Hallo??? Altenheim = Krankenhaus?

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JANE27

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Ich bin kurz vor dem ausrasten . Wir haben eine *neue* Qualitätsbeauftragte. Sie hat neue Anweisungen ans Pflegepersonal gegeben. Wir sollen jetzt mit den Akten in die Bewohnerzimmer gehen , den Bewohner pflegen und danach IM Zimmer unsere Kürzel machen.

Ich erkenne den Sinn , dass oft gefucht wird und PK*s Dinge kürzeln , die sie nicht getan haben oder nachgetragen wird . Zwecks der Absicherung ist das ja auch völlig in Ordnung.

Aber da widerspricht sich für mich einfach das Wohlfühlen der Bewohner. Die Zimmer sind gleichzustellen mit Wohnungen (so sollte es jedenfalls sein) . Wie muss der Bewohner sich fühlen , wenn er nachdem er gepflegt wurde in seiner *Wohnung* dokumentiert wird??? Ausserdfem ist desweiteren zu beachten , dass es viele Doppelbelegungen gibt. Ist es nicht anmassend , wenn ich eine vertrauliche Akte offen für andere Bewohner hinlege und die reinschauen können ??? Ein Altenheim ist doch kein Krankenhaus, wo der Arzt nach der Visite im Zimmer dokumentiert.

Und ich prnger auch die rechtliche Seite an : was ist mit Datenschutz???? Akten haben verschlossen , nicht zugänglich für jedermann, zu sein. Sollen wir Pflegekräfte diese Verantwortung übernehmen???

Ich ärgere mich dermassen über diese Anweisung . Was ist eure Meinung dazu?

Liebe Grüsse Jane
 
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Popinga

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Hallo Jane!
Ich persönlich halte diese Sache für kein Problem, zumindest sollst Du daswegen nicht ausrasten und Dich nicht ärgern--> so eine Sache ist es wirklich nich wert'; naja, meiner Meinung nach.
Aber da widerspricht sich für mich einfach das Wohlfühlen der Bewohner. Die Zimmer sind gleichzustellen mit Wohnungen (so sollte es jedenfalls sein) . Wie muss der Bewohner sich fühlen , wenn er nachdem er gepflegt wurde in seiner *Wohnung* dokumentiert wird??? Ausserdfem ist desweiteren zu beachten , dass es viele Doppelbelegungen gibt. Ist es nicht anmassend , wenn ich eine vertrauliche Akte offen für andere Bewohner hinlege und die reinschauen können ??? .Und ich prnger auch die rechtliche Seite an : was ist mit Datenschutz???? Akten haben verschlossen , nicht zugänglich für jedermann, zu sein.
Also in der Ambulantenpflege wird ja auch in der "Wohnung" dokumentiert und man kann ja die Kurve ja auch dorthin legen wo sie nicht allen zugänglich ist.

Ein Altenheim ist doch kein Krankenhaus, wo der Arzt nach der Visite im Zimmer dokumentiert
In der Regel dokumentieren die Ärzte nicht im Patientenzimmer, schon ehe das Pflegepersonal.

Gruß, Popinga
 
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Honigbonbon

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Hallo!
Hast du die Bewohner mal gefragt, wie diese das empfinden? Vielleicht ist es für sie ja garnicht so schlimm?

Lg Honigbonbon
 
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double19

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Hallo Jane27,

die Idee ist, dass die Eintragungen in der Doku nicht nur im Beisein des Bewohners vollzogen werden, sondern auch im Gespräch mit ihm. Das klingt vielleicht etwas hochtrabend, hat aber folgenden Sinn. Die Zeit für die Eintragungen verbringst du nicht in Dienstzimmer, sondern mit dem Bewohner. Das sollte ihn grundsätzlich positiv stimmen. Außerdem muss es nicht unbedingt zu tiefgreifenden Gesprächen kommen. Der Nachbar (meistens natürlich Frauen) weiß ohnehin genau Bescheid. Und die Doku bekommt er / sie natürlich nicht zu Gesicht, da du sie nicht offen rumliegen lässt.
Um wen geht es eigentlich. Doch um den Bewohner. Warum sollte er vonden Eintragungen, Überlegungen zur Korrektur der Pflegeplanung etc. ausgeschlossen werden?

Das Verfahren ist noch nicht überall konsenzfähig. Ich finde es aber gut.

Gruß double
 
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Rosi S.

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Ich finde diese Idee mit der Doku im Zimmer tatsächlich auch nicht so schlecht. Es würden mich Erfahrungsberichte interessieren. Wer arbeitet schon so? Was ist zu empfehlen, was nicht? Wie macht ihr das nachts?
 
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BiankaG

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Hallo JANE !!

Ich finde alles hat Vor- und Nachteile, vielleicht solltest du das alles erstmal auf Dich wirken lasen und ein paar Bewohner nach Iheren Eindrücken fragen.
Sonst kannst Du immernoch das Positive herausfiltern, denn ändern kannst Du`s eh nicht.

Viele Sachen, kleine Fragen, Unklarheiten gehen bei diesem System evtl.nicht so schnell unter, da du die Akten gleich dabei hast.Dein Datenschutz ist trotzdem gewärhleistet, wenn Du die Unterlagen geschlossen in Deiner Nähe hinlegst und du präsentiertst ja nicht alle geschriebenen Details.

Abgesehen davon kommt dem Bewohner die wenige Zeit, die Du mehr im Zi.verbringst zu Gute und bezieht ihn auch mit ein.

Vielleicht lesen wir ja bald noch mehr Meinungen!!:icon_wave

lg Bianka
 
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SaarNadja

SaarNadja

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Hallo zusammen!

Wir arbeiten schon längere Zeit so, d.h. dass wir die Dokus morgens mit ins Zimmer nehmen und auch dort dokumentieren.
Den BW macht das eher nix aus.
@ Jane: In der ambulanten Pflege dokumentiert man ja auch in der Wohnung des Kunden.

Im großen und ganzen funktioniert es wunderbar. Schwierig wird es am Medikamenten-Richttag, aber auch dafür hat sich eine Lösung gefunden.

@ Rosi S.: Wir nehmen die Dokus bisher nur im FD mit.

Jeder MA stellt sich morgens "seine" Dokus in ein Hängeordnerregister und nimmt diese dann alle mit. Die MA können sich IM Zimmer VOR ORT informieren und auch dort ZEITNAH dokumentieren.
Nach der Pflege kommen die Dokus wieder zurück in den Dokuwagen im Dienstzimmer.

VG und ein frohes Schaffen,
Nadja
 
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Jungsmama4

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Hallo Jane,

ich finde den Vorschlag auch nicht schlecht, ganz im Gegenteil :thumbsup2:
wie schon die anderen geschrieben haben, hat man die Dokus gleich bei der Hand, kann ggf. etwas nachsehen und vor allem zeitnah dokumentieren - es kommt ja doch immer wieder vor, das man am Ende der Schicht schon mal was vergessen hat...:blushing:
Das es für die Bew. schlimm ist, glaube ich nicht - in der ambulanten wird ja auch so gearbeitet :wink:
Zum Thema Datenschutz schließe ich mich Saar-Nadia an, die Dokus müssen ja nicht den ganzen Tag im Zimmer bleiben:

Jeder MA stellt sich morgens "seine" Dokus in ein Hängeordnerregister und nimmt diese dann alle mit. Die MA können sich IM Zimmer VOR ORT informieren und auch dort ZEITNAH dokumentieren.
Nach der Pflege kommen die Dokus wieder zurück in den Dokuwagen im Dienstzimmer.
 
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Altenpflegel

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Hallo zusammen,

Welche Gründe sprechen für eine diskutierte Doku im Bewohnerzimmer? Eigentlich Keine:

Theroetisch scheint es wenig sinnvoll mit Laien (Bew.), über die fachlichen Vorgaben der Pflegedokumentation zu dikutieren. Sieht man den hohen Anteil dementer Bew. wirkt es gradezu grotesk.
Praktisch führen diese (Streit-) Gespräche zu deutlich längeren Pflegezeiten, die, unter der oft zitierten "Arbeitsverdichtung" und einem inzwischen ausgereiztem "Zeitmanagement", keinen Zeitraum finden und insofern zu Lasten der Bewohner gehen müßten.

Gruß, Altenpflegel
 
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double19

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Hallo Altenpflegel,

dass sehe ich anders. Und nicht nur, weil der MDK das gerne so hätte. Der Bewohner darf nicht als Subjekt betrachtet werden, das nur Mittel zum Zweck ist. Im übrigen kann ich nicht erkennen, warum sich dadurch längere Pflegezeiten ergeben sollten. Selbst wenn diese so ist, bedeutet das noch nicht, dass das schlecht ist.

Gruß double
 
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Puderfrei

Puderfrei

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Ich sehe das genauso. Besonders im Vordergrund steht für mich der Vorteil der zeitnahen Dokumentation. Die Pflegezeit verlängert sich nicht, eher im gegenteil: Ich muss nicht immer ins DZ rennen um mal was nachzuschauen. Und die Zeit zum Eintragen wird halt nicht in der fiesen Zeit zum Dienstende erledigt, wo sowieso kaum Kraft zum Denken bleibt - und damit oftmals wichtige Informationen in schleierhaften Formulieren wie:"Keine Auffälligkeiten." versacken.

Der einzige Nachteil den wir bei unserer Umstellung auf dieses System gemerkt haben war, dass Der Abwurfeimer, die Bettwäsche, die Waschlappen und 4-8 Dokus einfach sauschwer zu transportieren waren :)

Wir hatten aber auch nur zwei Pflegewagen für 5 Kräfte und ellenlange Flure. Zudem waren die Wagen nicht für den Dokutransport vorgesehen.

Fazit: Abschliessbare Dokuwagen in aussreichender Menge fördern das zeitnahe Dokumentieren und sorgen für eine höhere Eintragungsfrequenz und eine wesentlich genauere Informationsdichte.
 
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Hallo double19,

entschuldige bitte meine späte Antwort; ich hab´schlicht nicht mitgekriegt, daß du auf meinen Beitrag geantwortet hattest und wurde erst durch den neuen Beitrag von Puderfrei darauf aufmerksam.
Der Bewohner darf nicht als Subjekt betrachtet werden, das nur Mittel zum Zweck ist.
Absolut deiner Meinung :thumbs:!!!
Aber sieh dir bitte mein letztes Erlebnis in einem Altenheim an:
Besuchszeit 17:10 h; es ist schon dunkel. Das Bew. - Zimmer (EZ) ist dunkel und eiskalt, da das Fenster weit geöffnet ist. Trotzdem stinkt es darin atemraubend.

Bei Einschalten des Lichtes offenbart sich folgendes Bild:
Der Bew. hängt/ liegt (bei höhergestelltem Kopfteil) zusamengekauert am Bettgitter; der Kopf und ein Arm "ruhen" darauf. Die Klingel ist unerreichbar hinter dem Kopfteil um das Bettgitter gewunden
Auf dem Boden vor dem Bett, liegen (in Kopfhöhe) zwei Badetücher, darauf zwei Unterlagen und darauf reichlich Erbrochenes.
Zudem hat sich der Bew. offenbar "frei gestrampelt" und liegt - nur mit einem T-Shirt bekleidet - in der kalten Winterluft.
Darüber hinaus liegt der er in einer (bereits angetrockneten) Lache dünnflüssigen Kots - in doppeltem Inkontinenzmaterial.

Hierbei handelt es sich nicht etwa um ein effektheischendes, möglichst spektakuläres Beispiel eines fiktiven Bew, sondern um meinen Onkel, den ich genau so vorgefunden habe.

Die Erklärung des herbeigerufenen Pflegers war: wir sind zu zweit mit 30 Bew. ! Mit anderen Worten: Der Bewohner wird (ganz offensichtlich) als Subjekt betrachtet, das nur Mittel zum Zweck ist (nicht von den Pflegekräften).

Im übrigen kann ich nicht erkennen, warum sich dadurch längere Pflegezeiten ergeben sollten.
Sorry, gemeint waren längere Auffenthaltszeiten bei den Bewohnern, was zwangsläufig (bei gleichbleibenden Arbeitszeiten und gleichbleibender Personalstärke) effektiv zu einer Verminderung anderer Zeitkontingente führen muß (Grund-, Umfeld-, Behandlungspflege, etc.).
Denn es ist grenzte einfach an Unfug, z. B. die beiden Pflegekräfte aus meinem privaten Beispiel noch länger in den einzelnen Bew.- Zimmern zu binden, wenn sie schon per se eine "ganzheitliche" Pflege nicht leisten können.

Gruß, Altenpflegel
 
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Puderfrei

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Ich verstehe diese Argumentationskette nicht ganz. Nehmen wir mal 10 Bewohner. Jeweils 3 Min Doku = 30 Min Doku schreiben insgesamt. Egal ob im Zimmer oder am Dienstende.

Sorry, gemeint waren längere Auffenthaltszeiten bei den Bewohnern, was zwangsläufig (bei gleichbleibenden Arbeitszeiten und gleichbleibender Personalstärke) effektiv zu einer Verminderung anderer Zeitkontingente führen muß (Grund-, Umfeld-, Behandlungspflege, etc.).
Dies scheint doch jetzt wohl widerlegt, oder? Zudem kann die Pflegekraft z.B. nach dem Mittagessen mehr Zeit für eine vernünftige Pflege aufbringen, ist sie doch nicht durch den Berg an Doku der auf sie wartet schon im Vorfeld gestresst und in der Zeit beschnitten(Ausnahmen sind natürlich die nachzutragenden Besonderheiten zwischen Eintrag bei GP und Ende Schicht).
Mittag um 12 Bewohner im Bett um 12:30, Doku-Arbeit, Übergabe um 1:30, nächster Gang um 14:15. Also zwischen 12:30 und 14:15 kein Bewohnerkontakt! Besser wäre doch
Essen um 12:00 Bew. in Ruhe zu Bett gebracht bis 13:00, Zeit für andere Arbeiten (inkl. Bew.-Kontakt) bis 13:30. Oder sehe ich das Falsch?
 
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double19

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Hallo Altenpflegel,

kein Problem mit der Rückantwort; ich lese doch gerne deine Beiträge. Das mit deinem Onkel ist natürlich sehr schlecht gelaufen. Aber alle, die in der AP arbeiten, wollen dies auch korrekt und mit Zufriedenheit tun. Korrekt bedeutet für mich, das dies im Einklang mit den Anforderungen geschieht, die von Gesetzen, MDK etc gefordert werden, also bewohnerbezogenes individuelles Handeln. Zufriedenheit ist, wenn der Mitarbeiter auch etwas mehr Zeit mit dem Bewohner verbringen kann, die er an anderer Stelle einspart, zumindest ein gutes Stück. Du weißt, dass ich nicht aktiv in der Pflege bin, aber ich glaube, dass die PD auch besser wird, wenn der Bewohner "in der Nähe" ist. Kein Schnell schnell im DZ drei Minuten vor Übergabe! Vor kurzem habe ich noch gelesen, dass in einem Heim die Mitarbeiter alle Pausen und Essen mit den Bewohnern zusammen haben. Die Mitarbeiter kommen damit gut klar ist finden es gut. Das fordert ein wenig Umdenken, aber ich halte auch das für eine gute Sache. Vielleicht wird dann auch weniger geraucht!!!:innocent:

Eine gute Vorweihnachtszeit :icon_wavewünscht double19
 
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Hallo double19,
Aber alle, die in der AP arbeiten, wollen dies auch korrekt und mit Zufriedenheit tun. Korrekt bedeutet für mich (...) bewohnerbezogenes individuelles Handeln. Zufriedenheit ist, wenn der Mitarbeiter auch etwas mehr Zeit mit dem Bewohner verbringen kann, (...)
Das glaube ich so nicht; ich glaube vielmehr, daß die Mehrheit der in der AP arbeitenden Menschen sich nach einer angemesseneren Psych. - Zulage sehnt (da ihre Nerven zum Zerreißen gespannt sind), einer "bewohnerfreien" Pause (um einigermaßen wieder "resettet" zu sein), und einer Rückzugszeit, in der sie in Ruhe ihre Doku. schreiben und die Übergabe vorbereiten können.

Hier läßt sich schön die - ins Hochdeutsch übertragene - Lebensweisheit der Kölner anführen: Man muß auch gönnen können!

Selbstredend glaube ich nicht, das psychisch völlig überforderte Pflegekräfte eine bessere Pflegeleistung erbringen können.
Vielleicht wird dann auch weniger geraucht!!!:innocent:
:laughing: :laughing: :laughing:daran erinnere ich mich allzu gut. Aber da die Mitarbeiter jetzt in den Heimen so gut wie gar nicht mehr rauchen dürfen, ist das Thema eigentlich durch. So generiert man Auszeiten eben vor den Pforten der Heime (wir Pflegekräfte müssen leider draußen bleiben :wink:).

Auch dir eine besinnliche Vorweihnachtszeit; mit besten Grüßen, Altenpflegel
 
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Altenpflegel

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Hallo Puderfrei,
Die Pflegezeit verlängert sich nicht, eher im gegenteil: Ich muss nicht immer ins DZ rennen um mal was nachzuschauen.
Wahrscheinich leben wir in verschiedenen "Pflegewelten": ich arbeite mit einer PC- gestützten Doku.
Ich müßte also irgendein Formular im Bew.- Zimmer ausfüllen, danach ins DZ hetzen, um dort meine (zeitnahe) Doku in den PC zu hauen. Oder alle MA´s erhalten entsprechende Eingabehilfen, mit denen man auch aus dem Bew.- Zimmer auf den PC zugreifen kann (aber was das kostet - und die Schulungen erst ...). Oder wir schaffen den teuren Server und das Hausnetzwerk ab und begeben uns wieder in die handschriftliche Doku - Steinzeit - Klares NO GO!

Im Übrigen glaube ich, daß eine moderierte und mit den Bew. diskutierte Doku mehr Zeit in Anspruch nimmt, als die "einfache" Doku am PC.
Im Schnitt dauert bei uns z. B. eine Pflegeplanung mit Bew./ Angehörigen deutlich länger als ohne Bew. (und wir haben nicht mal demente Bew.).
Dieser zeitliche Mehraufwand fehlt in der Pflege anderer Bew. und erzielt mit dem betroffenen Bew. lediglich "Gespräche" über die Doku - bringt diesem Bew. also psychosozial eigentlich gar nix.

Insgesamt sehe ich keine Vorteile
Gruß, Altenpflegel
 
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Altenpfleger
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Langzeit- Pflegeheim für körperbehinderte, junge Menschen; PA
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