Intensiv HILFE! Entscheidungsbaum: Infusionsmanagement/ Medikamenten Inkopatibilitäten??

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The_Fin

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Hallo Leute!

Ich suche Erfahrungswerte, oder sogar ein Schema zum Infusionsmanagement und Medikamenten Inkopatibilitäten!

Leider gibt es bei uns keinen richtigen Standard an welcher Stelle des ZVK´s welche Medikamente laufen sollen/ müssen. Erfahrungen werden selbstverständlich mündlich ausgetauscht, aber es kommt immer wieder vor, dass die Infusionen kreuz und quer laufen und als Neuling lernt man häufig erst durch kritische Situationen (wenn man z.B. 10 Min. panisch mit Vitamin C am verschlossenen Schenkel werkelt).

Jetzt versuche ich einen Entscheidungsbaum (ähnlich wie beim PICCO) zusammenzustellen, der aufzeigt, was man wo bei welchem ZVK anhängen sollte (ohne die Option eines zusätzlichen Zuganges). Ein Beispiel: Was mache ich, wenn ich einen Doppellumen-ZVK bei einem katecholaminepflichigen Patienten mit Standardsedierung (Midazolam/ Sufenta) habe, der Arzt aber Heparin dazu haben will....

Wie läuft das bei euch? Könnt ihr mir eine Verfahrensanweisung schicken? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen,
vielen Dank!
 
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Arnold Kaltwasser

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The_Fin

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AW: HILFE! Entscheidungsbaucm: Infusionsmanagement/ Medikamenten Inkopatibilitäten??

Ja, hab ich! Und auch wenn manche Erfahrungsberichte nicht so gut sind, klingt es schon interessant...aber meiner Stationsleitung ist es leider zu teuer und auch unsere Apotheke hat sich bei den Kosten vorsichtig zurückgezogen! ;-)

Trotzdem Danke für den Hinweis!
 
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Arnold Kaltwasser

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AW: HILFE! Entscheidungsbaucm: Infusionsmanagement/ Medikamenten Inkopatibilitäten??

Bei der Apotheke wundert es mich...da sie für genau diese Fragestellungen zuständig ist!
Darf noch auf den aktuellen Artikel in der DIVI Zeitschrift hinweisen zur Katecholamintherapie...
Arnold
 
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Leni

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AW: HILFE! Entscheidungsbaucm: Infusionsmanagement/ Medikamenten Inkopatibilitäten??

Hallo The_Fin,
benötigen wir bei unseren Patienten zusätzliche Zugänge,dann werden sie gelegt bei Bedarf auch ein weiterer ZVK,daher haben unsere Pat. fast alle einen 3lumigen Katheter.Beipiel: distaler Schenkel:5er Bank darüber läuft zB. Rac,K'Cl, Morphin,Gela proximaler Schenkel:Midazolam, medialer Schenkel: Katecholamine.Peripher laüft dann zB Lasix.
Kann man erahnen das Pat mehrere Zugänge benötigt bekommt er bei uns von vorneherein einen Mehrlumenkatheter um die Inkompatibilität der Medikamente zu vermeiden.

Vielleicht konnte ich Dir ein wenig helfen
L.G.
Leni
 
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The_Fin

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AW: HILFE! Entscheidungsbaucm: Infusionsmanagement/ Medikamenten Inkopatibilitäten??

Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten!

Ich finde es beeindruckend, dass eure Ärzte sofort reagieren und neue Zugänge legen. Ich bin es gewohnt, dass sich manche Ärzte einerseits nicht trauen und/oder andererseits zu faul sind in ihrem Bereitschaftsdienst noch zusätzlich ZVKs zu legen. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass einige Ärzte gar keine Ahnung haben, was man zusammen laufen lassen darf und was nicht...aber das ist ein anderes Thema.

Vielleicht könnte mir jemand von euch eine Verfahrensanweisung, oder ein Schema zur Medikamenten Kompatibilität schicken? Oder läuft das bei euch (auch) nur über Erfahrungen und mündlicher Weitergabe? Dann wäre es schön, wenn ihr mir schreiben könntet, mit welchen Medikamenten ihr schlechte Erfahrungen gemacht habt!

Ich starte mal mit Inkompatibilitäten:

Midazolam: Heparin, Lasix, fetthaltige Infusionen
 
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Arnold Kaltwasser

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AW: HILFE! Entscheidungsbaucm: Infusionsmanagement/ Medikamenten Inkopatibilitäten??

sorry, dass ich nochmal darauf hinweise:
die Fachkompetenz liegt hier beim Apotheker!
Arnold
 
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selig

AW: HILFE! Entscheidungsbaucm: Infusionsmanagement/ Medikamenten Inkopatibilitäten??

Moin!
Bin nach meiner Fwb angefangen mich diesem Thema zu widmen.Als Quelle dienten mir das RKI, die Rote Liste,sämtliche Beipackzettel der auf Station verwendeten Medikamente und letztendlich zum Abschluss unsere Apotheke.Habe alle Med. gelistet und in einem Schema nach Inkompatibiltäten sortiert,eine Liste enthält Infos wie Perfusoren aufgezogen werden und mit was sie noch verdünnt werden können.Habe dann zu allem noch Standards entwickelt im Umgang mit ZVK's,VW,wieviel Lumen,wann periphere Kanülen,wo wird was angeschlossen.Den ganzen Kram zur Apotheke Geschickt incl. eines "kleinen" Fragenkatalogs und dann war es fertig.Jetzt ist einiges umgestellt worden und manches Med. dazugekommen,sodass der Kram wieder aktualisiert werden muss.Dass ganze ist eine sehr aufwendige Angelegenheit wenn man wirklich bei null anfangen muss und auch noch Überzeugungsarbeit leisten muss. Als Kontrolinstanz hatte ich mir die Apotheke und den Chefarzt dazu geholt da durch seine Mitarbeiter die Zugänge gelegt werden müssen.
 
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Rundumsorglospaket

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AW: HILFE! Entscheidungsbaum: Infusionsmanagement/ Medikamenten Inkopatibilitäten??

Auf IPS ist es häufiger so, dass das Behandlungsteam bestehend aus Ärzten und Pflegekräften zusammen einen Standard bezüglich ZVK- Bestückung erstellt. Allerdings muss ich meinem Vorredner absolut Recht geben:

Die Apotheke muss Euch in jedem Falle eine Liste über Inkompatibiliäten und Kompatibilitäten der Medikamente jeglicher Form zuschicken.

Falls Du noch Hilfe brauchst, dann schreib mir ne PN.
Ich kenne das Prozedere und kann Dir sicherlich ein paar und hoffentlich für Euch brauchbare Tips, Informationen geben.
 
Qualifikation
ex. KS, FKS A+I, Diplom. GuKP, RbP, Studentin
Fachgebiet
freiberuflich, Bayern, Studentin Pflegepädagogik staatliche Hochschule Ba-Wü
Weiterbildungen
Studentin Pflegepädagogik , Gründungsmitglied Bundesverband freiberuflicher Pflegefachkräfte e.V.
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