Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweigert

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Mondlachen

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Ich komme gerade vom Spätdienst und bin total fix und fertig. Meiner Kollegin geht es ebenso.:sick: Folgendes Problem: Eine Bewohnerin (an Altersdemenz erkrankt) ist seit längerer Zeit ungewöhnlich aggressiv gegenüber dem betreuenden Pflegepersonal. Sie schlägt, tritt, kratzt, spuckt, verweigert die Einnahme der Med. (es helfen auch keine Trix mehr) und beißt um sich, ohne Vorwarnung. Da wir eine Versorgungsverpflichtung haben, müssen wir die Bewohnerin versorgen. Seit einiger Zeit traut sich aber kaum noch einer vom Pflegepersonal aus beschriebenen Gründen an sie heran. Es gab schon einen Nasenbeinbruch, blaue Augen u.v.a.m.. Da diese Dame ein sehr großes Kraftpotential und Ausdauer hat. Nun hatten wir für besagte Bewohnerin eine Einweisung von ihrem Hausarzt auf die psychatrisch/neurologische Station im Krankenhaus. Um sie medikamentös einzustellen. Da der Weg sehr kurz ist zum Krankenhaus, hat eine Kollegin die Bewohnerin zur Aufnahme ins Krankenhaus gebracht. Beim Aufnahmegespräch und den obligatorischen Untersuchungen tickte die Bewohnerin (wiederholt) völlig aus. Die begleitende Kollegin mußte die Bewohnerin festhalten um das Schlimmste zu verhindern. Es wurden noch zwei Pfleger hinzugerufen. Bis sich die Bewohnerin wegen Erschöpfung beruhigte. Daraufhin verweigerte die Ärztin die Aufnahme der Bewohnerin auf die psychatrische Station. Ihre Begründung war: das diese Patientin dem Pflegepersonal auf ihrer Station nicht zuzumuten wäre.:mad_2: So kam die Kollegin mit der Heimbewohnerin wieder zurück auf unsere Station. Wir dürfen keine Sedativa ohne ärztliche Anweisung verabreichen. Da die Bewohnerin total aus dem Häuschen war, haben wir den Bereitschaftsarzt angerufen und dieser hat ein Beruhigungsmittel der Bewohnerin verabreicht. Was haben wir als Pflegepersonal eigentlich für rechtliche Handhabe bei so einer Verweigerung einer ärztlich verordneten
Krankenhausaufnahme?
 
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ms-sophie

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Hallo,

wieso schickt ihr sie nicht mit dem KTW?

Ich hätte die Wiederaufnahme verweigert. Wenn sie die Psychiatrie nicht nimmt, hätte ich sie in die Notaufnahme gebracht.



Warum wird hier so lange gewartet? Es ist ja nicht nur für euch eine Belastung sondern auch für die BW. Sie schlägt, kratzt und beisst ja nicht aus Bosheit sondern, weil sie sich wohl nicht anders zu helfen weiss. Kennt ihr die Biographie der Dame? Hier gibt es viele Dinge die getan werden können. Medikamente sollten hier nur unterstützen.

Sophie
 
Schwester Christa

Schwester Christa

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Da wir eine Versorgungsverpflichtung haben
Kann mir mal jemand bitte diesen Umstand erklären? Dieser Begriff ist mir schon öfters im Zusammenhang mit schwer führbaren und/ oder aggressiven Patienten aufgefallen und ich verstehe es einfach nicht...
Wer spricht so etwas aus? Gibt man als Mitarbeiter im Heimbereich seine Grundrechte an der Pforte ab?

Ich kenne solche Situationen zur Genüge; allerdings eher umgekehrt. Heime und Allgemeinkrankenhäuser stellen uns in der Suchtklinik Leute vor die Türe, die sie selbst nicht haben wollen, weil sie "unattraktiv" sind, schwer führbar oder sonstwie personalintensiv zu betreuen.
Letztes Jahr kam ein über 80 jähriger auf unsere Akutaufnahmestation Sucht zur Entgiftung. Beginnend dement, schwer führbar desorientiert. Der hat wahrscheinlich vor 15 Jahren zuletzt Alkohol getrunken, Laborwerte waren diesbezüglich ok, Entzug entwickelte er nicht Als die Kollegen ihn zurückverlegen wollten, war sein Heimplatz nicht mehr vorhanden.

Aber das nur am Rande...

Sicherlich muss sich niemand in unserem Beruf die Knochen brechen lassen. Ein KH ist kein rechtsfreier Raum, ein Heim meines Wissens auch nicht. Ich kann jeden verstehen, der unter solchen Bedingungen nicht arbeiten will.
Wenn eine solche Patientin im Heimbereich ohne regelmäßige ärztliche Betreuung nicht geführt werden kann, muss sie in eine entsprechende gerontopsychiatrische Einrichtung. Das hat der Hausarzt gut erkannt. Warum er sie dann allerdings auf eine neurologisch-psychiatrische Station schickt verstehe ich nicht ganz.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Station nicht für Fixierungen ausgelegt ist, was unter den gegebenen Umständen die logische Konsequenz wäre. Allerdings wäre dies in einem Krankenhaus trotzdem noch eher zu organisieren, als in einem Heim.
 
Speerkaempferin

Speerkaempferin

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

wäre interessant zu wissen, in weelchen Situationen die BW so reagiert. Es muss ja Auslöser geben.
Entweder werden diese nicht erkannt und die BW -dement -fühlt sich bedroht, bevormundet oder.......
manche Menschen, je nach charakterl.Grundeigenschaften reagieren darauf entweder mit Rückzug oder Aggressiv.

Wie sind eure Gegebenheiten in der Einrichtung? Strukturen, Millieau, geschulte Mitarbeiter, Schmerzen der BW, ist sie neu eingezogen, oder ist sie schon länger da und wenn ja, war sie immer schon so oder ist das erst jetzt so ??????

Ich kenne soche BW auch und in der Regel sind die oben genannten Bereiche nicht an die Bedürfnisse dementer Menschen angepasst

Ist aus deiner Beschreibung heraus nicht zu erkennen.
 
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thorstein

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Ich kann Schwester Christa nur zustimmen. Die Frage könnte man so interpretieren: Wie zwinge ich ein Krankenhaus dazu, Patienten aufzunehmen, die offensichtlich eine Gefährdung für das Personal darstellen? Das Heimpersonal steht wohl auf dem Standpunkt: wenn man uns das Nasenbein bricht, warum dürfen die sich im Krankenhaus dann weigern?

Was mich aber tatsächlich stört, ist die Rückverlegung ins Heim. Die Ärztin hätte die Bewohnerin bei dieser Einschätzung sofort in eine geeignete Einrichtung einweisen müssen.
 
IMC Köln

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Der Hintergrund ist folgender : Kommt man mit Patient und Einweisung noch selbst ins KH,liegt kein akut lebensbedrohlicher Notfall vor. Ausserdem steht auf den wenigsten Einweisungen expliziet ein bestimmtes KH geschrieben,also kann man mit verschiedensten Ausreden die Aufnahme ablehnen. Es geht aber auch mit der Wahrheit,wie man hier sieht :whistling.
Erfolgt der Transport ins KH mittels KTW,so kanns KH auch noch sagen,sie hätten z.B. kein freies Bett,dann wird das nächste KH angefahren. Findet der Transport allerdings mit RTW statt,ist es ein Notfalltransport und die müssen,laut den länderüblichen Rettungsdienstgestzen ins nächstgelegene KH fahren,welches dann erstmal aufnehmen und Erstmaßnahmen durchführen muss !
Die Ärztin hat nicht ganz unrecht,denn da besagte Pat. diese "Ausfälle" schon längere Zeit zeigte,bestand auch keine "Notaufnahmepflicht",also brauchte die Ärztin auch nicht weiterüberweisen. Hier wäre angebracht,eine fachspezifische Klinik aufzusuchen bzw. die Pat. nem Neurologen vorzustellen,um ggfs. die Einweisungsmodalitäten zu überarbeiten.
 
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nofretete

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Nun da ist ja wohl einiges schiefgelaufen, angefangen mit der privaten Fahrt mit PKW ins KH!!!! Wie kommt man nur auf so eine Idee? Vom versicherungsschutz bei einem Unfall will ich garnicht erst anfangen.

Wahrscheinlich hatte die Ärztin im KH sogar Recht mit ihrer Einschätzung, dass diese Bewohnerin nicht für ihr KH in Frage kommt, und wenn ein Rettungswagen sie gebracht hätte, dann wäre sie sicher auch in eine für sie entsprechende Klinik gekommen!
 
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Tilidin

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Akutes Systemversagen: alle Beteiligten sollten draus lernen, damit solche Vorfälle in der Zukunft nicht wieder vorkommen.

Was mich ein wenig stört, ist die Aussage; schon seit längerer Zeit.( 3/4/5 Wochen/Monate?
Der Hausarzt? u. die Einrichtung verschieben das Problem ein wenig auf Andere, wahrscheinlich hätten sie früher reagieren können.?
Schw.Christa u.thorsten haben es ja schon beschrieben.( geronto-psychatrische-Fachabteilung) und wenn möglich schnell.
 
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bowielein

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Nun da ist ja wohl einiges schiefgelaufen, angefangen mit der privaten Fahrt mit PKW ins KH!!!! Wie kommt man nur auf so eine Idee? Vom versicherungsschutz bei einem Unfall will ich garnicht erst anfangen.
Wieso soll eine Bewohnerin bei einem Unfall nicht versichert sein? Nur weil es in KH oder zum einem Arzt geht, muss da noch lange kein KTW sein.
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

nofretete ging es bei dem Unfall wohl eher um die PK.
 
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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Weil Stations-MA in Pflegeheimen keine Krankentransport durchführen dürfen ! Dazu gibts entweder den hauseigenen Fahrdienst oder im hiesigen Fall ein Taxi. Wenn Kollegin xy sich die renitente Dame ins eigene Auto setzt und es kommt durch ein "Austicken" der Pat. zum Unfall,so ist Kollegin xy dran. Genauso,wenn sie mit ihr gelaufen wäre...ist nicht ihre Aufgabe !
Versicherungtechnisch wirds wohl abgelehnt werden,denn alte,demeziell veränderte und zu dem aggressive Pat.werden im akuten Schub per RTW transportiert,denn der Schub ist ein Notfall,da Eigen-und Fremdgefährdung vorliegt.
In diesem Falle hier wäre in der Tat schon vorher reichlich Zeit gewesen,das Neuro/Psych.-Konsil zu erledigen,aber nein,das Personal diskutiert lieber,wer die Pat. NICHT versorgt :mad_2:.
 
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nofretete

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Und zwar, wenn diese Bewohnerin im Auto einen Wutanfall bekommen hätte, und noch andere Verkehrsteilnehmer betroffen wären, nicht nur die PK! Ich weiß, dass alle versichert sind, nur den Rattenschwanz, den sowas hinterherziehen könnte, naja auf so eine Idee würde ich nie kommen!
 
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Mondlachen

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Das Krankenhaus ist in unmittelbarer Nähe zum Heim. Wir haben keinen hauseigenen Fahrdienst und der Hausarzt hat auf Rücksprache mit dem Heimleiter keinen Transportschein für den KT ausgestellt. Der Heimleiter selber hat den Transport, im Rollstuhl in Begleitung der ex. Altenpflegerin (bekannte Betreuungsperson)der Bewohnerin sogar schriftlich aus Zeitgründen angeordnet. Auf dem Einweisungschein stand dieses KH als Einweisungsadresse. Die Aufnahmestation wurde tel. über die Eigenarten der (neuen) Patientin,Diagnosen und Grund der Einweisung nochmals sogar vom HA selber in Kenntnis gesetzt. Wir arbeiten ansonsten sehr gut mit dem Krankenhaus zusammen, da es dem selben Träger angehört.
 
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Tilidin

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Hallo Mondlachen

Ist es ein Krhs. der Regelversorgung, oder ein neurologisches Krhs, oder ein sonstiges Krankenhaus??????

Und was bedeutet:
da es dem selben Träger angehört.
Wenn man wollte,könnte man Rückschlüsse anstellen u. warum hat die Einrichtung den Zustand so lange hingenommen????

Sorry für die Krhs.-Frage: eben gelesen
 
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Mondlachen

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

In diesem KH wurden schon einige Bewohner vernünftig mit Medikamenten (Psychopharmaka) eingestellt. Es geht um eine bessere Lebensqualität der Bewohnerin. Da fähige FÄ dort vor Ort sind. Das Krankenhaus ist gleich nebenan. Da die Gewaltausbrüche der Bew. zunehmend schlimmer wurden, haben wir die Reißleine gezogen und um eine Einweisung beim HA gebeten. Dem ging eine Personalbesprechung und ein Gespräch mit den Angehörigen der Bewohnerin vorraus. Eine Fixierung verhaltensauffälliger Bewohner lehnen wir alle ab. Die KH-Station hat auch eine gerontopsychatrische Abteilung. Der Heimplatz bleibt der Bew. trotzdem sicher erhalten. Wir schieben unsere Bewohner nicht ins KH ab. Auch bei akuten Erkrankungen die einen KH Aufenthalt nötig machen, besuchen wir (Betreuungspfleger) mind. 2x in der Woche unsere Bewohner. Den Pflegern/innen werden Stellenanteilmäßig Bewohner zugeordnet. Dabei wird auch der Sympathiefaktor beiderseits berücksichtigt. Darum ist die Verweigerung der KH-Aufnahme der Bewohnerin für uns nicht nachvollziehbar.
 
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Mondlachen

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Vielleicht sind wir vom Pflegepersonal schon die erschwerte Pflege gewöhnt. Wie schon geschrieben, heißt es bei uns oft "SIE HABEN EINE VERSORGUNGSPFLICHT GEGENÜBER ALLEN BEWOHNERN" Auch das aushalten und erdulden von körperlichen Übergriffen von Bewohnerseite gehört dazu. Was schon zu einigen Gesprächen mit dem Hausarzt, Pflegedienstleitung und Heimleitung führte. Leider oft ohne Erfolg für das Pflegepersonal. Nur einige Mitarbeiter mucken dann mal auf . Manchmal kann man etwas damit bewegen.
 
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Tilidin

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Danke für die Erklärung
Ich kann deine/eure pflegerische Grundeistellung sicher besser verstehen, aber
Auch das aushalten und erdulden von körperlichen Übergriffen von Bewohnerseite gehört dazu
Ich kann nicht beurteilen, wie weit die Übergriffe gehen, aber als Grundeinstellung meines pflegerischen Handelns, halte ich diese Aussage für mehr als Grenzwertig.
 
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Mondlachen

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Die Bewohnerin war in der Langzeitpflegestation untergebracht. Im November letzten Jahres ist das komplette Altenheim in ein neu erbautes Gebäude umgezogen. Die Bewohnerin wurde durch eine Umstrukturierung der Belegung der Stationen auf der Demenzstation untergebracht. Da die Langzeitpflege und Demenzstation zusammen gelegt wurden. Blieb den Bewohnern das vertraute Pflegepersonal erhalten. Die Bezugspflege wird weitergeführ wie bisher im alten Gebäude. Das "Problem" mit der Bewohnerin ist allerdings schon länger bekannt. Der HA und die Stationsleitung/Heimleitung hat die Notwendigkeit einer Einweisung ins KH lange heruntergespielt, da die Bewohnerin ja nun auf der Demenzstation untergebracht wurde. Das KH das in der selben Trägerschaft wie das Altenheim ist, steht unmittelbar neben dem Altenheim und hat auch eine geronto-psychatrische-Fachabteilung. Wie schon geschrieben, wurde die Aufnahme der Bewohnerin durch die Aufnahmeärztin kategorisch verweigert. Sie schickte unsere Stationsleitung mit der Bewohnerin wieder zurück.
 
Speerkaempferin

Speerkaempferin

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

schade dass du auf meine Fragen nicht geantwortet hast.
Und ich finde es schade, dass alle nur das Augenmerk darauf richten, wie und wo die BW "versorgt" werden sollte.
ich
Vielleicht sind wir vom Pflegepersonal schon die erschwerte Pflege gewöhnt
wieso erschwert? weil dement? ich erlebe die pflege als ganz anders aber nicht erschwert.
Auch das aushalten und erdulden von körperlichen Übergriffen von Bewohnerseite gehört dazu.
das verstehe ich auch nicht. was ist das für eine Einrichtung, dass ihr so viele schlägernde BW habt?
ich arbeite schon jahre mit Menschen mit Demenz oder anderen psych.Veränderungen, aber es waren nur selten welche dabei, die handgreiflich wurden. Und immer waren die Auslöser eben Stressoren : MA, Umfeld, Überforderung, Konfrontation, ANGST vor der Welt die nicht mehr verstanden wird und "Versorgungsaufträge" die sich nach UNSEREN logischen Denkmustern und Abläufen anpassen sollten.

vielleicht verrätst du mehr. vielleicht seid ihr eine "besondere" Einrichtung für besonders schwere "Fälle"?
 
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Tilidin

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AW: Heimbewohnerin wird die Einweisung ins Krankenhaus durch Aufnahmeärztin verweiger

Hallo Speerkaempferin

Du hast vollkommen Recht, man hätte im Vorfelde die gesamten Lebensumstände beleuchten sollen.( vieleicht will die Bew. nur etwas ausdrücken.)

Ich kann auch nicht beurteilen, ob es im Rahmen einer Demenz oder Psychose abläuft, aber wenn es eine Psychose sein sollte, dann halte ich einen Aufenthalt in einer Fachklinik für angebracht.( Krisenintervention)

Nun haben wir hier aber keine akute Symtomatik, kein akutes Krankheitsbild, alles hätte(hätte)besser u.früher Koordiniert werden können. (jetzt ist es zu spät)

Ich vermute: das hier die Philosophie des Hauses/Träger auch mit die Ursache des ganzen ist, denn ein paar Aussagen sind für mich überdenkenswert.

"SIE HABEN EINE VERSORGUNGSPFLICHT GEGENÜBER ALLEN
;291694]Auch das aushalten und erdulden von körperlichen Übergriffen von Bewohnerseite gehört dazu[/quote]

Mit viel wohlwollen, kann man diese Aussagen vieleicht einem Führungsinstrument zuordnen, es hat auch so etwas wie den moralischen Finger, aber es passt für mich überhaupt nicht in die vieleicht andere Sichtweise von Führung.
Letztendlich kann nur Mondlachen hier Aufklärung bringen.
 
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