Intensiv Heparinzusatz in Druckmesssystemen

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wbohner

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20.11.2000
Heparin in den Druckbeutel, ja oder nein, wenn ja wieviel? Was bringt es?
Wer kennt aktuelle Literatur zu diesem Thema? :confused:
 
Holz - das fünfte Element

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07.07.2000
99999
Hallo,
[QB]Heparin in den Druckbeutel, ja oder nein, wenn ja wieviel? Was bringt es?
Wer kennt aktuelle Literatur zu diesem Thema? :confused:[/QB]

Diesmal keine Literatur, aber hiesige Praxis:

* Heparin Ja/Nein: Klares Jein:
--> ZVK: kein Heparin (by the way Wechsel alle 3 Tage)
--> art. Kanüle: Heparin (by the way Wechsel alle 4 Tage)
--> PAK: Heparin (Wechsel wie ZVK)

* Dosis, wenn JA:
--> 1000 I.E. Heparin / 100ml

Bei HIT sind's IIRC & ohne jede Garantie 750 Anti-Faktor-Xa-E. (entspr. 1250 Anti-Faktor-Xa-Einheiten/ml) / 500ml.

Frohes Druckbeuteln,

Hanno H. Endres

[ 27. Juni 2001 08:11: Beitrag editiert von endres ]
 
Qualifikation
Krankenpfleger
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Intensivtherapie
intcare

intcare

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Wir hatten früher 1000 i E Heparin/ 500 ml NaCl (für arterielle Spülsysteme) im Druckbeutel und verzichten seit mehreren Jahren drauf, die Komplikationsrate ist nicht angestiegen.
Gruß, Frank
 
Qualifikation
Fach-Krankenpfleger
Fachgebiet
Intensiv
S

Schöhler

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04.02.2001
Ludwigshafen
Hallo allerseits,

ich weiß, ich stell immer die selben Fragen, aber:
Gibts da Studien zu?

Alternativ wär ich auch echt zufrieden wenn mir jmd. in kurzen Worten erklärt wie ich das selbst rausfinden kann.....
Ich kenn das ganze auch mit 1000 iE auf 500ml NaCl 0.9%

Bis dann

Christian
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Herzchirurgie
R

Rolf

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Hallo all
Studien oder Literaturhinweise kann ich leider auch nicht beibringen;kann nur aus der Praxis berichten:
Wir verwenden bei uns bei den Druckbeuteln für das arterielle Druckmesssystem keinen Heparinzusatz;und wenn das arterielle System tatsächlich einmal "dicht" war,so ist eigentlich immer ein nicht ordnungsgemässer Umgang schuld gewesen.
Aus einem andern Haus kenne ich die Praxis 1000IE auf 500ml NaCl0,9%.
Greetz,Rolf
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
chirurg. Intensivstation
C

Cato

Neues Mitglied
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02.12.2000
Hallo,

wir verwenden bei Erwachsenen 5000 IE Heparin in 500 ml
NaCl 0,9 % und bei Kindern 500 IE Heparin in 500 ml NaCl
0,9 % .
Laut einem Programm der Firma B. Braun, Melsungen, ist die Stabilität von Heparin in isotonischer Kochsalzlösung 12 h.
Das Programm heisst KiK ( Kompatibilität im Katheter )
Ich halte es für nicht gut, die art. Systeme nur alle 3 Tage zu wechseln.

Mfg Klaus :redface:
 
G

gertrude

Neues Mitglied
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01.06.2001
Hallo CATO!

Wie oft willst du die art. Systeme dann wechseln?
Wir nehmen auch 5000IE Heparin in 500 ml Nacl.

Grüsse aus Wien
 
Qualifikation
Intensivkrankenschwester
Fachgebiet
Interne Intensivstation
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Laut einem Programm der Firma B. Braun, Melsungen, ist die Stabilität von Heparin in isotonischer Kochsalzlösung 12 h.
Das Programm heisst KiK ( Kompatibilität im Katheter )
Ich halte es für nicht gut, die art. Systeme nur alle 3 Tage zu wechseln.
Hallo Klaus,

ich habe gerade selbst einmal im KIK nachgeschaut. Die Angaben die Du gemacht hast konnte ich jedoch nicht finden. In der Übersicht der Stabilitäten von Liquemin/Heparin-Natrium in Isotonischer Kochsalzlösung 0,9% fand ich folgende angegebenen Zeiträume:
<UL TYPE=SQUARE><LI>Isotone Kochsalz-Lösung 0,9% Braun, 250 ml / Heparin-Na Braun 10000 I.E. : Stabilität im geprüften Zeitraum = Ja, Geprüfter Zeitraum = 24 Std.<LI>Isotone Kochsalz-Lösung 0,9% Braun, 500 ml / Liquemin 25000 I.E. (1 Ampulle à 5 ml) : Stabilität im geprüften Zeitraum = Ja, Geprüfter Zeitraum = 24 Std.<LI>Kochsalz 0,9% Braun, 100 ml / Heparin-Na Braun 5000 I.E je ml (2 ml). : Stabilität im geprüften Zeitraum = Ja, Geprüfter Zeitraum = 7 Tage, Bemerkung : über einen Zeitraum von 7 Tagen RT, Heparinaktivität praktisch unverändert (11,93IE/ml +-1%)<LI>Kochsalz 0,9%, 500 ml / Heparin-Natrium Braun 10000 I.E. je ml (1ml) : Stabilität im geprüften Zeitraum = Ja, Geprüfter Zeitraum = 24 Std.<LI>Kochsalz 0,9%, 500 ml / Heparin-Natrium Braun 10000 I.E. je ml (3 ml) : Stabilität im geprüften Zeitraum = Ja, Geprüfter Zeitraum = 24 Std.[/list]

Vielleicht haben wir auch nur einfach verschiedene Versionen (KIK Version 2.0).

Was die Stabilität und Zulassung von Heparin-Natrium/Liquemin in arteriellen Druckbeuteln und über einen 72 h Zeitraum angeht, schreibe ich jetzt die Fa. B.Braun Melsungen an und poste die Antwort mit in diesen Thread.

Aber zurück zum eigentlichen Thema:
ich halte es wie mein Vorredner Rolf Hackemann. Wir benutzen auf unseren Intensivstationen im Haus kein Heparin in arteriellen Meßsystemen. Wozu auch ? Katheterpflege sollte jeder von uns beherrschen.. das Spülen desselben im übrigen auch - auch wenn ärztliche Kollegen da des öfteren angelernt werden müssen ;)
Ich könnte jetzt auch nicht behaupten, daß unsere AVK´s - bei ordnungsgemäßer Pflege - schneller oder häufiger glotten als heparinisierte. (Wechsel des Ansatzstückes täglich, kompletter Systemwechsel alle 72 h.)

Laut Herstellerangaben unserer Systeme (Becton Dickinson) wir der AVK ohnehin kontinuierlich mit 4-10 ml Kochsalz aus dem Druckbeutel innerhalb 24h gespült. Vorraussetzung hierbei ist natürlich, daß die Druckmanschetten entsprechend gefüllt sind.

Gruß,
Christian.

[ 20. Januar 2002 13:41: Beitrag editiert von Christian Kröhl ]
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
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25.06.2000
Was die Stabilität und Zulassung von Heparin-Natrium/Liquemin in arteriellen Druckbeuteln und über einen 72 h Zeitraum angeht, schreibe ich jetzt die Fa. B.Braun Melsungen an und poste die Antwort mit in diesen Thread.
Die Fa. B Braun hat schnell reagiert und auf meine Fragestellung hinsichtlich der Stabillität von Heparin-Natrium in isotoner Kochsalzlösung. Die angefragten Konzentrationen bezogen sich dabei auf 1000 sowie 5000 i.E. Heparin-Natrium in je 500 ml NaCl 0,9% in arteriellen Druckbeuteln und bei dauerhaften Druckverhältnissen von mindestens 300 mmHg.
<BLOCKQUOTE>quote:</font><HR>
Sehr geehrter Herr Kröhl,
vielen Dank für Ihre e-Mail vom 20.01.2002. Zur Kompatibilität von Heparin-Natrium in isotoner Kochsalzlösung in denen von Ihnen genannten Konzentrationen verfügen wir über Erfahrungen, die zeigen, dass Heparin in diesen Lösungen mindestens über 24 h kompatibel ist.

Wir hoffen Ihnen damit geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Johann Schiller


Johann Schiller_Dr


B. Braun Melsungen AG
HC-MD-DE08P
Pfieffewiesen
D-34212 Melsungen

Phone +49 (5661) 71-2908
Fax +49 (5661) 75-2908
eMail [email protected]
Web<HR></BLOCKQUOTE>


Gruß,
Christian.

[ 22. Januar 2002 00:12: Beitrag editiert von Christian Kröhl ]
 
Qualifikation
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Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
W

Willi

Mitglied
Basis-Konto
08.11.2000
44143
Hallo,
auch auf unserer Intensivstation verwenden wir 5000iE Liquemin auf 500ml NaCl für die arteriellen Systeme, allerdings wechseln wir nur alle 6 Tage, und das auch nur weil dann die Infusionsflasche leer ist. Bei Verwendung von geschlossenen Systemen mit Entnahmeport spart man eine Menge Arbeit und Material. Ich werde jedoch die Anregung von Rolf und Christian aufnehmen und mit unseren Dokters sprechen, ob man nicht ganz auf Heparin verzichtet. Bei HIT oder Verdacht darauf benutzen wir ohnehin keines.
Grüße aus Dortmund
Willi
 
Qualifikation
ltd. Fachkrankenpfleger
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interdisziplinäre Intensivstation
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05.07.2001
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