Allgemeinchirurgie Hautarzt

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siggi

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15.02.2006
Heiligenhaus
Hallo, darf ich noch mal zurückkommen auf das Leid meiner komatösen Stieftochter im Pflegeheim. Nach wie vor bekommt sie , wie seit vielen Jahren, Entzündungen in der Analfalte, die teilweise jetzt auch außerhalb auftreten. Das sind jetzt Bläschen, die aufplatzen und die Flüssigkeit verteilt sich. Wir meinen, wo sie hinkommt, entstehen neue und die damit zusammenhängen Rötungen. Der Arzt verschreibt auf Privatrezepten immer nur Frekacid. Wir kaufen schon Cavilon, um damit nicht befallene Haut zu schützen - mit wenig Ergebnis.

Unsere Bitte an den für das Heim tätigen Arzt, einen Hautarzt einzuschalten, kontert dieser damit, dass er dann selbst nicht mehr behandeln dürfe und ob der Hautarzt dann später überhaupt kommt, sei die Frage.

Bitte, hat jemand eine Idee? Danke.
 
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Rentner/Betreuer
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F

Fripi

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02.08.2005
Unsinn. Natürlich darf er weiterhin behandeln - Die Flachpfeife hat entweder Angst mehr Arbeit zu haben oder das der Hautarzt mal eine runde gegen die Stümperhafte Behandlung rebelliert. Dermatologie ist wahnsinnig umfangreich, es gibt einen guten Grund wieso es Hautärzte gibt. Normalerweise sollte ein Arzt der bei einer Hauterkrankung nicht weiterkommt von alleine in diese Richtiung gehen und sich eine Fachmeinung einholen. Der Hautarzt kann dann vorschlagen was gemacht wird und der Hausazt setzt dies dann um.
Die Problematik ob der Arzt überhaupt kommt ist jedoch weiterhin wexistent, ich würde mich mit Hautärzten in der nähe auseinandersetzen, anrufen und fragen ob es dort jemanden gibt der zu besuch käme. Gibt es das nicht muss halt ein Transport zum Krankenhaus erfolgen um einen Hautarzt draufschauen zu lassen.
Wenn ihr aber jemanden findet schlagt dem Hausarzt doch vor das dieser und jene Arzt kommen würde und ihr nurdarum bittet sich mit diesem in Verbindung zu setzen für einen Termin.
Sollte all das nicht helfen würde ich persönlich freundlichst darauf hinweisen das eine Behandlung die so langfristig keine Ergebnisse erzielt offensichtlich einen Fehler in der Behandlung voraussetzt und dementsprechend eine Körperverletzung gegeben sein könnte - was man natürlich auch bei bedarf nochmal von einem Anwalt prüfen lasssen kann.

Schlussendlich würde ich auch nach einem alternativen Hausarzt suchen, welche die Hausbesuche machen gibt es doch noch hin und wieder.

Liebe Grüße, Nils
 
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Fachgebiet
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Weiterbildungen
Algesiologische Fachassistenz
Dani2009

Dani2009

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13.08.2009
80939
Unbedingt "Fripis" Handlungsweise annehmen und danach handeln!
Gilt im Übrigen auch für andere Fachrichtungen, insbesondere Zahnarzt, etc.

Zeigt keine Ehrfurcht vor dem hauseigenen Arzt !!!!

Notfalls sich auch an die Sozialstation (sofern gegeben) wenden oder an die Pflegekasse!
 
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Fachkraft
Fachgebiet
Station
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stelli

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16.06.2009
39517
Kann meinen Vorgängern nur zustimmen !!!
Lass dir vom Hausarzt ne Überweisung für den Dermatologen geben , und suche dir einen , der auch Hausbesuche macht . Im Notfall (wenn du keine Überweisung bekommst) zahlst du die 10 € direkt beim Hautarzt .
Und wenn der Hautarzt die Betreuung der "Hautproblematik" übernimmt , kann und muss der Hausarzt deine Tochter weiterhin voll betreuen .
Hausärzte sind doch zumeist Allgemeinärzte und Internisten . Einige wenige wollen halt die Verantwortung für den Patienten nicht teilen . Man muss sie halt nur überzeugen .

LG, Alles Gute für deine Tochter .
 
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Fachgebiet
Altenpflegeheim
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PflegeagenturWest

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22.08.2009
12687
@siggi
Bist Du auch der gerichtliche Betreuer ? Wenn ja,dann nutze das und zeig dem dämlichen Hausarzt den Ausweis mit dem hinweis,über das Amtsgericht an die Ärztekammer zu gehen! Aber vorallem,wechsel den HA ! Gruß Bernd
 
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Fachgebiet
Personalvermittlung
greeneyed

greeneyed

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10.03.2005
49074
Wieso sollte in diesem Fall nciht erstmal der MDK eingeschaltet werden?
 
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siggi

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Themenstarter/in
15.02.2006
Heiligenhaus
Ja, wenn das alles so einfach wäre. Ich bin mit meiner Frau zus. gesetzlicher Betreuer. Aber, wir finden keinen Arzt, der bereit wäre, eine Wachkomapatientin in einem Heim zu betreuen und dabei auch in die Pfründe eines Kollegen einzugreifen. Also scheiden Ärztekammer, Gericht, MdK völlig aus. Um so mehr, als es in NRW in für alte Menschen in noch erreichbarer Entfernung so gut wie keine Heime gibt. Schon von daher nehmen wir vieles in Kauf (im Heim).
Heute stellte der "Hausarzt" auf Befragen nochmals fest: diese dekubitiähnl. Entzündungen sind die Schwachstelle der Patientin. Damit muß sie leben und "außer Frekacid-Spray (jetzt nenne ich es einfach mal) kann man nichts tun.

Und so bleibt meine Stieftochter mehr im Bett, als mal im Rollstuhl. Und das freut m.E. das ständig überforderte Pflegepersonal (hohe Fluktuation). Heute nachmittag hatte sie noch das Nachthemd von gestern an!

Ich finde, es ist ein Verbrechen, einen Menschen im schon aussichtslosen Zustand mit allen Mitteln (hier 1 1/2 Stunden) zu reanimieren. Wir sind beide sehr krank und können die Pflege zuhause nicht leisten.
 
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greeneyed

greeneyed

Mitglied
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10.03.2005
49074
Hallo siggi!

Der MDK überprüft die Behandlungen und klopft den zuständigen Ärzten auch auf die Finger.
Wie viele Monate werden denn Frekacid oder ähnliche Jodprodukte bereits angewendet?

LG
 
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PflegeagenturWest

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22.08.2009
12687
Siggi,ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht,wer mir mehr leid tut,Ihr als Eltern oder Eure Tochter,aber auf jeden Fall möchte ich Dir sagen,daß ich Dich und Deine Frau von ganzem Herzen bewundere:thumbsup2:! Was jetzt den Haut-bzw.Hausarzt angeht,werden sich die Dermatologen darauf berufen,daß sie keine Hausbesuche von der KK bezahlt bekommen. Das ist völliger Blödsinn,die bekommen genauso ihre HB-Pauschale,wie jeder HA. Wenns denn so aussichtslos ist,wie Du schreibst,dann sprich doch mal mit der Krankenkasse direkt,die vermitteln ja neuerdings auch Ärzte. Und wenn alles zusammenbricht,überleg Dir,ob Ihr nicht ein anderes Heim sucht,vielleicht sogar eine spezielle Wachkoma-WG,die gibts ja inzwischen auch. Gruß Bernd
 
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stelli

Mitglied
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16.06.2009
39517
@ siggi
- d.h. in diesem Heim wird kein Bewohner von einem Hautarzt betreut , es sei denn er kann noch bis zur Praxis laufen oder gefahren werden ?!
Ohmann - und ich dachte , ich wohne im Osten !
Sorry , aber ich habe selbst für einige Jahre in einer kleineren Einrichtung in einem Dorf in NRW gearbeitet , und selbst dort kamen , wenn notwendig , Fachärtze aus der Umgebung zur Visite .
Obwohl , ist schon gute 9 Jahre her .

Die armen Ärtze tun mir leid , die für ein paar wenige Euro's auch noch Hausbesuche machen sollen !
Oder weiß jemand von euch , wieso sich immer mehr Fachärzte weigern , Hausbesuche in Heimen zu machen ?
 
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siggi

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15.02.2006
Heiligenhaus
Hallo, danke für all die Hinweise und Empfehlungen!
Pflegeagentur: wenn kein anderer Hausarzt zu bekommen ist (der jetzige ist schon endlose Jahre für das Heim tätig, kommt 3 x/Woche) muß ich im Interesse meiner Stieftochter dahingehend sehr sehr vorsichtig sein.
Greeneyed: das gilt um so mehr, wenn ich den MDK einschalte. F. wird nicht seit Monaten sondern seit etwa 2004 eingesetzt. Damals alle 4 - 8 Wochen, heute alle 10 - 15 Tage. Das steht meine St. ja auch gut durch; blos kommt sie dann kaum noch in den Rollstuhl und manchmal hilft niemand das Bett mal nach draußen zu rollen.
Stelli: da hast Du etwas falsch verstanden. Natürlich arbeitet für das Heim ein Hausarzt (s.o.) und Neurologe, Urologe kommen auch, wenn nötig. Für die Zahnpflege geht es mit dem KW mind. 1 x /a nach Witten. Zahnpflege und Wachkoma: nicht nur bei meiner St. ein riesisges Problem.

Jetzt wäre ich dafür, das Thema zu beenden und danke nochmals für alle "Eure" Bemühungen. Vielen Dank.
 
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05.07.2001
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