Hart aber herzlich

wannenhase

wannenhase

Neues Mitglied
Basis-Konto
11.02.2007
10585
So als Leitungsfunktion steht ja man so was von oft zwischen Baum und Borke. Und die Wahl der "richtigen" Entscheidung nimmt man sicher mehr als einmal mit nach Hause. Ich habe ein sehr herzliches Team und da ich nur in einem kleinen Altenheim arbeite mit 36 Plätzen ist man sich oft näher, als man es selber gut findet. Wie oft ich selber Probleme mit nach Hause nehme? Fragt am besten meinen Ehemann, ich glaube er kennt meine themenspezifischen Probleme besser als ich selbst. Das gute an daran ist, daß mein Mann selbst in einem Pflegeheim arbeitet, jedoch in der Verwaltungsebene und gerade ist er dabei ein Studium als Betriebswirt im Pflege- und Sozialwesen zu absolvieren.
Ich denke, daß Vertrauen der Mitarbeiter zu meiner Position sehr wichtig ist, da man dadurch vieles erfährt, wovon man sonst verschont bleiben würde. Ob das gut oder schlecht ist??
sagt ihr es mir..
Somit
Einen lieben Gruß von der Heike
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
altenheim
myschonok

myschonok

Mitglied
Basis-Konto
19.06.2007
41836
Für mich ist Chef- immer in erster Linie Vorgesezte.
Egal, ist das WBL,PDL,HL.
Ich mag meine Vorgesezten, habe zu ihnen Vertrauen- ich kann privat befreundet sein- aber arbeitsmässig- keine Gnade- hier gibt es kein Platz für privaterei.Sonst wird es unmöglich effektiv zu arbeiten.
Was ich nicht besonderes mag- wenn der Vorgesezte sagte mit nem grossem Betonung: " IHR" kontet dat machen..oder " IHR" hat net gemacht.
Es macht keinen netten Eindruck.Wir sind im Altenheim wie eine grosse symbiotische Körper- alle abhängig von anderen.Und sollen uns bemühen- dass sich alle gut in seinen Rollen fühlen.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Geronto
S

stupanka

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.11.2006
52070
Hallo,
ich habe leider selber schmerzvoll erfahren müssen wie schwer es ist Arbeit und Privat zu trennen.Ich dachte immer,dass das doch gehen müsste.Ich wurde eines besseren belehrt........
Nun ja,jetzt ist meine Devise,ich versuche zu allen Kollegen gerecht zu sein,habe keinerlei privaten Kontakte mehr zu irgendwelchen Mitarbeitern.Das heißt nicht,daß diese mir weniger erzählen würden,sie vertrauen mir nach wie vor,dennoch bin ich selber emotional nicht mehr so gebunden,beeinflussbar wie vorher.Außerdem nehme ich lange nicht mehr soviel dienstliches mit nach Hause,das tut mir,meiner Familie und meinem Team gut.Ich habe die nötige Distanz ohne herzlos zu sein.
Ich fühle mich aber nicht mehr für jede private Schwierigkeit der Mitarbeiter verantwortlich und zuständig.
Das war am Anfang sehr schwer sich umzustellen,aber mit der Zeit doch sehr befreiend,denn ich bin lockerer geworden.
Ich muß mir keine Gedanken mehr machen ob eine Entscheidung die ich treffe evtl.als Bevorzugung einer MA ausgelegt werden könnt,nur weil man sich privat mal trifft.

Also ich fahre wesentlich besser damit
in diesem Sinne

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Stationär Altenheim