Höherstufung von pflegestufe2 auf 3

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Q

quisie

Neues Mitglied
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13.12.2007
12169
Ich habe folgendes Problem,meine schwiegermutter hat im jahr 2008 einen Schlaganfall erlitten.Sie ist seitdem an der PEG angeschlossen,hat einen Dauer-Katether ,globale Aphasie und Schluckstörungen.Im Seniorenheim hat man keine größeren Probleme mit ihr ,sie wird nicht angezogen ,sie kommt nicht aus dem Bett raus,-sie bekommt keine orale Nahrung,in der Reha habe ich mit ihr geübt pürierte und passierte Kost alleine zu sich zu nehmen,das heißt ,ich habe ihr den Teller hingestellt und sie hat dann mit der linken Hand so gut es ging ihre Nahrung zu sich genommen ,man muß aber dabei bleiben ,falls sie sich verschluckt,bis Dezember 2008 habe ich das Essen gereicht,die Pflegekräfte machen es nicht weil sie ja an der PEG angeschlossen ist.Es gibt keine vernüftige Lagerungen(Bobath)um dies zu gewährleisten ,haben wir selbst kissen mitgebracht und übernehmen auch die Lagerung,Die Nahrung wird nicht wie vorgegeben alle 4 Stunden verabreicht und das wasser (wird auch über die Sonde gegeben )sehr oft ganz vergessen, also eigentlich wird sie nur morgens gewaschen,es wird auch keine Mundpflege vorgenommen,bei Schichtwechsel wird falls nötig mit dem nassen Handtuch der Po sauber gemacht kein Schlüpfer angezogen usw,ich weiß garnicht genau wo ich anfangen oder aufhören soll ,wir übernehmen selbst ganz viel ,weil die Schwestern so wenig Zeit haben. ,,Heute höre ich nun sie soll höher gestuft werden also von 2 auf 3 :nono: ich denke ,das kann doch nicht richtig sein,oder? wo kann ich denn nachlesen,welche Zeit für welche Arbeit angerechnet wird ,oder welchr Vorraussetzungen sein gegeben sein müßten um die pflegestufe zu erhöhen,:eek:riginal: sorry ist zwar jetzt ganz viel auf einmal ,aber mein Herz lief über und vielleicht kann mir jemand eine Antwort geben DANKE
 
Qualifikation
seniorenmanagerin
Fachgebiet
seniorenbetreuung
S

stupanka

Aktives Mitglied
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29.11.2006
52070
Hallo

Ich würde auch das Pflegeheim wechseln, wenn die Versorgung nicht gewährleistet ist.Ich finde es schön wenn sich ANgehörige mit einbringen, natürlich bringt das eine Entlastung für das Personal, tut auch dem Bewohner gut.
Dennoch muss darüber hinaus die Pflege gewährleistet sein, wenn die Angehörigen nicht da sind.Keine Zeit sollte kein Argument sein.

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Stationär Altenheim
M

Mautte

Mitglied
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15.11.2008
24321
Hallo quisie,
kann mich Lisy nur anschliessen. Bei der von dir geschilderten Versorgung würde ich schnellstens das Heim wechseln.

Mich würde mal die Pflegedokumentation interessieren und die Begründung, mit der die Höherstufung beantragt werden soll. Eine Erhöhung des Pflegeaufwandes kann es ja eigentlich nicht sein, denn hier wird ja wirklich nur ein Minimum an pflegerischem Aufwand geleistet.

Habt ihr mal mit der Leitung ein Gespräch diesbezüglich gehabt?

Zeitmangel darf kein Grund für diese nachlässige Versorgung sein. Ihr als Angehörige habt das Recht, eine optimale Versorgung für eure Schwiegermutter zu verlangen. (Wenn es gar nicht anders geht auch mit der Androhung, die Heimaufsicht über die "Versorgung" zu informieren).

Dazu gehört u. a. auch das jemand bei ihr bleibt wenn sie orale Nahrung zu sich nimmt. Man nimmt ihr ja so auch noch das letzte bisschen an Lebensqualität, dass möglich wäre. Und natürlich gehört auch eine optimale Mundpflege zum Mindesten an Leistung. Hier dürft ihr nicht locker lassen.

LG
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
amb.u.stat. Altenpflege
S

Stetson

Neues Mitglied
Basis-Konto
03.02.2009
24145
Hallo quisie,
ich rate Dir zur Lektüre der "Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen".
Zitat aus der Charta:
"Vorbemerkung zur Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen
Die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen Pflege-Charta ist ein Rechtekatalog, in dem allgemein verständlich und konkret beschrieben ist, welche Rechte Menschen in Deutschland haben, die der Hilfe und Pflege bedürfen. Die Rechte sind in acht Artikeln zusammengefasst: Das Recht auf Selbstbestimmung und Hilfe zur Selbsthilfe, das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit, Freiheit und Sicherheit, das Recht auf Privatheit, das Recht auf Pflege, Betreuung und Behandlung, das Recht auf Information, Beratung und Aufklärung, das Recht auf Kommunikation, Wertschätzung und Teilhabe an der Gesellschaft, das Recht auf Religion, Kultur und Weltanschauung sowie das Recht auf würdevolles Sterben. Die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen geht zurück auf den Runden Tisch Pflege, der von 2003 bis 2005 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem dama-ligen Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung einberufen war, um die Lebenssituation hilfe- und pflegebedürftiger Menschen in Deutschland zu verbessern.
Beteiligt an der Entwicklung waren u.a. Einrichtungsträger, Wohlfahrtsverbände, private Trägerverbände, Berufsverbände, Heimaufsicht, Pflegekassen, Interessenvertretungen älterer Menschen, Experten aus Ethik, Recht und Pflegewissenschaft. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und dem damaligen Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung einberufen war, um die Lebenssituation hilfe- und pflegebedürftiger Menschen in Deutschland zu verbessern.
Du findest die Charta auf der Internetseite des bmfsfj.
Es ist würdelos nur mit einem Nachthend bekleidet den ganzen Tag im Bett verbringen zu müssen. Nicht mobilisiert, also z. B. nicht aus dem Bett geholt zu werden, birgt zusätzlich zur Würdelosigkeit, erhebliche gesundheitliche Risiken. Von ggf. Förderungsmöglichkeiten mal ganz zu schweigen.
Kurz gesagt, ich an Deiner Stelle würde das Gespräch mit der Heimleitung und Pflegedienstleitung suchen, den Heimbeirat würde ich hinzuziehen z. B. als Begleitung im Gespräch und alle Dinge vorbringen die mich bewegen.
Falls sich nichts ändert, MDK benachrichtigen.

Wünsche Dir viel Kraft
und viel Erfolg
Herzliche Grüsse
Stetson
 
Qualifikation
Case Manager
Fachgebiet
Klinik u. Ambulant
Pflegeboard.de

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Teammitglied
05.07.2001
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