Arbeitsrecht Hausverbot öffentlich angeprangert

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manni2305

Hallo

Ich habe folgendes Problem, mit dem ich noch nie irgendwie konfrontiert war.Vorne weg, ich habe dort zum 30.09.08 gekündigt und es ist ein Privates Altenpflegeheim.

Mein derzeitiger Arbeitgeber hat mich vom Dienst ca. 3 Wochen frei gestellt um angeblich Ruhe in das Team zu bringen ( welches angeblich auf Grund der Kündigung unruhig geworden ist ). Nun habe ich an meinem letzten Arbeitstag der Ergotherapeutin über den PC eine Nachricht hinterlassen, indem ich ihr gesagt habe, dass ihr Verhalten nicht OK finde ( sie schaute um die Ecke, sah mich und ging oder zu grüßen ). Das sie sich in ihrer Position zu viel heraus nimmt, da sie mit der Chefin über alles und jeden Mitarbeiter redet. Dort wurde über Angelegenheiten gesprochen die niemanden etwas angehen.
Heute erfahre ich von Angehörigen, dass ein Zettel an der Eingangstür hängt, dort steht, dass Herr .... ( also ich ) ab dem 11.09.09 Hausverbot habe. Kann das sein ? Es wurde mir weder persönlich, noch schriftlich mitgeteilt. Ich werde dort für jeden Namentlich Sichtbar angeprangert.
Die Nachfrage aus welchem Grund, wurde gesagt, ich schon wüsste warum und vor rechtlichen Schritten hätte man keine Angst.

Kann das rechtens sein ?

Und muss der Arbeitgeber mich voll bezahlen, bis zum 30.09.09 ? Auch wenn ich freigestellt bin und somit nicht auf meine Stunden komme ?

Bitte helft mir, ich will keinen Rechtsstreit aber ich will auch mein Recht behalten und nicht so öffentlich gedemütigt werden.
 
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Nasonex2001

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Hallo,

habe die selbe Situation bei einer Kollegin auch schon erlebt. Sie hat den Betrieb angezeigt und vorm Arbeitsgericht Recht bekommen. Kann dir das auch nur empfehlen.
 
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Lisy

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Hallo manni,
ich fang mal mit dem einfachen Teil deiner Fragen an.
Es ist duraus üblich, jemanden frei zu stellen, dem man gekündigt hat oder wenn man als AG eine Kündigung vom MA erhält.
Der AG muß dann nicht nur den vollen Gehalt sondern auch noch den Urlaub und eventuelle Überstunden/ Mehrarbeitsstunden bezahlen.
Eine Aufrechnung der Mehrarbeitsstunden mit der Freistellung darf nicht erfolgen.
Zum Thema Hausverbot öffentlich aushängen, kann ich dir leider nichts rechts sicheres sagen.
Von meinem Gefühl her, also aus meinem Bauchgefühl raus, würde ich jetzt mal sagen, die Vorgehensweise verstößt gegen das geltende Gesetz.
Kopf hoch, steh drüber und halt das aus.
eine kopfschüttelnde
Lisy
 
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manni2305

Hallo manni,
ich fang mal mit dem einfachen Teil deiner Fragen an.
Es ist duraus üblich, jemanden frei zu stellen, dem man gekündigt hat oder wenn man als AG eine Kündigung vom MA erhält.
Der AG muß dann nicht nur den vollen Gehalt sondern auch noch den Urlaub und eventuelle Überstunden/ Mehrarbeitsstunden bezahlen.
Das beruhigt mich, da ich vermute, dass mein AG es mir nicht im vollen Umfang zukommen lassen wird. Wie gesagt das sind Vermutungen.
Das Hausverbot ist verletzend und für mich so nicht hinnehmbar, daher scheue ich keine rechtlichen Schritte. Eine genaue Aussage von jemanden der sich damit auskennt wäre jedoch von Vorteil.

Danke schon mal Lisy
 
Valentina

Valentina

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Hallo manni,
ich bin zwar auch keine Rechtsexpertin, habe aber noch folgende Anmerkungen:
Und muss der Arbeitgeber mich voll bezahlen, bis zum 30.09.09 ? Auch wenn ich freigestellt bin und somit nicht auf meine Stunden komme ?
(Du meinst doch sicher den 30.09.2008 :innocent: )
Wichtig ist, dass die Freistellung schriftlich und unter Fortzahlung der Bezüge/des Gehalts erfolgte.
Heute erfahre ich von Angehörigen, dass ein Zettel an der Eingangstür hängt, dort steht, dass Herr .... ( also ich ) ab dem 11.09.09 Hausverbot habe. Kann das sein ? Es wurde mir weder persönlich, noch schriftlich mitgeteilt. Ich werde dort für jeden Namentlich Sichtbar angeprangert.
Das Pflegeheim hat das Hausrecht, aber auch hier muss das Hausverbot dir gegenüber erstmal schriftlich (und begründet) erteilt werden.
Bezüglich der öffentlichen Bekanntmachung würde ich ebenfalls zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht raten (Datenschutz, "Rufmord" o.Ä.).
Gruß
Valentina
 
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Ambulanter Pflegedienst
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Sittichfreundin

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Huhu!
Ich kann meinen Vorrednern nur recht geben. Wenn Du freigestellt bist, steht Dir die Bezahlung für diese Zeit in vollem Umfang zu. Gut wäre natürlich schon, wenn Du als Beweis etwas auf der Hand hättest oder zumindest Zeugen.
Das Plakat an der Tür: Ich würde sofort schriftlich eine Aufforderung hinschicken, dieses zu entfernen. Niemand darf einen anderen öffentlich an den Pranger stellen. Vielleicht fährst Du vorher mal hin und fotografierst es - auch aus Beweisgründen. Hast Du einen Berufsrechtschutz oder bist in einer Gewerkschaft oder Berufsverband? Laß Dich auf jeden Fall rechtlich beraten!
Alles Gute!
 
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Krankenschwester
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manni2305

Ja natürlich meine ich bis 2008 :)

Leider habe ich nichts schriftlich, ich hoffe daher das es mir nicht zum Verhängnis werden kann.
 
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Karle99

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Hallo Manni2305. Solltest Du hier im Pflegeboard keine Antwort auf das Problem mit dem Hausverbot erhalten können, dann versuche es mal in der Jurathek(Online-Forum). Dort antworten teilweise auch Rechtsanwälte.Ansonsten: dem Pflegeboard treu bleiben, nach dem Motto: geteiltes Leid ist halbes Leid.):
Karle99
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Stuttgart
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