Haftungsrecht Hilfekräfte und Behandlungspflege

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chriziko

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16.01.2001
München
bei ihrem letzten besuch hat uns die heimaufsicht gebeten einen standard zu erstellen, aus dem hervorgeht, wie hilfskräfte in tätigkeiten der behandlungspflege eingeweisen werden, und wie das nachgewiesen werden kann.

jetzt bin ich dabei mir den kopf zu zerbrechen, was dieser standard alles beinhalten muss. kann mir jemand dabei helfen? hat jemand vielleicht schonmal einen solchen standard geschrieben oder damit gearbeitet?

oder wie löst ihr das problem mit hilfskräften in der behandlungspflege?
 
Qualifikation
altenpfleger / neuerdings PDL
Fachgebiet
wohnungslosenhilfe
L

Lisy

Hallo chriziko,
wie wärs mit einem Einarbeitungsbogen, der dann abgezeichnet wird, so wie bei den Schülern der Lernbogen
Gruß Lisy
 
M

Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo,

bei uns gibt es ein Delegationsschema , erstellt von PDL. Die entsprechenden Tätigkeiten werden von PDL an Pflegehelfer nur delegiert, wenn sie vorher von PDL angeleitet wurden und über mehrere Male von PDL oder WBL kontrolliert werden. Erst danach darf die Pflegehelferin die Tätigkeit selbständig durchführen, wenn sie damit einverstanden ist, und sich diese auch zutrat.
Anleitung erfolgt unter Einbeziehung der hausinternen Standards.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
Griesuh

Griesuh

Gesperrter Benutzeraccount
Hallo,
das kommt mir etwas merkwürdig vor, dass die Heimaufsicht Einarbeitungskonzepte für Pflegehelfer und insbesondere für Hilfskräfte zur Behandlungspflege haben will.
Nach den Richtlinien und Leistungsbeschreibungen und den Rahmenverträgen mit den Krankenkassen in Hessen, nach § 72 SGB XI u. § 132a Abs. 2 SGB V, dürfen ungelernte Hilfskräfte überhaupt KEINE Behandlungspflege durchführen.
KPH u. APH dürfen bis auf wenige Ausnahmen KEINE Behandlungspflegen ausführen.
Zu den wenigen Ausnahmen die APH u. KPH in der Behandlungspflege ausführen dürfen, gehören S.C. Injektionen, SK Gabe, Kompressionsstrümpfe an/ausziehen, Med.Gabe von vorgerichteten Medikamenten.
Das alles nach Einarbeitung durch eine verantwortliche Pflegefachkraft.
Ungelernte Hilfskräfte, sogar Arzthelferinnen dürfen laut diesen Rahmenverträgen in Hessen KEINE Behandlungspflege ausführen.
Da hilft auch keine Aufgaben delegation der PDL nach unten weiter.
Das Einarbeitungskonzept für diese Tätigkeiten ist auf jede Einrichtung speziell aus zu richten.
Die APH u. KPH haben Unterricht, Einweisungen und Übungen, praktische Ausführung zu den Tätigkeiten der Behandlungspflege unter der Fachaufsicht einer Pflegefachkraft durch zu führen.
Hat sich die Pflegefachkraft von der ordnungsgemäßen Ausführung und der Zuverlässigkeit der APH u. KPH überzeugt, ist dies zu dokumentieren. Auch die Einarbeitung ist zu dokumentieren. das gehört in die Personalakten.
Ein verbindliches Einarbeitungskonzept kann hier nicht gegeben werden, da, wie gesagt es speziell auf die Einrichtung zu geschnitten sein muss.
Grüße Griesuh
 
Qualifikation
Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
Ambl. Pflegedienst
B

bine23

Neues Mitglied
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12.07.2006
63263
Hallo, Griesuh,
das ist so nicht ganz richtig. Hier in Hessen dürfen auch Pflegehelfer/innen Behandlungspflege durchführen. Voraussetzung dafür sind allerdings nachgewiesene Schulungen (wobei auch der Inhalt der Schulung dokumentiert werden muß). Pflegehelfer dürfen nach erfolgreicher Absolvierung dieser Schulungen z.B. s.c.-Injektionen (z.B. Insulin), an- und ausziehen von Kompressionsstrümpfen und seit kurzem auch die Gabe von gerichteten Medikamenten. Desgleichen müssen Pflegehelfer auch in auftragen und Einreiben von DSalben geschult werden. Unter anderem ist bei den Schulungen auch ein wichtiges Thema Zusammensetzung und Bestandteile der Medikamente und Salben im Überblick und deren Wirkung. Natürlich können wir in der Fortbildung nicht ins Detail gehen, aber unsere Fachkräfte schulen die Pflegehelfer vor Ort bei den einzelnen Klienten auf deren Medikamente. Unsere PH kennen zwar nicht die einzelnen namen der Medikamente, können sie aber ausseinanderhalten und kennen deren Wirkung, bzw. für oder gegen was das einzelne Medikament gegeben wird.
Gruß Binchen
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Acuritas
Weiterbildungen
Fachausbildung OP,
Lehrerin für Pflege,
Hygienefachkraft
S

stern3007

Aktives Mitglied
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29.07.2005
Köln
Arzthelferinnen dürfen laut diesen Rahmenverträgen in Hessen KEINE Behandlungspflege ausführen.
Hier in NRW dürfen laut unserem Verband auch Arzthelferinnen Behandlungspflegen durchführen, Ausnahme Stufe 3. Das wären z.B. Portversorgungen, Dekubitus Grad III etc.

Ehrlich gesagt finde ich diverse Bestimmungen auch ziemlich absurd. Eine Pflegehelferin darf in einem Heim keinen BZ messen. Andererseits verlangen die Kassen aber in der ambulanten Pflege, das Angehörige das vornehmen, sofern sie die Möglichkeit haben. Das gleiche gilt auch für Medikamente. Da wird von Angehörigen erwartet, dass sie die Medikamente stellen, einer Pflegehilfskraft in einem Heim wird das aber nicht gestattet, obwohl es hier sicherlich einfacher ist, weil bei Unklarheiten bestimmt jemand zu finden ist, der helfend einspringt. Angehörige murksen dann oft nur herum.

Unsere PH kennen zwar nicht die einzelnen namen der Medikamente, können sie aber ausseinanderhalten und kennen deren Wirkung, bzw. für oder gegen was das einzelne Medikament gegeben wird.
Das ist auch der einzig richtige Weg. In Anbetracht des Theaters im Rahmen der ständigen Gesetzesänderungen kommen selbst alte erfahrene ex. Hasen in Schwierigkeiten was die Übersicht über die Medikamentennamen angeht, vor allem dann, wenn sie jahrelang in der ambulanten Pflege arbeiten und nur die dort verwendeten Medikamente bei den Patienten zu sehen bekommen.

Wir halten deshalb mittlerweile auf jedem Medikamentenplan an 1. Stelle den Wirkstoff fest und führen dann den Medikamentennamen auf. So kann es nicht passieren, dass wir wie Depp beim Patienten stehen und ggf. ein vom Arzt "neu" verordnetes Medikament nicht zuordnen können. Oft ist es nämlich kein neu verordnetes, sondern es wurde aus Kostengründen auf andere Firma gewechselt und man kann beim besten Willen nicht alle Medikamentennamen und Wirkstoffe im Kopf haben. Nicht umsonst müssen selbst die Arzthelferinnen und Ärzte oft genug in ihre Listen schauen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
Griesuh

Griesuh

Gesperrter Benutzeraccount
Hallo Biene23,
hm???
habe ich mich evtl.undeutlich ausgedrückt? Oder hast du etwas miss verstanden???

Auszug aus meinem Beitrag:

Nach den Richtlinien und Leistungsbeschreibungen und den Rahmenverträgen mit den Krankenkassen in Hessen, nach § 72 SGB XI u. § 132a Abs. 2 SGB V, dürfen ungelernte Hilfskräfte überhaupt KEINE Behandlungspflege durchführen.
KPH u. APH dürfen bis auf wenige Ausnahmen KEINE Behandlungspflegen ausführen.
Zu den wenigen Ausnahmen die APH u. KPH in der Behandlungspflege ausführen dürfen, gehören S.C. Injektionen, SK Gabe, Kompressionsstrümpfe an/ausziehen, Med.Gabe von vorgerichteten Medikamenten.
Das alles nach Einarbeitung durch eine verantwortliche Pflegefachkraft.
Ungelernte Hilfskräfte, sogar Arzthelferinnen dürfen laut diesen Rahmenverträgen in Hessen KEINE Behandlungspflege ausführen.
Die APH u. KPH haben Unterricht, Einweisungen und Übungen, praktische Ausführung zu den Tätigkeiten der Behandlungspflege unter der Fachaufsicht einer Pflegefachkraft durch zu führen.
Hat sich die Pflegefachkraft von der ordnungsgemäßen Ausführung und der Zuverlässigkeit der APH u. KPH überzeugt, ist dies zu dokumentieren. Auch die Einarbeitung ist zu dokumentieren. das gehört in die Personalakten.

Das zu deinem Einwand.

Ok nicht erwähnt habe ich die Einreibungen, die auch noch dazugehören.

Ungelernte Hilfskräfte dürfen KEINE Behandlungspflege durchführen.
APH u. KPH haben eine Ausbildung. Das ist der kleine aber wichtige unterschied zu den ungelerneten Hilfskräften!
Wie ich sehe sind wir uns einig!!!
grüße Griesuh
 
Qualifikation
Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
Ambl. Pflegedienst
Griesuh

Griesuh

Gesperrter Benutzeraccount
Hallo Stern 3007,
genau das ist unser Problem in Deutschland. Jedes Bundesland kocht seine eigene Suppe. :innocent: Deshalb steht bei solchen Themen bei mir immer : In Hessen, oder gültig für Hessen.
Für andere Bundesländer kann ich keine Aussage geben.
Zustimmung hast du auch von mir mit dem paradoxon der Behandlungspflege im ambulanten Bereich. Da sind sich augenscheinlich alle Kassen aller Bundesländer einig!!!
Keiner der Vertragsverantwortlichen der Kranken- u. Pflegekassen konnte mir bisher glaubhaft erklären warum Angehörige und schwarzarbeitende Pflegehelfer aus dem osten Europas, meist ohne Ausbildung, Behandlungspflege durchführen dürfen, einschl. Verbandwechsel und Dekubitusversorgung und Injektionen, und wir als PD examinierte Kräfte losschicken müssen.
Es heisst immer wegen der Qualitätssicherung!!!!! Wo ist bei den zuvor genannten Personen die Qualität gesichert????
In ihrer großzügigkeit:grin: bewilligen die Kassen in Hessen sogar eine Verordung über Häuslichepflege für 14 Tage zum anlernen der Angehörigen und deren Helfer.:cry: Ich glaube das muss keiner verstehen oder????

Grüße Griesuh
 
Qualifikation
Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
Ambl. Pflegedienst
S

stern3007

Aktives Mitglied
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29.07.2005
Köln
In ihrer großzügigkeit
bewilligen die Kassen in Hessen sogar eine Verordung über Häuslichepflege für 14 Tage zum anlernen der Angehörigen und deren Helfer.
Ich glaube das muss keiner verstehen oder????
Nicht zu fassen. Man könnte jetzt spitzfindig sein und fragen ob man im PD auch Personal mit Qualifikation für eine Lehrtätigkeit benötigt ;-)

Hallo Stern 3007,
genau das ist unser Problem in Deutschland. Jedes Bundesland kocht seine eigene Suppe.
Deshalb poste ich eben gerne zu deinen Beiträgen. Das verdeutlicht das gigantische Chaos in Deutschland.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
A

Angel555

Mitglied
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21.06.2006
41334
Mehr Rechte für Pflegekräfte in NRW und Hessen

NEU-ISENBURG (ric). Ab 2007 können Pflegehilfskräfte in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Hessen unter bestimmten Voraussetzungen auch behandlungspflegerisch tätig werden.
Im Landesvertrag Häusliche Pflege in NRW und im Rahmenvertrag zur häuslichen Krankenpflege in Hessen wird ab dem 1. Januar 2007 der Einsatz von Pflegehilfskräften in der einfachen Behandlungspflege der Leistungsgruppe 1 zugelassen.
Unter die einfache Behandlungspflege fallen zum Beispiel die Medikamentengabe und -neueinstellung, die kontrollierte Therapie mit rezeptpflichtigen Betäubungsmitteln sowie subkutane Injektionen.
Voraussetzung ist, daß die Pflegehilfskräfte über eine zweijährige Berufspraxis verfügen und einen dokumentierten Schulungsnachweis über eine sach- und fachgerechte Qualifizierung von mindestens 140 Stunden des jeweiligen Bildungsträgers sowie die Bestätigung der zuständigen Stelle vorlegen können. Darauf weist der Malteser Hilfsdienst hin, der passend dazu einen "Aufbaulehrgang Behandlungspflege Stufe 1" anbietet.
"Die Schwesternhelferinnen-Ausbildung umfaßt in der Regel 120 Stunden. Unser Aufbaulehrgang hat 21 Stunden, damit ist das erforderliche Stundenmaß erreicht", so Norbert Klöcker vom Malteser-Hilfsdienst, Köln. In Aachen wurde der Lehrgang bereits getestet "und die Teilnehmer waren sehr zufrieden. Für die Schwesternhelferinnen bedeutet das eine Aufwertung ihrer Tätigkeit, für die Pflegedienstleitungen eine Stärkung ihres Teams."


Also können jetzt auch Schwesternhelferinnen mit ihrem 6Wochkurs plus dem Aufbaulehrgang von 21 Stunden Behandlungspflegen durchführen.

Frage: worin besteht nun der Unterschied zwischen APH/ KPH und Schwesternhelferin?

der Link hierzu:

Mehr Rechte für Pflegekräfte in NRW und Hessen

Naja, jetzt weiss ich auch warum mein Chef unsere beiden Hilfskräfte zum Aufbaulehrgang geschickt hat.
 
Qualifikation
Altenpflegerin/ Praxisanleitung
Fachgebiet
Ambulanter Dienst
M

Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo Angel555:laughing: ,

Unter die einfache Behandlungspflege fallen zum Beispiel die Medikamentengabe und -neueinstellung, die kontrollierte Therapie mit rezeptpflichtigen Betäubungsmitteln sowie subkutane Injektionen.
Schick, schick, damit wird angefangen, und der Rest der Behandlungspflege kommt wohl auch bald noch dazu:mad_2: :mad_2: :mad_2: !
Welche Motivation steht dahinter?
Etwa Proffesionalität???:sick:
Reichen da 140h???

"Die Schwesternhelferinnen-Ausbildung umfaßt in der Regel 120 Stunden. Unser Aufbaulehrgang hat 21 Stunden, damit ist das erforderliche Stundenmaß erreicht",
Wenn ich mir da ein praktisches Beispiel vorstelle... auweiha!
Eine Kollegin von mir ist KPH, und wenn sie nochmal die Schulbank für 21h drückt, soll sie fit genug sein für oben genannte Tätigkeiten?
Sorry, aber da bleibt mir glatt die Spucke weg!:devil:

für die Pflegedienstleitungen eine Stärkung ihres Teams."
und wohl eher Einsparungen von Fachkräften!:devil:

Dir Angel, Danke für deinen Beitrag:thumbsup: !

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
A

Angel555

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21.06.2006
41334
für die Pflegedienstleitungen eine Stärkung ihres Teams."
Von wegen Stärkung!
-Hilfskräfte führen Behandlungspflegen für weniger Gehalt durch, als examinierte.( Chef spart richtig Kohle)
-Touren können besser geplant werden da Hilfskräfte jetzt flexibler einsetzbar sind.
Demnächst fahre ich dann wohl die " Waschtouren".:ermm:

Hm...und wie dauerts dann noch bis wir examinierten arbeitslos sind???

Angel555
 
Qualifikation
Altenpflegerin/ Praxisanleitung
Fachgebiet
Ambulanter Dienst
O

Ossistern

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19.10.2006
90455
Von wegen Stärkung!
-Hilfskräfte führen Behandlungspflegen für weniger Gehalt durch, als examinierte.( Chef spart richtig Kohle)
-Touren können besser geplant werden da Hilfskräfte jetzt flexibler einsetzbar sind.
Demnächst fahre ich dann wohl die " Waschtouren".:ermm:

Hm...und wie dauerts dann noch bis wir examinierten arbeitslos sind???

Angel555
schade daß inzwischen die Examinierten sich zum waschen viel zu fein sind!:mad_2:
aber ich dacht GRUNDPFLEGE wird auch den ex. gelernt und bei der praktischen geprüft?
und ich hab in meiner 1jährigen prüfungen abgelegt für diverse behandlungspflege und kann diese somit auch ausführen!
da sträubn sich mir jedes mal die nackenhaare wenn die ex denken sie seien was besseres!!!manchmal haben gerade die NULL auf den kasten,weil die nur das medizinische sehen und nicht den menschen! sorry is meine meinung!
arme Kranke und arme bewohner kann ich dazu nur sagen!
was wären denn die ex ohne die krankenbeobachtungen von uns helfern???? schonmal daran gedacht?:ermm:
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Altenheim
M

Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo Angel555,

eben , Motivation= Einsparung!:sick: :devil:

Grüßle Manu
 
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Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
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Angel555

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21.06.2006
41334
schade daß inzwischen die Examinierten sich zum waschen viel zu fein sind!:mad_2:
aber ich dacht GRUNDPFLEGE wird auch den ex. gelernt und bei der praktischen geprüft?
und ich hab in meiner 1jährigen prüfungen abgelegt für diverse behandlungspflege und kann diese somit auch ausführen!
da sträubn sich mir jedes mal die nackenhaare wenn die ex denken sie seien was besseres!!!manchmal haben gerade die NULL auf den kasten,weil die nur das medizinische sehen und nicht den menschen! sorry is meine meinung!
arme Kranke und arme bewohner kann ich dazu nur sagen!
was wären denn die ex ohne die krankenbeobachtungen von uns helfern???? schonmal daran gedacht?:ermm:
Sorry, aber ich glaube du hast mich da ein wenig mißverstanden. Ich bin mir nicht zu fein Grundpflege durchzuführen, denn auch diese hat Qualität. Waschen ist nicht gleich waschen. MIr gehts allein nur darum das ich mich frage wozu ich ich 3 Jahre die Schulbank gedrückt habe, wennn ab dem Jahr 2007 auch Schwesternhelferinnen mit einem 6Wochenlehrgang fast die gleichen Tätigkeiten durchführen darf wie eine Pflegefachkraft.

Hier denke ich etwas weiter!
Ich sehe wie Einrichtungen hierdurch Gelder sparen und Hilfskräfte ausnutzen.Hilfskräfte führen Behandlungspflegen durch für weniger Geld. Einrichtungen können diese aber weiterhin in hohem Maße bei den Krankenkassen abrechnen , also sparen sie richtig Kohle!
Durch die Behandlungspflege hat die Helferin ein hohes Maß an Verantwortung und Fachwissen aufzuweisen. Ich denke nicht das dies durch 21Stunden Aufbaukurs gewährleistet ist.
Und glaub mir ich sehe nicht nur das medizinische. Ich bin ausgebildete AP und sehe den "ganzen" Menschen.Und Krankenbeobachten machen nicht nur Helfer sondern auch "wir".

Sorry wenn dich mein Beitrag verletzt haben sollte..das wollte ich wirklich nicht.:blushing:

Gruß

Angel555
 
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Altenpflegerin/ Praxisanleitung
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Ambulanter Dienst
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Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo Ossistern,

ich schließe mich dem Beitrag von Angel555 an, auch ich denke, das du uns ganz arg mißverstanden hast!
Niemand spricht dir deine Qualifikation ab!
schade daß inzwischen die Examinierten sich zum waschen viel zu fein sind!:mad_2:
ich habe das Gefühl, das du etwas verallgemeinerst, so sind nicht alle , aber du hast recht, davon gibt es auch genug!

aber ich dacht GRUNDPFLEGE wird auch den ex. gelernt und bei der praktischen geprüft?
ja selbstverständlich, mach mal bei mir nen Praktikum, dann weißt du, wieviel Wert ich darauf lege:grin: !
und ich hab in meiner 1jährigen prüfungen abgelegt für diverse behandlungspflege und kann diese somit auch ausführen!
auch hier gebe ich dir Recht!
da sträubn sich mir jedes mal die nackenhaare wenn die ex denken sie seien was besseres!!!
ich glaube, das ist ein Thema für einen anderen Thread:wassat: !


Wie gesagt, ich schließe mich Angel555 an!
Auch von mir ein Sorry, du hast das wirklich in den falschen Hals bekommen!:wink:
Friede:grin: !

Grüßle Manu
 
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KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
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Griesuh

Griesuh

Gesperrter Benutzeraccount
Hallo Angel555
In einem Beitrag von mir habe ich zu diesem Theam geschrieben:

Nach den Richtlinien und Leistungsbeschreibungen und den Rahmenverträgen mit den Krankenkassen in Hessen, nach § 72 SGB XI u. § 132a Abs. 2 SGB V, gültig ab 1.5.2006, dürfen ungelernte Hilfskräfte überhaupt KEINE Behandlungspflege durchführen.
KPH u. APH dürfen bis auf wenige Ausnahmen KEINE Behandlungspflegen ausführen.
Zu den wenigen Ausnahmen die APH u. KPH in der Behandlungspflege ausführen dürfen, gehören S.C. Injektionen, SK Gabe, Kompressionsstrümpfe an/ausziehen, Med.Gabe von vorgerichteten Medikamenten.
Das alles nach Einarbeitung durch eine verantwortliche Pflegefachkraft.
Ungelernte Hilfskräfte, sogar Arzthelferinnen dürfen laut diesen Rahmenverträgen in Hessen KEINE Behandlungspflege ausführen.
Die Ärzte Zeitung schmeißt hier einiges durcheinander, zwei verschiedene Bundesländer mit verschiedenen Rahmenverträgen werden zu einem, in dem dem Bericht.
So schreibt sie: .... Pflegehilfskräften in der einfachen Behandlungspflege der Leistungsgruppe 1 zugelassen.
In Hessen gibt es keine Leistungsgruppen der Behandlungspflege.
Bei uns ist die Behandlungspflege unabhängig einer Pflegestufe, oder der Art und schwere der Versorgung.
Die Honorare sind gleich, egal ob der Vers. keine Pflegestufe hat oder in Pflegestufe 3 Plus ist.
Es für jede der Erfassten Behandlungspflegen ein unterschiedlicher Festbetrag angelegt, egal ob Eingstuft oder nicht. Z. B. gibt es für eine Wundversorgung bei Dekubius 5,34 € plus 4,76 € Hausbesuchspauschale.
Für einen DK wechsel gibt es 6,31 € plus Hausbesuchspauschale. usw. Egal welche pflegestufe der Kunde hat.
Ganz wichtig ist der feine aber ausschlaggebende Unterschied zwischen Hilfskräften und ungelernten Kräften zu berücksichtigen.
Hilfskräfte sind AHP oder KHP mit einer 1jährigen Ausbildung. Ungelernte Kräfte haben keine Ausbildung im pflegerischen Bereich und dürfen dementsprechend auch keine Behandlungspflege (in Hessen) durchführen.
Also sind wir uns doch einig: 1 jährig Ausgebildete AHP, KHP dürfen, unausgebildete Hilfen dürfen nicht.
Andere Rahmenverträge und Richtlinien mit den Krankenkassen stehen in Hessen zur Zeit nicht zur Debatte. Da bin ich sicher, denn die neuen SGB V Rahmenverträge habe ich ebenfalls mit den kassen abgeschlossen.
Wie es in anderen Bundesländeren ausschaut kan ich nicht sagen. Meine Angaben haben für Hessen gültigkeit.
grüße Griesuh.
 
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Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
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Ambl. Pflegedienst
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Ossistern

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19.10.2006
90455
ok,dann hab ich viellt wirklich etwas mißverstanden......sorry an alle! hoffe es kommt nimmer vor *gg*
schönen abend noch!
 
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Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Altenheim
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Angel555

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21.06.2006
41334
Nach den Richtlinien und Leistungsbeschreibungen und den Rahmenverträgen mit den Krankenkassen in Hessen, nach § 72 SGB XI u. § 132a Abs. 2 SGB V, gültig ab 1.5.2006, dürfen ungelernte Hilfskräfte überhaupt KEINE Behandlungspflege durchführen.
Hallo Griesuh,
wir haben 2 ungelernte Kräfte ( sechswochenkurs vom DRK ). Diese beiden werden auf den sogenannten "Aufbaulehrgang Behandlungspflege Stufe 1" geschickt, um dann auch Behandlungspflegen der Leistungsgruppe 1 durchführen zu dürfen. Genau dies teilte mir mein Chef letzte Woche mit, bevor ich hier im Netz den Bericht der Ärztezeitung gefunden habe.

Bei uns in NRW gibt es LG1, LG2 und LG 3.
Zu LG 1 gehören z.b. K-strümpfe an/ausziehen, Medikamentengabe ( vorgerichtete) .
Genau das ist es ja was mir so merkwürdig erscheint.
Entweder erzählt mir mein Chef eins vom Pferd oder es ist in NRW tatsächlich so.
Darum stellte ich ja auch hier die Frage wo nun noch der Unterschied zwischen KPH/ APH und Schwesternhelferinnen( ungelernte Kräfte) besteht.
Ich werde mich auf jedenfall schlau machen,denn diese Sache interressiert mich brennend.

Gruß

Angel555
 
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Altenpflegerin/ Praxisanleitung
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Ambulanter Dienst
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Ossistern

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19.10.2006
90455
also ich hab sogar in meiner ausbildung damals sogar gelernt und auch geprüft worden von sterilen verbänden selbstständig zu machen,und wie gesagt meine bez. KPH gibts ja heutzutage nimmer! und seit vor ein paar jahren mal EINER kph ein gravierender fehler unterlaufen is bei sterilen verband machen,durft ich in meinem letzten AH keine sterilen verbände mehr machen,was ich sehr schade finde!
aber auch ich denke mal des is von bundesland zu bundesland verschieden obwohl wir deutschland sind,kocht jeder sein eigenes süppchen!
 
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