kalkulation aufstellen, Angebot und Nachfrage feststellen und daraus eine angemessene Honorarforderung erstellen.

Ansonsten könnten wir ja ein Kartell bilden, in dem alle Honorare gleich sind - ich wollte das nicht.

Grüße Marie
naja, komme ich in ein Ladengeschäft und finde keine Ware ausgezeichnet (mit Preis versehen), mache ich mir entweder die Mühe, zu fragen, wenn dies unter vielen bei einem Produkt vorkommt oder ich verlasse diesen Laden. Jede Frittenbude hat ihre Preise aushängen! In jedem Bekleidungsgeschäft sind die Preise öffentlich. Ja, auch meine Zahlen sind öffentlich! Warum also das Versteckspiel bei den Freiberuflern?
 
M

MeViva

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Hallo, sind die Zuschläge überhaupt Steuerfrei, die der Freiberufler zu seinem Honorarstundensatz in Rechnung stellt.
 
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