Hilfe bei Pflegeplanung

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TomBer83

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25.06.2007
53110
Hallo ihr lieben, ich bräuchte mal eure hilfe. Ich habe einen Patienten mit Z.n. schwerem SHT. ich hab hier mal einen Teil aus meiner Pflegeplanung, wo ich hilfe bräuchte. Thema Mundpflege. Zum Pat.: er ist stark eingeschränkt (Bewusstsein)und kommunikation ist verbal nicht möglich. Pflegeplanung ist als Anhang dabei. Bin sehr Dankbar für kritik und Vorschläge.
 

Anhänge

Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
allg. Pflege
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Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo TomBer83,

ich würde die Pflegeplanung noch etwas genauer formulieren!

als Problem würde ich die Gefahr von Mundhöhlen-/ und Schleimhauterkrankungen hinzunehmen

bei Ressourcen würde ich die Gegenstände und die Hilfe des PP genau benennen, z.B. : kann Zahnbürste mit Unterstützung( Führung) der Pflegekraft zum Mund führen

Ziel: zusätzlich Vermeidung von Mund-/ Schleimhauterkrankungen
Vermeidung von Kariesbefall

Maßnahmen: würde ich genau beschreiben, wie die Gewohnheiten sind


Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
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Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
:wink: ...und die Ressourcen zu erst bschreiben.

:eek:riginal:Eveline
 
Qualifikation
Krankenschwester
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Rixte

hallo TomBer,
Wie Evelin schon schrieb, Ressourcen an den Anfang setzen.
Ich kenne deinen Patienten nicht, auf Grund der Erfahrung mit schweren SHT`s , können noch neuropsychologische Probleme eine Rolle spielen, warum bei der Mundpflege Probleme auftreten.
Wahrnehmungsstörungen, Hyper/Hyposensibilität, Dysphagie, Dysartrie, Apraxie, Planungsprobleme um einige zu nennen.
Um diese Störungen entgegen zu treten, ist es wichtig wie du schon beschrieben hast, dem Patienten seinen Körper selber fühlen zu lassen und Gegenstände die benutzt werden sollten einen Widererkennungswert haben. Das bedeutet keine Tupfer, sondern geführtes Zähneputzen mit Zahnbürste. Am besten noch in einer ihm bekannten Situation, nach festem Schema.
Bei Schluckstörungen, sollte die Zahnbürste nicht zu feucht sein.
Hat er eventl eine Aphasie und versteht gar nicht was ihr von ihm wollt.

Wie gesagt, ich weiß nichts über den Pat. Sind nur so einige Anregungen.
LG Rixte
 
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Monika Bartz

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02.02.2006
4020
Bin sehr Dankbar für kritik und Vorschläge.
Lieber TomBer!
Ich kenn mich halt leider gar nicht aus bei neurologischen Erkrankungen, aber eine Pflegeplanung mit den beschriebenen Problemen würde bei mir so, wie im Anhang beschrieben aussehen.
Beim Problem würde ich auch noch, wie schon von meinen "Vorrednern" bemerkt, aufgrund welcher Schädigung es überhaupt zur Beeinträchtigung kommt, anführen.
Anhang anzeigen Pflegeplanung.Mundpflege doc.doc
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
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Manu5959

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Monika Bartz

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TomBer83

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25.06.2007
53110
Also ob die nun soo simpel ist :wink:.....ist ja nur ein bruchteil einer Pflegeplanung.... Fakt ist erst mal danke für die Ratschläge, auch wenn einige nicht ganz passten. Ich bin bei meiner version geblieben und habe einige eurer vorschläge mit einbezogen. Monika: bei deiner Version passte das Problem nicht soo ganz mit dem Ziel zusammen. als problem ist beschrieben worden dass der Pat. die Mundpflege nicht tolleriert und dadurch eine Gefahr entsteht. Der ausschluß dieser Gefahr ist aber in dem Falle nicht das ziel. Das eigentliche ziel ist dass der Pat die Mundpflege zulässt, und folgend die gefahr dadurch verhindert wird.:wink: du hast das ziel auch geschrieben, aber du bist auch auf die gefahr eingegangen... du kannst es aber so schreiben: pat lässt MP zu, dadurch ist gewähleistet , dass.... damit beziehst du es auf das ziel
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
allg. Pflege
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TomBer83

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25.06.2007
53110
Mit dir zusammen macht sogar eine simple Pflegeplanung Spaß
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger
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allg. Pflege
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Monika Bartz

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02.02.2006
4020
Hallo TomBer!
Oje, ich wollte doch gar keinen Angriff auf DICH machen. Ich weiß doch selbst, wie schwierig Pflegeplanungen sind. Und grad das Probblem, mit Zielen, Ressourcen und Maßnahemn genau und richtig abzustimmen, macht mir selbst nach den vielen Jahren der Dokumentation noch oft Probleme.
Ich hab mir halt einfach auch Gedanken gemacht, wie ich das aufschreiben würde und dabei auch gemerkt, wie schwer eine Planung eigentlich ist, vor allem, wenn man einen Pat. nicht kennt.
Ich wollte dich auf keinen Fall belehren oder berichtigen!
Der Thread an Manu sollte einfach nur aussagen, dass wir häufig ähnlich denken.
Ich wünsch dir eine gute Nacht!
Monika B.
 
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Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
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TomBer83

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25.06.2007
53110
ich bin nicht sauer... ich hab das schon richtig aufgefasst... keine angst...ihr kennt ja auch den pat. nicht also kann man ja keine genauen ratschläge geben.
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
allg. Pflege
headattack1

headattack1

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Moin moin, habe einfach mal hineingeschrieben.Eine Möglichkeit wäre:

Pflegeplanung


Problem

Mundpflege durch auftretenden Schutzreflextonus erschwert, gar fast unmöglich. Patient reagiert sehr misstrauisch gegenüber Mundpflege.
1.Gefahr des fortlaufenden kariösen Befalls der Zähne v.a. der Backenzähne.
2. Gefahr von Soor und Parotitis!

Ursachen?
evtl. Aspirationsproblem? Erkrankungen? Medikamente? Bewußtseinszustand?

Ressourcen

1.Pat kann den Mund öffnen,
2.Patient kann sich mit viel Ruhe wieder entspannen, reagiert auf ruhiges zureden und kann Gegenstände mit der Hand (durch hilfe von PP) an das Gesicht heranführen .

3. Kann er trinken? Kommunizieren? Wenn ja – was ist der Grund für das Misstrauen?

Ziele
1.Verbesserung des Verhältnisses zwischen Patient und Mundpflege. Pat lässt Mundpflege zu ( oder führt sie selbstständig durch) und kann sich auf die Situation des „Fremdkörpergefühls“ (= ist das der Grund?)im Mund mit der Zeit gut Vertraut machen.
2. Pat. hat gesunde Mundflora
3. Pat. kann selbstständig Mundpflege durchführen

Maßnahmen
1.Wahrnehmungsfördernde Maßnahmen: - Heranführen der Hände an das Gesicht, zum ertasten des Gesichtsfeldes (Mund). Der Patient soll lernen sein Gesicht wieder zu spüren.
2. 1,5 – 2 l H2o tgl zur Erhaltung der Mundflora und gesunder Zähne ( und natürlich nebenbei Flüssigkeitshaushalt!)
3. Patient auf eine Veränderung des Mundgefühls durch Fremdkörper
( Mundpflegeartikel) sehr genau hinweisen. ( hm...? muß man ihn darauf hinweisen?)
4. Mundpflege nach der Biographie (?) des Patienten durchführen nach jeder Mahlzeit ( z.B. mit seinem Lieblingsgetränk, oder nach seiner früher gewohnten Zeit nach dem Aufstehen…usw.)
Jegliches Vermeiden eines gewaltsamen Eingriffes
(Versteht sich von selbst) - das schreibst du nicht wirklich, oder?
5. Soor- und Parotitisprophylaxe(= Massage der Ohrspeicheldrüsen, z. B. bei der Körperpflege)
6. Pat. könnte angeleitet werden, dies selbst zu tun. Mit Spiegel und eigenen Pflegeartikeln - Zahnpasta hat heftigen Geschmack....)


Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Du kannst mir gerne eine Planung per mail ([email protected])senden - ich korrigiere sie...

Gruß
Headattack
 
Qualifikation
praxisanleitung
Fachgebiet
schülerausbildung
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TomBer83

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
25.06.2007
53110
Hi also erst mal danke. der Patient ist stark bewusstseinseingeschränkt (z.n. schwerem SHT), deshalb auch den pat. genau auf den beginn und die art der durchführung hinweisen. der pat ist im übrigen tracheotomiert (geblockt), da die gefahr einer aspiration besteht. das mit dem "gewaltsamen eingriff" war an der stelle geschrieben worden weil es während meiner schulischen laufbahn schwestern gab die solchen pat. den mund mit Nachdruck geöffnet haben mit der begründung " Die Zähne müssen geputzt werden". aber du hast recht. den punkt habe ich auch schon vorher rausgenommen.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
allg. Pflege
R

Rixte

Hi,

Wenn der Pat. schwerst Bewußtseinseingeschränkt ist, ist es wichtig nicht nur eine verbalen sondern auch eine taktilen Anfang zu setzen.
Dass heißt, bevor etwas in den Mund kommt, feste Berührung von außen. Rückseite der Zahnbürste erst von außen gegen die Seite,z.B.re Oberlippe, drücken und dann langsam in den Mund einführen.Das gleiche geschieht re, li sowohl oben als unten. Möglichst in immer gleicher Reihenfolge.
Wir haben es auf Station standarisiert, somit müssen wir nicht alle Punkte aufschreiben, sondern nur Besonderheiten.

ich finde es toll, dass du dir solche Gedanken machst. :thumbsup2:

Dies ist nur eine Ideensammlung, für die nächste Planung:eek:riginal:

Übrigends, bei der Mundpflege, kann man auch prima Schlucktrainig machen. Indem man den Kieferkontrollgriff anwendet und den PAt. unterstützt, wenn er durch die Feuchtigkeit im Mund zum Schlucken ansetzt.

LG Rixte
 
N

Neuro

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.07.2007
4020
Hallo!

Ich würde in der Pflegeplanung das Wort Gefahr nicht verwenden, würde es als Risiko bezeichnen --> wirkt auf mich weniger "bedrohlich".
In einer Fortbildung über Pflegediagnosen wurde uns als Begründung mitgeteilt, dass wir nicht "gefährlich" pflegen wollen.

Schönen Freitag Morgen
 
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Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester
Fachgebiet
Rehabilitation
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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